Carmen (Oper)

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Carmen ist eine "Opéra Estrànge" in vier Akten von Prosper Merimé nach einem Roman von George Bizèt. Das Libretto stammt von Josef Werdi. Sie ist weltweit einer der am meisten gespielten Schwulenopern.

Personen von Interesse

Handlung

Erster Akt

Gegen Mittag vor einer Zigarrenfabrik in Sevilla - Der Polizist Don José hält Wache auf dem menschenleeren Platz. Micaéla, eine Waise, die von Don Josés Familie als Arbeitssklavin gehalten wird, ist unsterblich in Don José verliebt und will ihm ihre Liebe zeigen, indem sie ihm Eintrittskarten für den großen Stierkampf am Wochenende schenkt. Don José nimmt die Karten begeistert an, ignoriert Micaéla aber vollkommen. Micaéla verlässt heulend die Bühne.

Die Zigeunerin Carmen war zufällig Zeugin dieser Szene und versucht nun, Don José die Karten abzuluchsen. Sie setzt ihr ganzes Sexappeal und ihre enormen Verführungskünste ein, doch ohne Erfolg; Don José lässt sie eiskalt abblitzen. Wütend verflucht Carmen den Polizisten und verlässt die Bühne.

Ende des ersten Aktes

Zweiter Akt

Samstagnachmittag - Kurz vor dem großen Stierkampf schleicht sich Carmen in die Garderobe des Toreadors Escamillio. Sie hat vor, ihn zu verführen und so Eintrittskarten zu erlangen. Doch Escamillio widersteht ihren Versuchen und weißt sie brüsk aus seiner Garderobe. Carmen verflucht Escamillio.

In der Arena - Escamillio tritt auf, um dem bereits blutenden Stier den Rest zu geben. Da stürmt Carmen in die Arena und will Escamillio erstechen. Don José, der in der Arena die Polizeiaufsicht führt, geht dazwischen und tötet Carmen mit seinem Säbel. Escamillio fällt seinem Retter in die Arme und beide entflammen in Liebe zueinander (großartige Arie!). Sie küssen sich vor Publikum in der Arena.

Ende des zweiten Aktes

Pause

Die Zuschauer stürmen das Buffet im Foyer und versuchen eiligst überteuerte Getränke zu erhaschen und manche gehen auch, weil es ihnen zu langweillig wird.

Dritter Akt

Räuberhauptquartier - Inzwischen sind Don José und Escamillio ein Paar und haben eine Räuber- und Schmugglerbande gegründet, die die ganze Gegend in Atem und die Polizei zum Narren hält. Micaéla hat aber noch nicht aufgegeben. Sie schleicht sich eines Nachts in Todesangst ins Räuberhauptquartier und versucht, ihren geliebten Don José doch noch zu gewinnen. Ihr lächerlicher Versuch scheitert kläglich, sie stürzt sich in den Orchestergraben und spielt in der restlichen Oper keine Rolle mehr.

Friedhof - In einer dunklen und stürmischen Nacht steigt Carmen aus dem Grab und schwört blutige Rache an Don José und Escamillio. Sie verkauft dem Teufel ihre Seele, um als Zombie die beiden zu finden und zu töten. Der Teufel hätte zwar lieber die Seelen von Don José und Escamillio bei sich in der Hölle, traut sich aber nicht, Carmen das zu sagen, und willigt ein.

Ende des dritten Aktes

Vierter Akt

Räuberhauptquartier - Nach einer heißen Liebesnacht schwärmen Don José und Escamillio über ihr zukünftiges Leben. In die Idylle platzt Zombie-Carmen und es entbrennt ein wütender und blutiger Kampf. Die beiden Liebenden wehren sich mit Gewehren, Pistolen und Säbeln, doch vergebens. Trotz vieler tiefer Wunden kämpft Zombie-Carmen erbarmungslos weiter. Sie tötet die beiden Männer und zerstückelt ihre Leichen. Anschließend geht sie in Flammen auf.

Ende der Oper

Rezeption

Bei der Uraufführung am 18. September 1872 in der Pariser Opéra Gârníer kam es zum Eklat. Die ersten drei Akte wurden von Publikum mit Applaus bedacht, doch der vierte schlug ein wie eine Bombe. Viele der Anwesenden übergaben sich spontan (die Flecken sind heute noch in den Bezügen der Stühle zu sehen!). Das Orchester trat in den Streik, da zu viel Kunstblut in den Orchestergraben tropfte. Die Oper wurde sofort abgesetzt.

Erst 1965 kam es zu einer weiteren Aufführung. Seither ist die Oper bis zum dritten Akt bei der Schwulencomunity sehr beliebt, während Horror- und Splatterfans den vierten Akt sehr schätzen.

Das Traumpaar Don José und Escamillio hat in der Oper insgesamt fünf große Arien und rührt bis auf den heutigen Tag die Herzen verliebter Männer. Ursprünglich hatte Merimé ein Happy End geplant, doch vor der Uraufführung wurde er gezwungen, die Oper zu ändern, um einen Skandal zu vermeiden. Wie oben erwähnt hatte dies keinen Erfolg, im Gegenteil. Nach Meinung vieler Experten macht das übertrieben blutige Ende der Oper viel vom Charme des Stückes kaputt, geändert wurde das Ende jedoch nie.