Bettenburg in Antalya

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Schon Goethe wusste damals, wo man gut chillen kann.

Die Bettenburg in Antalya (nicht zu verwechseln mit dem Bettenlager in Dänemark) ist sowohl bei Pauschaltouristen als auch bei Bildungsreisenden ein äußerst beliebtes Reiseziel. Das exotische Flair der schlecht verputzten Betonbunker verspricht Spannung und Abenteuerer und lockt jährlich bestimmt etwas mehr als 1.000 Leute an. Von Spanien bis hin nach Wladiwostok, die Bettenburg von Antalya gibt es quasi überall auf der Welt zu finden, wo es was zu reisen gibt. In der Bettenburg macht der Urlaub besonders viel Spaß. Früher noch unter dem Namen Nervenheilanstalt oder Zuchthaus geführt, heißt die Bettenburg heute meist Sun-Club oder irgendwas mit Oase.

Zimmer

Kaum größer als ein Stecknadelkissen, teilweise aus früherer Nutzung noch gummiert und/oder Kratzspuren an den Wänden, vermitteln die Zimmer der antalyanischen Bettenburg ein gemütliches und geselliges Ambiente. Hinter jeder Ecke eine kleine Überraschung. Hinterlassen vom Personal oder den vorherigen Gästen. Nicht selten wird ein Gratisschlüpfer unter dem Bettgestell gefunden. Die darauf thronende Matratze riecht nach der alten Schulturnmatte und sorgt somit für etwas Vertrautheit im fernen Land. Immer wieder eine große Freude. Genau wie der bröckelnde Balkon, der gerne mal als Abenteuerrutsche genutzt wird. Spontan und unerwartet natürlich (Denn Spontan = Fun!). Urlaub ist kein Streichelzoo sagt man, aber da machen die Bettenburgen in Antalya eine Ausnahme. Manche Bettenburgen warten mit einem zimmereigenen Zoo auf. Das integrierte Insektarium ist ein Highlight für die ganze Familie und findet besonders bei Frauen großen Anklang. Wie bei Rockstars bringen sie ihre Freude durch lautes Kreischen und wildes Gestikulieren zum Ausdruck. Das Bad ist fachgerecht gekachelt und weist manchmal ein Loch* zum defäkieren auf (*Ein kreisrunder Durchbruch der durch sämtliche Etagen geht und direkt in der Küche mündet). Der Schwamm für die Dusche wächst an den Wänden, des gut gelüfteten Bades, und kann mit einem beherzten Griff von den Fugen abgezogen werden.

Poolanlage

Engländer belagern den Pool

Am und im Pool findet das eigentliche "Leben" der Bettenburg statt. Ungechlort und jährlich einmal abgezogen ein echtes Paradies für...äh.. Taucher. Neben Harnstein, sorgen auch Fußnägel und Haare am Grund des Pools für Aufregung unter den Unterwassersportlern. Es sind beliebte Souvenirs aus denen man sich Ketten bastelt und/oder später stolz seinen Verwandten in der Heimat präsentiert. Auch so manch ein verschollener Gast soll im braun-siffigen Wasser wieder "aufgetaucht" sein. Abseits der friedliebenden Unterwasserwelt, herrscht auch im Mikrokosmos Ferienanlage das echte Leben. Außerhalb des Wassers gibt es Krieg! Um die besten Liegen, den Premium-Platz an der Bar und um den wohlgeformten Animateur, der schon so manches lustiges Urlaubsgeschenk aus der Hüfte geschossen hat. Handtücher sind das bevorzugte Kampfmittel der Wahl.

Buffet

Hier ist alles All-Inklusive. Neben zufällig gewürfelten Geschlechtskrankheiten von Ferienbekanntschaften kann man hier zusätzlich seltene Formen von Diarrhö mit in die Heimat zurücknehmen. Ein Extraservice, der einen mit dem lange vereinsamten Hausarzt wieder zusammenbringt. Die zuständigen Köche (frühere Industriemechaniker) wurden zu 99% von Tim Mälzer ausgebildet. Die restlichen 1% können zwar kochen, haben aber keinen Bock mehr, warten auf die Rente und lassen die Arbeit von den anderen 99% erledigen. Aufgetischt wird üppig und 24 Stunden am Tag. Essen bis die Wampe platzt. Für viele ein feuchter Traum, der dort in Erfüllung geht. Man versucht mit exotischen Delikatessen zu glänzen und es der internationalen Kundschaft recht zu machen. Aber wehe es gibt für keine Marmelade! Dann verlagert sich der Krieg vom Pool in die Küche. Zumindestens, wenn man hauptsächlich deutsche Touristen beherbergt. Andere Nationalitäten sind weniger das Problem. Russen kann man abfüllen und Engländern, selbstredend, steckt man einfach verkokelte Würstchen in die rot gebrannte Birne. Insgesamt befindet sich das Essen in einer ganz eigenen kulinarischen Klasse, auch wenn sie natürlich vom Fertigessen der Bildungselite in den Schatten gestellt wird.

Welt außerhalb der Bettenburg

Die Welt außerhalb einer Bettenburg wimmelt nur so von sonderbaren Gestalten. Die Gefahr wird meist künstlich vom Betreiber der Bettenburg geschürt, damit dort das gute Geld bleibt. Doch man sollte auf diese Propaganda nicht reinfallen. Bis auf den Bürgerkrieg in unmittelbarer Nachbarschaft, gibt es meist nichts was man fürchten muss. So helfen seriöse Verkäufer, mit bunt bemalten Kästen um den Bach geschnürt, gerne bei der Beschaffung von günstigen Luxusgütern. Der Preis ist einfach unschglagbar und man sollte unbedingt zugreifen. Schon für 2,50 € bekommt man eine RayBan oder andere tolle Sachen und das gute ist die 2,50 € sind meistens noch auf Verhandlungsbasis! Nachteile können sein, dass man von Rebellenmilzen oder sonstigen örtlichen Arbeitslosen entführt wird. Oft schmuggeln die sich als Pirat verkleidet ins Mottodinner ein und schlagen dann unverhofft zwischen Erdbeercreme und Bockwurst zu. Also Obacht!