Vanilleschnecke

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Die Vanilleschnecke ist die domestizierte Form der wild lebenden Puddingschnecke, welche vom Aussterben bedroht ist.

Eine kleine Vanilleschnecke

Zucht und Haltung[Bearbeiten]

Ausgewachsene Vanilleschnecken erreichen eine Länge von fünfzehn Zentimetern und ein Lebendgewicht von bis zu zwei Kilogramm. Haltung und Zucht sind sehr kompliziert, so dass es wenige, große Zuchtbetriebe gibt. Die geschlechtsreife Vanilleschnecke sondert bei Paarungbereitschaft ein Sekret ab, dessen Duft die Männchen auch aus weiter Entfernung anlockt. Daher werden hauptsächlich Weibchen der Verwertung zugeführt. In seltenen Fällen sondern auch Mänchen solche Düfte ab. Die aus ihnen gewonnene zartere Homovanille wird in Spezialitätenrestaurants zu Höchstpreisen angeboten. Manche Religionen verbieten allerdings den Genuss von Homovanille. Während Schlachtung und Trocknung in Zuchtbetrieben weitgehend automatisch erfolgen, gibt es in vielen Ländern noch die Hausschlachtung. Dabei wird die Schnecke durch einen gezielten Schlag auf das Kopfende getötet. Ungeübte Hobbyzüchter sollten besser auf beide Enden schlagen.


Verwendung[Bearbeiten]

Für die Trocknung werden Vanilleschnecken immer noch in offene Glasrohre geschoben. So lässt sich der Trocknungsvorgang genau beobachten. Aus Platzgründen werden teilweise getrocknete Vanilleschnecke in immer kleinere Glasröhrchen gefüllt. Erst knapp vor der vollständigen Trocknung, bei einem Wassergehalt von weniger als zehn Prozent, kommen die Schnecken in das definitive Transportröhrchen in dem sie auch verschickt werden. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt die Prostata der männlichen Vanilleschnecke als Heilmittel gegen Sodbrennen. Die Duftdrüsen der geschlechtsreifen weiblichen Exemplare werden heute noch in Deosprays verwendet, die Männer unwiderstehlich machen sollen. Außerhalb der industriellen Verwendung wird die getrocknete Vanilleschnecke heute in Haushalten zum Würzen süßer Speisen verwendet. Die getrocknete Schnecke wird meist im Transportröhrchen angeboten. Nachdem man sie aus dem Röhrchen auf ein Schneidbrett gelegt hat, wird sie der Länge nach mit einem scharfen Messer aufgeschnitten. Die trockene, ledrige Haut wird zu beiden Seiten auf gefaltet. Dann erhält man den feinkörnigen, schwarzen Inhalt durch vorsichtiges Auskratzen. Bei genauem Hinsehen kann man zwischen der körnigen Struktur, die die inneren Organe bei der Trocknung gebildet haben, Magen und Darmtrakt, Gehirn und Geschlechtsorgane erkennen.


Geschichte[Bearbeiten]

Vanilleschnecken wurden bereits von den Sumerern gezüchtet. In Ägypten galt die Vanilleschnecke als göttliches Tier und durfte nicht getötet werden. Lediglich der Schleim der geschlechtsreifen Weibchen wurde gesammelt, getrocknet und als Zusatzstoff für Parfüme benutzt. Im Mittelalter war die Zucht der Vanilleschnecke verboten, da sie durch ihre kriechende Lebensweise in der Verdacht geriet, die Pest zu übertragen. Sie wird daher in der sakralen Malerei oft als Reittier Satans dargestellt. Erst in der Renaissance wurden wieder Zuchtbetriebe eröffnet. In vielen Ländern wurden Vanilleschnecken früher im Haus gehalten. Ihr Duft soll Fliegen und böse Geister vertreiben. Die geselligen Tiere galten lange Zeit als ideale Spielgefährten für Kleinkinder.

Sozialverhalten[Bearbeiten]

Neuere Untersuchungen zum Sozialverhalten und zur Lebensweise der Vanilleschnecke zeigten, dass die Tiere über eine, verglichen mit anderen Weichtieren, überragende Intelligenz verfügen. So lernte eine Versuchsschnecke nach mehreren Monaten, mit einer Computermaus umzugehen. Legte man die Maus auf ein Salatblatt, dann schob die Schnecke die Maus während des Fressens weiter und zeichnete damit Linien auf einen Bildschirm. Wissenschaftler werteten diese Bewegungen aus und kamen zum Schluss, dass es sich hier um die erste nachgewiesene Schneckenschrift handelt. Weltweit schlugen diese Studien wie eine Bombe ein. Schneckenschützer verlangten ein generelles, weltweites Vanilleverbot. Die Industrie suchte, bisher erfolglos, nach humaneren Methoden die wertvollen Ingredienzien zu nutzen.