2 x 2 Goldauszeichnungen von BrainStew und Wuschelkopf9

SingStar

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Juhu.png SingStar Juhu.png
Singstar.gif

Das Logo
Genre Fun 'n' Humb, Stimmungskillerspiel
Plattform Playstation 2, Playstation 3
Publisher Marke Eigenbau von Sony
Zielgruppe musikalische Hinterweltler

SingStar ist ein Karaoke-Videospiel (nicht zu verwechseln mit Karate-Videospiel) aus dem Hause Sony, welches seit 2004 auf dem Markt ist. Seither wurden viele verschiedene weitere Editionen des Spiels veröffentlicht. Erfunden wurde SingStar, um auch anti-alkoholische Partygäste bei Feiern zu beschäftigen. Oft treten die Spieler im Duell gegeneinander an, um sich gegenseitig zu präsentieren, wie schlecht sie singen können, was das Spiel ganz besonders für anti-alkoholische DSDS-Junkees attraktiv macht. Auch wenn es davon nicht so viele gibt...

Voraussetzungen[Bearbeiten]

Diese technischen und nicht-technischen Voraussetzungen benötigt man, um SingStar zu spielen:

Entstehung[Bearbeiten]

Ein Partyspiel wird gesucht. Juhuu, Party!

2004, als die Spiele-Branche alle Game-Genres weitgehend dicht und mit vielen erfolgreichen Serien abgedeckt hatte, wollte sich mal wieder eine Produktionsfirma daran versuchen, eine vermeintliche Revolution des Gamings zu starten, die so oft ausgerufen, doch nie verwirklicht wurde, da es an kreativen Ideen mangelte und man mit den aufblühenden Baller- und Beat'em up-Spielen eine scheinbar solide Geldquelle gefunden hatte. Doch der Spielehersteller Sony wollte neue Wege erkunden und ein virtuelles Partyspiel auf den Markt bringen.

Die Frage lautete nun, wie dieses denn aussehen sollte. Zur Debatte standen dann letztendlich Spiele wie Flaschendrehen 04, Super Mario Komasaufen, Bottlefield 1942 oder Matr-auf-ex, die originale Party-Spiele lediglich auf die Mattscheibe brachten. So auch SingStar, welches Karaoke auf der Sony Playstation 2 verkörperte.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Zwei typische SingStar-SpielerInnen, hier beim SingStar-Spielen. Ein Kupferstich von Anno Filzschuh.

Das Spiel SingStar basiert auf einem einfachen Grundgerüst. Die Songs werden aus einem auf rustikale Weise cleanen Slideshow-Menü ausgewählt, nachdem man sich entschieden hat, ob man sich im Duett oder im Duell blamieren will. Die Ausführungen des Spiels werben jeweils mit circa 30 singbaren Liedern, daraus kristallisiert sich aber stets nur ein Kreis aus etwa fünf Liedern heraus, da die Restlichen total unbekannt, grottenschlecht oder unmöglich zu immitieren sind. Wählt man ein Stück aus, erscheint eine kleine Liste, in der man mit den Befehlen "normal" und "kurz" die gewünschte Länge des Liedes bestimmen kann. Eben jene sabbernden Forum-Opfer-Kichererbsen, die jedes Game haarklein nach sexuellen Anspielungen durchsuchen, bezeichneten dieses längenspezifische Auswahlverfahren in Verbindung mit den an die Formen männlicher Geschlechtsteile erinnernden Mikros und derem ebenfalls auf Länge anspielenden Namen (mikro: lat. für ziemlich klein) als klaren Fall von sexistischer Propaganda. Für viele war fiel der Groschen dann nach der Veröffentlichung des Ablegers SingStar: Pornorap, laut Experten handelt es sich aber nur um einen unbeabsichtigten Irrtum, statt um Sexismus.

Hat man ein Lied dann erfolgreich gewählt, erscheint direkt und ohne Vorwarnung das passende Musik-Video. Es gilt also festzuhalten, dass das Lay-Out des Games nichts weiter als professionelles Spieldesign auf Sparflamme ist, aber ganz akzeptabel aussieht. Die nun abgespielte Musik gleicht einem Nachmittag auf Viva, mit dem Unterschied, dass man sich keine nervige Werbung für die neuen Super-Spar-Abo-Happy-Fun-Klingeltöne oder psychopathische Handygames anhören muss, zudem befinden sich in der Bildmitte horizontal verschiedene graue Balken. Singt man nun das abgespielte Lied in sein Mikro, leuchten die Balken auch auf, sofern man denn die Töne richtig trifft. Je nach gefragter Tonlage sind die Balken verschieden hoch angesetzt, was dem Spieler ein gutes Gefühl gibt, da man so zumindest theoretisch mit fünf Semestern Musik-Studium, betont kommunistischer Erziehung und einem Quäntchen Glück auch eine unbekannte Melodie ersehen kann. Der Text zum Lied befindet sich am unteren Bildschirmrand, der aktuelle Punktestand am oberen, wobei die Punkte, welche man für das Treffen von Tönen erhält, recht spärlich vergeben werden.

Bei der lustigen Bewertung am Ende eines Songs wird man u.a. auch als Vollidiot oder Lackaffe betitelt. Fun pur!

Der Schwierigkeitsgrad der Songs variiert untereinander teilweise stark. Während einige bereits durch ansatzweises Mitlallen in die entgegengesetzte Richtung des Mikros mit 50% abgeschlossen werden können, liegen bei anderen Songs die Hälfte der Töne außerhalb der Gesangsspektren von Mensch und Esel. Da muss dann jeder wohl selbst entscheiden, ob es sich lohnt, die Kastration im Kindesalter im Austausch für einen 9.000er-Score zuzugeben.

Ein cooles crazy Feature und somit ein kleines Highlight des Games sind die Kommentare, welche man stets am Ende eines gesungenen Verses erhält und die Leistung einstufen. Die verschiedenen Variationen an Kommentaren tendieren zwischen "total grausam!", "absolut fürchterlich!" und "Geh doch scheißen Du talentloses Arschloch!". Zunächst hatte Sony die Idee, das Spiel mit Dieter Bohlen von einer prominenten Person supporten zu lassen und seine Sprüche zu verwenden, allerdings hätten funny Beinamputierten-Schenkelklopfer wie "Wenn Du singst, da kommen bei mir die Katoffeln gepellt aus dem Waffeleisen, der Hund scheißt in den Keller und Bär schießt sich selbst in die Eier, Du siehst aus ein gerupftes Ü-Ei, ich sag's dir!" auch den Platz des breitesten Breitband-Displays gesprengt.

Abschließend, am Ende eines Songs, erhält man noch eine Bewertung, die den endgültigen im Lied erworbenen Punktestand und eine lustige Einstufung der Sänger beinhaltet. Hierbei wird man zumeist als Anfänger, Möchtegern, Unter-der-Dusche-Sänger, Spasst, Basstard, zumindest aber als Vollpfosten bezeichnet. Danach wird man in eine Highscore-Liste einsortiert, die erst mit dem sechsten Platz beginnt. All diese doch eher pessimistischen Abwertungen der Spieler zeigen, dass sich das Musik-Spiel an deutschen Musik-Castingshows orientiert und somit doch auf alt Bewährtes setzt.

Verwendung[Bearbeiten]

SingStar - wird nicht unbedingt gerne, aber zumindest oft gespielt.

Tatsächlich gilt SingStar hauptsächlich als Partyspiel. Auf Feiern wird es aus oben genannten gründen oft von Anti-Alkoholikern gespielt, da bei den Trinkern unter den Partygästen mit der Zeit aber die Hemmschwelle schneller sinkt als das Singvermögen, gesellen diese sich oft auch noch zu den Spielern hinzu.

Sony wollte das Game dann aber, um den Profit zu steigern, so vielfältig gestalten, wie die Musik selbst es ist. Daher wurden immer neue Versionen des Spiels veröffentlicht, die für immer neue Zielgruppen, oft gar musischen Randgruppen und Deichkinder, schwimmend im tiefen Sumpf musikalischer Geschmacklosigkeit fernab von jeglichem qualitätsbezogenen Denken, gedacht waren. Daher wird das Videospiel auch zu kleineren Anlässen gespielt, wie etwa mit Freunden, beim Familienspieleabend oder zur Beförderung mit Schnittchenempfang, wobei gerade bei Letzterem nicht alle SingStar-Releases zu empfehlen sind...

Releases[Bearbeiten]

Seit 2004 hat Sony zahlreiche Releases der SingStar-Gruppe für unterschiedliche, unter anderem auch schlechte Geschmäcker auf den Markt gebracht.

SingStar: SingStar[Bearbeiten]

Screenshot: Die Töne werden angezeigt und bewertet, unten steht der zu singende Text, im Hintergrund ein formschönes Video. Bei SingStar:SingStar kann man nun sogar auch die Sugababes karaokisieren.
Top-Tracks
  1. Robbie Williams - Mainstream Culture
  2. Sugababes - Hole in the Head
  3. Dildo - White Rag

Das erste Spiel der Reihe begann musikalisch auf leisen Füßen. Nachdem man frech mit einer Revolution der Game-Genres frohlockt hatte, bewegte sich das erste Release vorsichtig auf dem dünnen Eis, welches beschritten wurde. In die Playlist hatten es fast ausschließlich Mainstream-Pophits geschafft, da die Zielgruppe zunächst mit allgemeinen Liedern gelockt und nachher mit spezifischeren Musik-Genres behutsam aufgebaut werden sollte. Unter Mainstream versteht man in der Branche Musik, die alle gleichermaßen scheiße finden, deshalb werden auch oft Stücke dieser Art gespielt, um auch ja keine Subkultur zu bevorzugen. Haben sich die auf dieses Gebiet spezialisierten Künstler einen Namen in der Szene gemacht, dürfen sie stets in das Wohnzimmer kacken und Mama sagen, sie hätten einen Kuchen gebacken, solange es nicht dazu führt, zu polarisieren, sondern von jedem gehasst zu werden.

Entsprechend wurde auch das Anforderungsprofil für die Musik auf dem Spiel gestaltet: Es sollte sich möglichst um die dritte bis fünfte Single-Auskopplung eines Interpreten handeln und englischsprachig sein. Frei nach dieser Vorgabe wurden 20 Songs auf die Platte gespielt, wodurch man den Kram, der einem durch Musiksender im TV und das Radio schon aus den Ohren rauskam, nun doch auch durch den Mund ablassen konnte.

SingStar: Party[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. Buggles - Playstation killed the Video Star
  2. Spider Murphy Gang - Skandal im Sperrbezirk
  3. Dildo Horn - Moskau, Moskau

Nachdem der eher sanfte Beginn der Reihe geglückt war, wollte Sony den neugierig gewordenen Gamern doch noch richtig einheizen. SingStar: Party sollte als Nachfolger von SingStar: SingStar beweisen, wie viel crazy Fun das virtuelle Karaoke bereiten kann. Das geht natürlich nicht ohne bombastische Partykracher wie die Britin Dildo, die so abgedreht ist, dass sie irgendwie wohl schon wieder vernünftig ist und es auch auf die Playlist des ersten Spieles schaffte. Daneben natürlich eigens vom Hersteller zu Evergreens aufgeplusterte Top-Acts wie die Buggles, Rio Reiser, oder sogar Klaus Lage sowie weitere, ähnlich spaßige Musiker.

Dennoch deutete man bereits in dieser frühen Version des Spiels ein wenig den Mut zum Ungewöhnlichem bishin zum Tabubehafteten an, indem man auch Bob Marleys "No Woman No Cry", bei dem manch emanzipierte Hardcore-Feministin die Konsole ob dem Hauch von Frauenfeindlichkeit auch mal abschaltet, oder die Spider Murphy Gang mit "Skandal im Sperrbezirk", wo frech und keck Inhalte über Prostitution verwendet werden, auf die Playlist setzte.

SingStar: Deutsch Rock-Pop[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. Annett Louisan - Das Spiel
  2. Roger Cicero - Irgendein Liebes-Gesülze
  3. Andreas Kuranyi - Ein Hoch auf unpff
  4. Die Atzen - Der schönste Atze aus der BRD

Auf die ersten beiden, durchaus erfolgreichen SingStar-Games folgte nun plötzlich eine brutale Attacke auf die Sinne der Spieler. Wollte man nun doch polarisieren und durch Umstrittenheit mehr Medien-Präsenz erlangen? Wohl kaum, da das neue Massaker-Spiel ungeachtet von Games- und Gamer-Feinden wie Jack Thompson blieb. Für die Playlist wurde das junge Genre der schlechten deutschen Pop-Musik ausgewählt, welches von den Kindern der neuen deutschen Welle gen Grauzone getragen wird. Halbgare deutsche Studiumabrecher, die ansonsten jeden zweiten Monat in einem Küchengeschäft den Gebrauch von Pürrierstäben und Fischstäbchenmischmaschinen demonstrieren würden, säuseln sich nun flüsternd in die Köpfe der musikinteressierten Unschuldigen, um einfach nur zu nerven.

Dennoch gilt es festzuhalten, dass es der Edition SingStar: Deutsch Rock-Pop gelingt, die Szene lückenlos darzustellen: Im Game sind 50% der Songs von Annett Louisan und Roger Cicero, daneben sind Acts wie Silbermond, Juli, die Hurensöhne Mannheims und sogar Laith Al-Deen vertreten. Auf den Index hat es das Videospiel noch nicht "geschafft". Dies liegt wohl daran, dass man dann in Konsequenz auch zwei Drittel der deutschen Radio-Sender verbieten müsste. Für die Bevölkerung wäre das gut, allerdings würde sich sicherlich ein notorischer Nörgler finden, der dies als Einschrenkung und Zensur deklarieren würde.

SingStar: Après-Ski-Party[Bearbeiten]

Er darf nie fehlen: DJ Ötzi
Top-Tracks
  1. DJ Ötzi und Nik P. - Einen Stern
  2. Wolfgang Petry - Hölle
  3. Peter Wackel - Überpeinlich und das weiß ich!

Wer kennt es nicht: Da sitzt man mit seinen Freunden auf der Skihütte, die Stimmung ist bedrückt, draußen tobt ein Schneesturm. Kein Bediensteter erklärt sich bereit, den "Zillertaler Hochzeitsmarsch" auf Besen und Topfdeckel zum Besten zu geben und die Dirnd'ln sind schon müde. Abwarten und Jagertee trinken? Das muss nicht sein! Denn Sony entschloss sich, für diese Situation ein spezielles SingStar-Spiel herauszubringen und damit den lustigen Partyspaß von SingStar: Party fortzusetzen: SingStar: Après-Ski-Party. Klar, da holt der Alm-Ödi schnell die Playstation hervor und es wird gezockt und gerockt, bis die Schwarte kracht: Totaler Hüttenzauber.

Da es dann doch etwas unsinnig gewesen wäre, ein Videospiel allein für diese Situation zu veröffentlichen, wurde auch damit geworben, mittels dieses Games könnte man sich die Ski-Party auch gemütlich nach Hause holen. Natürlich, es bereitet ebenso viel Spaß, sich mit der Konsole und dem Freundeskreis in die Tiefkühltruhe zu zwängen und das urige Hüttenfeeling nachzuempfinden.

Rein inhaltlich kommt das Spiel einer normalen Feier schon weitaus näher als die Party-Edition, um auch die etwas derberen Zockerfreunde für sich zu gewinnen.

SingStar: American Hip-Hop[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. 50Cent - Mothafucka Yo
  2. Lil' Misogynist - Mothafuckin' Biatch
  3. Lil' Sexist - I Wanna Fuck You in the Ass
Auch vertreten: Der Geizhals 50 Cent. Er will Liebe zu Schleuderpreisen.

Noch eine Spur schärfer kommt die American Hip-Hop-Version daher. Hier wird vor den szenen-üblichen Beleidigungen kein Halt gemacht, sie werden sogar hervorgehoben: Für jedes richtig gesungene Schimpfwort gibt es die doppelte Punktzahl, was also heisst, dass man für 80% eines "Liedes", wenn man es denn so nennen will, doppelt belohnt wird. Neben dem oft aus mangelnder Kreativität, vielleicht aber auch nur um die sozialen Misstände zum Ausdruck zu bringen, benutzten rauem Ton, beinhalten die Texte auch Frauenfeindlichkeit in hohem Maße, was ja bereits in der Party-Variante angedeutet wurde.

Innovativ ist der neu eingeführte Freesteil-Tyle Freestyle-Teil, bei dem man mitten in einem Song dazu angehalten wird, einen spontanen Freestyle-Rap zu vollführen. Dies lohnt sich für Vollblut-Gamer aber nicht wirklich, da man hierfür keine Punkte erhält. Für der Hip-Hop-Kultur angehörende Bettler Battler ist es allerdings ein nettes Feature, da oft trotz Einfachheit und Unterstützung der Mut zum komplett eigenen Rap-Song fehlt.

SingStar: Pornorap[Bearbeiten]

Glas.gif
Das Cover für die PS 2
Top-Tracks
  1. Frauenarzt - Spreiz die Fotze, zeig die Beine...
  2. Orgasmus King Porno Orgi - Ficken, ficken, ficken!
  3. Mr. Long - Tanga Tanga Titten-Nuttenjagd

Nachdem mit dem amerikanischen Hip-Hop neue Wege erkundet wurden, wollte man diese nun auch mit deutschem Rap begehen. SingStar: Pornorap brachte das junge Genre trotz Altersbeschränkung und durchschlagende Zensur in der Öffentlichkeit (auch in der sehr liberalen Stupidedia!) endgültig in die Kinderzimmer der Nation. Absicht? Die Pressesprecher von Sony begründeten das Release damit, dass man die großartige Vielfalt der Musik in ihrer Gesamtheit berücksichtigen wolle. Die Konsumenten jedenfalls zeigten sich begeistert.

Das Game wurde sensationelle 2.999.998 mal verkauft, zieht man die beiden Testversionen von den offiziellen Zahlen ab, die vorab an Jack Thompson und Alice Schwarzer gingen. Heute werden die Exemplare Gerüchten zufolge gratis von deren Söhnen gespielt. Zunächst war eine vollkommene Indizierung des Werkes geplant, wegen dem Argument von einem Musiker des Genres "Sonst [...] ich deine Mutter, Du Homofürst!", wurde letztendlich aber davon abgelassen.

Im Spiel sind alle Größen der Pornorap-Szene vertreten: 20-30-jährige Physik- und Medizin-Studenten, manche, wie etwa der Künstler Frauenarzt, sogar mit Ambitionen zum Gynäkologen, faßeln sinnfreie Zeilen über Frauen. Eine harte und kinderunfreundliche Version der SingStar-Reihe, die allerdings - das muss man ihr lassen - den Nerv der Zeit trifft.


SingStar: Volksmusik[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. Ingolfheimer Inzester - Doa gibt's ka Sünd!
  2. Wildecker Herzverfetteten - Dicke Schweine bringen lange Würste
  3. Kastelruther Katzenficker - Jetzt geht's rund! (Erst im Popo, dann im Mund)

Dem einen Volksmusikanten geht das Herz auf, dem anderen versagt es... mit SingStar: Volksmusik! 25 Tracks (an dieser Stelle wird weitgehend auf Anglizismen verzichtet, Wörter aus dem Italienischen gehen aber in Ordnung.) Lieder deutsche, österreichische, schweizerische und auch italo-deutsche Volksmusik. Sicherlich gelten Rentner, die ja den größten Teil der Volksmucke-Konsumenten ausmachen, nicht als begeisterte Gamer, doch dieses Spiel macht sie zwanghaft zu welchen. Schließlich ist (Volks)muckefuck eine harte Droge. Da kommt es vor, dass der über 60-jährige Jodel-Junkee auf Trachten-Turkey ist, das letzte Frühherbstfest der Volksmusik aber schon vorbei ist und Karl Moik selbst auch nichts mehr da hat. Bevor die zittrigen Hände da ganz versagen und nicht mehr befähigt sind, in das übliche euphorische Klatschen überzugehen, wird lieber schnell SingStar angemacht und ab geht die Post. Anders sind die hohen Verkaufszahlen dieser Edition kaum zu erklären. Die oft sehr heftigen Textinhalte wurden nicht zensiert, da sie mit extrem stakren Dialekt vorgetragen sind und nur im Vollrausch verständlich sind.

SingStar: Rechtsrock[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. Die Glatzköpfe - Ich habe eine Glatze
  2. Die Deutschen - Ich bin ein Deutscher
  3. Die Rechtsextremisten - Heil Hitler (Stolz auf Deutsch)

Um auch die deutschen Nationalsozialisten, oder besser gesagt gesunde Patrioten zu erreichen, wurde alsbald auch eine Rechtsrock-Version von SingStar veröffentlicht. Ein Skandal. Da die meisten Texte die rechten Inhalte jedoch geschickt tarnen und auf dem Klappentext steht, dass Ausländer eigentlich ganz nett sind, landete das Spiel nicht auf dem Index. Auch der Presseprecher und Werbebeauftragte Joseph Goebbels bezog Stellung zu dem Game: "Passt schon!" Erschreckend: Trotz der sehr unkreativen Musikstücke verkauft sich das Spiel gut. Ach ja, natürlich ist es auch erschreckend, dass es sich ob der politischen Richtung gut verkauft.

SingStar: Pfadfinder-Lieder[Bearbeiten]

Das Spielcover für die PS 3
Top-Tracks
  1. Ortsgruppe St. Joseph aus Amstetten - Aus dem dunklen Keller kommen wir
  2. Ortsgruppe St. Jack aus London - Psycho Pathfinder
  3. Spongebob - Das Lagerfeuerliedlied

Diese Edition spricht eine eher kleine Zielgruppe an. Dennoch sind es, wenn man genauer überlegt, zahlreiche potenzielle Spieler, die sich das Lagerfeuer ins Wohnzimmer holen wollen, ohne dem Rauchmelder zusätzlich Techno-Klänge zu entlocken: Die vielen Pfadfinder mit Winter-Depression mit Sehnsucht nach den Idar-Obersteiner Insektencamps, die tausenden Rentner mit Fähnlein Fieselschweif-Fetisch und natürlich all jene, die sich mit Scout24 auch mal auf die Suche nach der Straße der Lieder machen wollen. Was das Liedgut anbelangt, gleicht das Game aber den Pfadfindern selbst: feucht-fröhlich und doch langweilig. Aber wie gesagt soll es ja welche geben, die das mögen...

SingStar: Blasmusik[Bearbeiten]

Top-Tracks
  1. Blaskapelle St. Günter und Waltraud zu Ingolstadt - Bayrischer Heimatmarsch
  2. Blaskapelle "Die Uurschwiizer" aus dem Kanton Bärn - Löffeli-Polkcha
  3. Blaskapelle "Die Tuter und Bläser" aus Tirol - Aufm Arsch rumblasn bringt' dir nix, 's kimmt sowieso lei a Quietschn außi

Diese Abteilung birgt jene, die vom Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Es kann zwar vorkommen, dass jemand gut bläst, aber das ist sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr und so weiter sehr selten. Die meisten Bläser haben nämlich vom Tuten und Blasen keine Ahnung. Manchmal wird auch aufm Arsch geblasen, was einen sehr, sehr, sehr und so weiter sehr störenden Klang einbringt. Die meisten Blasmusiker können nicht spielen, aber sie verzaubern trotzdem das Puplikum. Die Blasmusiker musizieren nicht allein, es kommt noch eine Bassgitarre hinzu, die für tiefen Saitenklang sorgt, ein Akkordeon, das für Auseinandergeziehe-und-wieder-eingefahre-mit-dem-Blasebalg und Tastengeklimpere sorgt und ein Schlagzeug sorgt für lautes Herumgetrommle-und-Beckenangeschlage und den unrichtigen Rhythmus. Mit dieser Besetzung verarschen etliche Blaskapellen das Puplikum.

Weitere[Bearbeiten]

Auch im Repertoire: Ein SingStar mit gepflegter DDR-Musik.
  • SingStar: DDR-Musik: Edition mit guten alten Kommunisten-Liedern und sozialistisch-propagandistischen Gesülze vor der Wende. Von der WHO als ohrenkrebserregend eingestuft.
  • SingStar: Mickie Krause: Erste der Spiel-Variationen, die nur einer Gruppe oder einem Künstler Tribut zollt.
  • SingStar: Osteuropäische Folklore: Sehr abwechslungsreiche Musik zum Nachsingen und Russisch lernen.
  • SingStar: 30's: Eine der Versionen, die bestimmte Musik-Epochen thematisiert. Zur Erweiterung des Spieles SingStar: Rechtsrock gibt es hier spannende Marschsmusik und lautstarke Sprechgesänge wie etwa solche von MC Adolf.
  • SingStar:Politik-Hits: Politisch angehauchte Episode, die Diskussionen hervorrief und mit originellen Songtexten punktet.

Kritiken[Bearbeiten]

  • "Hab ich, hab ich, hab ich nicht, hab ich, hab ich, hab ich, krieg ich, hab ich nicht, hab ich ausgeliehen, hab ich, hab ich, hab ich nich, hab ich nicht, hab ich." - Fan über den umfangreichen Katalog der Spielreihe
  • "Heeey, liebe Gamingfreunde, PC-Zocker und Konsolenrocker, dieses neue Game burnt so richtig, ich habe mir direkt mal die Rechtsrock-Version reingezogen und ich muss sagen, für mich in der Vielfalt und im Aufbau eine Super-Bereicherung für die Gamer-World. Vor allem die Grafik schießt den Vogel von der Melone!" - der japanische Typ von Game One