Benutzer:Santa Claus/Labor

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Spiegelwelten:Castell-Burgischer Staatsbesuch in Santiago

Um ihr neues Land auf der Landkarte der internationalen Politik zu verankern beschlossen die CB-FunKer eine Delegation in die Welt hinaus zu schicken und Kontakt zu den unmittelbaren Nachbarn aufzunehmen.

Aufbruch

Es wurde entschieden das Siebenschläfer mit der Gayflower erneut in See stechen sollte. Die besten Seeleute und ein ein paar handverlesenen Castell-Burgier-Hemoriden wurden ihm an die Seite gestellt um den Ruhm des Vaterlandes zu mehren.

"Wir müssen die Leute da draußen wissen lassen, dass es uns gibt und dass in Castell-Burgien seit kurzem ein anderer Wind weht! Also macht Euch auf den Weg und macht uns keine Schande."

Da Kreiber sich um die Belange der alten Castell-Burgiern keine Sorgen machte, stattete er Siebenschläfer offiziell mit diplomatischen Vollmachten aus, die nötig waren um die Interessen der neuen Siedler zu vertreten. Kreiber hatte auf seiner einjährigen Reise mit Prinzessin Adolai bereits die Müllschieberinseln und Artkatraz besucht und kennengelernt und entschied sich daher erstmal das nähergelegene Santiago besuchen zu lassen. Da er von seiner Reise Landkarten mitgebracht hat, war der Weg klar und Santiago eigentlich nicht zu verfehlen.

Siebenschläfer schaut sich nach der Landung in Santiago um: "Wo bitte geht´s zur Hauptstadt?"

Ankunft in Santiago

Nach weitgehend ereignisloser Fahrt erreichte man kurze Zeit später die Küstengewässer von Santiago. Da auf Kreibers Karten die genaue Lage der Hauptstadt nicht eingezeichnet war landete man in der erstbesten Bucht und unternahm sogleich einen Landgang. Leider gab es keinerlei Behausungen in der Nähe und es schlängelte sich lediglich eine einsame Sandstraße durch die karge Landschaft. Nachdem sie das Schiff ordentlich verzurrt hatten und zwei Mann zur Bewachung zurückblieben, machten sich die restlichen 5 auf den Weg die einheimische Bevölkerung zu suchen um nach dem Weg zur Hauptstadt zu fragen. Schließlich wollte man den König, Regierungschef oder irgend wen, der etwas zu sagen hatte, treffen, um die Grüße von Kreiber und den Castell-Burgier Hemoriden zu überbringen. Kreiber hatte sie beauftragt, nach Möglichkeit, gleich mal einen Freundschaftsvertrag zu schließen, oder was man eben auf einer diplomatischen Mission so tat. So genau wusste das niemand schließlich war es ja die erste in der Castell-Burgischen Geschichte, sieht man einmal von Kreibers (nicht offiziell legitimierter) Reise und dem Weltausstellungspavillon ab. Als sie so, jeder in seine Gedanken vertieft, den Weg entlang trotteten sahen sie in ca. einem Kilometer Entfernung einen alten Lieferwagen auf der Küstenstraße auftauchen. Der Wagen näherte sich und sie traten auf die Straße um den Fahrer aufzuhalten und nach dem Weg zu fragen, oder um eine Mitfahrgelegenheit zu bitten. Stattdessen blieb der Wagen ca. 100 Meter vor ihnen mit quietschenden Reifen stehen. Der Fahrer beobachtete sie für einige Sekunden um dann, als sie ein paar Schritte auf ihn zu machten, mit einem Krachen der Kupplung den Rückwärtsgang einzulegen und in die entgegengesetzte Richtung, aus der er gekommen war, abzubrausen. "Seltsame Gefährte und Gebräuche haben die Leute hier... vielleicht war er beschämt, dass man kein ordentliches Empfangskomitee für uns bereitstehen hat. Wahrscheinlich ist er losgefahren um alles für unseren Empfang zu organisieren." gab Siebenschläfer zu bedenken. "Das scheint also die richtige Richtung zu sein, lasst uns mal weitergehen, dann finden wir uns schon zurecht. Ein schöner Spaziergang durch die Natur ist doch immer wieder herrlich!"

Die legendäre Verhaftung von Santiago; romantische Darstellung in einem Castell-Burgischen Schulbuch

Schon wenig später sollte sich das Begrüßungskommando einfinden, wenn auch nicht so wie gedacht.

Erst mal ab in den Bau...


Rehabilitation und Vertrag von El Centro

Nach dem nun die kleinen Missverständnisse ausgeräumt waren konnte man endlich an dem diplomatischen Teil der Mission weiterarbeiten. Zuerst stand einmal ein Treffen mit Justin Sociaux und Antonio Zapatero auf dem Programm, die sich beide noch einmal wortreich ausdrücklich für das Missgeschick entschuldigten.

Zu guter Letzt unterzeichneten Siebenschläfer und Sociaux in einer feierlichen Zeremonie einen Freundschafts-Vertrag. Darin wurde beschlossen, eine ständige Kommunikationsverbindung zwischen Santiago und Castell-Burgien auf den Hemoriden per Brieftaube einzurichten. Somit wäre Neu-Sletta in der Folge immer auf dem neuesten Nachrichtenstand, was die Weltgeschichte angeht. Des weiteren wurde vereinbart, dass der Gesandte Santiagos im WSR über die neuen Entwicklungen in Castell-Burgien berichten solle und auf diesem Weg zukünftig auch Nachrichten von Neu-Sletta aus in die Welt gelangen sollten.

Nach diesem diplomatischen Volltreffer wollte Siebenschläfer die Gunst der Stunde nutzen und gleich noch die Chiliinseln besuchen um die internationalen Beziehungen der Castell-Burgier-Hemoriden weiter auszubauen. Allerdings wurde ihnen in Santiago abgeraten, den Seeweg zu den Chiliinseln zu benutzen, da dies auf Grund der schwierigen georgraphischen Lage und der gefährlichen Felsenriffe rund um die Inseln ein Husarenritt sondersgleichen wäre. Während man das weitere Vorgehen bei einem Bier besprach, fiel ihnen ein Rastmann in einer Hafenkneipe auf, der die Einheimischen Seeleute mit seiner Steeldrum-Performance unterhielt. "Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Gute ein waschechter Chiliinsulaner!" sagte Siebenschläfer zu seinen Begleitern. Als der Mann seine Drumms einpackte, luden ihn die CB-ler auf ein Bier ein und unterhielten sich mit ihm. Wie sich herausstellte war sein Name Bob und er kam tatsächlich von den Chiliinseln. "Ja Man, klar kann ich Euch den den Weg zur Insel zeigen. Kein Problem, die Gefahren werden überschätzt, das ist doch nur Geschwätz, alles easy, ich bring Euch hin. Ich kenne die Gewässer wie meine Westentasche, da schippern wir lässig um ein paar Felsen rum und schon sind wir da. Ich wollte eh bald zurück, war nur auf einen kurzen Besuch hier, um mal die Lage abzuchecken, wenn ihr wollt können wir übermorgen wieder los...".

Aufbruch zur Chiliinsel

Bob, der Reiseleiter von der Chiliinsel sorgte für gute Stimmung an Bord

Da die Fahrt zur Chiliinsel durch viele Untiefen und Riffe ein äusserst gefährliches Unterfangen darstellt, waren die Castell-Burger-Hemoriden froh, dass sie einen Einheimischen dabei hatten, der sich im Seegebiet um die Inseln auskennt und sie sicher an ihr Ziel bringen würde. Bob, war immer gut drauf und machte sich gleich mit der Mannschaft bekannt. Schon nach ein paar Stunden auf See hatte er sich mit allen an Bord angefreundet.

gut angekommen auf den Chiliinseln

Leider war er ein wenig zu gut drauf, was dazu führte, dass er seine Pflichten als Lotse ein wenig vernachlässigte. Die "Landung" fand daher nicht auf den Chilinseln selbst sondern auf einem kleinen Felsen ca. 500 Meter vor der Küste statt. Da das Wetter aber ruhig und die See nicht zu wild war, erreichten alle Besatzungsmitglieder das Ufer unversehrt, wenn auch durchnässt. "Willkommen auf der Chiliinsel!" rief Bob mit breiten Grinsen und wie immer bestens gelaunt. "Ach Jungs, jetzt bleibt mal locker, chillen ist angesagt, relax, take it eeeeeasy! Eure Mühle kriegen wir schon wieder flott. Don´t worry, be happy! Jetzt geht´s erst mal nach Peperonia in die Hauptstadt, da könnt ihr mal unseren Präsidenten treffen, oder den Regierungschef, wer halt gerade so Dienst hat, einer wird schon da sein." Glücklicherweise fand sich schon nach einem kurzen Fußmarsch eine Mitfahrgelegenheit in die Hauptstadt. Ein alter Händler nahm nahm sie nach einem kurzen Gespräch mit Bob, nur allzu bereitwillig auf seinem Wagen mit.

In der Hauptstadt angekommen, es war tatsächlich nicht sehr weit, zumindest mit der groben Orientierung hatte Bob richtig gelegen, kamen sie schnell mit den öffentlichen Verkehrsmittlen zum Präsidentenpalast. "Hast Du eine Ahnung, wie wir da reinkommen sollen, Bob? In Santiago hat das auch nicht so einfach funktioniert, da ein Staatsbesuch nicht so einfach ist, wenn keiner den Staat kennt und man auch nicht offiziell angemeldet ist." "Ach, macht Euch mal keine Sorgen, bei uns geht das alles ganz easy, die Politiker sind nicht so beschäftigt, dass sie nicht ein bisschen Zeit für nette Nachbarn erübrigen könnten." Der Polizist, der am Eingang gemütlich in einem Schrankenhäusschen saß, nahm dann auch relativ wenig Anteil an Ihrem Erscheinen. Er legte seine Zigarette weg, nickte Bob freundlich zu und kurbelte die Schranke hoch.

Sie wanderten durch einen langen Eingangskorridor und eine Treppe rauf. Vor einer getäfelten Holztür hielt Bob an und wies sie an eine Sekunde zu warten. "Das ist das Büro von Kent Clark, unserem Regierungschef, ich schau mal ob der da ist und melde Euch an, dann könnt ihr ein bisschen staatsmännisch rumquatschen. Dauert nur ne Minute." Kaum eine Minute später hörten sie das Kommando: "Bitte eintreten." Hinter dem Schreibtisch in dem hellen Büro saß ein leicht veränderter Bob, der nun eine weiße Uniform trug. "Herzlich willkommen auf den Chiliinseln! Ich bin Kent Clark, der Regierungschef.", sagte er mit breitem Grinsen. "Mag jemand einen Kaffee, oder was zum Rauchen?"

Als die erste Verwunderung überwunden war fädelte Clark gleich noch ein Treffen mit dem Präsidenten, Clemens Gottlos, ein.

Auch hier wurde schließlich ein Freundschaftsvertrag und darüberhinaus sogar noch ein bilaterales Tourismus-Abkommen geschlossen. Urlauber der Chiliinseln sollen per Luftschiff auf die Hemoriden kommen um die Felsengesichter anzuschauen oder ein Glas Eierlegendewollmilchsau-Milch zu trinken und die Natur bei ausgedehnten Spaziergängen genießen.

Als Geschenk und als Grundlage für ein zukünftiges friedliches Zusammenleben überreichte Kent der Delegation zum Abschied noch einige besonders schöne Exemplare der Nationalpflanze, die auch in der neuen Heimat auf den Hemoriden gedeihen sollte.