Gelungener Artikel

Scherzartikel

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Emblem und Wahlspruch der Stupidedia, dem weltlichen Arm des Ordo Templi Dementiae (OTD), der mit Scherzartikeln dealt

Ein Scherzartikel (iocus articulus) ist ein vorder- oder hintergründig sinnfreier schriftlicher Beitrag auf einer ominösen Satire-Plattform im Internet mit dem Namen Stupidedia. Der vorliegende Artikel bildet in jenem Userportal die einzig wohltuende Ausnahme und ist, trotz fehlenden generischen Femininums, an vernünftige männliche und weibliche Hierophanten der Dementiae gerichtet.

Etymologie von „Scherzartikel“[Bearbeiten]

Das Wort Scherzartikel besteht aus zwei Bestandteilen: Scherz und Artikel. Scherz besitzt in *sker seine indoeuropäische Sprachwurzel, die ursprünglich „springen, hüpfen“ meinte. Der Begriff Artikel hingegen leitet sich vom lateinischen articulus her, was die Verkleinerungsform von artus für „Gelenk, Glied“ darstellt. Deshalb nun einen Scherzartikel als „hüpfendes, kleines Glied“ zu bezeichnen oder gar männliche Scherzartikelschreiber mit diesem zu bezichtigen ist unkompetent und impotent. Vielmehr trifft als korrekte Übersetzung „springendes, kleines Gelenk“ zu, denn viele frühere Scherzartikelproduzenten in diktatorischen Staaten, die gegen das Establishment satirisch unkten, mussten sich nach ihrer Ergreifung zunächst mit ihren Häschern und anschließend mit ihren herausgesprungenen kleinen Kiefer- und Kniegelenken in den Notaufnahmen oder Dissidenten-GULags herumschlagen.

Der Scherzartikelproduzent[Bearbeiten]

Ein zukünftiger Stupidedia-Autor und Scherzartikelhersteller: Desillusioniert, scherzdebil, betäubt durch alkoholgetränkte Nuggel und sich an einen Stupiteddy-A klammernd, bald nur mehr sein einziger Freund in jahrelanger PC-Klausur
Ein geschlossenes Therapiezentrum der Barmer Ersatzkasse, mutmaßlicher Sitz der Stupidedia und des OTD

Psychologie und Ätiologie des Scherzartikelproduzenten[Bearbeiten]

Die in der Geschichte nachgewiesenen sch(m)erzhaften Erfahrungen prägten seither alle Scherzartikelhersteller über Generationen hinweg. So neigt er nun dazu auch in der Stupidedia seine gallig-bitteren Kommentare über alle wichtigen Themen in der Welt ungefragt verborgen abzugeben und in diesem dekadenten Nischenbiotop seine eklatante Verwirrung unverhohlen preis zu geben. Diese Verwirrung entstammt einem tief sitzenden, im Säuglingsalter fußenden Komplex, der den Entzug der Mutterbrust, die Enttäuschung über Milumil Folgemilch und den lauen, aber in Alkohol zur Unterdrückung des Protestgeplärres eingetauchten Ersatznuggel zum Inhalt hat. „Das soll wohl ein Scherz sein!“ wäre damals bestimmt der empört und mit großen Augen getätigte Ausruf gewesen, hätte eine gewisse verständliche Artikulation schon den Babymund verlassen können. Aber in diesem Unvermögen sackte dieses Gefühl in das Unterbewusstsein ab.

Krankheitsverlauf des Scherzartikelproduzenten[Bearbeiten]

Der Sack öffnete sich wieder nach Erlangung alphabetischer oder ähnlicher Schriftkenntnisse und dieses unterdrückte Protestscherzgefühl, auch Scherzdebilität genannt, wird seither in Scherzartikel verarbeitet und ausgelebt. Daran haftet allerdings immer noch die einst beruhigende emotionale Verbindung zum alkoholisierten Nuggel, so dass Scherzartikel der Stupidedia meist in Korrelation mit weichen Drogen entstehen, aber kaum noch während des Genusses von Milumil Folgemilch. Da solche Artikel aber für den Autoren als Therapie gelten, erstatten bereits einige Krankenkassen bei Einsendung der Werke Krankenkassenbeiträge zurück. Es wird sogar gemunkelt, dass die Zentrale der Stupidedia mitsamt ihren Ordensführern, den Diktatoren, eigentlich ein geschlossenes Therapiezentrum der Barmer Ersatzkasse für besonders schwere Fälle von Verwirrung und Scherzdebilität ist. Die Wiedereingliederung in den Alltag und ins Arbeitsleben nach der Genesung findet in den Archivkellern theologischer Fakultäten statt, die Rückfallquote soll aber sehr hoch sein.

Kurze Scherzartikelkunde (Iocusokie)[Bearbeiten]

Bestandteile des Scherzartikels in Stupidedia[Bearbeiten]

Der Scherzartikel in Stupidedia besteht meist aus einem beleidigenden, einem verwirrten und einem unsinnigen Teil, die jedoch kaum zu unterscheiden sind. Darin eingebettet sind erhellende Passagen, die Süddeutsche-Zeitung-Abonnementen ebenso wenig verstehen, wie Besucher von Tokio Hotel Konzerten. BILD-Zeitung-Leser hingegen werden in den Artikeln keine Unterschiede zu ihrem favorisierten Nachrichtenblatt erkennen, was Informationsgehalt und den Sinn für das Wesentliche betrifft. Dort, wo der Scherzartikel unerreichte philosophische Höhen erklimmt, was nicht selten geschieht, können ihm nur mehr andere Stupidedia-User des OTD, der Dalai Lama und Jürgen Habermas folgen.

Qualitätsstandards von Scherzartikel in Stupidedia[Bearbeiten]

Freiherr von und zu Guttenberg und Schlumpfhausen. Einer der erfolgreichsten Scherzartikelhersteller außerhalb der Stupidedia und des OTD.

Um die intellektuelle Abgrenzung nach unten zur Süddeutschen Zeitung, Bussi Bär und den Werken Heideggers und Adornos zu wahren, wachen besagte eingewiesene Diktatoren und ihre ausgebeuteten Hilfswilligen über das Niveau der Scherzartikel. Im „Real Life“ gilt es ihnen allerdings diese Tätigkeit verborgen zu halten, nicht wegen des immensen illegal erwirtschafteten Verdienstes – der läuft unter der Hand über Konten auf den Cayman Islands – sondern aufgrund der Diskreditierung, die eine Verbindung mit dem OTD und den Stupidedia-Machenschaften bedeuten würde. Eine Enttarnung könnte erhebliche Hindernisse aufwerfen, etwa bei einer Karriere, die auf das erlauchte Tragen einer Tiara hinzielt oder eine solidere und integerere Laufbahn als Fleischereifachverkäuferin. Eine Verquickung von Facebook und Stupidedia mit gleichen Signaturen oder Nicks ist deshalb unerwünscht.

Wehrkraftzersetzende Folgen von Scherzartikeln in Stupidedia konnten bisher nicht nachgewiesen werden, zumal dieses Ergebnis bereits ein fränkischer, langnamiger Adeliger ohne besondere eigene, aber dazugekaufte, Fachkenntnisse erreichte. Darum steht Stupidedia bis jetzt noch nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

Einige Scherzartikel außerhalb der Stupidedia[Bearbeiten]

  • Der amerikanisch-deutsche Geheimdienstbericht über Chemiewaffen im Irak.
  • Das Kyoto-Protokoll.
  • Die Konstantinische Schenkung.
  • Die UN-Resolution gegen den Hunger in der Welt.
  • Die Sicherheitszertifikate der Titanic.
  • Die Bedienungsanleitung von WinDoof.
  • Die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen.
  • Die Atomsicherheitsberichte, an die Kanzlerin Merkel glauben wollte.
  • Die Berichte über einen Buh-Wuh unter dem Bett.
  • Die Doktorarbeit von von und zu und so weiter.

Andere Begriffserklärungen für Scherzartikel[Bearbeiten]

Wer hier andere Begriffserklärungen für das Wort Scherzartikel erwartet, soll sich gefälligst nicht auf dieser destruktiven Internetseite herumtreiben. Dann braucht er sich nicht als Spießer, BWL-Hirni oder FDP-Wähler beschimpfen lassen, was hiermit geschehen sei, sondern kann sich mit seinesgleichen in Sockenstrick- oder Lehrerforen austauschen, die alleinige, unzerbrüchliche Wahrheiten vermitteln.

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Gelungen

Der Artikel Scherzartikel ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

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