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Sozialpsychologische Betrachtung von Zombies

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Die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies (in Deutschland vereinzelt auch: Sozialpsychologische Deutung des Verhaltens von Zombies, in der Schweiz: Sozialpsychologisches Luege von de Zömbilis) ist ein relatives junges Teilgebiet der Psychologie, das sich mit dem Verhalten von Zombies auseinandersetzt. Da diese im Gegensatz zu Vampiren oder Werwölfen keinerlei individualistische Tendenzen aufweisen, stellt sie bislang einen der wenigen Zugänge zur Psyche eines Zombies dar.

Historisches[Bearbeiten]

Moderne Filme zeigen ein einseitiges und unreflektiertes Bild von Zombies, wodurch sie einen Abbau der Vorurteile und die soziale Akzeptanz von Zombies erschweren.
Ebenso wie andere Untote, zum Beispiel Vampire, sind Zombies der Menschheit bereits seit langer Zeit bekannt. So zeigen schon Höhlenmalereien, die man in den französischen Alpen entdeckte, das Verhältnis zwischen Mensch und Zombie und die damit verbunden Probleme. Die älteste dieser bildlichen Aufzeichnungen, die 20 000 vor Christus entstand, zeigt ein Rudel Zombies, das gerade eine Familie anfällt[1].

Im Zuge des zivilisatorischen Fortschrittes und der damit verbundenen Erfolge auf dem Gebiet der Jagd, des Waffenbaus und der Kommunikation änderte sich das Kräfteverhältnis und Zombies, deren Existenz man meist auf wütende Nachbarn oder zornige Gottheiten zurückführte, wurden zu den Gejagten, die oftmals unter brutalen Umständen ein weiteres Mal zu Tode kamen. Trotzdem verschwanden sie nicht von der Bildfläche und spielten im täglichen Leben eine Rolle. Zombies waren jedoch im Gegensatz zu Zentauren oder Werwölfen, die in den Arenen kämpfen konnten, nicht in die Gesellschaft integriert und im besten Falle Opfer von Diskriminierung, wurden aber meistens durch die Hand oder Waffe eines Menschen zu endgültig toten Leichen.

So schreibt der berühmte, römische Staatsmann Marcus Tullius Cicero in seinem Werk De Republica: „ Daher ist der Staat Sache des Volkes. […] Aber keine Menge an Zombies bildet ein Volk. Niemals! Vielmehr noch sind Zombies dumm. (Est igitur res publica res populi. […] Nulla quaedam multitudo cadaverum animatorum populus est. Nunquam! Cadaveres animatora stulta sunt.)“[2] Doch die Lage sollte sich noch weiter verschlechtern. Waren Zombies während der frühen Hochkulturen und in der Antike nur die Untoten, die einem ohne Vorwarnung ins Gesicht bissen, um es essen zu können, wurden sie durch das Christentum zu Wesen des Teufels.

Man lauerte ihnen regelrecht auf, hielt Totenwachen, um sofort reagieren zu können, schändete Gräber, um Köpfe rollen zu sehen. Die geistigen Führer des Christentums tolerierten dieses Verhalten nicht nur, sondern priesen es als richtige Lebensweise. So rief Papst Urban II. zum Kreuzzug gegen Zombies auf und erklärte den Soldaten: Nicht nur ich, sondern auch Gott will, dass ihr alle Zombies vernichtet. (Non solum volo, sed etiam deus vult vos omnia cadavera animatora delere.)”[3] Die Bedeutung dieser Rede last sich daran erkennen, dass “Deus Vult” als geflügeltes Wort Einzug in den Sprachgebrauch gefunden hat.

Am Ende des Mittelalters gab es kaum noch Zombies in Europa. Auch die Reformation brachte keine Besserung der Lage. Cadavera Animatora galten weiterhin als gottlos und hatten daher keinen Platz in der Literatur. Folglich verzichtete Lessing darauf die Ursprungsfassung der Ringparabel zu publizieren, in der es noch einen vierten Sohn gab, der früh gestorben war, als Zombie wieder ins Leben zurück kam und seinen Brüdern die Finger abbiss, um alle Ringe zu besitzen.[4]

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Untoten, und damit auch der Zombie, durch den Film aus der Versenkung geholt. Während dies für die Vampire einen kometenhaften Aufstieg und soziale Akzeptanz bedeutete, was an der großen Popularität des homosexuellen Glitzervampir aus der Twillightsaga erkennbar ist, wurden Zombies zwar öfter in Filmen und Büchern erwähnt, blieben aber die Bösen. So sagt Clark Gable im Film "Vom Winde verweht": „Zombie, es ist mir gleichgültig(Zombie, I don't give a damn)"[5]. Woran ersichtlich ist, dass die Bedürfnisse eines Zombies nichts zählten. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert.

Die meisten Menschen empfinden sie als ekelerregende und unheimliche Figuren, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Dennoch wuchs das Interesse an ihnen, sodass sie nicht mehr ein Leben im Schatten führen müssten, wenn sie nicht den Drang hätten Menschen zu töten und zu verspeisen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Bild über Zombies größtenteils negativ ist und es Vorurteile gibt. Aufgrund dieser Missverständnisse kommt es dann leider auch zu Zwischenfällen. Oftmals erwischt Obdachlose oder Kinder, die sich der Lage nicht bewusst sind und einen unscheinbaren, halbverwesten Menschen ansprechen, dessen Gesicht blutverschmiert ist, um wenige Sekunden später gebissen zu werden. Aus diesem Grund hat man lange Zeit versucht sie einfach auszurotten, anstatt sie zu studieren, ihre Lebensweisen kennenzulernen und so besser auf solche Zwischenfälle vorbereitet zu sein.

Forschungsgebiet[Bearbeiten]

Die Sozialpsychologische Betrachtung von Zombies soll Ergebnisse liefern, die es dem Durchschnittsbürger erleichtern im Falle einer Invasion zu überleben
Das Ziel der sozialpsychologischen Betrachtung von Zombies ist – welch Überraschung – Erkenntnisse über das Verhalten von Zombies zu gewinnen[6][7]. Da Zombies aber, ähnlich wie Betrunkene, nicht als Individuen beschrieben werden können, stellen nun Sozial- und Wahrnehmungspsychologie und die allgemeine Psychologie die einzigen Zugänge dar. Vereinzelt wird auch die Entwicklungspsychologie in dieser Aufzählung erwähnt. Diese Einschätzung ist aber falsch und wird von der Fachliteratur auch nicht unterstützt, denn die Entwicklung eines Zombies, und die damit verbundenen psychischen Prozesse, lassen sich recht einfach beschreiben: Vorher war er nicht da. Jetzt ist er da.

Aber auch die allgemeine Psychologie erwies sich als nicht sehr hilfreich, denn Zombies scheinen zu allem die gleiche Meinung zu haben: GGGGGGGGGGGEEEEEEEEEEEHHHHHHHHHHIIIIIIIRRRRRRRNNNNNNNN!“[8]. Wobei auch hier suprakulturell eine Gemeinsamkeit festgestellt werden konnte. So sagen englische Zombies zum Beispiel : BRAIN!“. Dass Zombies auf Gehirne fixiert sind, dürfte keine neuzeitliche Erscheinung sein, denn schon der römische Dichter Helveticus Montanus schrieb: „Cadavera animata edunt cerebra et dicunt lente ‚Ceeerrreeebbbrrraaa‘.“[9] Damit ist die allgemeine Psychologie mit ihrem Latein aber auch schon am Ende. Kostspielige Forschungsprojekte, wie das von den USA unterstütze „Meat-Loaf-Experiment“, brachten keine brauchbaren Ergebnisse zu Tage, außer dass Zombies alles mit Gehirn assozierenen. Daher begann man ab den späten 1980er die Mittel der Sozialpsychologie für die Erforschung von Zombies zu nutzen.

Zu diesem Zweck fasst man den Zombie als zoon politikon auf und nimmt an, dass er nur in der Gemeinschaft existieren kann, oder präziser formuliert nur durch die Gemeinschaft an sein geliebtes Hirn kommt. Die ersten sozialpsychologischen Betrachtungen von Zombies sind aber viel älter als die Disziplin selbst. Schon die Philosophen und Dichter der Antike, die sich fragten, warum der Mensch Gemeinschaft braucht, haben zu diesem Zweck auch erörtert, wie es sich mit dem Gemeinschaftssinn bei Untoten verhält, um Rückschlüsse ziehen zu können[10].

Bei Zombies fiel die Entscheidung zwischen den Erklärungsmodellen der Schwäche und des Herdentriebes äußerst leicht. Diese Untoten sind nämlich auch in der Gemeinschaft ein Mängelwesen, was unter anderem daran ersichtlich ist, dass sie nicht in der Lage sind Schusswaffen oder Schwertern auszuweichen, besitzen aber offensichtlich eine schon vor oder seit Entstehung – der Terminus Geburt wird in der Fachliteratur nie verwendet, stattdessen spricht man von cum morte (mit dem Tod) – vorhandene Verhaltenseigenschaft, die verhindert, dass sie sich gegenseitig fressen. Es scheint, dass Kannibalismus unter Zombies eine Todsünde darstellt.

Eben dieser essentielle Gemeinschaftstrieb scheint jegliche individuellen Tendenzen abzutöten, wobei dessen Ursache noch nicht geklärt ist und es vielleicht so ist, dass schon vor dem Zombiedasein die individuellen Tendenzen tot sind und danach einfach nicht mehr den Weg zurück ins Lebens finden. Diesen gravierenden Unterschied zwischen Mensch und Zombie versucht man sich zu Nutze zu machen. [11]

Nun ist es so, dass die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies schon auf einige Forschungsergebnisse zurückgreifen kann. Dies betrifft nicht nur die gescheiterten Erklärungsansätze anderer psychologischer Schulen und Teilgebiete, sondern ist auch für wissenschaftliche Disziplinen wie die Mathematik oder die Physik zutreffend.

So zeigte eine vom US-Militär in Auftrag gegeben Berechnung eines Mathematikprofessor, dass Zombies – nach dem damaligen Stand der Kenntnis und unter der Voraussetzung, dass es sich hierbei um ein Krankheitsbild handelt – sofort ausgerottet werden müssen, da eine Epidemie sonst kaum einzudämmen wäre[12]. Aus diesem Grund wird die sozialpsychologische Betrachtungsweise auch unterstützt, denn sie erlaubt Erkenntnisse, auch ohne dass die Ursache der Verwandlung bekannt ist und ermöglicht vielleicht sogar ohne biologische Mittel ein friedliches Zusammenleben zwischen Zombie und Mensch.

Erklärungsansätze[Bearbeiten]

Eine typische Bose-Einstein-Herde
Zu Beginn stellte man sich die Frage, ob es bei Zombies eine hierarchische Struktur gäbe und wenn ja, wie diese aufgebaut sei. Dadurch erhoffte man sich bessere Angriffspläne für den Ernstfall erstellen zu können. Da sich aber überhaupt keine hierarchischen Strukturen zeigten, sprach man spöttisch von der kommunistischen Herde; ein Ausdruck, der es auch in die Fachliteratur geschafft hat. Nachdem sich aber zeigte, dass Zombies trotz Gemeinschaftstrieb keinerlei soziale Tendenzen zeigten und sich kein Gemeinwesen herausbildete, nahm man von dieser Bezeichnung Abstand – auch wenn einige Forscher den Terminus „Kommunistische Herde“ durch die Ergebnisse noch bestätigt sahen – und stahl einen Begriff auf der Physik, indem man nun von Bose-Einstein-Herden sprach. Eine Umbenennung, die nicht gerade von gigantischem, physikalischem Fachwissen zeugte.

Abseits der Namensdebatte beschäftigten sich auch einige Forscher mit der Frage, was es denn nun bedeutet, dass Zombies als Bose-Einstein-Herden – das heißt ohne Führung, Hierarchie und Individualität – auftreten. Die Antwort war frustrierend: Die Motivation ist Ursache der Gruppenbildung[13] . Diese äußerst elegante Art zu sagen, dass man eigentlich nichts weiß, führte dazu, dass man den zombiestischen Gemeinschaftstrieb unter die Lupe nahm, was verschiedene Erklärungsansätze hervorbrachte, die sich grob in drei große Gruppen gliedern lassen.

Massendefektstheorie[Bearbeiten]

Dieser Ansatz sieht Zombies als eine Masse. Darunter versteht man in der Sozialpsychologie eine Menge mit gemeinsamer Motivation. Eine Menge wiederum ist eine zufällige Häufung von Menschen [14]. Am besten lässt sich dies an Fußballfans beschreiben, die zwar aus den verschiedensten sozialen Schichten stammen, aber eine Gemeinsamkeit – etwaige Mitläufer wie gestrafte Ehefrauen werden der Einfachheit halber weggelassen – haben und zwar die Liebe zum Fußball.

Nun rotten sich Zombies laut dieser Theorie auf Grund ihres Herdentriebes zusammen, besitzen aber untereinander keine engeren Beziehungen, sodass der Wunsch nach Gehirn zur dominanten Motivation wird. Die einzelnen Mitglieder sind beliebig austauschbar, da nicht das Individuum, sondern der Wunsch nach Gehirn zählt. Ähnlich wie Fußballfans werden Zombies erst in der Masse zur allgemeinen Bedrohung. Während der einzelne Untote leicht unschädlich gemacht werden kann, ist dies bei einer Masse nur noch unter Einsatz von schweren Waffen erreichbar.

Man spricht daher von einem Massendefekt, denn der Drang Menschen zu töten, der in der Fachliteratur oftmals Defekt genannt wird, ist bei einem einzigen Zombie zwar vorhanden, aber nicht für eine größere Menschenmenge gefährlich. Im Gegensatz dazu potenziert sich die Gefährlichkeit dieses Defektes sobald es zur Bose-Einstein-Herde kommt. Die Massendefektstheorie ermöglicht zwar eine plausible Erklärung für das Verhalten von Zombies, wird von Kritikern aber als nichtssagend angesehen, da das eigentliche Geheimnis, die Gruppenbildung, unangetastet bleibt und bekanntes Verhalten nur beschrieben aber nicht erklärt wird.[15]

Gruppenzwangphänomen[Bearbeiten]

Beim Gruppenzwangphänomen ist eine Ansammlung von Zombies unabhängig von der Größe immer eine Gruppe, die sich dadurch auszeichnet, dass die einzelnen Mitglieder untereinander in Kontakt stehen. Das heißt, eine Bose-Einstein-Herde ist keine zufällige Ansammlung von Untoten, sondern wird vielmehr von diesen bewusst gebildet, um an Gehirn gelangen zu können. So wie Schüler eine informelle Gruppe bilden, damit die Lernleistung gesteigert werden kann, bilden eine Zombies eine informelle Gruppe, weil sie sich dadurch mehr Gehirn erhoffen.

Die für eine informelle Gruppe außergewöhnliche Größe von Bose-Einstein-Herden wird dadurch erklärt, dass es für Schüler ungünstig ist, wenn eine Lerngemeinschaft aus über 15 000 Menschen besteht, eine größere Anzahl an Zombies der Schlagkraft und dem Schutz des Einzelnen aber nicht schadet. Das Gruppenzwangphänomen hebt den Wunsch nach Gehirn als treibendes Element der Gruppenbildung hervor und erklärt dadurch die Bildung von Bose-Einstein Herden. Kritiker wenden jedoch ein, dass die für die aktive Gruppenbildung benötigten kognitiven Fähigkeiten bei Zombies nicht nachgewiesen seien, außerdem fehlen die für eine Gruppe typischen Strukturen, so gibt es in einer Bose-Einstein-Herde keine Stars, Außenseiter oder Sündenböcke, sondern nur Mitläufer, die ohne Vorhandensein einer Führungsperson eigentlich nicht existieren dürften.

Formicisation[Bearbeiten]

Die Idee der Formicisation stammt ursprünglich vom Esoteriker Yusuf Estultus, der sich selbst als Universalgenie beschreibt, und erklärte, Zombies seien eigentlich Menschen, deren Seele sich zwischen Himmel und Erde befinde, wodurch es schon zu einer partiellen Auflösung der Seelenstruktur des Individuums komme, da ein Teil schon im schaffenden Weltgeist – im Original Teotl – aufgegangen sei.

Zombies sind also Menschen, deren Seele zum Teil noch in ihrer ursprünglichen Form vorhanden ist, aber auch schon Anteil am Weltgeist hat[16]. Diese Weltgeistkompenente schaffe eine transzendente Verbindung zwischen allen Zombies, durch die diese kommunizieren. Auch wenn man in der Fachwelt spöttisch davon sprach, dass anscheinend Gottes Aufzug stecken geblieben ist, übernahm man die Idee, dass Zombies cum Morte eine nicht näher bekannte Eigenschaft aufweisen, die sie verbindet. Man zog hierzu Parallelen zu Ameisen und deren Verhalten. Daher auch der Begriff Formicisation (Verameisung), der sich vom lateinischen Ausdruck Formica (=Ameise) ableitet.

Nun ist es so, dass zwischen staatenbildenden Insekten und identitätslosen Untoten keine großen Gemeinsamkeiten bestehen, aber der Gedanke, dass das Individuum sich selbst aufgibt, um den Staat am Leben zu erhalten, ist für einige Forscher auch auf Zombies übertragbar. Dabei bleibt das Konzept der Formicisation selbst genauso nebulös wie die Beziehungen einer Schweizer Bank.

Kein Forscher hat es bis jetzt gewagt genaue Angaben zu machen. Meistens belässt man es dabei, von einer Art Gleichschaltung zu sprechen. Die fehlenden Definitionen und die damit verbundene Tatsache, dass eine Überprüfung kaum möglich sei, sowie die Herkunft der Idee und ihre Nähe zur Esoterik haben dafür gesorgt, dass die Idee der Formicisation in der modernen Forschung kaum noch Beachtung erfährt, obwohl diese durch ihren unkonventionellen Ansatz neue Wege hätte eröffnen können.

Kontroverse[Bearbeiten]

In der Fachwelt wird heftigst diskutiert, ob Mumien ebenfalls Zombies seien
Die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies ist seit Beginn einer starken Kritik ausgesetzt, die auf drei großen Punkten fußt. Das erste Standbein lässt sich am anschaulichsten durch drei Fragen beschreiben. Sind Zombies Lebewesen? Sind Zombies Menschen? Sind Zombies Zombies? Es zeigt sich, dass es noch keine allgemeingültigen Antworten für diese Fragen gibt.

So wird zum Beispiel immer noch diskutiert, ob Zombies überhaupt Lebewesen seien. Sie können sich zwar bewegen, besitzen aber nicht die Fähigkeit zur Fortpflanzung. Generell sollen diese Fragen aber zeigen, dass es keine genaue Definition des Zombies gibt. Die ganze sozialpsychologische Betrachtung von Zombies ist daher, wie die ganze Zombieforschung, nur Augenwischerei, denn eigentlich untersucht jeder nur das, was ihm gerade passend erscheint. Der Wissenschaftskritiker und Theologe Johannes Wursth erklärte den Sachverhalt so:

„Die Teilnehmer eines Experimentes bekommen die Aufgabe, dass sie die Begriffe, die sie auf einem Bildschirm lesen, den Bildern zu weisen, die auf einem anderen Bildschirm zu sehen sind. Nehmen wir einmal an, dass es sich bei den Begriffen um Zombie und Käse handelt, so wird jeder den Käse erkennen und dann sagen, dass das andere, und sei es nur ein Fleischklumpen, der Zombie sein muss. Verändert man aber die Aufgabenstellung und bittet die Teilnehmer nun auf einigen gezeigten Bildern den Zombie zu identifizieren, wird man höchst widersprüchliche Antworten erhalten. Das liegt einfach daran, dass wir auf Grund des Ausschließungsprinzips erahnen können, dass ein Zombie kein Käse ist, ein Wiedererkennen auf Grund der fehlenden Definition sich aber nicht im Rahmen des Möglichen befindet.“[17]

Die zweite Gruppe der Kritiker hat kein großes Interesse an einer semantischen Diskussion, sondern findet einfach, dass es eine Beleidigung für jeden Menschen sei, dass Zombies immer noch zu den Humanoiden gezählt werden. Stattdessen sind diese einfach nur untote Idioten, die einen perversen Drang nach Gehirn haben. Oftmals zieht diese Gruppe Parallele zu Obdachlosen und Asylanten und fasst sie in der Gruppe der Pseudohumanoiden zusammen.

Der dritte große Kritikpunkt hält die Frage, was ein Zombie eigentlich sei, für schon beantwortet und glaubt auch an dessen Menschenähnlichkeit. Das Problem ist in diesem Fall, dass Zombies Mangelware sind und manche daher die Ansicht vertreten, dass die Testergebnisse auf Grund zu kleiner Versuchsgruppen keine allgemeine Gültigkeit besitzen. Tatsächlich ist es so, dass es kaum Zombies gibt, die untersucht werden. Dies hat verschiedene Gründe:

Erstens ist die genaue Ursache der Zombifizierung (Metamorphose) unbekannt, weshalb sich Zeit und Ort einer Zombieerscheinung nicht bestimmen lassen. Zweitens sind die Untoten nur sehr schwer zu fangen, da sie keinen Überlebenstrieb besitzen und auch nicht in der Lage sind zu lernen. Daher scheitern viele Fangversuche, denn die Fänger töten den Zombies oftmals, um sich selbst zu schützen, weil andere Maßnahmen keinen Erfolg zeigten. Drittens ist es nicht möglich Zombies zu züchten. Es gäbe zwar die Möglichkeit durch Zuführung von Opfern Menschen die Anzahl künstlich zu erhöhen. Dieses Verfahren ist ethisch aber höchst umstritten. Es bleibt zu hoffen, dass sie sozialpsychologische Betrachtung von Zombies in der Lage ist die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen und Licht in das Verhältnis zwischen Mensch und Zombie bringt.

Literatur & Weblinks[Bearbeiten]

Weblinks:

Literatur:

  • Karl-Heinz Schlakmichtoht: Die Geschichte des Zombies. Wien 2001, ISBN 4-57344-977-3
  • James Pond: Ich habe dich zum Fressen gern. Der Zombie im Licht der Psychologie. Dunedin 2008, ISBN 978-0-14-102829-3
  • Hannes Steinberger: Eine Einführung in die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies. Zell am See 2007, ISBN 2-35787-258-4
  • Peter Suffix: Bose-Einstein-Herde. New York 2004, ISBN 2-24756-752-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leroi-Gourhan, A (1971):Prähistorische Kunst. S. 203ff.
  2. Cicero (2007): De re publica. S. 48
  3. Morwood, J (2008): A Dictionary of Latin Words and Phrases. S. 46
  4. Schlakmichtoht, K (2001): Die Geschichte des Zombies. S. 195ff.
  5. Ziegler, H (2008): Die schönsten Film-Weisheiten. S. 55
  6. Pond, J (2008): Ich habe dich zum Fressen gern. Der Zombie im Licht der Psychologie. S. 364
  7. Steinberger, H (2007): Eine Einführung in die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies. S. 15ff.
  8. Pond, J (2008): Ich habe dich zum Fressen gern. Der Zombie im Licht der Psychologie. S. 45ff.
  9. Montanus, H (1985): Quis hoc legit, stultus est. S. 117
  10. Bertrand, R (2004): Philosophie des Abendlandes. S. 181
  11. Steinberger, H (2007): Eine Einführung in die sozialpsychologische Betrachtung von Zombies. S. 83ff.
  12. Munz, P; Hudea, I; Imad, J; Smith, R (2009): Infectious Disease Modelling Research Progress. S. 133ff.
  13. Suffix, P (2004): Bose-Einstein-Herde. S. 38ff.
  14. Le Bon, G (1984): Psychologie der Massen S. 9
  15. Hamatan, L (1997): Die Massendefektlüge S. 80ff.
  16. Estultus, Y (1994): Bitch, ich bin Jesus und geil noch dazu S. 570ff.
  17. Wursth, J (2007): Schachmatt, Atheisten S. 316
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