Balko

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Lediglich von der Ä-häindschi abgesegnete und damit leider inoffizielle Abkürzung für Balkandoitsch. Anfänglich im Verlaufe der 90er Jahre von einigen Dreikäsehochs aus Ex-Jugoslawien und der Türkei auf Pausenhöfen gepflegt, ist diese Ausdrucksweise (ähm...) längst zum festen Bestandteil der gegenwärtigen Jugendkultur geworden und färbt je länger, je mehr auch auf einheimische Jugendliche ab, die des Hochdeutschen teils kaum noch mächtig sind. Sprachrohre dieser Gattung sind waren die beiden Biobauern und ehemaligen Big-Brother-Bewohner Erkan & Stefan.

Sprachbeispiele

  • Geh'n wir Bahnhof? (Wollen wir zum Bahnhof gehen?)
  • Fette Miezen checken (Ge...niale Mädchen beobachten, natürlich am Bahnhof)
  • Yo, Mann! (Hallo zusammen.)
  • Ich dich mach kaputt. (Ich hau dir eine rein.)
  • Gib Geld, sonst Faust in Fresse. (Ich erbitte um eine kleine Spende.)
  • Komm Kirche dann. (Wir treffen uns bei der Kirche.)
  • Mein Alter ist Workshop. (Mein Vater ist auf einer Tagung.)
  • Machen wir DVD-Abend? (Soll ich dich flachlegen?)

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Schon immer war die Jugend bemüht, ihre eigene Sprache herauszufiltern, einerseits um sich von den Erwachsenen abzugrenzen, andererseits um dergestalt eine Art "Zusammengehörigkeits-Gefühl" zu erlangen.

Man munkelt, die Hardcore-Balko-Gemeinde würde allein mit 666 Wörtern auskommen. Es gibt bereits Raubkopien sämtlicher Harry-Potter-Bände in Balko.

Was nützt es, "Die Nachbarskatze pinkelte in meinen Garten, daraufhin holte ich mir mein Luftgewehr aus dem Schrank, um ihr eine Ladung Schrot um die Ohren zu jagen" (puh!) zu sagen, wenn man's auch in einfache Worte verpacken und somit seinem Gegenüber das Wichtigste, die ultimative Essenz, vermitteln kann: "Ich gekillt Katze von Nachbar wo gepisst in mein Garten."

Immens beliebt sind darüber hinaus sogenannte "four-word-sentences", mit denen man eigentlich alles klipp und klar auf den Punkt bringen kann. Ein paar Beispiele:

  • Ich Chef du nix.
  • Dein Schwester ist Bitch.
  • Arschgeile Ferrari ist mein.
  • Vodka bis Flasche leer.

In den Medien

Insbesondere die BILD BLÖD ist auf diesen mit Zug aufgesprungen und vermittelt den Lesern ihren "Stoff" in wohldosierter Balko-Form, aus Rücksicht auf ältere Leser jedoch nicht ganz so dermaßen ausgeprägt. Auch Giovanni Trapattoni trug ehedem als Bayern-Trainer maßgeblich bei seiner berüchtigten "Rede" vor versammelten Journalisten zur Popularität des Balkos bei; geflügelte Worte wie "Was erlauben Strunz !?" (stattdessen einfach durch Name Ihrer Wahl ersetzen), "Flasche leer" (siehe oben) und "Ich habe fertig" hielten Einzug in den inflationären umgangssprachlichen Gebrauch.