1 x 1 Silberauszeichnung von Sky

Astronaut

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Ein typischer dreidimensionaler Raumfahrer im Vakuum über Kasachstan.

Astronauten sind raumfahrende Menschen, die in raumsparenden Vehikeln von der Erde in Richtung Weltraum und zurück befördert werden. Als Fahrkarte für den Flug zu bekannten Gestirnen dient die Bereitschaft, sich exorbitant vielen medizinischen Prüfungen zu unterwerfen, die alle bestanden werden müssen und die Fähigkeit zur uneingeschränkten Sozialisation, da man oft monatelang mit den größten Idioten auf kleinstem Raum auskommen muss. Legendär ist das für so eine Hightech-Branche lausige Audio-Equipment, durch das sich die Gespräche zwischen Astronaut und Basis so anhören wie Amateurfunkgeplapper aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Anforderungen

Medizinische Voraussetzungen

Der angehende Astronaut wird von den zuständigen Ärzten der Raumfahrtbehörde buchstäblich auf den Kopf gestellt. Wird er oder sie den körperlichen Herausforderungen der unvermeidlichen Schwerelosigkeit gerecht? Ein großes Blutbild, Lungenbiopsien, eine Skelettszintigrafie wie auch eine eingehende Darmspiegelung stehen auf dem Plan, um sicherzustellen, dass nichts danebengeht, wenn man in der Schwerelosigkeit Fäkalien in den Staubsauger absetzt. Daneben würden auch gut verborgene Geschlechtskrankheiten entdeckt werden. Schließlich will man nicht, dass man sich "oben was geholt hat" und Ansprüche aus der teuren Astronautenkasko-Versicherung erhält. Daneben braucht man einen starken Magen, um eventuell weniger gut zur Verdauung geeignete Lebensmittel vertragen bzw. ihren durch die Schwerelosigkeit begünstigten Weg nach oben biophysikalisch versperren zu können.

Die Anforderungen an die körperliche Fitness sind extrem hoch:

  • 30-km-Waldläufe mit anschließendem Freistilrennen zwischen den Ufern des Kaspischen Meeres in Russland
  • 50 km Zielmarsch bei Dunkelheit, mit 45 kg Gepäck als Freiwilliger einer deutschen Eliteeinheit ohne Proviant in der Sahara
  • innerhalb eines engen Zeitrahmens sämtliche Geräte der angemieteten Muckibude verschlissen zu bekommen
Der schlechte Ruf der Astronautenkost in Bezug auf ihre Verträglichkeit mag mit ihrer Ähnlichkeit zu Zahnpasta zu tun haben: Die Astronautenkost ist sehr mundhygienefreundlich konzipiert, weil man sich im Weltraum nicht die Zähne putzen kann. Hier einige Probierpröbchen für den Einzelhandel.

Ausbildung

Bei der Ausbildung von Astronauten ist eine astronomische Vorbildung von Vorteil, aber nicht zwingend nötig, da die Raumkapsel/die Rakete/das Ding, wo "Voyager", "Explorer" oder Sinngemäßes draufsteht sowieso ferngelenkt wird. Wirklich zwingend sollte man sicher sein im Ausdruck in Wort und Schrift, um der Basis missverständnisfrei mitteilen zu können, was man gerade sieht, macht oder gerne täte.

Aufgaben

Neben der Hauptaufgabe, heil "herunter" zu kommen, um die Milliarden Euro teure Ausstattung zu bewahren, gibt es vor allem wissenschaftliche Ziele, die "oben" unbedingt abgeschlossen werden sollten, falls der Rückflug doch nicht störungsfrei von statten gehen sollte. Die Raumfahrtbehörden sprechen nicht gerne darüber, nicht unbedingt, weil es sich um supergeheime Experimente von Laserwaffen, dem Warten von Spionagesonden oder dergleichen handelt, sondern weil die Allgemeinheit nicht versteht, wie wichtig beispielsweise eine Bohnenzucht in Schwerelosigkeit ist oder wie eine verschleppte Grippe mit ungezügelter UV-Strahlung im Orbit viel schneller als auf der Erde geheilt werden könnte.

Astronautenkost

Die Ernährung eines Astronauten stellt eine große Herausforderung - für die unterstützende Basis und den Astronauten selbst - dar. Das Grundproblem ist dabei, eine ordnungsgemäße Verdauung für den Körper sicherstellen zu können. Durch ein raffiniertes Klonen von Aromastoffen werden optische Nachteile durch die notwendige platzsparende Verpackung ausgeglichen. Die wenig Appetit anregende Konsistenz des Nahrungsmittels, die schließlich hohen G-Kräften beim Start standzuhalten hat, wird durch eine kreative Einfärbung und eine unbegrenzte Kombinierbarkeit mit anderen Stoffen kaschiert. Konzeptionell abgerundet wird der Kost beim Produktionsvorgang auf der Erde ein Schwermetall-Anteil von ca. 20% der Abtropfmenge beigemengt, um den Verdauungsvorgang bei Schwerelosigkeit zu unterstützen. Aktuelle Experimente, durch eine Zucht von Nahrungsmitteln im Weltraum den Astronauten unabhängig von irdischer Kost zu machen sind bisher leider allesamt gescheitert. Die für die Garung wichtigen Dampfblasen beim Kochen erreichen nicht die Wasseroberfläche und so blieb bisher alles gewissermaßen bissfest bzw. "all dente".

Ziele

Die Ziele eines Astronauten sind grundsätzlich fremdes Leben zu entdecken, Wasser auf dem Mars zu finden, den großen roten Fleck des Jupiters aus der Nähe zu fotografieren oder einige Bodenproben auf der Venus zu entnehmen. Etwas desillusioniert mag man schließlich auf der Erdumlaufbahn feststellen, dass man sich doch nur im Kreis drehen wird, um nach drei Wochen völlig unspektakulär in irgendeiner Wüste notzulanden. Lichtblicke sind da noch die Missionen zu Raumstationen, um den so called "wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch mit Angehörigen anderer Raumfahrtnationen" zu pflegen, letztlich aber doch nur sein Schulenglisch etwas aufzumöbeln und sich gegenseitig mit Babybrei zuzuprosten.

Spaziergänge im All

Spektakulär sind auch die sogenannten "Spaziergänge im All" während derer man in einem Ganzkörpertrockentauchanzug eigenlich nicht spazieren geht, sondern nur tumb herumschwebt wie ein Luftballon, dem langsam das Helium ausgeht. Nichtsdestotrotz werden hochwichtige Arbeiten am Raumschiff bzw. der Raumstation getätigt. Der Astronaut zaubert spezielle Spezialwerkzeuge aus seinem Ärmel, schweißt geborstene Greifzangenhalterungen, poliert die Glasscheiben oder stellt die verklemmten Sonnensegel neu ein. Nach Umfragen ist der Astronaut nicht zuletzt wegen dieser implizierten Selbständigkeit neben Lokführer und Restauranttester einer der liebsten Traumberufe deutscher Schulabgänger.

Zitate

Bekannte Raumfahrer

Bekannte Raumschiffe

Siehe auch