Gelungener Artikel3 x 3 Goldauszeichnungen von Animal*, Kaymasterkay und Zwörg

Ungleiches Sockenpaar

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel behandelt das Kleidungsstück "Socke", für das Tier "Socke" bitte hier klicken

Ein ungleiches Sockenpaar ist ein Paar Socken, das sich in Farbe, Form, Größe und/oder Strickmuster nicht gleicht.

Identpaarmuster[Bearbeiten]

Spannendes Sockenpaar, bunt, lustig, munter

Eines der erstaunlichsten Phänomene moderner Gesellschaften ist die Tatsache, dass Socken in Geschäften immer nur in gleichen Paaren (Fachterminus: Identpaarmuster) zu kaufen sind. Unbedachte Beobachter schieben es auf die Tatsache, dass der Mensch ja nunmal zwei Füße hat. Aber zwei Gründe, die selten hinterfragt werden, sprechen gegen das Prinzip:

  1. Menschen haben zweifellos einen linken und einen rechten Fuß
  2. Identpaarmuster sind langweilig und strahlen Bürgerlichkeit und Spießigkeit aus

Da der erste Grund die Sockenproduktionsindustrie aber bislang nicht bewegen konnte, verschiedene Socken für linke und rechte Füße zu fertigen, stellt sich dem aufmerksamen Leser nun unweigerlich die Frage: Wieso die Langeweile? Wieso sind käufliche Socken nur paarweise erhältlich? Wieso kann man Socken nicht einzeln kaufen und z.B. so spannende Farbkombinationen erstellen?

Entstehung ungleicher Sockenpaare[Bearbeiten]

Ein perfektes Paar ungleicher Socken: Farbenfroh und frischgewaschen

Einmal als Identpaarmuster gekauft, finden viele Socken im Laufe der Zeit Mittel und Wege, sich zu spannenderen Form-, Farb- und/oder Strickmusterkombinationen zu paaren:

Der Wascheffekt[Bearbeiten]

Lange Zeit hielt sich tapfer das Gerücht, Waschmaschinen seien der Grund für das Sprengen der Identpaarmuster. Um es hier einmal endgültig klar zu stellen: Das entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Was man in eine Waschmaschine hineinsteckt, kommt auch wieder heraus. Steckt man ein Identpaarmuster hinein, kommt auch eines wieder hinaus! Alle anderen Thesen sind unwissenschaftlicher Mumpitz.
Manche Waschküchen sind jedoch nichtsdestotrotz ein wahrer Hort der Sockenkombinatorik. Die Socken kommen als Identpaarmuster hinein und kehren bunt durcheinandergewürfelt wieder zurück. Öffentliche Waschsalons sind in der Hinsicht noch erstaunlicher. Viele Einzelsocken unterlaufen durch den Besuch einer solchen Einrichtung einen Besitzerwechsel.

Sockenklau![Bearbeiten]

Besondere Erwähnung verdienen an dieser Stelle Turnhallen und Schwimmbäder! Bereits im Kindsalter hat jeder die Erfahrung gemacht, dass man - gewollt oder ungewollt - mit einem Identpaarmuster ausgestattet die Anreise antritt: und mit einem Einzelstück oder einem fertig neukombinierten Paar ungleicher Socken zurückkehrt. Aber auch bei Erwachsenen ist das Phänomen weit verbreitet.
Aber um das klarzustellen: Sockenklau soll hier nicht verharmlost werden. Sockenklau ist hundsgemeiner Diebstahl! Auch soll keinesfalls eine haltlose Verdächtigung harmloser Bademeister oder Turnhallenwarte bezweckt werden!

Muntere Kombinatorik[Bearbeiten]

Die durch den Wascheffekt und den Sockenklau entstandenen Einzelstücke müssen nun nur noch (farblich abgestimmt!) zu neuen Paaren zusammengefügt werden. Rasch verschwinden somit die langweiligen Identpaarmuster aus den Kleiderschränken und werden durch spannende, farbenfrohe ungleiche Sockenpaare ersetzt.

Die Mutterthese[Bearbeiten]

Die natürlichen Feinde der ungleichen Sockenpaare: Mütter und Putzfrauen!

Gift für ungleiche Sockenpaare sind Mütter, Putzfrauen und andere Haushälterinnen! In einem unerklärlichen Wahn führen diese Bevölkerungsgruppen einen Kampf gegen ungleiche Sockenpaare. Wenn man es geschafft hat, in jahrelanger Bemühung alle Identpaarmuster im Kleiderschrank aufzulösen und spannender Neukombinatorik den nötigen Freiraum zu verschaffen, reichen einer tüchtigen Mutter oft nur wenige Minuten ohne Aufsicht, um das Werk wieder zu zerstören und eine Rückführung der ungleichen Sockenpaare zu den ungewünschten Identpaarmustern zu erzielen.
Psychoanalytiker nennen diese oft zu beobachtende Erscheinung den Zusammenführungstrieb. Er wird in der Fachliteratur überwiegend auf die Tatsachen zurückgeführt, dass Frauen in der Midlifecrisis sich oft unsinnige Beschäftigungen suchen und auch generell einen stetigen Drang zur Langeweile zeigen.

Eine kurze Typologie[Bearbeiten]

Pippi Langstrumpf: Eine Vorreiterin im Kampf gegen die Identpaarmuster

Vom Identpaarmuster war nun schon mehrfach die Rede, aber auch bei den Ungleichen Sockenpaaren lassen sich drei Unterkategorien finden: Das Unikat, der Doppler und die sogenannten ringfaktorischen Sockenpaare:

Das Unikat[Bearbeiten]

Ein Ungleiches Sockenpaar entsteht aus der Zusammenführung zweier Einzelsocken. Hier entstehen bunte und spannende Sockenpaare, wie es sie im Normalfall kein zweites Mal gibt. Eine Rückführung zum Identpaarmuster ist hier ausgeschlossen.

Der Doppler[Bearbeiten]

Eine der klassischen Versionen der Ungleichen Sockenpaare: Man nimmt zwei Identpaarmuster und tauscht jeweils einen Socken gegen einen des anderen Paars aus. Diese Lösung gilt als Modellvariante für Einsteiger und ist auch bei Kindern, die noch zuhause wohnen, besonders beliebt. Diese Variante ist beliebig wiederholbar und somit auch nur wenig anfällig für die Angriffe seitens ambitionierter Mütter.

Der Ringfaktor[Bearbeiten]

Kombinatorik für Fortgeschrittene: Hier entstehen die ungleichen Sockenpaare nicht durch den bloßen Austausch - wie beim Doppler. Hier kann farblich harmonisch einmal der ganze Inhalt der Sockenkommode bei der Auflösung der Identpaarmuster herhalten. Man legt die Socken in eine lange Reihe und tauscht jeweils eine Socke ein paar nach rechts.

Beispiel[Bearbeiten]

Hier nun ein kurzes Beispiel (zum Verlauf der Entwicklung von Identpaarmustern hin zu Ungleichen Sockenpaaren) am Inhalt einer typischen Junggesellensockenschublade (hier: Sechs Paar Socken).

  1. Ungleiches Sockenpaar: ein blauer Socken und ein schwarzer Socken
  2. Identpaarmuster weiße Tennissocken
  3. Identpaarmuster weiße Tennissocken
  4. Identpaarmuster weiße Tennissocken
  5. Ungleiches Sockenpaar: ein blauer Socken und ein schwarzer Socken
  6. Identpaarmuster weiße Tennissocken

Das Beispiel zeigt die stochastischen Unwägbarkeiten, auf welche Art Sockenpaar man stößt. Mit jedem Neuladen der Seite werden sich die Sockenpaare verändern. Zeigen sich sechs Identpaarmuster, war wohl wieder mal die Muddi zu Besuch!

Appell[Bearbeiten]

Identpaarmuster sind langweilig. Die Sockenproduktionsindustrie sollte endlich spannende Ungleiche Paare auf den Markt bringen. Das erspart viel Arbeit bei der Neuzusammenstellung. Sockenträger aller Welt, vereinigt Euch! Tragt Ungleiche Sockenpaare!

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

Unbedingt weiterempfehlen!
Gelungen

Der Artikel Ungleiches Sockenpaar ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

Unbedingt weiterempfehlen!

Unbedingt weiterempfehlen!