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Spiegelwelten:1. Freundschaftsspiel Animalien vs. Hamunaptra

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Alfred Griesmayr: Hallo liebe Zuschauer, ich bin Alfred Griesmayr, und ich begrüße Sie. Nicht herzlich, denn das wäre gelogen. Heute müssen wir wohl oder übel dem ersten Freundschaftsspiel zwischen Animalien und Hamunaptra beiwohnen. Mit den Hamunaptresiern und dem Nationalrudel stehen sich heute eine absolute Anfängermannschaft und eine, die es besser geblieben wäre, gegenüber. Das wird ein Spaß.
Brian O’Denehy: Danke, dass Sie mich vorgestellt haben Alfred. Auch ich begrüße Sie herzlichst, zumindest jene, die für Animalien sind. Ich bin mir sicher, dass das Nationalrudel problemlos diese wandelnden Klorollen in die Wüste zurückschicken wird.
Alfred Griesmayr: Ach ja, Herr O'Denehy. Darf ich noch mal ganz dezent nachhaken, warum Sie eigentlich hier sind? Nicht nur, dass ich diese abstoßende "Sportart" kommentieren muss, nein, man traut mir nicht einmal zu, alleine ein Spiel überstehen zu können. Sie können sich meinetwegen selbst vorstellen, ich bemitleide mich derweil für ein paar Sekunden.
Brian O’Denehy: Ich, Brian O'Denehy, bin eine zurückhaltende Persönlichkeit, die lediglich ihr glorreiches und großes Land liebt und hier ist, um es bei der Demütung der unwichtigeren Mannschaft zu unterstützen. Nebenbei tue ich das, was ein Kommentator nun mal tut: Das Spiel möglichst neutral und passiv kommentieren.
Alfred Griesmayr: Haha, genial! Mann, echt, haha! Unglaublich, Sie bringen ja selbst mich zum Lachen. Das ist lange niemandem gelungen. "Neutral und passiv", zum Schießen. Ich habe doch eben selbst gehört, wie Sie Spottverse über die hamunaptresischen Spieler auswendig gelernt haben. "Ramse5 E. hat einen im Tee", oder wie war das? Eigentlich müsste ich mich zum Ausgleich auf die Seite Hamunaptras schlagen, aber dazu fehlt mir wirklich die Motivation. Übrigens interessant, was ihr mit eurem Stadion gemacht habt.
Brian O’Denehy: Interessant? Wohl eher gottgleich, was hier errichtet wurde. Das Stadion Cattlebury's Sporting Spirit sticht wie ein Smaragd von allen Stadien hervor, aber ich bitte Sie Alfred, genug der Schönrederei, wenngleich sie der Wahrheit entspricht. Wenden wir uns dem Spielgeschehen zu: Als Geste der Freundschaft wurde das Spielfeld unglücklicherweise mit Sand gefüllt. Der Landesverräter, der darauf kam hat bestimmt einen Vogel oder ist schlimmstenfalls selbst einer und gehört daher geköpft. Die Spieler betreten nun das Feld! Applaus für die Animalier!
Alfred Griesmayr: Der Sand lässt aber ziemlich viele Spieler deplaziert aussehen. Die meisten scheinen dieser Änderung eher skeptisch gegenüber zu stehen. Obwohl, Wolfgang Schäfer erinnert mich in dieser Umgebung an meine alten Schäferhund Hildebrand und wie ich mit ihm des Öfteren ausgiebige Strandspaziergänge gemacht habe. Er hat dann immer in den Dünen sein Geschäft verrichtet und... oh. Das klang jetzt wesentlich beleidigender als es sein sollte. Verzeihung. Kommen wir auf die Mannschaft zurück. In welcher Aufstellung wird denn heute gespielt?
Brian O’Denehy: Sie fragen mich? Anscheinend bei beiden Teams die Standard-Kader. Ich bin zwar kein Experte, was Spieltaktiken betrifft, aber wie es aussieht nehmen die Animalier eine lückenlose und dennoch offensive Formation ein, um den Gegner noch schneller zu bezwingen, als üblich, wohingegen die Hamunaptresier einen labilen Eindruck hinterlassen, nein ehrlich, diesmal äußert sich nicht meine nationale Ader. Es ist so, als würden sie erstmals Sand sehen. Was ist da los Alfred?
Alfred Griesmayr: Die Verwirrung scheint einen simplen Grund zu haben: Die Hamunaptresier haben diesen Bodentyp nicht im Geringsten erwartet. Klar, ihr ganzes Land ist voll von dem Zeug, aber trainiert haben sie angeblich auf speziell für diesen Zweck angelegten Rasenflächen. Tja, ironischerweise rächt sich das jetzt. Sie scheinen sich aber mittlerweile damit abgefunden zu haben und begeben sich in ihre typische 4-4-2-Aufstellung, die aus Offensivgründen um 5 Meter in Richtung gegnerisches Tor verschoben ist. Ja, das ist so bescheuert wie es klingt, aber mir im Grunde auch egal.
Brian O’Denehy: Der Sand benachteiligt somit die Sandleute? Schade, dass ich das nicht vor meinem Privatanruf erfahren habe, dann könnte man sich's sparen der Familie des Typen, der die Idee dazu hatte, eine schlechte Nachricht zu übermitteln. Wie dem auch sei, da erscheint auch schon der Schiri - Moment mal! Ist das nicht ein Fluglotse? Will HIER jemand landen?
Alfred Griesmayr: Also das wäre wirklich Wahnsinn. Nein, wenn ich meinen Karten trauen darf - und mir bleibt kaum etwas anderes übrig - ist das wirklich der Schiedsrichter. Wie allgemein bekannt ist fühlen sich in diesem Job viele Menschen unterbezahlt, unabhängig davon ob das nun realistisch ist oder nicht. Die versuchen sich teilweise etwas anderweitig hinzu zu verdienen. Und da das durchschnittliche Aussehen eines Fluglotsen nicht gerade für den Straßenstrich qualifiziert, suchen sie sich eben solche Betätigungsfelder wie das des Schiedsrichterpostens. Nun reichen sich die Kapitäne Schäfer und Ali die Hand, und während Ali danach zu seiner Position im Tor zurückjoggt, machen sich die animalischen Spieler bereit zum Anstoß.

Erste Halbzeit[Bearbeiten]

1. Minute[Bearbeiten]

Alfred Griesmayr: Anstoß ausgeführt, Gerald Pardo hat den Ball und stürmt mit gewohnt wahnsinniger Geschwindigkeit auf das hamunaptresische Tor zu. Die Spieler Hamunaptras wirken unheimlich unsicher, ist ja auch ihr erstes Spiel.
Brian O’Denehy: Pah, das wird sich auch nicht ändern, das sind einfach Loser. Pardo ist jetzt schon bei der Abwehr, er umdribbelt Scheschonq, der kaum seine Bewegungen verfolgen kann, Pardo ist schon vor dem Tor, er schießt... TREFFER! Unglaublich! Tor für Animalien!
Alfred Griesmayr: Im Ernst? Das waren kaum drei Minuten Spielzeit. "Blutige Anfänger" wäre noch eine nette Bezeichnung für die Hamunaptresier. Da lief ja echt alles falsch: Die Spieler haben viel zu gehemmt reagiert, Scheschonq hatte keine Chance und Ali scheint sich die Haare gegelt zu haben, als der Ball anflog. Das war mehr als mies, das war beschämend, selbst wenn ich normalerweise bei diesem Spiel keinerlei Emotionen empfinde.
Brian O’Denehy: Die animalischen Fans sind selbstverständlich aus dem Häuschen, nach diesem Traumtor unserer Nummer 1, Gerald Pardo. Hamunaptras Trainer Allan Mentuhotep beißt derweil vor Wut in seine Jacke, bei solcher spielerischen Inkompetenz kann ich das nachvollziehen. Geschieht ihnen recht, sage ich.

6. Minute[Bearbeiten]

Alfred Griesmayr: Anstoß nun für Hamunaptra. Sandman passt zu Anubis, der sucht seinerseits einen Anspielpartner. Pass auf die 27, Renseneb. Er wagt sich allein Richtung animalisches Tor, hat relativ freie Bahn, das sieht ja schon fast professionell aus... ich nehme das zurück. Renseneb ist direkt in McCall hineingerannt, der hat ihm den Ball abgenommen und setzt jetzt mit dem Rest der Mannschaft zum Konter an. Doppelpass Sean McCall und Pedro Ziegoz, McCall kommt dem Strafraum gefährlich nahe.
Brian O’Denehy: McCall, zeig’s ihnen! Hau das Ding rein! Oh, er ist an Frankie Ntschepsut geraten. Es entbrennt ein intensiver Zweikampf, anscheinend sind die beiden Spieler sogar ähnlich spielstark. Das hätte ich gar nicht von diesen Idioten erwartet. Jetzt hat McCall Ntschepsut überwunden, dem wurde es anscheinend zu intensiv, er hat sich zugunsten seines Make-ups zurückgezogen. McCall hat praktisch freies Schussfeld, er zieht ab und...
Alfred Griesmayr: Vollkommen daneben. Den Ball hat er ziemlich unglücklich getroffen, einem der Zuschauer schlug das Ding gerade an den Schädel. Kippte um wie ein Kegel, der Typ ist K.O.
Brian O’Denehy: Reimen Sie gerade in Ansätzen?
Alfred Griesmayr: Mit irgendwas muss ich mich ja von diesem gottverlassenen Spiel ablenken. Anubis springt jetzt auf die Zuschauerbänke und läuft zu dem Getroffenen hin. Während Sanitäter den armen Kerl versuchen aufzupäppeln, steht Anubis nur bedrohlich daneben und überwacht die Prozedur. Irgendwie bedrückend.
Brian O’Denehy: Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf den Verkauf von hochwertigen animalischen Flaggen an beiden Ausgängen hinweisen. Kein Animalien-Trip ohne Animalien-Flagge!

11. Minute[Bearbeiten]

Anubis beim Überprüfen der Qualität einer Organspende

Alfred Griesmayr: Abstoß für Hamunaptra. Die Animalier sind heute gut in Form, trotz des gewöhnungsbedürftigen Untergrunds. Bei den Hamunaptresiern kann man das höchstens von der Hälfte der Spieler sagen, und selbst das ist vielleicht noch geschönt. Mal sehen ob wir heute einem Spiel oder einer Vernichtung beiwohnen. Was interessiert's mich?
Brian O’Denehy: Dieser zweitklassige Torwart Ali führt den Abstoß aus, der Ball fliegt aber nur bis zu den eigenen Verteidigern. Könnte daran liegen, dass Ali nicht mal minimalen Anlauf genommen hat. Lässigkeit schön und gut, aber kann der Kerl überhaupt seine Beine bewegen? Wurde bis jetzt nicht ersichtlich. Wie auch immer, jetzt hat Ramse5 E. den Ball. Der gilt ja selbst unter den Hamunaptresiern als schlechtester Spieler, und das will was heißen. Die animalischen Fans setzen sofort zu den gerechtfertigen Spottgesängen an. Viel mehr als die Existenz eines Spielfelds kann das aber Ramse5 auch nicht irritieren, er versucht einen langen Pass und erwischt den Ball sogar "so halb". Für ihn sicherlich ein großer Erfolg, jetzt hat Stürmer Armin die Pille.

Alfred Griesmayr: Armin spielt geschickt, er umspielt Banderez, hat verdammt gute Schussmöglichkeiten, da grätscht ihm Torwart Jumbala vors Bein. Ja, der Elefant grätscht. Schwierig sich das vorzustellen, ich weiß. Während der Ball ins Aus rollt windet sich Armin vor Schmerzen. Komisch, eigentlich sah es so aus, als hätte Jumbala ihn nur sachte gestreift. Der Fluglotse entscheidet auch: Kein Foul. War auch offensichtlich, dennoch liegt Theo Armin noch immer am Boden. Anubis kommt derweil von der Zuschauertribüne zurück und beugt sich über Armin. Versucht er ihn da zu verarzten oder... oh Gott, ich glaube er versucht ihm das Gehirn durch die Nase herauszuziehen! Was zur Hölle?
Brian O’Denehy: Ein unzivilisiertes Volk von Wilden ist das, ich wusste es! Das bestätigt ja alle Vorurteile. Aber Armin rührt sich noch, für Mord hat Anubis doch zu viel Skrupel. Er hilft ihm jetzt auf und holt ihm seine Krücken von der Bank, angeblich passiert dem Stürmer Armin das ja öfters.

17. Minute[Bearbeiten]

Brian O’Denehy: Abstoß für Animalien. Boris Bacharov, die Nummer 9, bekommt den Ball.
Alfred Griesmayr: Ich möchte mich korrigieren: Als ich eben sagte, beim Nationalrudel seien alle Spieler in guter Form, habe ich wohl Bacharov übersehen. Der ist nicht wirklich in Topform, sondern eher hackedicht. Er weiß offensichtlich nicht sehr viel mit dem Ball anzufangen und sieht sich nach Mitspielern um. Nun entscheidet er sich und passt zu... Rokko dem Kamel? Da scheint er die Mannschaft verwechselt zu haben. Wobei, ist ja schon ein naheliegender Fehler.
Brian O’Denehy: Von wegen! Als ob so ein hässliches Geschöpf aus Animalien stammen könnte. Ganz und gar ausgeschlossen! Dieser Rokko macht einen ebenso untätigen Eindruck wie Bacharov, selbst in seinem natürlichen Habitat. Da er schlichtweg mit dem Ball stehen bleibt nimmt ihm diesen Mittelfeldspieler K. R. Thoth ab. Auch einer der stärkeren Spieler Hamunaptras, wenn auch den Animaliern in jeder Hinsicht natürlich völlig unterlegen. Aber diese tierähnlichen Spieler haben schon was. Wo ich gerade davon spreche, da tut sich eine erschreckend gute Torchance für Hamunaptra auf, Anubis steht ungedeckt vor dem Tor, Thoth sieht ihn jetzt auch und zieht einfach ab?! Was soll ein Torschuss aus dieser Entfernung überhaupt bewirken? Daneben, aber ganz eindeutig!
Alfred Griesmayr: Anscheinend hat er wegen persönlicher Differenzen nicht auf Anubis gepasst. Die können sich angeblich gar nichts, auch keine Tore. Hamunaptras Trainer Allan Mentuhotep rauft sich die Haare und brüllt mit hochrotem Kopf Verwünschungen und anderes unflätiges Zeug in Richtung seiner Spieler. Tut mir Leid, der Kerl. Sich hauptberuflich mit Fußball auseinanderzusetzen muss einen fertigmachen.

25. Minute[Bearbeiten]

Die Ju52 setzt zur Landung auf dem Spielfeld an

Brian O’Denehy: Im Grunde müsste jetzt Animalien Abstoß haben, aber der Schiedsrichter scheucht die Spieler an den Rand des Spielfelds und stellt sich wild pfeifend in die Mitte des Spielfelds. Komischer Brauch, woher kommt der Typ?
Alfred Griesmayr: Ich glaube das hat schon seinen Grund. Jetzt können es auch die Zuschauer ziemlich gut sehen: Eine Ju52 steuert das Stadion an. Ich bin fast überrascht. Eine willkommene Abwechslung zu diesem Sport für Trottel, möchte ich hinzufügen.
Brian O’Denehy: Von ihm als Schiedsrichter kann man halten was man will, aber als Fluglotse scheint er fähig zu sein. Die Ju52 setzt vergleichsweise sanft vor seinen Füßen auf und kommt zum Stehen. Jetzt sind schon einige Spielminuten vergangen, seit dieser plötzlichen Unterbrechung und so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass die Ju52 der Spielverzögerung im Sinne der klar unterlegenen Hamunaptresier dient, dass das alles ein abgekatertes Spiel ist.
Alfred Griesmayr: Ich glaube das heißt "abgekartetes Spiel". Die Passagiere sind jedenfalls jetzt ausgestiegen und haben das Stadion verlassen.
Brian O’Denehy: Und nun? Soll mit diesem ausländischen Mistding auf dem Platz gespielt werden?
Alfred Griesmayr: Der Schiedsrichter gibt kein gegenteiliges Zeichen, also fürchte ich, dass dem so ist. Animalien hat noch immer Abstoß.

34. Minute[Bearbeiten]

Brian O’Denehy: Jumbala schlägt den Ball wie gewohnt im hohen Bogen aufs Feld, Krokofath nimmt an. Was mich jetzt wirklich interessiert, werden die Anstöße jetzt auf der Ju52 ausgeführt?
Alfred Griesmayr: Ja, nehme ich an. Gibt ja kaum Alternativen.
Brian O’Denehy: Das ist ganz klar Sabotage, finde ich. Der Pilot dieser Maschine war bestochen. Doch zurück zum Spiel, Krokofath hat den Ball und läuft geradewegs aufs gegnerische Tor zu. Und läuft. Und läuft. Und läuft. Der hört ja gar nicht mehr auf! Aber die Hamunaptresier machen nicht die geringsten Anstalten ihn aufzuhalten. Was ist da passiert? Befällt das Team manchmal allgemeine Apathie? Zuzutrauen wär's ihnen.
Alfred Griesmayr: Hm, der läuft echt ungehindert durch die hamunaptresischen Reihen, die Spieler stehen wie festgenagelt da. Jetzt steht Krokofath vor dem Tor, er zieht ab und trifft! Ali hat sich noch weniger als sonst bewegt, nämlich gar nüscht. Irgendwas ist da los. Eine gute Gelegenheit, den Kommentatorendienst zu schwänzen und uns einen Experten für hamunaptresische Kultur zu suchen. Übernehmen Sie mal kurz.

37. Minute[Bearbeiten]

Herr Kaschta, der Experte

Brian O’Denehy: Ein unglaubliches Tor! Keine Ahnung was mit diesen Wüstenmännern gerade falsch ist, aber wahrscheinlich waren sie nur von Kabir Krokofaths überragender spielerischen Leistung hin -und weggerissen. Und wo dieser Griesgram weg ist, kann ich endlich in der Form ausschweifen, wie ich mir das wünsche. Und da komme ich gleich auf das erste Thema: Immigration. Abgeschoben gehören die. Genau, nehmen sie doch uns rechtschaffenen eingeborenen Animaliern Arbeitsplätze weg und zersetzen unsere starke Wirtschaft. Unsere Einwohner sind vielfältig genug, was wollen wir da mit diesen nervigen Zugezogenen? Kann man meinetwegen noch heute allesamt rauswerfen, ich glaube sogar...
Alfred Griesmayr (kommt zurück): So, ich habe jemanden gefunden, der uns helfen kann. Leider viel zu schnell, aber was soll man machen. Das ist Herr Kaschta, der bereits mehrere Standardwerke über die hamunaptresische Kultur und ihre Sitten verfasst hat. Was ist in der Zwischenzeit auf dem Platz passiert?
Brian O’Denehy: Nicht viel, das Spiel ging nach dem Anstoß normal weiter, bis Krokofath wieder den Ball bekam. Seitdem stehen Hamunaptras Spieler wieder regungslos da, niemand greift ihn an.
Herr Kaschta: Und das kann ich erklären. Die hamunaptresische Religion des Pyrismus' kennt diverse Götter in verschiedenen Tierformen, welche alle ohne Ausnahme hochheilig -und geachtet sind. Einer dieser Götter mit dem Namen Sbk tritt in Gestalt eines Krokodils auf. Und mit diesem verwechseln die hamunaptresischen Spieler anscheinend Kabir Krokofath und greifen ihn deshalb nicht an.
Alfred Griesmayr: Hm, Krokofath scheint das verstanden zu haben und nutzt seine Ähnlichkeit mit diesem... wie spricht man das aus? Sebk? Sebek? Sobek?
Herr Kaschta: Nein, Sbk.
Brian O’Denehy: Ob Gott oder nicht, ein Fußballgott ist er. Und die dazugehörige edel-arrogante Einstellung hat er auch. Er muss wohl entschieden haben, dass zwei Tor Vorsprung gegen diese Anfänger vollkommen ausreichen, denn jetzt fängt er an sie zu verhöhnen. Da er ja nicht angegriffen wird, überbrückt er die Zeit gerade mit Kniebeugen. Fitness ist halt wichtig.

43. Minute[Bearbeiten]

Alfred Griesmayr: Mein Gott, das lässt sich noch weniger ansehen als ein reguläres Spiel. Seit eben spielt Krokofath mitten auf dem Sand Solitär und lacht sich einen ab.
Brian O’Denehy: Gleich ist die erste Halbzeit vorbei. Wie erwartet führt Animalien. Ist ja auch richtig so. Krokofath zündet sich zum krönenden Abschluss eine Zigarette an, will dran ziehen... was ist das? Die Hamunaptresier stürmen urplötzlich geschlossen nach vorne, nehmen ihm den Ball ab, Thoth passt auf Ntschepsut, Ntschepsut auf Anubis, der steht vorteilhaft, schießt... ich glaube es nicht, Tor für Hamunaptra in der 45. Minute! Was ist da denn passiert?
Herr Kaschta: Ganz einfach: Das Feuer ist das zentrale Element der hamunaptresischen Religion und wird dort mit besonderer Ehrfurcht behandelt. Dementsprechend würde einer ihrer Götter natürlich niemals das Feuer durch das Anzünden einer schnöden Zigarette entweihen. Das ist ihnen jetzt urplötzlich klar geworden und man kann von ihren Fähigkeiten halten was man will, ihre offensive Taktik hat dieses schnelle Tor erst ermöglicht.
Alfred Griesmayr: Sie haben schlichtweg vom Überraschungsvorteil profitiert. Der Fluglotse pfeift pünktlich zur Halbzeit, die Spieler gehen in die Kabinen, während die Fans wegen dieser Wendung eben noch ziemlich aufgewühlt sind.
Herr Kaschta: Eine gute Gelegenheit, einer breiten Masse in den nächsten 15 Minuten etwas über die fantastischen literarischen Errungenschaften des Bitterfelder Frühbarocks zu erzählen.
Alfred Griesmayr: Von wegen, erstens brauchen wir Sie jetzt nicht mehr, ja, genau, Sie können gehen, wo der Ausgang ist, wissen Sie ja, zweitens machen wir erst mal ein bisschen Werbung.

Spielstand zur Halbzeit
Animalien 2 : 1 Hamunaptra


Halbzeitpause[Bearbeiten]

...und jetzt eine Cancer.

KT5.jpg


Cancers – Da lacht die Sportlerlunge


Brian O’Denehy: Interessant. Hat für deren Logo dieser Rokko Modell gestanden?
Alfred Griesmayr: Sieht fast so aus, als sei das die Zigarettenmarke, die Krokofath raucht. Ironie des Schicksals nennt man das wohl. Oh, wir kriegen hier gerade die Meldung, dass der Fluglotsen-Schiedsrichter in den Streik gegangen ist
Brian O’Denehy: Das ist gar kein Problem. Der Kerl hatte das sogar im Vorhinein angekündigt, deshalb konnten wir zeitig Ersatz bestellen. Da unten kommt der Aushilfsschiri ja schon angedackelt.
Alfred Griesmayr: Ich glaube da muss ein Fehler unterlaufen sein, der Typ ist viel zu alt. Der hält doch nicht mal 20 Minuten durch.
Brian O’Denehy: Ich frage mal kurz nach... Aha. Offensichtlich gab es Kommunikationsschwierigkeiten, deshalb haben wir jetzt einen Ersatzfluglotsen und keinen Ersatzschiedsrichter bekommen. Er hat zwar angeblich 40 Jahre Berufserfahrung, aber eben nicht als Schiedsrichter. Das kann ja heiter werden.

Zweite Hälfte[Bearbeiten]

45. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Wie es aussieht hat der ältere Fluglotse noch weniger Ahnung, als sein streikender Vorgänger. Er pfeifft die Zweite Hälfte bereits an.
O'Denehy: Hat der nicht mehr alle Kartoffeln im Schrank? Weder die guten, noch die deutlich schlechteren, hamunaptresischen Spieler, befinden sich auf dem Spielfeld. Ich wusste das doch von Anfang an, man hätte einen zuverlässigeren und kompetenteren Schiedsrichter engagieren sollen, die es in Regel NUR in Animalien gibt.

Griesmayr: Und am besten einen, der mindestens so parteiisch und tolerant ist, wie Sie?

O'Denehy: Genau! Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund.

47. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Nun begeben sich auch die Spieler auf ihre Positionen, jedoch lässt der Schiri die "späten" Sportskanonen nicht unbestraft davon kommen: Er erteilt Freistoß: für beide Teams und das vom 16er. Außerdem bekommen wir gerade die Info, dass er Spielermauern verbietet, da "die Landebahn stets geräumt sein muss".

O'Denehy: Den Freistoß für Hamunaptra führt der verwöhnte Adelsschnössel Paul Pherostirch aus, der die Sache wohl locker angeht, da er nebenbei sorglos telefoniert.

Griesmayr: Und als ob das nicht genug wäre steht diese aufmerksamkeitssüchtige Knalltütte, aufgrund dieser entscheidenden Situation, mehr im Rampenlicht, als üblich.

O'Denehy: Wohl eher im Blitzlicht.

Griesmayr: Stimmt, aber es macht ihm scheinbar Spaß vor den Paparazzi zu posen, sein Schuss dagegen fliegt nicht einmal annähernd ins Tor.

49. Minute[Bearbeiten]

O'Denehy: Endlich endet diese Zeitverschwendung. Wolfgang Schäfer bereitet sich nun auf seinen Freistoß vor und - TOOOR! - er trifft! Ein verdientes 3 zu was auch immer.

Griesmayr: 3:1. Er trifft die obere, rechte Ecke. Da kommt Ali nicht ohne die nötige Beinarbeit ran. Während sich die anderen Spieler auf den Anstoß vorbereiten, öffnet Schäfer ein dickes Bierfass und dreht eine Ehrenrunde um das Spielfeld. Sein Team muss also erst einmal ohne ihren Spielmacher zurecht kommen.

54. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Nun versuchen die Hamunaptresier ihr Glück. Anubis bekommt den Ball und kämpft sich bis zum Strafraum. Er schießt! Die Kugel scheint durch die Beine des Torhüters Jumbala zu rollen, dieser reagiert schnell und setzt sich auf den Boden! Fatal für den wehrlosen Ball.

O'Denehy: Moment mal! Was geht da jetzt vor sich?! Ehe ein Ersatzball zum Einsatz kommt, holt Adam Sandman eine Kokosnuss raus, die er die ganze Zeit unter seinem Turban versteckt hatte. Darf dieser Hinterwäldler das?

O'Denehy: Anscheinend schon, der Schiri protestiert nicht. Wenn man schon von der Senilität spricht, wo steckt der Alte eigentlich? (Es klopft an der Tür. Der Schiedsrichter betritt die Kommentatorenkabine.)

Älterer Fluglotse: Hallo Jungchen, ich entspanne mich dann mal ein bisschen hier im Tower. Lasst euch nicht stören.

Griesmayr: Oh, gerade eben hat Sandman, der sich ja nun in seinem Element befindet, ein Tor geschossen! Es steht somit 3:2.

Adam Sandman jongliert.JPG

O'Denehy: WAAAAS!?! Diese miesen Barbaren.

59. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Nun betritt auch wieder Schäfer das Spielfeld, samt dem Inhalt des Bierfasses, was man bei genauerem Betrachten an seinem Bauch erkennen kann.

Griesmayr: Es kommt zu einem heftigen Zweikampf zwischen Schäfer und Sandman, der erneut versucht ein Tor zu schießen.

O'Denehy: Was passiert da? Wurde Schäfer gerade von ihm zu Boden geworfen?

Griesmayr: Nein, er ist wohl selbst gestürzt. In dem Zustand kann er unmöglich kicken. Er wird gerade schnellstens weggetragen. Eingewechselt wird der hochmotivierte Kenji Affsaki - Moment mal...
(Starrt skeptisch auf seine Notizen.)

Griesmayr: Wenn ich mich nicht irre, dann ist dieser Affe eigentlich Torwart. Scheint hier nun wirklich jeder, einschließlich der animalische Trainer, betrunken, bescheuert oder beides gleichzeitig zu sein?

(Schaut rüber zu O'Denehy, der sich im selben Augenblick einen, zwei oder auch zehn großzügige Schlücke aus einer Whiskas Whiskey-Flasche gönnt.)

O'Denehy: Was starren Sie denn mich so an? Ich kann bei animalischem Schnaps einfach nicht widerstehen. Auch 'n Schluck?

Griesmayr: Naja, es hilft mir wenigstens dieses Spiel möglichst heil zu überstehen.

68. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Nach einiger Zeit konnte Affsaki seinen Trieben nicht trotzen. Refelexartig stahl er die Kokosnuss und rennt nun in Richtung Tor zurück, das er mit seinem Kollegen Jumbala hüten soll.

O'Denehy: Das ist gut! Endlich mal einer, der den Hamunaptresiern Einhalt gebietet, mit derem ungerechten Spielverhalten. Jumbala hat so eben eine Erdnuss-Tüte weggeworfen, die er leer gefuttert hat. Hungrig sieht er dennoch aus.

Griesmayr: Und wie! Er schnappt sich die Kokosnuss und verschlingt sie mit einem Bissen. Wie soll denn jetzt noch weitergespielt werden?

O'Denehy: Keine Sorge. Der Fan, der in der ersten Hälfte den Ball an den Kopf bekommen hatte, wirft diesen endlich zurück ins Feld.

Griesmayr: Woher wollen Sie wissen, dass es ausgerecht der Fan ist, der vorhin kassiert hat?

O'Denehy: Naja, in der Regel haben Störche keinen krummen Schnabel...

74. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Nun sind die Animalier auch wieder voll in Fahrt. Tomasino und Caniche stürmen gemeinsam vor. Plötzlich stürzt das Pferd grundlos zu Boden. Wie entscheidet sich unser Schiedsrichter?

Älterer Fluglotse: Na, is doch klar: Elfmeter!

Griesmayr: Was?!

Älterer Fluglotse: Junge, was willst Du denn noch? Der liegt auf dem Boden, im Strafraum! Das muss 'n Elfer geben.

O'Denehy: Der Schiri hat gesprochen. So sei es!

(lacht hämisch)

Griesmayr: Nun gut, Foxington darf ausführen. Nimmt Anlauf. Schießt. ALI HÄLT!

O'Denehy: Hä? NEIN!

Griesmayr: Er hält den Ball einhändig, während seine andere Hand lässig in der Hosentasche steckt!

Schabtador Ali haelt.JPG

O'Denehy: Das ist unmöglich! Es muss sich sowohl ein spezieller Magnet in seinem Handschuh, als auch im Ball befinden! Das dürfen Sie nicht gelten lassen.

(Der Schiedsrichter schnarcht vor sich hin)

79. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Die meisten Animalier bleiben nach dieser Aktion dennoch unbeeindruckt. So auch Caniche, der sich mit Zuversicht dem Straftraum nähert. Er lässt sich nicht bändigen und schießt den Ball in Richtung Alis Kopf. Dieser beugt sich vor und - TOOOR! Der Ball ist drin. Anscheinend wollte Ali nicht seine Frisur verwüsten lassen.

O'Denehy: "Bändigen"? "Verwüsten"? Ihre Verben sprechen dafür, dass Sie womöglich rassistischer sind, als ich. Aber was solls! TOR! TOR! TOR!

85. Minute[Bearbeiten]

Griesmayr: Es sind noch 5 Minuten zu spielen. Während sich die Spieler auf den Anstoß vorbereiten, ist die Ju52 gerade dabei abzuheben.

(Fluglotesen-Schiri wacht nun plötzlich auf...)

Älterer Fluglotse: Was hab ich grad gehört?!

(...und pfeifft das Spiel ab.)

Griesmayr: Das Spiel ist wohl oder übel vorbei. Schade für Hamunaptra und eine Erlösung für mich. Wie es aussieht werden Pherostirch und Anubis direkt mit nach Hause geflogen, allerdings gab es wohl nur Platz auf dem Flugdach.

Griesmayr: Schalten Sie auch wieder beim nächsten Mal ein, wenn Sie bei einem Freundschaftspiel, bei dem es um überhaupt nichts geht, Ihre sinnlose Zeit verschwenden wollen.

O'Denehy: Ja, war wirklich Zeitverschwendung. War doch klar, dass die animalischen Jungs gewinnen - Stimmt's? Tschö!.

Griesmayr: Liebe Zuschauer, hoffentlich wurde Ihnen nicht die Laune an der kommenden UM geraubt, falls doch, dann isses mir auch egal... Tschüss!

Endergebnis[Bearbeiten]

Animalisches Nationalrudel
(Animalien)
Freundschaftspiel Hamunaptresische Fußballnationalmannschaft
(Hamunaptra)
Animalien 16.03.2012 Jumira (Animalien), Cattlebury's Sporting Spirit

Zuschauer: womöglich 600.000
Schiedsrichter: Zwei inkompetente Fluglotsen

Hamunaptra
Soccerball.svg 1:0 Pardo (2.)

Soccerball.svg 2:0 Krokofath (34.)
Soccerball.svg 3:1 Schäfer (49.)
Soccerball.svg 4:2 Caniche (79.)

Soccerball.svg 2:1 Anubis (45.)

Soccerball.svg 3:2 Sandman (54.)

Beste Spieler:
Schäfer, Pardo
Beste Spieler:
Anubis, Sandman
keine keine