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Alanis Morissette

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Alanis Morissette, mal wieder total hysterisch

Alanis Morissette (* am 1. Juni 1974 in Ottawa, Kanada) ist eine kanadisch-amerikanische Sängerin, die ihre Lieder selbst schreibt, indem sie mit dem Finger wahllos Begriffe aus einem Fremdwörterbuch herauspickt und dann zu einer Story verwurstet.

Das von Gitarrenriffs, Klaviergeklimper und Schlagzeughämmern begleitete, gelegentlich auch von Mundharmonika- und Flötengedudel untermalte, weinerliche Gekreische von Alanis Morissette gehört in das Genre des Alternative Rock.

Der Durchbruch

Mit ihrem AlbumJagged Little Pill“ (zu deutsch: „Scharfkantig gezackte kleine Pille“), schaffte sie 1995 den internationalen Durchbruch und produzierte fortan Musik für die Zielgruppe der unbefriedigten Frauen. Nicht nur der Titel lässt vorausahnen, dass Alanis Morissette ihre Lieder zur Zeit ihrer Tablettensucht schrieb, auch die Songs selbst legen diese Vermutung nahe. In den meisten ihrer Songs auf „Jagged Little Pill“ jammert sie nämlich nur rum:

  • Es ist nicht fair!

(aus You Oughta Know, zu deutsch: „Tja, selber Schuld!“)

(aus Not the Doctor, zu deutsch: „Nur der Doktor darf beim Babysitter ran.“)

  • Schlag mich doch mit einem splittrigen Lineal!

(aus All I Really Want, zu deutsch: „Da steh ich voll drauf!“)

  • Ich bin jung, aber unterbezahlt

(aus Hand In My Pocket, zu deutsch: „Ich fühle was, was du nicht fühlst.“)

  • Ich konnte nix dafür, du bist an allem Schuld!

(aus Head over Feet, zu deutsch: „Ohne Rumpf und Beine“)

  • Bei all dem, was ich für dich tue, könntest du zumindest die Klappe halten!

(aus Perfect, zu deutsch: „Du bist Scheiße“)

  • Ich würde jederzeit empfehlen, sich den Fuß in den Mund zu stecken.

(aus You Learn, zu deutsch: „Lerne Yoga“)

  • Moment mal, Sie haben meinen Namen falsch ausgesprochen!

(aus Right Through You, zu deutsch: "Ich mach dich platt!")

  • Ich hab gehört, du machst schon wieder Diät. Haste dich eigentlich mal gefragt, für wen du überhaupt abnehmen willst?

(aus Mary Jane, zu deutsch: „Marihuana“)

  • Wenn ich in diesen Brunnen springe, verzeiht ihr mir dann endlich?

(aus Forgiven, zu deutsch: „Gib mir Vier, du Schlumpf!“)


Bei all diesen Beispielen wird einem auch klar, warum ihr die Männer reihenweise davonlaufen: Sie ist eine plärrende Meckertante.

Der Welthit „Ironic“

Ihren bislang allergrößten Coup landete Alanis Morissette aber mit ihrem Welthit Ironic (zu deutsch: „Ironie des Schicksals“). Sie zählt darin all diese angeblich ironischen Dinge auf, die in Wirklichkeit aber nicht ironisch sind, sondern einfach nur dumm gelaufen. Das Lied hätte daher eigentlich „Dumm gelaufen“ heißen müssen. Oder vielleicht „Oah nee, oder?!

Reinhören

Sie singt beispielsweise:

  • Ein alter Mann wurde 98 Jahre alt, gewann in der Lotterie und starb am nächsten Tag.

Das ist aber nicht ironisch. Der Mann hätte damit rechnen müssen, dass er jeden Moment in die Kiste hüpft. Warum hat er dann überhaupt noch Lotto gespielt? Selber Schuld.

Oder aber

Das ist keine Ironie, sondern nur ein Beweis dafür, dass die Mühlen der Justiz langsam mahlen.

Dann mault sie rum:

Tja, was soll man dazu sagen? Vielleicht war's ja eine Blitzhochzeit?

Weiterhin singt sie:

  • Es ist wie ein Stau, wenn du sowieso schon spät dran bist.

Das ist aber nicht ironisch, sondern einfach nur ätzend und nervig. Oder wann haben Sie zuletzt gedacht: „Jetzt steh ich in diesem beschissenen Stau und bin sowieso schon zu spät. Boah, das ist doch mal verdammt ironisch!“ Ironisch wäre, wenn ein LKW-Fahrer, der eine Frist einhalten muss, um seinen Job nicht zu verlieren, vor lauter Hektik und Eile in den Vordermann am Stauende rast, um dann von der Polizei den Führerschein abgenommen zu bekommen.
Na ja, vielleicht hat sie das gemeint.

Des Weiteren erzählt sie von einem

Das ist nicht ironisch, sondern unterschwelliges Mitarbeitermobbing seitens der Geschäftsleitung. Das Schild wäre dann ironisch, wenn es in einer Zigarettenfabrik hinge.

Ironie sei zudem,

  • wenn man zehntausend Löffel hat, obwohl man nur ein Messer braucht.

Ein solcher Vorfall hat bei Uri Geller wahrscheinlich dazu geführt, dass er vor lauter Aggression begann, Löffel zu verbiegen. Man kennt diese Situation aus dem Alltag auch nur zu gut: Man will sich ein Brot schmieren, schaut in die Besteckschublade und findet nur zehntausend Löffel. Tja, das war’s dann mit der Stulle. Am nächsten Tag erzählt man sein Dilemma einem Freund, der dann meint: „Du hättest die Butter doch auch mit dem Griff eines Löffels aufs Brot streichen können, Mann! Du hattest doch zehntausend Stück davon, du Idiot!“ - Das wäre dann Ironie.

Fazit:
Das einzig ironische an dem Lied ist, dass es von einer Frau geschrieben wurde, die gar nicht weiß, was Ironie ist.

Weitere Alben

Alanis Morissette brachte weitere Alben heraus, die aber alle nicht an den Erfolg ihres an frustrierte Jammerlappen gerichteten Debüts anknüpfen konnten.

1998 folgte der aus vier aus dem Wörterbuch der Sängerin willkürlich zusammengewürfelten Wörtern bestehende Albumtitel „Supposed Former Infatuation Junkie“ (zu deutsch: „Vermeintlich ehemaliger Verblendungssüchtiger“) mit dem Hit „Thank U“ (zu deutsch: „Na, vielen Dank auch!“). Zu dieser Zeit stellte sie bei einer spirituellen Reise durch Indien fest, dass sie noch immer süchtig nach Verblendung ist, und beschäftigte sich daher intensiv mit dem Buddhismus.

Im Jahr 2002 erschien „Under Rug Swept“ (zu deutsch: „Das kehren wir mal ganz schnell unter’n Teppich“), was nach dem einzig erwähnenswerten Song „Hands Clean“ (zu deutsch: „Hast du dir die Hände auch mit Wasser und Seife gewaschen?“) auch geschah.

Das 2004 herausgebrachte Album „So-called Chaos“ (zu deutsch: „Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen“) enthielt den mittelmäßigen Hit „Out is Through“ (zu deutsch: „Augen zu und durch“): Ein guter Tipp, wenn man von einem Messiezimmer ins nächste laufen muss, in dem der gesamte Dreck der letzten Jahrzehnte - wie bereits vom vorangehenden Album bekannt - einfach unter den Teppich gekehrt wurde.

Flavors of Entanglement“ (zu deutsch: „Die vielen Geschmacksrichtungen der Verwirrung“) aus dem Jahre 2008 floppte vollkommen und enthält kein Lied, das es irgendwo in die Billboard-Charts geschafft hat. Diese Tatsache bescherte Alanis Morissette die Erkenntnis, dass das Publikum nicht an derselben Geschmacksver(w)irrung litt wie sie.

Coversongs

Die Feststellung, dass ihre immer experimenteller werdende Musik, trotz Mehrfachauflage der alten Hits auf diversen Unplugged- und Live-CDs, auf immer weniger Resonanz stieß, führte dazu, dass Alanis Songs coverte, die bereits von anderen Künstlern sehr erfolgreich dargeboten worden waren. Sie gab den Liedern (z. B. „Crazy“ von Seal oder „King of Pain“ von Sting) dabei immer ihre eigene persönliche Färbung, was zwangsläufig dazu führte, dass sie auch nicht besser wurden als das Original.

Bei dem Downbeat-Cover von „My Humps“ (Original von den Black Eyed Peas) persiflierte sie die sexistische Grabsch-mir-an-den-Arsch-Gesellschaft durch übertrieben frigide Feminismus-Dramatik. Im Videoclip macht sie deutlich, dass sie auf Ringelpiez mit Anfassen keine Lust hat, was erneut erklärt, warum kein Mann langfristig bei ihr bleibt. Aber Alanis Morissette wäre nicht Alanis Morissette, wenn sie aus ihrer daraus resultierenden Einsamkeit nicht wieder irgendein selbstbemitleidendes Klagelied komponieren würde.