Ana pauker

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Die junge Ana pauker. Eine moderne japanische Zeichnung.

Ana pauker (vor Titanins Schreibreform Anna Pauker), geboren 1902 in Wein, gestorben 1944 (Todesort unbekannt), war Titanins bekannteste Bildungs- und Erziehungsministerin.

Kindheit und Jugend

Ana war ein uneheliches Kind, der selbstbewussten, rebellischen westerreichischen Querdenkerin und Feministin Gisela Pauker, welche sich in einem kleinen, anarchistischen oppositionellen Klub angeschlossen hatte. Diese Tatsache rettete Ana vor der vor allem im damaligen Westerreich gesellschaftlich obligatorischen Genitalverstümmelung. Sie wurde im Klub aufgezogen und unterrichtet, wobei sie auch mit alternativer Pädagogik in Berührung kam. Im Frühjahr 1921 organisierte der König Godoy seine letzte Repressionswelle. Diese richtete sich auch gegen sogenannte "Asoziale" und hatte die Tötung aller unehelichen Mütter und Kinder zum Ziel. So wurde Gisela und die meisten Mitglieder ihres Klubs umgebracht. Der Klub verschwand dadurch völlig von der politischen Bildfläche, während Ana selbst im letzten Moment durch Titanins Revolution gerettet wurde.

Unter Titanin

Während ihre uneheliche Geburt und alternative Erziehung unter Godoy fast den Tod bedeutet hätte, so war es nun durch Titanins Modernisierungspolitik ein Bonus, um in der LSDAP, Titanins Partei, aufzusteigen. Schon Ende 1921 wurde die erst 19 Jährige nach einer Konferenz in einer großen Propagandashow zur jüngsten Ministerin gewählt. Schon kurz zuvor hatte Titanin den Aufbau eines Bildungssystems, darunter durch die Einführung einer 10 Jahre langen Schul- und für Erwachsene einer 5 Jahre langen Allgemeinbildungspflicht eingeleitet. Im Rahmen von Titanins Gesetz gegen die Geschlechtertrennung wurden auch vom Anfang an nicht nur die Klassen, sondern sogar die Toiletten gemischt.

Allerdings war Ana irritiert, weil sich Titanins politische Repressionen auch gegen Anarchisten richteten. Auf ihren Druck lies der Diktator 3000 Oppositionelle frei, doch gleichzeitig wies er hinter ihrem Rücken, seinen Parteiapparat an, Ana ideologisch stärker zu schulen.

Anfangs noch gänzlich von ihren Beratern und Titanins Anweisungen gestützt, entwickelte Ana in den Folgejahren auch ihren eigenen Führungsstill und setzte sich mit Hilfe Titanins Förderung gegen innerparteiliche Konkurrenten durch. Schon 1923 befürwortete sie die Einführung eines Revolutionskalenders, an dessen Entwicklung auch sie beteiligt war.

Ihre Reformen

Förderte die junge Politikerin in ihrer frühen Amtszeit noch überwiegend antiautoritäre Konzepte, wie die Abschaffung der Prügelstrafe und Einrichung einer gewissen demokratischen Mitbestimmung, so versuchtete sie bald nur noch, dass Bildungsystem möglichst effizient zu gestallten. 1925 setzte sie vor dem Ministerrat ein ehrgeiziges Reformprogramm durch. Von nun an waren nicht mehr die Lehrer selbst für die Beurteilung und Benotung zuständig, sondern eine anonyme Prüfungskommission, bei welcher Schüler zwei Mal im Jahr Prüfungen ablegten. Das Gehalt der Lehrkräfte wurde vor allem vom Notendurchschnitt ihrer Schüler bestimmt. Die Schüler durften jedes Semester sich ihre Schule und sogar Klasse selber und auch völlig ohne Erlaubniss ihrer Eltern, Lehrkräfte oder sonstiger Betreuer aussuchen.

Allerdings durften sich auch die Lehrer aussuchen, welche und wieviele Schüler sie in ihre Klasse aufnahmen. Obwohl es offiziell nur eine Gesamtschule gab, konnten in der Praxis nur begabtere und vom Verhalten her erträglichere Schüler die "besseren" Klassen mit "besseren" Lehrern und Schulkollegen besuchen, weil gefragtere Lehrer keine schlechten Schüler haben wollten. Auch Schulen erhielten je nach Leistung ihrer Schüler unterschiedlich hohe Budgets. Da die Einkommen der Verantwortlichen sowohl von der Anzahl, vor allem aber von der Leistung ihrer Schüler abhingen, hatten viele Lehrer randvoll gefüllte Klassen, wo in strengster Disziplin gepaukt wurde. Kinder, welche den Unterricht besonders störten, wurden vom Geheimdienst ermittelt und konnten nach einem Jugendprozess in ein Heim für Schwererziehbare eingewiesen werden, wovor sich viele Schüler sehr fürchteten. Titanin, welcher die "teilweise Eigenverantwortung" der Kinder betonte, stellte diese zusammen mit den Jugendlichen auf eine gesetzliche Ebene. Ab 1930 wurden sogar alle Kinder und Jugendliche nach der gleichen Rechtsordnung verurteilt, wie Erwachsene, wenn sie gegen Gesetze verstießen.

Um trotzdem auch den weniger begabten Schülern eine Chance zu geben, lies Ana vergünstigten Nachhilfeunterricht in speziellen Einrichtungen anbieten. Auch wurden immer mehr Schulen gebaut und immer mehr und immer spezialisiertere Lehrkräfte ausgebildet, um die Qualität des Unterrichtes zu steigern. Darüber hinaus wurde es Schülern ab der sechsten Klasse gestattet, sich ihren Unterrichtsstoff teilweise selber auszusuchen. Der Unterricht selbst wurde immer praxisorientierter.

Kritik

Anas Programm war nicht unumstritten. Viele Bürger beschwerten sich. Die Hauptkritikpunkte waren vor allem der enorme Leistungsdruck. Die meisten Kinder mussten auch am Abend lernen, um mit dem Stoff mithalten zu können. Aber auch die überfüllten Klassen und fehlende Heizmöglichkeiten wurden beklagt. "Dass Schüler nachsitzen und mehrmals die Klasse wiederholen müssen, ist schon zum Alltag geworden. Außerdem mangelt es in den Lernbibliotheken an Schulbüchern, welche meistens ohnehin sehr alt und in einem schlechten Zustand sind.", beschwerte sich eine Lehrerin per Eingabe.

Darum meldete Ana 1929 an Titanin: "Zwar steigt das Bildungsniveau der Bevölkerung rasch und kontinuierlich an. Für eine flächendeckende Durchsetzung unseres Bildungsplanes bis 1940 müssen wir allerdings die Bildungsinvestitionen auf mindestens 7%, wenn nicht gar auf 10% des BIP erhöhen."

Ab 1930 bewilligte Titanin 7% des BIP für die Bildung, "doch sind wir in manchen Sektoren immer noch zu erheblichen Teilen auf ausländische Fachkräfte angewiesen", schrieb Ana 1937. So erhöhte Titanin die 1938 schließlich Ausgaben auf 8% und befahl, die Bevölkerung mit Repressalien zu mehr Lernleistung zu zwingen. Sein Geheimdienst wies zwischen 1938 und 1940 100.000 Westerreicher, die noch keine Ausbildung hatten, aus, weil sie "schlecht für die Statistik" seien. Weil aber auch die Nachbarländer Westerreichs nicht bereit waren, diese Leute aufzunehmen, wurden sie schließlich in Gulags deportiert.

Anfang 1941 meldete der Leiter der zentralen statistischen Kommission, Rolf S. dass Westerreich praktisch keine Analphabeten mehr habe: "Die verbliebenen 1-2% die nicht schreiben können, seien darauf zurück zu führen, dass die Regierng das Bildungssystem auf Menschen mit mittleren und schweren Behinderungen nicht ausreichend angepasst hätte"

Titanin, welcher zur Sicherheit immer mehrere solcher Kommissionen unabhängig voneinander für dieselbe Aufgaben einsetzte, lies auch dies genauer untersuchen. Hier waren die Ergebnisse weitaus pessimistischer: "Mindestens 10% der Bevölkerung können weder lesen noch schreiben, obwohl die Einschulungsquote schon seit 1924 100% erreicht hat. All dem enormen Leistungsdruck und der zu sehr geforderten Lerngeschwindigkeit stehen Vernachlässigungen von Wiederholungen und ein allgemeiner materieller Mangel in allen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gegenüber."

Nachdem Titanin Ende 1941 Rolf S. wegen "Sabotage der Regierungsarbeit" hinrichten lies, überlegte sich insgeheim das zentrale Staatsgericht, ob man nicht auch Ana pauker wegen Inkompetenz in ein Gulag einweisen sollte. Doch dies sollte sich bald von selbst erledigen...

Der zweite Weltkrieg

Am 22. Juni 1942 wurde Westerreich von Hitler angegriffen. Titanin musste fast die gesamten Transportkapazitäten aufwenden, um wenigstens einen Teil seiner Rohstoffe, Lebensmittellagerungen und Industrie in die Festung Goschau zu evakuieren. Ana befand sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Propagandatournee im Norden Westerreichs. Der Evakuierungsbefehl erreichte sie zu spät und sie wurde von der deutschen Wehrmacht umzingelt und von der Gestapo verhaftet. Als die Wehrmacht Goschau auch 1943 nicht erobern konnte, machte Hitler Titanin das Angebot, Ana gegen eine Million Reichsmark freizulassen und eventuell nach Goschau zu schicken. Titanin lehnte dieses Angebot wiederholt ab, so dass Ana im Herbst 1944 exekutiert wurde.

Titanin

Westerreich

Ein Land. Eine Katastrophe. Eine Geschichte. Drei Regimes.

Geschichte und die drei Regimes Titanins Regierungsmitglieder
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