Sektenführer

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Auch sowas wie ein Sektenführer; hier ein erfolgloseres Exemplar

Das Sektenführen ist ein alter Brauch aus religiösen Kreisen, der sich über die Jahrhunderte gehalten hat und heute wieder zum Trend in den USA und Indien avanciert. Die Person, die diese Tätigkeit ausübt wird als SektenführerIn bezeichnet. Mittlerweile geben auch knapp 300 Deutsche an, freizeitlich Sekten zu führen und Albino-Kälber bei Halbmond zu schächten.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Führen von Sekten blickt auf eine lange Tradition voller Erfolge, Missverständnisse und Kontroversität zurück. Nachdem in frühen Hochkulturen Sekten noch eher Nischengemeinschaften waren, revolutionierte um das Jahr 30 herum ein Pionier dieses Gebiets, ein Sektenführer namens Jesus, das Prinzip und zeigte, dass Sekten auch durchaus erfolgreich sein können. Noch heute hat die von ihm de facto gegründete Sekte stattliche 2 Milliarden Anhänger.
Gekreuzigter Hase, das abscheuliche Werk einer Sekte

Doch bereits kurz nachdem diese Sekte per Definition zur Religion erklärt worden war, ging die erste Hochzeit der Sekten und der Führung solcher zu Ende, und zeitgenössische Betrachter bewerteten sie als "kuriose Modeerscheinung ohne Haltbarkeitswert".
Für ein gutes Jahrtausend gerieten Sekten mehr oder weniger in Vergessenheit, die wenigen verbliebenen hielten sich im Hintergrund. Ihre spektakulären Großaktionen dieser Zeit, die wohl Rufe nach Aufmerksamkeit waren, wie zum Beispiel der Massensuizid dreier tibetischer Mönche im Jahre 1147 blieben von der Öffentlichkeit unbeachtet. Doch dann kam es unter weitestgehend unbekannten Umständen zu einer erneuten Welle von Sektengründungen, die oft als Reformation oder "Neue religiöse Welle" bezeichnet wird. In dieser Zeit entstand auch die sehr erfolgreiche Sekte "evangelische Kirche" (heute ebenfalls eine offizielle Kirche). Der Führer und Gründer dieser Gemeinschaft war Martin Luther ein dicklicher, fluchender und furzender Schöngeist, der wie sein Vorbild Jesus ein passionierter Handwerker war, was er durch das Nageln an Kirchenhäuser auslebte. In aller Welt berühmt wurde er durch diese Frage: „Was rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?“ Ansonsten gibt es nichts Nennenswertes von ihm zu berichten.
Diesmal hielt der Zuwachs an Sekten an. Im 18. Jahrhundert entstand neben den berüchtigten Illuminaten die Freimaurerei. Die Freimaurer waren eine Gruppe von Architekten, die gerne dort Mauern bauten, wo es niemand erwartete. Dabei waren Mitlieder zur Geheimhaltung verpflichtet, so musste ihr ehemaliger Führer Walter Ulbricht ein geheimes Bauprojekt mit den Worten "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" geschickt verdeckt halten. Zur etwa gleichen Zeit wurde auch die Voodoo-Sekte entdeckt, die heute noch dafür sorgt, dass immer wieder Menschen in aller Welt mysteriöserweise zerhäckselt aufgefunden werden, wenn ein kurzsichtiger Bauer mit seinem Mähdrescher eine Vogelscheuche überfährt. Diese Sekte basiert auf bestimmten Ritualen und ist prinzipiell führerlos.
Auf diese und andere bizarre Sekten wie das Mormonentum folgten weitere radikale christliche Splittergruppen und der amerikanische Ku-Klux-Klan. Dieser Geheimbund, dessen Name wie ein WC-Reiniger anmutet, hatte etwas gegen Menschen mit dunklerem Teint und verbrannte gerne Kreuze. Ihre Führer hatten das Privileg auf schnulzige Fantasienamen und rote Kapuzenshirts. In den darauffolgenden Jahrzehnten boomten weiterhin christliche Sekten (wie die Westboro Baptist Church, die wohl meistgehasste Gemeinde der Welt), aber auch indische Sektenführer entdeckten, dass sie mit einem Mischmasch aus alten buddhistischen und hinduistischen Ideen und jeder Menge Schwachsinn Leichtgläubige und sogar Berühmtheiten der westlichen Welt einwickeln konnten. New Age war geboren, der am schwammigsten definierte Glauben aller Zeiten.
Mit der einsetzenden globalen Verbreitung dieses Trends etablierten Sektenführer die heute bekannten Grundprinzipien für neue Sekten: Auftritt in einem missionarisierten Land, Predigen von der Apokalypse, Töten von Konkurrenten und schließlich Massenselbstmord. In den letzten Jahren fiel im Besonderen nur die sympathische Sekte um das Fliegende Spaghettimonster und seine Anhänger, die Pastafari, auf, da sie als erste Sekte einer Gottheit aus Hartweizen folgen. Die weltweiten Rufe nach einem Sektenführerschein wurden nun endlich von der UN erhört. Damit soll verhindert werden, dass Sektenführer nur nach dem Vermögen der Anhänger gieren. Ab 2016 sollen sie zumindest in Ansätzen ein gewisses Maß an gequirlter und dennoch glaubhafter Scheiße ausarbeiten, wie das Scientology beispielhaft und lobenswert aufzeigt. Zu diesem Zweck werden in Zusammenarbeit von UN und Scientology in sowieso ewig leeren Räumen der Idealen Orgs (u.a. Hubbards Büros) Sektenführerscheinstellen eingerichtet.

Verbreitung & Eigenschaften[Bearbeiten]

Selbst Führer nichtexistenter Sekten stehen auf ausgefallene Outfits

Sektenführer sind überall dort anzutreffen, wo es Sekten gibt. Während ihre größte Verbreitung in Indien, den USA und in geringerem Maße Europa vorhanden ist, ließen sie sich auf der ganzen Welt auffinden, sollte jemand jemals nach ihnen suchen. Ihren Kontakt zur Um -und Außenwelt unterhalten Sektenführer ganz individuell nach ihrem Geschmack. So kommunizieren Leiter bekannter Sekten bisweilen selbst oder durch engagierte Pressesprecher mit den Medien, wohingegen südamerikanische Dschungelschamanen jeder Kontaktfreudigkeit entbehren und auf Fragen gerne mit feindlichen Übergriffen reagieren.
Zu den üblichen Eigenschaften eines Sektenführers gehören ein tiefer (aber oft fehlgeleiteter) Glaube, das Gefühl nicht verstanden zu werden und eine radikale bis irre Grundeinstellung. Da dies normalerweise nur zum Beitritt einer islamistischen Gruppe führt, kommen bei einem Sektenführer meist noch Emotionalität, Führungspersönlichkeit und ein ordentlicher Schuss Drogen hinzu. Die einzige essentiell wichtige Fertigkeit eines Sektenführers ist das Leugnen. Im Zweifelsfall muss er vom Holocaust (Piusbrüder) bis hin zur Existenz der Vernunft (Scientology) alles leugnen können.
Wenn sich ein angehender Sektenführer bei seinem Auftreten an der Figur des Jack Sparrow orientiert, hat er schon viel richtig gemacht. Schrille Kostümierung ist manchmal alles, bei Hippiekommunen reicht noch der klassische Zottellook, beim Ku-Klux-Klan hat man dagegen ein besonderes Faible für ausrangierte Gespensterkostüme vom letzten Halloween. Auch ist ein entweder herrisch-majestätisches, väterlich-verständnisvolles oder tranceartig-wissendes Verhalten typisch im engen Kreis der Strenggläubigen und ihres Anführers. Ob das ihr wahrer Charakter ist, oder sich doch alles auf die kleinen herumgereichten "Glücksbonbons" zurückführen lässt, ist nicht erkennbar.

Variationen[Bearbeiten]

Klassisches Beispiel eines Führers ohne Sekte
  • Sekten ohne Führer: Eine häufige Form der Sekten kommt ohne jemanden aus, der das Sagen hat. Dies steht für eine lose Struktur oder einen bereits verstorbenen Führer wie Joseph Smith, den Gründer des mormonischen Glaubens, der nun angeblich seinen Platz im göttlichen Schiedsgericht mit dem Eifer eines paralysierten Faultiers ausfüllt.
  • Führer falscher Sekten: Die Sekte der Illuminaten ist nicht nur absolut führerlos, auch ist jeder selbsternannte Führer nur ein Hochstapler, wie der Dokumentarfilm "Illuminati" fesselnd aufzeigt. Abgesehen davon wurde die Sekte längst aufgelöst und bleibt trotz anderslautender Gerüchte inaktiv.
  • Hippie-Sekten: 1969 machte die Manson Family unter ihrem Führer Charles Manson die Hippiesekte bekannt. Wie echte Hippies liebten die Mitglieder der Family Drogen und den Frieden. Mit dem Unterschied, dass sie den Frieden so sehr liebten, dass sie dafür töteten und Kriege anzetteln wollten. Die Hippiesekte erlebte in jüngerer Zeit durch die Werbespots des Online-Schuhportals Zalando beinahe ein Revival, doch Zuschauer gaben an, dass sie die Werbung mit dem jodelnden Postboten lustiger fänden.
  • Kommerzielle Sekten: Eine Art Sekte, die ihren Fokus auf Einnahmen statt Verbreitung ihrer Glaubensthesen legt. An diese versucht sie durch Werbung, Party-Catering oder, wie im Falle der berühmtesten kommerziellen Sekte Scientology, durch Abzocke zu kommen. Wie viele kommerzielle Sekten verzichtet sie bei ihrem Glauben völlig auf Glaubwürdigkeit, mehr Wert wird auf den Menschenfang durch Aufstellung bestochener Prominenter oder Gehirnwäsche gelegt. Die großen industriellen Hirnwaschanlagen laufen 24 Stunden in den Idealen Orgs. Scientology trägt als eigentliche Sekte die Bezeichnung "Kirche" gezwungenermaßen, da andere seriöse Sekten sonst einen Imageverlust befürchteten.

Berüchtigte SektenführerInnen[Bearbeiten]

  • David Miscavige – der machtbestusste Zwerg, der sich Scientology unter den Nagel gerissen hat.
  • Tim Jones – der Irre aus dem Urwald.
  • David Koresh – mochte Kinder und es heiß.
  • San Myung Moon – ließ gerne heiraten.
  • Bhagwan Shree Rajneesh – wie komme ich ohne einen Penny an mehr als 100 Rolls Royce? Richtig, indem ich sie mir von Hirnlosen kaufen lasse.
  • Paul Schäfer – mochte Kinder sehr.
  • Uriella (geb. Ella Urin) – ganz in Weiß verarschte sie tausende Anhänger. Roy Black widmete ihr einen Schlager.
  • Shoko Asahara – machte gerne Terror in der U-Bahn.
  • Bruno Gröning – (Berühmtester Ausspruch: Ich krich so’n Hals) als Geistheiler heilte er viele Geister, was natürlich jeder behaupten kann.

Nur eine kleine Auswahl dieser quecksilbrigen, schlecht zu fassenden Typen und doch ein gewaltiges Übermaß an Beklopptsein. Dieses Maß an Durchgedrehtheit reicht, um Menschen um ihr Vermögen und durchaus auch ums Leben zu bringen. Kinder vergewaltigen oder Menschen abschlachten? Keine Problem für einige der Obengenannten.

Buchform[Bearbeiten]

Ebenfalls als Sektenführer werden oft die kleinen Reiseführer bezeichnet, die Glaubenssuchenden Empfehlungen, nützliche Hinweise und schlichte Informationen zu verschiedenen Sekten geben, wobei Standort und Aufnahmebedingungen der Sekte immer enthalten sind. Ein solcher Sektenführer liegt bereits serienmäßig den neueren Ausgaben des Falkplans "Rom" bei (behandelt bekannte Kultsekten wie "Opus Dei" und die "Piusbruderschaft"), was auf eine steigende Popularität dieser Etablissements schließen lässt. Von Jugendbewegungen werden diese Broschüren stark kritisiert, da sie ausschließlich Mainstream-Sekten beinhalten und dadurch kleinere, spezialisierte Sekten diskriminieren sollen. Erste virtuelle Sektenführer für den Einstieg sind bereits erhältlich.