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Smartfahrer, der mit dem Gaspedal spielt und das Auto aufheulen lässt, um einen Fahrradfahrer beim Ampelstart zu besiegen, dabei aber den Motor abwürgt

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Missglückter Startversuch: Die Hinterräder beschleunigen, der vordere Teil fliegt hoch und der Smart landet auf dem Heck.

Der Smartfahrer, der mit dem Gaspedal spielt und das Auto aufheulen lässt, um einen Fahrradfahrer beim Ampelstart zu besiegen, dabei aber den Motor abwürgt ist die lächerlichste Variante des illegalen Straßenrennens, die je nach Verkehrssituation in einem mittleren Verkehrschaos endet.

Entstehungssituation[Bearbeiten]

In der Stadt versucht jeder, sich auf der Straße Platz zu verschaffen. Während einige versuchen, so wenig Platz wie möglich zu beanspruchen, um bei roten Ampeln rechts an allen Autofahrern mit dem Fahrrad vorbeizuschleichen und dabei fast die Seitenspiegel der Fahrzeuge touchieren, versuchen andere, die mangelnde Größe ihres Geschlechtsteils zu kompensieren und kaufen sich gleich einen Monstertruck, um drei Spuren auf einmal einzunehmen.
Nur hat leider kaum jemand eine ausreichend fette Brieftasche, sodass sich bei weitem nicht alle ein solches Spritmonster leisten können. Manchmal reicht es daher nur zu einem Porsche 911er, einem gebrauchten 3er BMW mit kaputtem Blinker oder halt zu einem Smart, der schon in Mittelhessen Probleme hat, aufgrund der Steigungen die A45 entlangzufahren. Da ein Smart allerdings nicht den Ruf hat, ein ultrageiles Auto zu sein und auf der Coolnessliste sogar noch von einem Renault Twingo mit aufgeklebten Wimpern auf den Scheinwerfern überholt wird, muss der Fahrer irgendwie durch andere Aktionen auffallen.

Wenn jemand mit seinen Freunden auf dicke Hose machen möchte, sich aber keinen Ferrari leisten kann, versteckt er seinen Smart einfach zwischen all den anderen Autos.

Was machen also die Badboys, die per definitionem auf Recht und Gesetz scheißen, es bestenfalls aber doch nicht schaffen, zumindest einen Kaugummi auf den Boden zu spucken? Sie fordern die einzigen Verkehrsteilnehmer heraus, die sie regelmäßig auf der Straße treffen und die noch weniger PS als sie selbst haben: Fahrradfahrer.
Kommen ein Smart und ein Fahrrad zusammen an eine Ampel, fühlt sich der Smartfahrer automatisch zu einem Rennen provoziert. Ein Zweirad als Gegner ist die einzige Möglichkeit für das kleine Auto, bei einem Ampelstart zu gewinnen.

Prozedere[Bearbeiten]

Der Smartfahrer nähert sich der Haltelinie einer roten Ampel. Nach ein paar Sekunden hat sich bereits ein beträchtlicher Rückstau gebildet, welcher bei Ampeln allerdings normal ist. Der Fahrradfahrer schlingert von hinten an die stehende Blechlawine heran und denkt sich, dass er rechts noch gut vorbei könnte, um als Erster an der Ampel zu stehen. Überholt er erst einmal alle, sind die Autofahrer nachher gezwungen, den Fahrradfahrer mit zu geringem Sicherheitsabstand wieder links zu überholen.
Ist der Fahrradfahrer auf derselben Höhe wie der Smart, blickt der Autofahrer nach rechts zum Fahrradfahrer. Egal, ob der Zweiradfahrer den Augenkontakt erwidert, ob er umweltliebender Hippie ist, der allein aus Liebe zur Natur mit dem Fahrrad fährt oder ob es eine alte Oma mit ihrem Einkauf in der Satteltasche ist; die Herausforderung steht. Der Smartfahrer spielt mit seinem Gaspedal herum, um klar zu machen, dass er den Ampelstart gewinnen wird.
Besonders kluge Exemplare haben in ihrem Smart basslastige Subwoofer eingebaut, die sie nun voll aufdrehen, um ihre Dominanz noch einmal zu unterstreichen. Sido dröhnt aus den Boxen, es fliegen Beleidigungen in halbmusikalischer Form. Sollte der Fahradfahrer nicht jetzt schon vor lachen von seinem Drahtesel fallen, wird darauf gewartet, dass die Ampel auf grün schaltet.

Konnten den Smartfahrer auf einem Parkplatz mit zwei Fahrrädern umzingeln.

Doch schon bei rot-gelb lässt der Smartfahrer die Kupplung ruckartig kommen, um dem Fahrradfahrer so richtig zu zeigen, wer der King auf der Straße ist. Der Smart macht einen kleinen Ruck nach vorne und der Motor ist erfolgreich abgewürgt worden. Der Fahrradfahrer startet normal und zieht rechts an der Karosserie vorbei, während der Autofahrer hektisch versucht, den Motor wieder zu starten.

Folgen[Bearbeiten]

Der Autofahrer hat den Motor erfolgreich abgewürgt, doch die Boxen laufen gegebenenfalls sogar noch weiter. Sidos Bass lässt das Gefährt noch wenige Zentimeter nach vorne hüpfen, während die Autofahrer hinter dem Smart langsam die Nerven verlieren, weil sie auch noch gerne bei Grün über die Ampel möchten. Hätten die alle genug Geld für einen Monstertruck gehabt, hätten sie einfach über den Smart drüber weg fahren können, aber so bildet sich ein Stau und viele stehen noch zu Beginn der nächsten Rotphase vor der Haltelinie.
Der Fahrradfahrer indes kann seine Fahrt entspannt fortsetzen. War er sich vorher nicht bewusst, dass er zu einem Ampelstart herausgefordert wurde, wird er höchstens verdutzt schauen, warum ein Kleinwagen seinen Motor abgewürgt hat und einfach stehen bleibt. Außerdem kann er sich freuen, dass er bis zur nächsten Ampel von deutlich weniger Autos gefährlich überholt wird. Der Zweiradler gewinnt damit den Ampelstart in 100% der Fälle.
Die Polizei warnt vor einem solchen Verhalten. Nicht nur verstoße ein solches Rennen gegen die Straßenverkehrsordnung und kostet neben fünf Euro auch zwei Punkte in Flensburg oder so, es ist auch noch obendrein fürchterlich lächerlich und zieht eine soziale Ächtung nach sich - eine Strafe, die im deutschen Strafgesetzbuch nicht vorgesehen ist und aufgrund dessen strafrechtlich verfolgt wird. Gegebenenfalls sieht sich die Polizei auch dazu genötigt, eine Verfolgungsjagd mit einem Smart aufzunehmen, sollte dieser Fahrerflucht begehen. Da das kleine Auto allerdings so gut wie nichts kann, wird es einfach fachmännisch von der Straße gerammt und liegt dann irgendwo im Graben.