Blitzableiter (Autobahn)

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Ein Blitzableiter ist eine der verschiedenen Autofahrertypen, welcher verstärkt auf Autobahnen und Schnellstraßen relevant ist, aber auch innerorts von Bedeutung sein kann.

Klassifikation

Der typische Blitzableiter ist zwischen 20 und 35 Jahre alt, männlich, Vielfahrer, Geschäftsmann, oftmals Außendienstler.

Soziologisch gesehen sind Blitzableiter sehr soziale und altruistische Autofahrer, die für andere gerne die Rechnungen mitbezahlen.

Vorkommen

Den klassischen Blitzableiter findet man auf der Autobahn. Dort ist er unter den meisten anderen Autofahrern sehr begehrt und es wird förmlich darauf gewartet, bis sich jemand erbarmt, in der nervigen 120er Zone endlich mit 150 auf die Überholspur zu ziehen. Wie durch ein Wunder fällt den anderen Autofahrern dann auch ein, überholen zu wollen.

Automarken

In den meisten Fällen handelt es sich um Autos der Modelle BMW und Mercedes, aber auch Porsche, Volvo, Ford, ja sogar Opel können als Blitzableiter unterwegs sein. Hingegen ist bisher kein Fall bekannt, daß ein Renault Twingo-Fahrer als Blitzableiter tätig gewesen wäre. Fahrer dieses Typus sind sehr egoistisch und lassen lieber andere die Drecksarbeit machen.

Konkludent multilaterale Blitzableitertätigkeiten (KMB)

Hinter diesem komplizierten Fachbegriff, versteht man eigentlich eine ganz banale Angewohnheit: Wenn sich zwei (oder mehrere) sehr sozial eingestellte Autofahrer begegnen und der eine schon für fünf Kilometer den Blitzableiter gespielt hat, kann es durchaus sein, daß ersterem es irgendwann zu heikel wird, während sich hinter ihm schon ein anderer erbarmt, diese Rolle zu übernehmen.

Der Hintermann deutet dies in der Regel per Lichthupe an. Das ist Autobahnjargon und heißt übersetzt "Du darfst gerne nach rechts fahren, jetzt übernehme ich mal für ein paar Kilometer die Drecksarbeit".

Feinde des Blitzableiters

Der natürliche Feind des Blitzableiters ist - abgesehen von Radarfallen und Zivilstreifen - der Fahrer mit Hut. Dieser Zeitgenosse weiß die Arbeit des Blitzableites - die volkswirtschaftlich sehr wichtig ist - nicht zu schätzen, und blockiert die Überholspur mit 84 km/h, um schneller zu sein als der LKW mit 83 km/h.

Volkswirtschaftlicher Nutzen

Wie viele Ehrenamtliche hat der Blitzableiter natürlich auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen - und dies gleich aus mehreren Gründen.

1. Er räumt die Bahn frei und die Menschen kommen schneller zu den Terminen und können dadurch mehr Gewinn erwirtschaften = mehr Geld für den Staat.

2. Sollte ein Blitzableiter doch mal erwischt werden, spült er sogar direkt Geld in die Kasse des Staates

3. Sollte sich ein Blitzableiter verschätzen und aus der Kurve fliegen, freut das die nächstgelegene Werkstatt

4. Richtig interessant für den Staat wird es, wenn ein Blitzableiter aus der Kurve fliegt und eine dort installierte Radarsäule umfährt: Die Versicherung zahlt die Anlage, es gibt neue Aufträge für die Blitzerindustrie, einen neuen Auftrag für die Autowerkstatt, sichert zehn Arbeitsplätze (einer guckt sich die kaputte Anlage an, einer macht Fotos, einer bestimmt den Termin wann sie erneuert wird, einer guckt zu wie die zwei anderen mit dem Zollstock gucken wo sie das Loch für das neue Fundament graben müssen, ein weiterer dokumentiert, daß der der geguckt hat auch richtig geguckt hat und schlußendlich dann natürlich noch den, der das Fundament für den neuen Blitzer setzt plus Krankheitsvertretung plus ein weiterer, der die Abnahme macht) Des Weiteren zahlt der Unfallverursacher noch ein hohes Bußgeld, damit der Staat noch mehr Blitzer aufstellen kann und sich die Einnahmen wie bei einem Perpetuum Mobile von selbst erneuern.

Ausländische Blitzableiter

Insbesondere Autofahrer mit schweizer Kennzeichen sind auf Deutschen Autobahnen sehr altruistisch. Sie geben dem Land (Deutschland in dem Falle) auf diese Art einfach etwas von den hinterzogenen Steuermilliarden zurück, welche von Deutschen Topmanagern in der Schweiz geparkt (oder parkiert?) werden.

Auf der A5 zwischen Basel und Freiburg sind Schweizer gerne gesehene Blitzableiter, aber auch von den anliegenden Kommunen fest im Haushalt eingeplant.