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Spiegel TV

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SPIEGEL TV ist ein Ableger von der deutschen Zeitschrift „DER SPIEGEL“. Die neuesten Folgen werden jeden Sonntag auf RTL ausgestrahlt. Doch erst ab 22:00 Uhr, da man Kindern und Jugendlichen offenbar die harte Realität des Lebens nicht zumuten möchte.

Entstehung[Bearbeiten]

Zwar verkauft sich das Magazin über etliche Millionen mal in der Woche, doch größenwahnsinnig wie manche Leute nun mal so sind, wollte der Herausgeber die Bekanntheit (und den Umsatz) noch weiter steigern. Laut einer, im Rundfunk ausgestrahlten, Statistik können ca. 5 % der Deutschen nicht richtig lesen und schreiben – und genau diese Analphabeten musste man daher als Zielgruppe gewinnen. Ob diese danach die Regeln der Rechtschreibung besser beherrschen würden, sei dahin gestellt. Egal, es hilft auch der Auflagezahl, wenn man sich lediglich die Bilder ansieht.
Ja, so in etwa kann man sich das vorstellen

Das Konzept sah dann in etwa so aus: Die Länge einer regulären Folge soll kürzer als eine Stunde sein. Zwischen den Beiträgen leiern die Moderatoren ein paar Sätze hinunter, deren Inhalt gerade noch am Rande der politischen Korrektheit kratzt. Aus diesem Grund brauchte man für diese kurze Redezeit keine aufwendige Kulisse bauen. Ein typisches Lehrbeispiel zum Thema „Kostenoptimierung“. Da das Format in den 80er Jahren entstand, wurde im Intro eine zeitgemäße Musikrichtung [1] abgespielt. Nämlich „Dance“, das wirke so modern, wie die Produzenten behaupten. Dann noch ein dunkler Hintergrund, der Schriftzug fährt von rechts nach links (oder umgekehrt) und das war’s. Im neuen Abspann werden die Buchstaben nun zusammengesetzt und die Musik ist abgeändert, aber irgendwie ist dadurch der Reiz verloren gegangen.

Themen[Bearbeiten]

Der Inhalt der Beträge besteht nach wie vor zur einen Hälfte aus aktuelleren und zur anderen Hälfte aus alltäglichen/zeitlosen Themen. Bei der aktuellen Berichterstattung werden eigentlich die selben Dinge gezeigt, wie man sie aus den Nachrichten kennt. Einmal ist es ein Amoklauf, dann wieder eine „unvorhergesehene“ Katastrophe oder die Produzenten wollen einfach einen Politiker loswerden, der angeblich korrupt wäre. Der Zuseher merkt aber, dass etwas doch anders bei den gefilmten Schauplätzen ist – die Perspektive. Wenn als Beispiel ein Vulkan ausbricht, sind meistens die Kameraleute von verschiedenen Sendern an einem Platz versammelt, um das Geschehen zu filmen. Nicht so bei SPIEGEL TV. Das investigative Prestige, das SPIEGEL TV ausmachen soll, muss der Zuschauer als Image richtig zu spüren bekommen. Die Reporter stellen sich nämlich meist 100 Meter weiter weg, um die selbstprophezeite „andere Sichtweise“ darzustellen. (Oder diese Leute kann niemand ausstehen, böse Zungen behaupten sogar, sie hätten unangenehmen Körpergeruch) So verkauft man eher alltägliche Umstände als Grundlage für „exklusive“ und noch „bisher unveröffentlichte“ Aufnahmen.

Die zeitlosen Themen kommen in wiederkehrenden Abständen vor. Entweder baut das Jugendamt wieder einmal Mist, eine Immigranten-Bande macht halb Berlin unsicher oder die „Braune Szene“ verbucht mehr und mehr Anhänger. Auch beliebt sind Missstände im Ausland. Beispiele dafür sind Kellerkinder, Wahlmanipulation und prophezeite Weltuntergänge.

Recherche[Bearbeiten]

Haben die Reporter erst einmal eine Spur zu einem neuen Justizfall aufgenommen, setzen sie alles daran, ein Interview zu bekommen. Oft warten sie vor deren Häusern so lange, bis die Verdächtigen vorbeikommen. Und die wollen gar nicht erkannt bzw. gefilmt werden, tja von denen können sich so manche C-Promis eine Scheibe abschneiden. Die Reporter erhalten zwar nie wirklich genaue Antworten auf ihre Fragen, jedoch werden sie beschimpft oder stehen am Schluss vor verschlossener Tür. Die unten angeführten Dialoge, die in ca. 90 % aller Folgen in ähnlicher Weise vorkommen, veranschaulichen dieses Dilemma:
...
Reporter: Spiegel TV, Stimmt es, dass Sie Verbindungen zur radikalen Islamszene haben?
Verdächtiger: Ey, was?
Reporter: Sie haben doch diese Drohbotschaften ins Internet gestellt?
Verdächtiger: Ey, dat stimmt voll nisch, Alda! Und jez verschwinde, sonst ruf isch die Polizei!
...
Reporter: Spiegel TV, Stimmt es, dass Sie zur „Rechten Szene“ angehören?
Verdächtiger: Ich will darüber echt nichts sagen!
Reporter: Aber Sie sind der bei den Protestmärschen immer ganz vorne mit dabei?
Verdächtiger: Jetzt gehen Sie doch endlich! Das ist Hausfriedensbruch, was Sie da machen. Ich will mit Ihnen nicht darüber sprechen!

...
Diese und andere verschlossene Türen erscheinen oft in den Folgen

Reporter: Spiegel TV, Stimmt es, dass Sie oft Kinder in Ihr Lebkuchenhaus locken wollen?
Verdächtige: Nein, das stimmt nicht!
Reporter: Aber in den letzten Wochen sind bereits fünf Kinder verschwunden und die Staatsanwaltschaft hat bereits Klage gegen Sie eingereicht.
Verdächtige: Nein, dass ist eine Lüge...alles falsch...mmhhh...aber du siehst sehr saftig hungrig aus, möchtest du nicht eintreten?
...

Ableger[Bearbeiten]

SPIEGEL TV ist durch die „besonderen“ Beiträge mittlerweile so erfolgreich geworden, dass auch ein österreichischer Privatsender diese Sendung unter dem Namen „SPIEGEL TV AUSTRIA“ zeigt. Allerdings sind die Beiträge vom deutschen Original nur zusammengeschnitten worden, bis die Folgen eine Dauer von zwei Stunden haben. Dies erkennt der Zuseher an wiederkehrenden Themen wie z.B. die Finanzkrise. Wer ein paar Wochen davor die Folgen auf RTL geschaut hat, wird gewisse Fragmente in der „neuen“ Version wiedererkennen.
Bei einem anderen Pay-TV-Anbieter gibt es sogar einen eigenen Kanal, genannt „SPIEGEL Geschichte“ . Hier werden rund um die Uhr Sendungen gezeigt, die man eigentlich gratis bei N24 sehen könnte. Die Themen sind so dermaßen abwechslungsreich, dass diese nach zwei Tagen wiederholt werden können, ohne dass sich der Zuseher wieder daran erinnert. Beispiele dafür sind der Zweite Weltkrieg, Hitlers Gedankengut, Hitlers Frauen, Hitlers Facebook-Account etc...

Magazine mit dem selben Konzept[Bearbeiten]

Auch die Vorstände von anderen Druckwerken haben die Lage erkannt und möchten deren Zeitschrift nun mit aller Gewalt im Fernsehen präsentieren.

  • Stern TV hat die Idee anders interpretiert, so gibt es eine zweistündige Sendung, die mit mindestens vier Werbeblöcken gefüllt ist. Damit die Kosten wieder hereingebracht werden, gibt es hier sogar ein Publikum. Man kann anhand den Gesichtsausdrücken der Zuschauer erkennen, dass sie deren Geld lieber für andere Unterhaltungsformen ausgegeben hätten. Die Themenvielfalt scheint schier unbegrenzt zu sein. Des Öfteren geht es um Pädophile in Kinderchats, Kofferversteigerungen im Sommer oder irgendwelche „süßen“ Tiere aus einem Zoo laufen durch das Studio.
  • In Bravo TV wiederum wird versucht, Jugendliche zum Kauf des gleichnamigen Magazins zu verleiten. Oft werden Bands interviewt, Musikvideos gezeigt oder über die neuesten Gerüchte rund um die Stars berichtet. Das Format war auf RTL 2 so erfolgreich, dass dieses bald wieder abgesetzt wurde.
  • Die härteste Konkurrenz stellt aber Bibel TV dar. Ein eigener Sender, der versucht, Leute zum Christentum zu bekehren, damit wieder Kirchenbeiträge eingezahlt werden. Manchmal wird aus einem Buch vorgelesen, in dem die Protagonisten schier menschenunmögliches leisten. Es wird auch von einem gewissen „Gott“ gesprochen, der angeblich alle Straftaten der Menschen sieht und diese Personen prompt mit Blitzen bestraft.

Investigative Konkurrenz im Fernsehen[Bearbeiten]

  • In Frontal 21 geht es in erster Linie darum, Missstände finanzieller Natur aufzudecken. Einmal sind es gesetzeswidrige Klauseln in Lebensversicherungen, dann wieder falsche Geldeintreiber. Ein Klassiker sind aber die Krankenkassen, welche bei jenen Bürgern Beiträge einheben wollen, die schon längst verstorben sind.
  • Akte, hingegen versucht, mit den Wochen- und Jahreszahlen vor dem Namen eine gewisse Aktualität zu suggerieren z.B. „Akte 01/2001“. Die Themen hingegen sind älter als die Witze von Mario Barth. Oftmals verkleiden sich die Reporter, um bei Kaffefahrten die Veranstalter mit versteckter Kamera zu filmen oder die Inhaber von sogenannten Briefkästenfirmen ausfindig zu machen.
  • Planetopia hat sich vor allem das Ziel vorgenommen, den Zusehern eine Interaktion zu bieten. Am Anfang jeder Sendung kann man auf Facebook wählen, welcher von zwei angebotenen Beiträgen am Schluss gezeigt werden soll. Diese lauten in etwa „Wie stecke ich den USB-Stick richtig in die Steckdose?“ oder „Wie entfernt man diese weißen Flecken auf der Tastatur?“. Dazwischen handeln die Themen u.a. um Datenschutzverletzung oder um Betrug in Internetportalen.

Bei diesen Konkurrenten brauchen die Produzenten von SPIEGEL TV sichtlich keine Angst haben, dass ihre Sendung abgesetzt wird. Daher lautet die Devise: Kauf dir den SPIEGEL, denn der ganze Aufwand um ins Fernsehen zu kommen muss sich doch irgendwie bezahlt machen.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. [1]