Western

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Western (auch Wildwestfilm, Western oder von Frauen als Indianerfilm bezeichnet) werden über den Handlungsort und die Handlung definiert. Der Handlungsort liegt wie der Name schon sagt im Wilden Westen, das heißt im Westen der USA oder Mexikos. Hierzu gibt es einige berühmt gewordene Zitate wie beispielsweise von Andreas Möller: „Egal ob Death Valley oder Wüste Gobi, Hauptsache Amerika.“

Musterschema[Bearbeiten]

Die Handlungen der Filme ähneln sich häufig. Das Musterschema „guter Western“ läuft folgendermaßen ab: Der Held der Geschichte, meist ein machohaft auftretender Cowboy (Aussprache nach 1960er-Jahre-Synchronisation: Kofboi), wird von bösen Cowboys überfallen, wobei seine große Liebe tragisch stirbt, weil sie sich naiv in den Kugelhagel der Bösewichte gestellt hatte. Nun beginnt der Rachefeldzug des Schwerverletzten, er zieht durch den gesamten Westen, verfolgt die Halunken durch Wüsten und Täler, rettet nebenbei ein Indianerdorf, wird von anderen Indianern überfallen. Doch zuletzt kommt es zum Duell: Alle Bösewichter sind tot, nur noch der Chef der Bande lebt. Die Duellanten stehen sich gegenüber, es zieht IMMER zuerst der Bandenchef seinen Revolver, da dies eine Regel der „Western Movie Association“ (WMA) ist. Jedoch ist der „Gute“ schneller und erschießt den „Bösen“, zum Schluss reitet er unter tragischer Musik in den Sonnenuntergang.

Wie man schon sehen konnte, ist der Kampf des Guten gegen das Böse ein sehr zentrales Motiv der Westernfilme, jedoch ist das Schema so eng, dass sich heute Kritiker gerne zur Aussage hinreißen lassen: John Wayne war der James Bond der 50er - Kennst du einen kennst du alle“.

Rolle der Armee[Bearbeiten]

In Western häufig anzutreffende Gesellen sind die Soldaten der Vereinigten Staaten. Sie leben in hölzernen Forts und tragen die Tarnuniform der Wüste: Blauer Armeerock mit goldenen, reflektierenden Knöpfen. Die Indianer, die in keinem Western fehlen dürfen, nannten daher die Soldaten Blaue Bisons, da eine kleine Truppe Soldaten leichter zu finden war als eine riesige Herde Bisons.

Die Drehbuchautoren konnten sich jedoch nie über die Rolle der Armee einigen. Sie spalteten sich in zwei Lager; das eine war der Meinung, dass die Armee „Gut“ zu sein hat. Das andere Lager überließ der Armee die Rolle der „Böse“.
In den Filmen mit lieben und netten Armeen kommen die Soldaten den armen Indianern oder dem Westernhelden zur Hilfe, oder aber schlagen die bösen Indianer in einer Schlacht. Auffallend hierbei ist, dass die Soldaten immer in Unterzahl sind, aber aufgrund der überlegenen Kampftechnik gewinnen können. Zum Schluss stirbt jedoch der General und ein junger ambitionierter Soldat übernimmt seine Aufgaben. Das Wechselbad der Gefühle ist die Aufgabe der Armee in den Western: Sie sorgen für Action bei der Schlacht, für Belustigung mit den 2 (es sind IMMER 2) Deppensoldaten, für Trauer durch den Tod des heroischen Generals, der für einen einfachen Soldaten sein Leben gab (eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt) und die Freude für den jungen Soldaten, der voller Tatendrang ans Werk geht. Heute würde man zu dem Soldaten eher Streber, oder Karrieregeilesarsch sagen.

Die Indianer[Bearbeiten]

Ein Indianerzelt

Eine in Westernfilmen ständig auftretende Spezies sind die Indianer, von den „Weißen“ auch „Rothäute“ genannt. Die Indianer revanchieren sich dafür und nennen die „Weißen“ „Bleichgesichter“. Und schon an dieser Stelle beginnt das Dilemma, beiden „Völkern“ fehlt das Verständnis für das Gegenüber. Die Indianer verstehen nicht warum „der weiße Mann“ ein „Dampfpferd“ durch sein Land bauen will und die Amerikaner verstehen nicht, warum der Bau den Indianern nicht gefällt. Also entbrennt ein Kampf zwischen den beiden Parteien. Die Indianer greifen einen Zug an, töten alle Insassen, plündern und ziehen glücklich davon.
Nun kommt die Rache der Weißen. Ein Bataillon der Armee greift ein Indianerdorf, die Zelte brennen, Kinder schreien, Mütter sterben, Krieger sterben, Kinder sterben, Kinder schreien weniger, Mütter sterben, Krieger sterben... Ruhe. Die Soldaten ziehen davon, manche glücklich, manche entsetzt.

Auffälliger Weise zeigen die Indianer in den Filmen nie eine Regung beim Töten, sie zeigen keine Schwäche, treten immer als mutige Krieger auf. Der Zuschauer fragt sich, ob die Indianer wirklich so waren, oder ob das ein geschickter Schachzug der Autoren ist um die Armee der USA noch heroischer wirken zu lassen. Andere nicht so geistreiche Zuschauer fragen sich hingegen, ob bei einem modernen Western Indianer einen Ford Mustang fahren oder weiterhin auf Pferden reiten.

Berühmte Western[Bearbeiten]