3 x 3 Silberauszeichnungen von Das-schwarze-Schaf, Flo7 und Der Anwalt

Bewerbungsgespräch

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Das Bewerbungsgespräch ist ein persönliches Gespräch zwischen einem König oder Manager und einem Bittsteller. Das Wort selbst besteht aus den Teilen Bewerbung, Binde-S und Gespräch, was dessen Komplexität perfekt widerspiegelt.

Bei dem Bewerbungsgespräch geht es nicht um die Erfassung fachlicher Qualifikationen, sondern ausschließlich um Demütigung des idealerweise arbeitslosen Bittstellers. Obwohl es nur einen Posten zu besetzen gibt, wird zu einem Bewerbungsgespräch ein größerer Personenkreis eingeladen, um möglichst viele Arbeitslose verarschen zu können.

Das Unternehmen will wissen, ob der zukünftige Lohnsklave sich in Fleiß, Gehorsamkeit und Genügsamkeit übt, ob er vor dem Essen betet, wie er mit seiner Frau schläft, nur bei GRÜN über die Straße geht und ob er die Wiedereinführung der 72-Stunden-Woche bei halbem Lohnverzicht begrüßt.

Da neben Beziehungen (Vitamin B) besonders das äußere Erscheinungsbild des Bewerbers relevant ist, ist beim Bewerbungsgespräch die Auswahl der Kleidung am wichtigsten. Als Zeichen seiner Unterordnung hat der Bittsteller während des Bewerbungsgesprächs Anzug, Krawatte und Schuhe zu tragen. Nebenbeschäftigungen wie Rauchen, MP3-Hören, Nägelschneiden oder der unkontrollierte, wahlweise rektale und/oder orale Gasausstoß haben sich bisher während Bewerbungsgesprächen als eher nachteilig erwiesen. Hüten muss sich ein/e Bewerber/in auch vor allzu starken Gemütsausbrüchen, in etwa im Rahmen des bekannten Federtests.

Typische Fragen und Antworten während des Bewerbungsgesprächs

Für ein Bewerbungsgespräch gibt es keine klare Struktur, die in Einzelfällen jedoch vertauscht werden kann. Je jünger aber der/die Bewerber/in, desto beginnt jede Antwort mit "Ääh" und die meisten Rückfragen mit "Hä?"

So antworten Sie auf Fragen im Bewerbungsgespräch:

  • Warum haben Sie Ihre letzte Stelle verloren?
    • Das habe ich vergessen.
  • Macht Ihnen der jetzige Job Spaß?
    • Klar doch. Wissen Sie, ich lebe ja, um zu arbeiten. Von Arbeit kann ich gar nicht genug bekommen. Haben Sie schon mal richtig gearbeitet? Das ist nämlich einfach geil!
  • Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?
  • Was für Stärken haben Sie?
    • Ääh, ich geh zum meinem Arzt des Vertrauens und ääh, da hab ich schon die Krankmeldung! Cool, oder?
  • Wo sehen Sie Ihre Schwächen?
    • Ich kann morgens einfach nicht aufstehen und bin gerne krank.
  • Wie stellen Sie sich ihren zukünftigen Arbeitsplatz vor?
    • Natty Rastaman don't like Babylon, slave driver man, cuz Rastaman know da truth, oh yeah yeah ye-heah Jah Jah!
  • Was spricht gegen Sie?
    • Ich glaub' es hackt! Sollen wir mal kurz vor die Tür gehen oder was, hä?!
  • Weshalb sollten wir gerade Sie einstellen?
    • Ich bin ja schließlich nicht zum Spaß hergekommen.
  • Haben Sie sich auch bei anderen Firmen beworben?
    • Natürlich nicht! Ich wurde geboren, um Ihr Sklave zu werden und gelobe ewige Treue.
  • Wo sehen Sie sich in ihrer Zukunft?
    • Auf deinem Platz! Hehehe!
  • Sind Sie etwas unsicher?
    • Worauf du einen lassen kannst!
  • Was wollen Sie verdienen?
    • Gib mir einfach zwei Euro pro Stunde, das ist das Doppelte von dem, was dieser Hartz mir gibt.
  • Haben Sie zum Abschluss noch Fragen?
    • Ääh jo! Kann ich jetzt endlich gehen? Und wo kann ich meine Spesen abholen?

Fragen speziell an weibliche Bewerber

Hier erkennt man an den Antworten sehr deutlich, wer fleißig Soaps schaut und sich selber für einen Superstar hält: Sie beginnen dann nämlich grundsätzlich mit "Aam ..."

  • Haben Sie vor, in nächster Zeit Kinder zu bekommen?
  • Würden Sie auch privat bei mir putzen?
    • Klare Sache, Hauptsache ich hab Freitag abends frei!
  • Wenn Sie sich jetzt ausziehen und mit mir schlafen haben Sie den Job!
    • Was? Nur einmal?
  • Wenn Sie jeden Tag wie heute mit so einem tiefen & fetten Dekolleté wie heute kommen, hat mein Bordell mehr Umsatz.
    • Werde ich machen, kein Problem.
  • Sind Sie wirklich sicher, dass Sie jeden Tag ein Krankenschwesterkostüm tragen wollen?
    • Lieber nicht. Das mache ich schon zuhause.
  • Also, ich gebe Ihnen jetzt die Arbeit in der Bekleidungsprüfstelle. Sobald Sie die ganze Unterwäsche anprobiert haben, müssen Sie die mir geben.
    • Gerne doch. Vielen Dank!

Bewerbungsgespräch auf einer bayerischen Baustelle

Achtung: vielleicht nur für unsere bayrischen Stupidedianer lesbar - dank meiner Übersetzung nicht

  • "Hey, Wülle" ("Hey, Willi!")
  • "Wos denn?" ("Was denn?")
  • "Brachst an Mauerer?" ("Brauchst du einen Maurer?")
  • "Jooooaahh..." ("Ja...")
  • "Wey fühl zohlst'n?" ("Wie viel zahlst du denn?")
  • "Mhhhh... acht Euros" ("Acht Euro.")
  • "Des is a bissl weng... machma 13 dras" ("Das ist etwas wenig. Machen wir 13 draus!")
  • "Wieder zu fühl... ich zohl da 11 Euros" ("Wieder zu viel. Ich zahl da 11 Euro!")
  • "Okay, wenn soll i denn oarfanga?" ("Okay, wann soll ich denn anfangen?")
  • "Kummst an mounda!" ("Komm am Montag!")
  • "Sur machmas!" ("So machen wir's!")

Bewerbungsgespräch im Ruhrpott

  • "Hömma, Klausjüagn!" ("Tag, Klaus-Jürgen“)
  • "Wathn looth?" ("Was ist los?")
  • "Brauchsun Lektrigga?" ("Brauchst du einen Elektriker?")
  • "Mmma thehn..." ("Mal sehen...")
  • "Fffiel ssahlssun?" ("Wie viel zahlst du denn?")
  • "Mhhhh... acht Meuthe" ("Acht Mäuse.")
  • "Ddassaba ffu wenig, hömma ... ich sachma 13" ("Das ist aber zu wenig. Machen wir 13 draus!")
  • "Nee nee, ith ganich möllich, weithu. Ich thachma 11 Euroth" ("Nein, das ist gar nicht möglich, weißt du. Ich sag mal 11 Euro!")
  • "Okay, wann wollichn anfangn?" ("Okay, wann soll ich denn anfangen?")
  • "Kommthu ma’m Monnach, fflnacht!" ("Komm mal am Montag, viertel nach acht!")
  • "Ss gebongt!" ("So machen wir's!")