Bronchitis – der letzte Husten

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Filmdaten
Bronchitis Plakat.png
Originaltitel: Bronchitis - der letzte Husten
Genre: Schleimfilm
Produktionsland: D/Amerika/Indien
Erscheinungsjahr: 2014
Länge: 3 Stunden, 16 Minuten + 3 Wochen Inkubationszeit
Altersfreigabe: laut freiwilliger Schnupfenkontrolle nicht ohne Impfpass erhältlich
Stab

Regie: Rainer Rotz
Produktion: Influenza Polia
Musik: Hans Wartezimmer
Besetzung

Denver Klan: Houston Coryza
Lucy Liu: Hat-Ji
Christopher Street: Nise Joe
Tanzensemble Ostfalen: Atemwegsmafia
Alter Schweinebraten: Hühnerkeule

Bronchitis – der letzte Husten ist ein Endzeitthriller von Rainer Rotz, der noch während der Dreharbeiten an einer Lungenentzündung verstarb. Er ist neben „Meningitis - jetzt erst recht!“ und der Liebeskomödie „Pankreatitis - Schmetterlinge im Bauchspeichel“ das bekannteste Werk des Regisseurs und das einzige, was als No-Budget-Projekt anfing und auch so aufhörte. Wegen der expliziten Schabernackt-Szenen hat der Film keine Altersfreigabe erhalten.

Filmverlauf

Abstract

New York 2025; nach dem letzten monumentalen Katastrophenfilm von Roland Emmerich liegt die Welt in Trümmern. Aus den Gullideckeln des hoffnungslosen Stadtungetüms steigt stereotyper Rauch falsch entsorgter Nebelmaschinen. Schon lange greifen Tod und gefährliche Krankheiten um sich, weil die medizinische Infrastruktur zusammengebrochen ist. Die Welt ist ein Hort der Gesetzlosigkeit. Natürlich darf dabei die obligatorische Klimakatastrophe nicht fehlen, denn die tiefstehende Sonne des Erdherbsts wirft lange Schatten auf die Lungen seiner Bewohner.

Professor beim ersten Versuch, das Niesen zu unterdrücken.

Noch im Zuge der ersten Auflösungserscheinungen von Recht und Ordnung hatten Ärzte auf dem Höhepunkt ihres technischen Stands versucht, die großen unheilbaren Zivilisationskrankheiten zu heilen, allen voran den Schnupfen. Das Ergebnis monatelanger Testreihen waren haufenweise multiresistente Keime, die den Planten infiltrierten und kleinste Schleimhautreizungen zu einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung werden ließen. Als die letzten wirksamen Antibiotika unbezahlbar geworden waren, ging man auf der Straße zu chirurgischer Pfuscherei über, an Ständen verkauften Schwarzhändler Lungenbläschen unter der Hand. Seit die Ansteckungsgefahr ins unermessliche gestiegen war, waren die Menschen immer vorsichtiger geworden, hatten zunächst Quarantänezentren für verschleppte Erkältungen eingerichtet, dann Reservate und schließlich wurden es so viele, dass sie begannen, die Kranken nach und nach aus dem Verkehr zu ziehen. Wer sich in der S-Bahn nur räusperte, wurde sofort von Agenten der Gesundheitspolizei mit einem mobilen Thermometer kontrolliert, wer nieste war an der nächsten Haltstelle von der Bildfläche verschwunden. Nationale Regierungen erließen reihenweise Gesetze gegen freies Naseputzen und wer es sich leisten konnte, floh auf entlegene Inseln oder braute sich selbstgemachten Hustensaft.

Handlungssymptomatik

Houston ist ein Kopfgeldjäger, der in dieser unsicheren Zeit auf die Jagd nach laufenden Nasen geht, denn gesetzlose Banden haben eine einträgliche Lohnung darin entdeckt, die armen Hunde New Yorks gezielt durch Händeschütteln oder Anniesen zu infizieren, um sie bei der Polizei zu verraten und ihr Kopfgeld zu kassieren.
Menschenfänger nutzen die Endzeitstimmung
Als Mitglied einer der einflussreichsten dieser Clans, trifft Houston eines Tages mit seinem Freund Nise Joe auf Hat-Ji, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Erst einige Zeit später findet er heraus, dass Nise Joe auch Hat-ji infiziert hat und so beschließt er bei einer Feuerzangenbowle mit ihr durchzubrennen. Joe wird eingeweiht, distanziert sich aber von den beiden um etwa drei Meter.

Sie fliehen vor der Polizei quer durch New York und verbringen im Römischen Dampfbad eine heiße Nacht. Schließlich merkt Houston, dass seine Kräfte zunehmend schwinden, dass er sich abgespannt fühlt, Kopf und Gliederschmerzen hat und Linola nicht mehr hilft. Kurze Zeit später entdeckt Hat-Ji bei ihm eine rote Nase. Als sie in einer kaltschweißigen Nacht schließlich von Houstons ehemaligen Clan-Kumpels gestellt werden, bricht der Film ab und zeigt nur noch etwa 20 Minuten lang Sequenzen von niesenden Menschen aus 270 verschiedenen Kameraeinstellungen mit den unterschiedlichsten Taschentücher, 2-lagig, 3-lagig, Papier, Stoff, Watte, ja sogar lustige Taschentücher.

Produktion

Anders als seine Vorgänger wurde Bronchitis, der als Direct to DVD-Veröffentlichung erschienen ist, mit einem sehr geringen Budget und einer aufwendigen Kreckelkamera-Technik mit Kodak-Werbegeschenken gedreht. Abgespanntheit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit des Casts verschlangen wenige Produktionskosten. Weil Rotz eher auf Nachwuchsschauspieler gesetzt hatte, war das größte Budget aus einem Cough-Funding-Projekt für den Synchronhuster von Taylor Lautner draufgegangen, der einerseits Professionalität in die Soundtechnik bringen, andererseits auch das junge Publikum ansprechen sollte. Die Nachteile dieser Behandlung lagen auf der Hand vor dem Mund, denn die vielen jungen Schauspieler, die das lange Stehen unter Studioscheinwerfern nicht gewöhnt waren, fielen immer wieder wegen Lampenfiebers aus. Die damit entstandenen Verzögerungen zogen das Projekt insgesamt fünf Jahre in die Länge, sodass einige Schauspieler ihre für die Rolle antrainierte Erkältung um Monate, wenn nicht gar Jahre verschleppen mussten. Die Behandlungskosten bekamen sie aber billig rückerstattet, denn Wick Vaporub und Baldriparan, die für das Projekt an Land gezogen werden konnten, hatten Unsummen in Werbemittel für die Bereitstellung am Set investiert. Sie waren es auch, die Rotz Pauschalreisen mit Ryan Air nach Indien ermöglichten, wo viele Actionszenen mit teilweise echten Tuberkulosekranken gedreht werden konnten.

Diagnose

Eines der vielen Vorbilder war der Nonsensstreifen „Manche mögens milchiggrün“, ironischerweise in schwarz/weiß.
Tempo vermeldete nach dem Filmstart Rekordumsätze.

Rotz letztes Werk hinterließ geteilte Meinungen. Die Daily Weekly kritisierte als eine der ersten in ihrer Kolumne unter dem Titel „Rotz only now“ (dt. Jetzt erst Rotz) die mit medizinischen Fachausdrücken aufgeblasenen Dialoge, die dem Ganzen die pfefferminzfrische Schärfe rauben und Inhalte in dumpfem Auswurf versumpfen lassen. Daran würde auch der hingerotzt wirkende Rückbezug des brutalen Cliffhangers am Schluss zu älteren Werken des film mucus vert, wie „Popel hängen fest“ und „Frau ohne Genesen“ nichts ändern, weil

das intellektuelle Kalkül, die Sinnlosigkeit des eigenen Seins der Banalität eines kleinen Schnupfens gegenüberzustellen, der den Protagonisten unvermittelt und brutal seinem Alltag entreißt in einer so karitativen Weise überzeichnet wird, dass es fast heilsame Wirkung hat, die schleimige Liebesschnulze nicht bis zum Ende erleben zu müssen.[1]

Auch die dreiste Produktplatzierung war Gegenstand mehrfacher Kritiken. Ein Nasenspray von 1A Pharma, das mit dem Film geworben hatte, wurde später wegen Gesundheitsgefahr aus dem Handel genommen. Den Vorwurf der Zuschauermanipulation mit unterschwelliger Werbung, auf der in mehreren Sequenzen für wenige Millisekunden lächelnde Ratiopharm-Zwillinge zu sehen waren, die offensiv Wick-Produkte, darunter auch die schlecht gehenden Rachendrachen, in die Kamera hielten wies der Konzern zurück. Die entsprechenden 830.000 DVDs, auf dem das zu sehen war, wurden als fehlerhaft zurückgerufen.

Besonders Asthmatikern gefiel der Film, weil er sich auf eine tragische, aber elegante Weise mit dem Luftknappheitsproblem in der heutigen Gesellschaft auseinandersetzt und dabei aufklärt, ohne anzuklagen. Der asthmakranke, amerikanische Kritiker Bruno Air bezeichnete das dreistündige Machwerk als atemberaubend (spirit steeling).

Kritiken

  • Bronchitis ist ein durch einen Regisseur ausgelöster, lauffeuerartiger Infekt der Filmleinwand, der in 90 % aller Fälle eine Entzündung des Zuschauerraums nach sich zieht. Vorbeugen kann man ihr, indem man weitgehend auf Rauchen während des Films verzichtet. Gesunde Ernährung ist aber in jedem Fall wichtiger. Ein zweiter Teil wäre nur symptomatisch.
    - Internationales Lexikon der Medizin
  • Aufwendig geröntgter, charakterstarker Streifen, der das Beste aus seiner Situation gemacht hat, sich aber insbesondere in wissenschaftlichen Fragen wie Prävalenzen und Kocinematographizität nicht auf gängige Hollywood-Stereotypen verlässt. Ein Sputum für Liebhaber.
    - Joe Bausch, Facharzt für TV-Kunstpfuscherei
  • Rotz bannt mit Bronchitis etwas auf die Leinwand, was so diffus ist wie das Krankheitsbild. Allenfalls der Schluss vermag dem ganzen einen gewissen Hustenreiz abzugewinnen.
    - Dr. Eckart von Hirschhausen

Einzelnachweise

  1. intellectual calculus to face the futility of one's being the banality of a small common cold, the abrupt and brutal his everyday snatches the protagonist has oversubscribed in a charitable manner, that it has almost salutary effect of not having to live up to the end the slimy love tearjerker.Google Übersetzer