Betonwurf

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Beton wurf Datei:Presslufthammer.mp3

Betonwurf
Betonwurf.jpg
Betonwurf - völlig vertieft in sein Tun
Systematik
Klasse: Säugetiere
Ordnung: Staubfresser
Überfamilie: Stadttiere
Familie: Maulwürfe
Gattung: Dreckwürfe
Nächster Verwandter: Asphaltwurf, Granitwurf,
Eiswurf
Wissenschaftlicher Name
talpa caementicium

(Max Bahr, 1924)

Der Betonwurf (lat: talpa caementicium) ist eine urbane Unterart des Maulwurfes. In zunehmend städtisch geprägtem Gelände mit betonierten, asphaltierten und gepflasterten Flächen haben besonders widerstandsfähige Vertreter der Familie der Maulwürfe sich über mehrere Generationen an die harten Lebensumstände gewöhnt und sich ideal an den veränderten Lebensraum angepasst. Aus ihnen geht diese Unterart hervor.

Wesen

Wo der gemeine Maulwurf keine Chance hat sich durch die künstlich geschaffene harte Erdoberfläche zu graben, da findet der Betonwurf noch immer seinen Weg in die Unterwelt. Er ist darauf angewiesen, sich effektiv zu verstecken. Futter findet er schon lange nicht mehr unfter der Erde. Seine hauptsächliche Nahrung besteht heute hauptsächlich aus Zivilisationsabfällen der Menschen. Allerdings macht ihn genau dieser Umstand zum Fressfeind der Ratten, die als unbestrittene Könige der urbanen Unterwelten in dieser Sache keinen Spaß verstehen. Das zwang den Betonwurf, sich zum "Ninja", zum "Schattenkrieger" under den Kleinnagern zu entwickeln.

Aussehen und Lebensraum

Zur perfekten Tarnung verfügt der Betonwurf über ein beton-graues Fell. Diesen evolutionären Umweg hat sich der ebenfalls im bebauten Gelände heimische Asphaltwurf gespart, indem er in seinem anthrazit-schwarzen Fellkleid perfekt an den von ihm bevorzugten Straßenbelag angepasst ist. Im Habitus ähneln sie sich allerdings wieder sehr. Sind doch beide mit einem kleinen Presslufthammer und der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzhelm, Ohrenschützer und Arbeitsschutzschuhe) ausgestattet. Nur ist der Asphaltwurf ob seiner gewagten Vorliebe zum Asphalt der weitaus gefärdetere von beiden. Asphalt bedeckt außer ein paar Parkplätzen von Supermärkten oder einigen verkehrsberuhigten Bereichen bekanntlich hauptsächlich schnelle Straßen. Der Betonwurf dagegen kann auch auf ruhigeren Hinterhöfen, Industriegrundstücken oder auch Bürgersteigen seinem Plesier nachgehen. Nicht verwunderlich also ist dann auch die Tatsache, dass der Asphaltwurf seit langem vom Aussterben bedroht ist, während der Betonwurf die eindeutig bessere Überlebensstrategie gewählt hat.

Der Härteste von allen

Absolut selten, wenngleich der mit Abstand Härteste im Bunde ist der Granitwurf. Wie die Bezeichnung unschwer erkennen lässt, hat dieser Vertreter der Rasse sich die ganz festen Gesteine als Refugium ausgesucht. Da aber ein einzelner Granitwurf etwa 36 Stunden benötigt, um sich mit seinen Diamantfingernägeln durch eine Steinplatte zu bohren, und es nur etwa durchschnittlich 2,36 min dauert in einer mitteleuropäischen Stadt auf eine betonierte Oberfläche zu treffen, wird sich dieser lustige Versuchsausflug der Evolution durch die natürliche Auslese über kurz oder lang selbst regulieren. Es sei denn, der Granitwurf rüstet auf, und setzt dem Presslufthammer seiner Kollegen eine hübsche neue Akku-Hilti mit Kernbohrer entgegen.

Vorzeitliche Entwicklung und weitere umweltabhängige Evolutionszweige

Es gab in der vorzeitlichen Geschichte der Buddelflinke noch eine weitere Sonderform dieser Spezies, die ihre Spezialausrüsting im Laufe der Jahrtausende an die veränderten Lebensbedingungen angeglichen hat. Gemeint ist der Eiswurf, den es schon zur letzten Eiszeit gegeben hat, die sich bis vor ca. 12000 Jahren über Europa geschoben hat. Mit eispickelgleichen Forderfüßen bewaffnet trieb es die so perfektionierten kleinen fleißigen Buddler durch die riesigen Gletscher, immer auf der verzweifelten Suche nach Nahrung. Die zugegebenermaßen sehr vielfältigen Abkömmlinge des eiszeitlichen Eiswurfes trifft man heute hingegen eher mit der Eiskugelzange an.
Genannt seien hier nur einige wenige Vertreter, wie etwa der in der Mittelmeerregion beheimatete Malagaeiswurf, der afrikanische Schokoeiswurf, der Vanilleeiswurf oder der süße Karameleiswurf aus der Südseeregion. Das Leben der Letztgenannten kann sich in seiner Leichtigkeit mitnichten an den Strapazen messen, denen der eiszeitliche Urahn tagtäglich ausgesetzt war, um seine Art zu erhalten. Und das bei einer Ernährung, die ausschließlich aus Tiefkühlkost bestand. Der Softeiswurf kann darüber nur gelangweilt lächeln.

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