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Schwörkraft

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Beschwörung der Schwörkraft

Unter Schwörkraft (auch kurz "Eidgebundenheit" genannt) versteht man die moralische Kraft, die auf einen anständigen Menschen wirken kann. Sie verursacht halluzinogene Wahnvorstellungen von Pflichterfüllung und Selbstaufopferung, so dass diese Menschen freiwillig in den Tod gehen oder sonstige persönliche Nachteile in Kauf nehmen. Ohne Schwörkraft würde unser Universum (oder vielleicht auch nur die menschliche Gesellschaft) aus den Fugen geraten.

Dualismus[Bearbeiten]

Die Gegenkraft zur oftmals erdrückend erscheinenden Schwörkraft ist die sogenannte Fliehkraft, die oft durch das Kreuzen von zwei Fingern ausgelöst wird. Die Fliehkraft kann insbesondere bei Soldaten und Ehemännern regelmäßig beobachtet werden und erzeugt das unüberwindliche Bedürfnis, seinen persönlichen Vorteil wie auch das eigene Überleben in Notsituationen in den Vordergrund zu stellen.
Der Mensch existiert somit in einem Spannungsverhältnis von Schwörkraft (Ordnung) und Fliehkraft (Chaos), in welchem er bemüht ist, seinen Platz zu finden. Wer immer mal wieder einzelne Socken in seiner Waschmaschine verliert, der droht, aus dem Gleichgewicht von Entropie und Negentropie zu geraten, und sollte unbedingt einen Schwörkraft-Fachmann zu Rate ziehen !

Schwören und moralisches Gewicht[Bearbeiten]

Die Schwörkraft eid erzeugt in Verbindung mit der geistigen Dichtigkeit d des Menschen dessen spezifisches moralisches Gewicht m. Dabei gilt, dass antiproportional zur Höhe der Schwörkraft das moralische Gewicht des Menschen ab- bzw. zunimmt:

{\mathrm  {eid}}\cdot d={\frac  {1}{m}}\cdot {\mathrm  {konstante}}

Die Konstante konstante kann je nach Mensch, geistiger Verfassung und verschiedenen Umgebungsvariablen variieren.

Die psychologischen Zusammenhänge in dieser Formel sind noch nicht restlos geklärt; allerdings ist bekannt, dass Menschen mit einem hohen moralischen Gewicht die Schwörkraft im täglichen Leben kaum oder gar nicht benötigen, während Menschen mit geringer Reputation wie Politiker und Manager ununterbrochen der täglichen Schwörkraft ausgesetzt werden müssen, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

Schwörkraft auf der Erde[Bearbeiten]

Auf der Erde wird – um so mehr, je bodenständiger der Mensch ist – der Schwörkraft nur wenig durch die Fliehkraft entgegengewirkt, so dass hier für die Termen geistige Trägheit tran, soziale Einbindung sozi und Gehirngröße g gilt:

{\frac  {{\mathrm  {tran}}\cdot {\mathrm  {sozi}}}{g}}={\mathrm  {eid}}

Die Schwörkraft auf der Erde ist lokalen Variationen unterworfen, die hauptsächlich Folge der Fliehkraft des Menschen und der Abplattung der Erde ("die Erde ist eine Scheibe") sind.

Diese Unregelmäßigkeiten verursachen enorme Verwerfungen im sozialen Gefüge, die oftmals darauf hinauslaufen, dass eine geringere Höhe der Schwörkraft zu mehr Wohlstand, mehr Geschlechtspartnern und oftmals indirekt sogar zu mehr Ansehen führen. Dieser scheinbare Widerspruch verursacht bei Menschen, die der Schwörkraft in besonders starkem Maße unterliegen, gelegentlich ein Gefühl der Enttäuschung und provoziert dann Überreaktionen wie Amokläufe oder Komasaufen. Der Zusammenhang zwischen Amok und Koma wird aktuell in Deutschland in einer Feldstudie in einem Institut in Winnenden näher untersucht.

Geschichtlicher Bezug[Bearbeiten]

Papst und Gefolge beim Brainstorming.

Schon in der Antike war die Existenz der Schwörkraft bekannt und wurde nach wissenschaftlichen Kriterien näher untersucht. Vor allem Hypochondros von Athen machte sich um die Erforschung der Zusammenhänge verdient und erhielt dafür von den Spartanern die Auszeichnung "Goldener Pfeil in die Brust". Auch Epidermis und Hyperhidros beschäftigten sich mit diesem Thema und verfassten gemeinsam einen Dialog über die menschliche Redundanz im Denken und Handeln.
Später ging das Wissen der alten Griechen verloren und das helle Licht der Ignorantia erstrahlte überall, wo sich das Christentum ausbreitete. In diesen Zeiten wurde die Existenz der Schwörkraft geleugnet (Eidverbot durch die Kirche) und jeder Häretiker sanft daran erinnert, dass der Mensch unwissend und klein ist im Angesicht des Herrn.
Die Aufklärung wiederum knüpfte an hellenistische Traditionen an und befasste sich intensiv mit der Schwörkraft und ihrem Wert für ein arbeitsames und gefügiges Volk von Bauern, später auch Arbeitern. Daher wird heutzutage selbst von bildungsfernen Schichten die Schwörkraft nicht mehr in Frage gestellt („voll krass, ich schwör, ey!“). Dennoch scheint sich gerade im Prekariat subversives Gedankengut auszubreiten, das die Bedeutung der Schwörkraft in Frage stellt und die Fliehkraft als das bestimmende Element unserer Gesellschaft anerkennt.

Nutzanwendung[Bearbeiten]

Die hauptsächliche Nutzung der Schwörkraft erfolgt bei der sogenannten Schwörkraftfalle, die seit der Steinzeit bekannt ist. Hierbei wird der Mensch durch einen Eid dazu gebracht, sich selbst für seine Mitmenschen oder eine die Welt verbessernde Ideologie bzw. Religion zu opfern. Häufig wird ihm dabei in Aussicht gestellt, nach seinem Tode eine bevorzugte Behandlung genießen zu dürfen; in anderen Fällen genießt dieser Mensch nach seinem Tod das besondere Ansehen, welches er in den Augen seiner Mitmenschen errungen hat.
Weitere Anwendungsbereiche sind beispielsweise Pendeluhren, die einen moralisch verpflichteten Menschen unter Zeitdruck setzen und ihm im weiteren Verlauf die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Denken nehmen. Dadurch kann sich die Schwörkraft ungehindert entfalten und somit das Verhalten des Menschen im positiven Sinne beeinflussen.

Künstliche Schwörkraft[Bearbeiten]

Im Unterschied zu der oben beschriebenen natürlichen Schwörkraft gibt es seit Ende des 20. Jahrhunderts auch ernsthafte Überlegungen, eine künstliche Schwörkraft zu erzeugen, die bevorzugt in sogenannten „Scheinwelten“ (Second Life, Spiegelwelten) wirken soll. Dabei bedient man sich der Fliehkraft und definiert diese als moralische Instanz, indem man die Oberfläche der „Scheinwelt“ als die Innenfläche einer Kugel begreift – auf diese Weise wirkt die Fliehkraft ‚nach innen’ und fungiert im geschlossenen System als Schwörkraft. Diese Vorgehensweise ist als das "Lügner-Paradoxon" bekannt geworden.
Für derzeitige Anwendungen in den „Daily Soaps“ wurden indes andere Methoden zur Erzeugung einer Anpresskraft erprobt, meistens um damit den Menschen das ununterbrochene Sitzen im Fernsehersessel zu erleichtern. So wurden beispielsweise pneumatisch gesteuerte Saugnäpfe oder schaltbare Elektrozäune als – allerdings eher mäßig geeigneter – Ersatz für die Schwörkraft des Zuschauers bemüht. All diesen Lösungen ist gemein, dass sie Energie zu ihrem Betrieb benötigen und von Störungen betroffen sein können.

Siehe auch[Bearbeiten]