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Schwalbennestersuppe

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Wichtig: Vor Beginn der Zubereitung unbedingt die Schwalben entfernen!
Schwalbennestersuppe ist eine kulinarische Spezialität aus der asiatischen Küche mit dekadenzfördender Wirkung. Hauptzutat sind Nester verschiedener Felsenbrüter, die aus dem klebrigen Speichelsekret dieser Vögel bestehen.

In der westlichen Welt ist Schwalbennestersuppe wenig gefragt, da der Gedanke an den Verzehr von tierischem Speichel oftmals Ekelgefühle hervorruft. Logisch betrachtet erscheint dies sehr inkonsequent angesichts des weit verbreiteten Konsums von Honig, der bekanntlich nichts anderes ist als pflanzliches Drüsensekret, das von Bienen gefressen, vorverdaut und anschließend wieder ausgekotzt wurde.

Bedeutung[Bearbeiten]

Neben den namensgebenden Nestern besteht die Suppe aus konventionellen Bestandteilen wie Hühnerbrühe, Sojasprossen und gehackten Fledermausohren.

Die Nester selbst sind von pappiger Konsistenz und nahezu geschmacklos. Ihr Aroma erhält die Schwalbennestersuppe ausschließlich durch die übrigen Zutaten, wie z.B. Meisenknödeln als Einlage. Aus geschmacklichen Gesichtspunkten könnte man die Schwalbennestersuppe also auch ohne die Zugabe von Schwalbennestern zubereiten, allerdings wäre es dann ja keine Schwalbennestersuppe mehr. Die Nester erfüllen demnach eine Art rituelle Bedeutung als Statussymbol: Der Konsument kann durch den Verzehr beweisen es im Leben so weit gebracht zu haben, dass er sich für teures Geld Vogelspucke leisten kann, die zuvor irgendein armer Schlucker unter Einsatz seines Lebens von einer hohen Felswand klauben musste.

Herkunft der Nester[Bearbeiten]

Eine Salangane. Sieht doch aber aus wie ’ne Schwalbe, oder?
Die verwendeten Nester stammen eigentlich gar nicht von Schwalben, sondern von Salanganen. Das interessiert aber keine Sau, weil sowieso niemand den Unterschied kennt. Die Salanganen formen ihre Nester aus der klebrigen Speichelsubstanz und bringen sie an steilen, unzugänglichen Felswänden an. Der evolutionäre Sinn besteht hierbei natürlich darin, dass das Gelege auf diese Weise besser geschützt ist als die Eier jeder dahergelaufenen Schnapsdrossel, die in frei zugänglichen Büschen nistet. Dass es eines Tages einen so dämlichen Nesträuber geben würde, der die erforderlichen Strapazen auf sich nimmt, um die vollkommen nährstofffreien Nester zu verspeisen, konnten weder die Salanganen noch die Evolution vorhersehen.

Die geernteten Nester werden in verschiedene Güteklassen eingeteilt, um ihre Reinheit zu beurteilen. Nester der Klasse A bestehen aus purem, unkontaminiertem Speichel. Sie sollten also möglichst durchsichtig sein. Idealerweise kann man sich darin spiegeln. Nester der Klasse B sind durch Federn, Nahrungsreste oder Nistmaterial verunreinigt. Nester der Klasse C enthalten darüber hinaus auch Kotstückchen. Obwohl man für eine Schwalbennestersuppe von hoher Qualität unbedingt auf Nester der Güteklasse A zurückgreifen sollte, hat sich auch für Nester der Klasse C in perverseren Kreisen der Gastronomie ein beträchtlicher Markt entwickelt. Regelmäßig auftauchende Gerüchte sprechen sogar von gelegentlichem Handel mit Nestern der Gemeinen Rauchschwalbe, die aus Schlamm und Kuhfladen bestehen und als inoffizielle Güteklasse Z angeboten werden.

Preisentwicklung[Bearbeiten]

Schwalbennestersuppe wird zu hohen Preisen gehandelt. Dies hat verschiedene Gründe:

In den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts kam es auf dem Schwalbennestermarkt zu einer bemerkenswerten Spekulationsblase, in Folge derer der chinesische Kaiserpalast zeitweise nicht mehr wert war als viereinhalb Nester. Als die Blase schließlich platzte, verloren viele Spekulanten ihr in Schwalbennester angelegtes Vermögen und mussten anschließend in aus den Nestern zusammengebauten Behausungen wohnen.

Angebliche medizinische Wirkungen[Bearbeiten]

So wie allen obskuren Substanzen aus der fernöstlichen Küche werden auch den Schwalbennestern zahlreiche Heilwirkungen unterstellt. Angeblich hilft der Konsum gegen Schweißfüße, Prostatakrebs, Verstopfung, Malaria, Impotenz, Denguefieber, Schluckauf, deutsche Hausmannskost, Schädelbrüche, Haarausfall auf dem Rücken, pathologische Dummheit und Aberglauben.

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Die Hobbyköche der Wikipedia haben zu diesem Thema ihr eigenes Süppchen gebraut.

Siehe auch[Bearbeiten]

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2. Platz beim 24. Stupid Contest

Schwalbennestersuppe ist ein Gewinner des 24. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Quetzalcoatlus den silbernen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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