Boykott

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Prinzip des Konsumentenboykotts schematisch erklärt, so dass es jeder versteht: Die einen boykottieren das blaue Unternehmen, die anderen die Konkurrenz in rosa. Weil jeder extra viel Geld ausgibt, um dem boykottierten Unternehmen besonders zu schaden, machen beide ordentlich Kasse.

Der Boykott ist gemeinsames Verweigern. Man will damit einer Institution (Unternehmen, Organisation, etc.) vortäuschen, man brauche sie nicht, indem man sie nicht nutzt. Dieser Institution ist dies meistens vollkommen gleichgültig. Der Boykott entstand in den späten 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Er ist die einzige Protestform, mit der kapitalistische Pazifisten ihre Meinung ausdrücken können.

Aktuelle Beispiele

  • Der Handyhersteller Nokia entlässt 3 Mitarbeiter in der Produktion, weil sie zu langsam arbeiten. Könige und Regierungsmitglieder auf der ganzen Welt vernichten daraufhin ihr Nokia-Handy. Der Marktanteil des Konkurrenten BenQ Mobile steigt in der Folge um 57 Prozentpunkte.
  • Der Tütensuppen-Discounter LIDL wird vom Fernsehsender RTL gekauft. Der Sender plant ein neues Reality-TV-Format live aus drei LIDL-Filialen. Bei einem Probelauf werden die Pläne aufgedeckt, die Öffentlichkeit ist entsetzt und kauft nur noch beim Konkurrenten ALDI. Dieser Discounter wurde aufgrund des hohen Datenschutz-Standards im Jahr 2007 von Wolfgang Schäuble mit dem DASITOPP-Award ausgezeichnet.
  • Der Olympia-Ausrichter China weigert sich, die Olympischen Spiele 2008 auszurichten. Die Chinesische Regierungspartei verlangt den uneingeschränkten Zugriff auf das öffentliche Internet. Aufgrund der sturen Haltung Tibets, das den entscheidenden Datenverkehr "abzapft", ist fest mit einer Verlegung der Spiele nach Kuba zu rechnen, wo man nicht so empfindlich ist, was das Internet betrifft.

Charakteristische Merkmale

  • einen erfolgreichen Boykott gibt es nicht
  • die Konkurrenz profitiert (und ist deshalb meistens Drahtzieher des Boykotts)
  • der boykottierten Institution ist es egal, weil der Umsatz durch Kunden, die gerade das Konkurrenzunternehmen boykottieren, ausreicht
  • durch niedrige Preise und tolle Angebote lässt sich jeder Boykott brechen

Formen des Boykotts

Shell kampagne.jpg

Internetboykott

Stell dir vor, das Internet ist an, und keiner ist drin. Mit diesem Slogan warb der Ölkonzern Shell vor einiger Zeit für einen Internetboykott. Man wollte damit die Menschen animieren, mehr Zeit im Freien zu verbringen, tarnte diesen Aufruf allerdings als Unterstützung einer Initiative des Bundesgesundheitsministers.
Ein Internetboykott wird also vor allem mit dem Ziel initiiert, den Verbrauch oder Kauf einer Ware zu fördern, die (noch) nicht im Internet bestellt werden kann.

Konsumentenboykott

Der Konsumentenboykott wird auch Wir-sind-das-Volk-Boykott genannt. Ihm geht eine beispiellose Solidarität von Verbrauchern, die sonst nie miteinander zu tun haben (wollen), voraus. Meistens wird die Meinung der Verbraucher zusätzlich durch falsche Zeitungsartikel und Fernsehberichte angeheizt. Der Boykott richtet sich gegen bestimmte Unternehmen, die zuvor ihre Mitarbeiter oder Kunden gedemütigt haben.

Wahlboykott

Der Wahlboykott ist meistens ein unfreiwilliger Boykott. Viele Wahlberechtigte landen nur deshalb in der Statistik der Nicht-Wähler, weil sie lieber WoW zocken, den Wahltag verschlafen oder keine Lust haben, im Regen zum durchschnittlich 3.7 km entfernten Wahllokal zu laufen.

Studiengebührenboykott

Ein Studiengebührenboykott ist das systematische Unterwandern der Hochschulfinanzierung. Die Universität Freiburg hat hier eine Vorreiterrolle: Sie erließ besonders schlauen Studenten nach einem IQ-Test, der 50% der hinzugewonnenen Einnahmen verschlang, die Studiengebühren. Inzwischen haben alle Freiburger Studenten einen IQ > 140 und die Universität steht kurz vor einem finanziellen Desaster, nachdem die Baden-Württembergische Landesregierung alle Mittel gestrichen hat.