World of Warcraft
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Inhaltsverzeichnis |
Spieler
Ca. 99,9% aller WoWkonsumenten sind so genannte Kellerkinder. Sie fristen ihr Dasein vor einem oder, wenn sie mit reichen Eltern gesegnet sind, auch mehreren Bildschirmen, da sie entweder zu dick oder zu faul sind, sich ein anderes Hobby zu suchen, als mit halb- bis gar nicht bekleideten und gut bestückten Elfinnen durch lila Wälder zu hoppsen (wobei das doch eigentlich ganz verlockend klingt).
Die anderen 0,1% sind entweder noch unbefleckte Seelen, die gerade erst angefangen haben, WoW zu konsumieren, oder Promis wie Bushido, die ohnehin schon naja „gewöhnungsbedürftig“ oder wie im prominenten Beispiel von der Hiphopperkrankheit befallen sind.
Spielverlauf
Questen & Grinden
Während dieser bewusst scheinbar endlos gehaltenen Sucht "löst man tolle Quests" (wobei Englischkundigen immer noch unklar ist, wie man eine Aufgabe „lösen“ soll).
Wenn man aber gerade nicht mit „questen“ beschäftigt ist, da man alle Quests schon mit mindestens 3 Charakteren vorwärts und rückwärts abgeschlossen hat, fangen verzweifelte Opfer mit dem so genannten „grinden“ an. Dies bedeutet, dass sie stupide oft stundenlang Gegner über den Jordan schicken, um bei dem einen oder anderen Wolf ein seltenes Schwert zu finden. Für einen WoWkonsumenten ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, dass Tiere bewaffnet sind. Dies ist auch der Grund, weshalb sich die Historiker Azeroths (so nennen WoWler ihre Welt) bis heute nicht einig sind, wie der Jäger im Märchen es Anno dazumal schaffen konnte, den großen, bösen und mit Plattenrüstung und Stab der ewigen Verderbnis ausgerüsteten Wolf mit nur einem Schuss zu töten und damit Rotkäppchen zu retten.
Instanzen
Wenn auch grinden zu spannend wird, rotten sich die WoWkonsumenten in bis zu 40 Mann großen Schlachtgruppen zusammen, um „epische Abenteuer zu bestreiten“ und „Instanzen“ zu leeren. Instanzen sind kleine abgeschlossene Bereiche, die mit Gummi ausgepolstert wurden, in denen die kleinen Racker sich nicht so leicht selbst verletzen können. Damit die zahlende Kundschaft auch etwas zu tun hat, werden in jeder Instanz aufs Neue die gleichen Gegneratrappen aufgestellt, die es umzuwerfen gilt. Hierbei gilt die einfach Rechnung je größer der Gegner, desto schwerer ist es ihn zu stürzen. Deshalb kämpft man auf höheren Stufen eigentlich nur noch gegen schlecht pedikürte Füße.
Waffen
Dinge, die jeder begnadete Zauberer, Schamane und andere Monsterklopfer sein Eigen zu nennen wünscht, sind neben schnellen Mounts, Alkohol und sexueller Befriedigung, Waffen.
Wird der „Konsument“ zu Beginn noch gezwungen die, mit allen möglichen Arten von Fußpilz verseuchten, von fanatischen Blizzardtemplerprogrammierern in die Welt gesetzten, CPU-gesteuerten Ungeheuer, wie, über ihre wahren sexuellen Neigungen und ihren Charakter sich bereits im Klaren befindenden Elfen, fragwürdige Zwerge oder unmöglich ernst zu nehmende, besessene Gnome, mit Stock und Stein zu bearbeiten, findet er im weiteren Verlauf des WoW-Konsums immer skurrilere und mächtigere Schnitzelhämmer, Wasserruten und Heckenscheren, deren Herkünfte sich, wie immer bizarrer werdende Bezeichnungen der Schlachtinstrumente verraten, im mythologischen Götterbild der Griechen selbst zu befinden scheinen. Heldenhaft leuchtende, unheimlich brutzelnde und, bereits fragwürdig, episch aussehende Nudelwalzen sind im High-end-Content des WoW-Universums keine Seltenheit mehr. Desto epischer das Haushaltsgerät, desto angesehener der Spieler- so zumindest WoW-Süchtler.
Die gefürchtetsten Gegenstände, die die WoW-Küchenschlacht zu bieten hat, wie folgt:
- „Rostiger Zwiebelernter des Grauens“
- „Butterverschmierter Spitzdolch des Wirten“
- Oder das, durch die unheilprophezeiende Bezeichnung, bereits als Waffe geltende Rüstungsstück:„Von blutrünstiger Boshaftigkeit erfülltes Scheibtruhenunglücksvisier des Seelenschraubers“
Bezeichnungen wie diese lassen vermuten, dass bei der Spezies „Blizzardmitarbeiter“ einiges verkehrt eingepflanzt wurde. Des Weiteren wird auf Grundlage der abstrakten Namensgebung verschiedenster, als Mordsinstrumente gedachter, Gegenstände, die bereits seit Jahren bestehende Lehrmeinung untermauert, dass eben genannte Firmenangehörige dem Hades entstammen könnten. Eine Sonderabteilung der Ghostbusters wurde in Zusammenarbeit mit dem Scooby-Doo Team bereits auf den Fall „Blizzard“ angesetzt.
Die 8 verschiedenen Klassen
In WoW gibt es 8 verschiedene Charakterklassen, mit denen man die oben beschriebenen Aufgaben bewältigen kann. Für einen Laien sind diese doch nur schwer auseinander zu halten. Um es kurz zu halten, bei diesen 8 Charakterklassen ist wirklich alles vorhanden, was sich das PC-Spieler-Hirn nur erträumen kann. Vom heilenden Elfen über den plattentragenden Grünhäuter und bishin zu Kühen, die sich in gehörnte Katzen oder dreibeinige Eulen verwandeln können, ist wirklich alles vorhanden. In der anfänglichen Betaversion von WoW war noch die 9. Klasse Chuck Norris verfügbar, die jedoch aus Gleichgewichtsgründen kurz vor dem Release wieder aus dem Spiel entfernt wurde. Eigentlich war dies schon länger geplant, doch gab der gute Chuck jedem WoW Mitarbeiter, der ihn löschen wollte einen Roundhouse-kick, sodass sich bald keiner mehr an ihn heran traute.
Andere Formen von World of Warcraft
Fanboys
Der Stiefelleckertyp. Während der durchschnittliche WoWkonsument aufgrund akuten Mangels charakterlicher Eigenschaften keinerlei Eindruck hinterlässt, hinterlässt der Fanboy zumindest etwas, wenn auch nur eine dicke Schleimspur, die selbst Uwe Boll daran gehindert hat, das Spiel zu verfilmen.
Im Gegensatz zu dem Rest der Community, die sich vor allem durch ihre konsequenzlose Unzufriedenheit mit dem Spiel auszeichnet, ist der Fanboy durchaus integer: er zieht dieselbe Konsequenz wie alle, d.h. er spielt endlos weiter bis die Welt untergeht, allerdings nicht trotz, sondern gerade WEGEN des Stumpfsinns.
Würde er nicht seine gesamte Zeit mit WoW verplempern, wäre er als Klassenbuchführer, Tafelwischer oder professioneller Arschkriecher unterwegs.
Diese Tatsache lässt WoW plötzlich doch in einem positivern Licht erscheinen. Danke, Blizzard. Noch ein paar dieser Leute vom Sog der Spielsucht erfasst, und die übrige Welt wird wieder ein wenig besser sein.
Liest man den obrigen Artikel fragt man sich zwangsläufig, ob es überhaupt möglich ist, in WoW Spaß zu haben. Die Antwort ist: ja, bedingt, und wenn dann auch nur kurzfristig. Hier sollen zwei der wenigen Möglichkeiten dazu vorgestellt werden.
Ninja-Looten
Der Großteil der Spieler vegetiert tagein tagaus in den großen Instanzen herum, um ein paar dämliche, virtuelle Gegenstände zu ergattern, die deswegen so toll sind, weil ihr Tooltip mit lila Überschrift besticht.
Hier kommt der Ninja-Looter ins Spiel. Er selbst würde niemals auf die Idee kommen, seine Zeit wegen so eines Blödsinnes zu verdaddeln. Er wartet ab, bis die Instanz von der jeweiligen Schlachtgruppe in wochenlanger Mühe und Frust soweit Routine geworden ist, dass man in relativ kurzer Zeit durchkommt. Sofern diese Instanz eine Möglichkeit bietet, sich ohne Hindernisse (d.h.: ohne faires Verteilungs- oder Würfelsystem) einiger Items zu bemächtigen, schließt sich der Ninja-Looter in diesem Moment an.
Er verbringt 2 oder 3 Stunden damit, an die besagte Stelle zu kommen, und schnappt sich dann die Gegenstände und verschwindet dann sofort. Wo andere andere wochenlang mit leeren Händen aus der Instanz gingen, klappt es beim Ninja immer beim ersten Versuch.
Warum das Spaß macht? Ganz einfach: Verhöhnung ohne moralische Anstössigkeit. Die Items sind völlig egal, aber das Geplärre der Leute, die nach eigenen Angaben gar nicht scharf auf die Items sind, ist die investierten 2 oder 3 Stunden zehnmal wert.
Ebay
Nachdem man sich nun einen so schlechten Ruf erarbeitet hat, möchte man natürlich den Lohn der Arbeit kassieren. Dazu setzt man seinen Account bei Ebay zum Verkauf frei, wirbt dabei natürlich mit all dem "Reichtum" an nutzlosem Spielgeld, den man sich im Laufe einer möglichst kurzen WoW-Karriere erschlichen und ergaunert hat, um den Preis in die Höhe zu treiben. Ansehen und Ruf auf dem Server sollte man natürlich gar nicht erst erwähnen. So hat man dann auch nicht gelogen.
Schwierig wird es für den Käufer dann, die Serverbevölkerung davon zu überzeugen, er sei nicht der Vorbesitzer des Accounts, doch das ist dann wieder eine andere Sache.
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