Sub:Womenympics2
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SIEGEREHRUNG
Ähnlich den klassischen Olympischen Spielen, kommt es nach Ermittlung der Siegerinnen zu einer Ehrung, bei der die Besten gekürt werden. Im Unterschied zu anderen Sportwettkämpfen verzichtet das IOWC jedoch auf Auszeichnung der Zweit- und Drittplatzierten. Es beugt sich damit dem Druck des Internationalen Roten Kreuzes, das die Sanitäter während der Womenympics stellt und sich darüber beklagte, dass die ersten drei Bestplatzierten zu eng nebeneinander auf dem Siegertreppchen stehen. So kam es während der ersten Siegerehrungen zu tumultartigen Ausfällen, bei denen sich die Betroffenen heftig attackierten und die zu schlimmen Biss- und Kratzwunden führten.
Hintergrund war hierbei, dass viele Wettkämpfe von der Stimmung vereinzelter Juroren abhing, die aus Sicht der Verliererinnen nicht immer neutral bewertet haben sollen. Im Glauben an eine große Ungerechtigkeit ließen die Bronze- und Silbermedaillengewinnerinnen ihrer Wut freien Lauf und verloren auf dem Podest ihre Beherrschung. Auch eine Verbreiterung der Siegertreppe mit Zwischenwänden konnte dieses Verhalten nicht ändern, da die Trennung überklettert oder umlaufen wurde.
Die Organisationsleitung reagierte daraufhin und entschied, dass nur noch eine Gewinnerin existieren darf und dass, wenn sie das Siegerpodest betritt, die anderen Sportlerinnen mit genügendem Sicherheitsabstand in Verwahrung genommen werden müssen.
DOPING
Der Wunsch nach einer Medaille führt leider immer wieder dazu, dass teilnehmende Frauen versuchen, sich über verbotene Substanzen einen Vorteil zu verschaffen. Obwohl Fairness nicht zu den ersten Charaktereigenschaften der Bodybuilderinnen gezählt wird, wird Doping vom IOWC geahndet. In einer Doping-Liste sind alle Präparate, die nicht körpereigen sind und einen vermeintlichen Vorteil bringen festgehalten. Je nach Disziplin wird entweder vor oder nach dem Wettkampf eine sog. Dopingkontrolle durchgeführt. Positive Proben führen zur Disqualifikation.
Verbotene Dopingmittel
Falsche Wimpern
Silikon-Inlets
Prosecco
Künstliche Haarteile
Bräunungscremes
Unechte Fingernägel
Sämtliche Produkte von Oil of Olaf
Penalty-Creme
sowie
Nährstoffe mit Schlagsahne
Verboten, geächtet aber nicht nachweisbar ist ebenfalls die Zuhilfenahme eines Mediums, um sich über Sieg-Vorhersagungen einen psychologischen Vorteil zu verschaffen.
Verbotene Wirkstoffe
Obwohl kraftproduzierende Dopingmittel bei den Womenympics nicht immer erforderlich sind, griffen einige Frauen in der Vergangenheit gegen die Ratschläge ihrer Sportärzte öfter mal zu verbotenen Stimulanzien. Nachdem über Pressemitteilungen bekannt wurde, dass Testosteron fördernde Präparate bei übermäßigem Gebrauch zur Östrogenbildung neigten und bei den sie benutzenden Männern zur Bildung weiblicher Brüste führten, erhofften sich die etwas zu muskulösen Matronen den gleichen Effekt und wunderten sich zunächst über ihre tiefer werdende Stimme. Als dann noch der Bartwuchs einsetzte, wurde ihnen schnell klar, das Anabolika auf Frauen eine andere Wirkung hatte als auf Männer. Im Gegensatz zum klassischen Olympia gerieten die Eiweißpräparate bei den Womenypics in Vergessenheit.
Gegenwärtig ist Gendoping groß in Mode. Nur sehr schwer nachzuweisen und, da in asiatischen Hinterhöfen kostengünstig hergestellt, noch moderat finanzierbar, erhalten diese Substanzen Einzug in die Welt des Sports. Anhand eines Kataloges können sich die Fitness-Ladys hierbei den gewünschten Effekt aussuchen und dann diskret übers Internet bestellen. Haarglanzmittel, Hautbleicher oder, je nach Veranlagung, -bräuner sowie Lippen-Booster stehen ganz hoch im Kurs. Solange keine Besonderheiten auftreten, sind diese Produkte zur Zeit nicht nachweisbar. Allerdings gibt es immer wieder Fälle von Auffälligkeiten, da in den asiatischen Handwerksbetrieben nicht immer sorgfältig oder unter hygienisch einwandfreien Bedingungen produziert wird. Kermit-Lippen oder Klobürstenhaare gehören noch zu den harmloseren Ausfällen. Mediziner raten daher vor der Einnahme solcher Dopingmittel ab.
Die womenympische Welt als Wille und Vorstellung
FAIRPLAY steht in großen Buchstaben auf dem Rasen jeder womenympischen Eröffnungsfeier. Hiermit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass während der Spiele nie vergessen werden darf, dass es einen historischen Hintergrund zur Schaffung dieser bodybuildingspezifischen Sportarten gegeben hat. Zwar sollte der Konkurrenzgedanke während des direkten Vergleiches nie aufgegeben werden, aber die Athletinnen haben die Möglichkeit, neben und nach den Wettkämpfen das Gefühl von Solidarität und Schwesternschaft im Geiste zu erfahren.
Zusammenfassend kann man sagen, dass nach acht Spielen und in einem Zeitraum von 32 Jahren der Grundgedanke verloren gegangen ist. Nachdem bereits bei den zweiten Womenympics mehrheitlich Paris als Austragungsort gewählt wurde, stand fest, dass viele der Teilnehmerinnen sich nur des Shoppens wegen an den Spielen beteiligten. Der große Gedanke an Solidarität unter Bodybuilderinnen endete damit bereits in den Boutiquen des Boulevard Clichys. Paris erfreute sich so großer Beliebtheit, dass es mit Ausnahme einiger anderer Modezentren zum Stammplatz der Spiele wurde.
Wenn man von den bei Sportereignissen dieser Güte ständig vorkommenden Dopingskandalen einmal absieht, verliefen die Spiele ohne große Auffälligkeiten. Erwähnenswert sind die Top-Acts zu den Eröffnungsfeiern, bei denen von der IOWC geladene, hochkarätige Stars mit ihren Hymnen die Zuschauerinnen verzauberten. Mit Ausnahme Ricky Shanes, der in einem verzweifelten (und ebenso sinnlosen) Comeback-Versuch 1996 an seine alten Erfolge in den 70ern anknüpfen wollte, sind alle Eröffnungsmelodien in den Köpfen vieler Frauen hängen geblieben. Ein besonderes Highlight war das Konzert von Robbie Williams, bei dem es zu völlig enthemmten, hysterischen Kreischattacken kam. Williams zog sich anschließend vorrübergehend aus dem Musikgeschäft zurück und wurde schwer alkoholabhängig.
Peinlich hingegen war der Auftritt der deutschen Kanzlerin, die als Jeanne d’Arc Europas gehandelt und deshalb zur Eröffnungszeremonie nach Tokio eingeladen wurde. Aufgrund eines Kanzleramtsfehlers las sie dort vor meist japanischem Publikum ihre Rede in russischer Sprache vor. Da Japanerinnen als auffallend höflich gelten, klatschten sie trotzdem, nachdem sie das Gefühl hatten, die Rede sei zu Ende.
Durch die zunehmenden Zuschauerzahlen, die mit Werbeeinnahmen, Maskottchenverkauf und Übertragungsrechten einhergehen und zu einer wirtschaftlichen Größe gewachsen sind, werden die Womenympics auch in den nächsten 12 Jahren stattfinden.
Übersicht der Womenympischen Spiele
| Jahr | Stadt | Eröffnungsmusik | Interpret | Maskottchen | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| 1976 | Montreal | I heard it trough the Grapewine | Marvin Gaye | The Scissor - Plastikschere | Tumulte und zahlreiche Verletzte |
| 1980 | Paris | When I kiss the teacher | ABBA | Willi - Stoff-Eunuche | DIOR und Chanel komplett ausverkauft |
| 1984 | Paris | It's raining men | Weather Girls | Ken - von Barbie | Erstmalig Seitensprung als Disziplin |
| 1988 | Paris | I will survive | Gloria Gaynor | Tom - Voodoo-Puppe | Dopingskandal um falsche Haarteile |
| 1992 | Rom | Ti amo! | Howard Carpendeel | Schwansus Longus - Gladiator | Ausschluss der Ex-DDR-Sportlerinnen |
| 1996 | Paris | Ich mache keine Komplimente | Ricky Shane | Kelly - Modepüppchen, YSL | Berichterstattung über Womenympics wird verboten. |
| 2000 | Tokio | Sex bomb | Tom Jones | Suzi - Stoffkätzchen | Angela Merkel hält Eröffngsrede in Russisch |
| 2004 | Paris | Angel | Robbie Williams | Freddy - Plüschdildo | Erste Werbeauftritte der Genmanipulierten |
| 2008 | Milano | Siebzig Jahr, blondes Haar | Udo Jürgens | Barbie - von Armani | Zaghafte Beschreibung der Womenympics unter Strafandrohung im Internet |
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