1 x 1 Bronzeauszeichnung von Stupifan

ReNo

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Eine ReNo hat die Fähigkeit, alles gleichzeitig zu machen.
Eine ReNo bei der Arbeit.

Eine ReNo (mancherorts auch ReFa) ist ein weibliches Arbeitstier, das in aller Regel bei einem Rechtsanwalt beschäftigt ist. Manche ReNos sind auch in größeren Firmen mit eigener Rechtsabteilung beschäftigt.


Ausbildung[Bearbeiten]

Die Ausbildung zur ReNo oder ReFa dauert 3 Jahre. Wer will, kann aber auch auf 2 1/2 Jahre verkürzen. Während der Ausbildung gilt die Regel "Ich Chef - du nix" oder wahlweise "Ich länger hier als du - du nix". Mit anderen Worten: Man ist als ReNo-Azubi der Laune seines Chefs oder der seiner übergeordneten Kollegen ausgesetzt.

Für alle, die an einer Ausbildung zur ReNo oder ReFa interessiert sind, gibt es die nachstehende Übersichtstabelle:

Übersicht Rang in der Bürohierarchie Lerninhalte Berufsschule Gehalt (brutto)* Status
Jahr 1 ganz, ganz, ganz, ganz unten noch unter der Teilzeitkraft, der Azubine aus dem 2. und der Putzfrau, also quasi in der Hölle Kaffee kochen, Post holen, Mülleimer leeren, Akten suchen, Akten schleppen, Akten vorlegen, Akten wieder weglegen, Brötchen holen, Einkäufe für Kollegen tätigen, Glühbirnen wechseln und Ähnliches. Recht allgemein, AWL (Wirtschaftslehre), Rechnungswesen, Politik, Deutsch, Tippen und ... Religion (warum, weiß keiner) furchtbar wenige €uro Sklave
Jahr 2 nicht mehr ganz, ganz, ganz, ganz unten aber trotzdem ganz unten - unter der Azubine aus dem 3. aber immerhin über der Azubine aus dem 1. Tippen nach Band und die Fähigkeit, alles gleichzeitig und immer "sofort" zu machen. Ansonsten alles das, was man auch im 1. Jahr schon gemacht hat. Recht allgemein, Zivilprozessrecht, Kostenrecht, AWL, Rechnungswesen, Politik, Deutsch, Tippen und … immer noch Religion ganz wenige €uro Sklave
Jahr 3 über den Azubis aus dem 1. und 2. Jahr aber unter allen anderen Mahnbescheide machen, Zwangsvollstreckungsaufträge machen und wenn man Pech hat und es gibt keine Azubis im 1. oder 2. Jahr, auch alles das, was man im 1. und 2. Jahr gemacht hat. Recht allgemein, Notariat (als ReNo), AWL, Rechnungs-
wesen, Politik, Deutsch, Tippen und ... kein Religion mehr (juhu!)
€uros die immer noch nicht zum Leben reichen Sklaventreiber der Azubis im 1. und 2. Jahr oder Sklave, wenn diese nicht vorhanden sind.

(*Das Ausbildungsgehalt wird von den hohen Tieren bei den Rechtsanwaltskammern vorgeschlagen, denen natürlich relativ egal ist, wie viel ihre Angestellten verdienen, solange sie selbst genug haben, um einmal im Monat einen "Kurzurlaub" machen zu können.)

Prüfung[Bearbeiten]

Ablauf der Ausbildung grafisch dargestellt

Die Prüfung wird nach 3 Jahren - wahlweise auch schon nach 2 1/2 Jahren (wenn man den entsprechenden Notendurchschnitt hat)- zunächst schriftlich in den Fächern Recht/AWL, ZPO/Notariat, RVG/KostO, Rechnungswesen und ... (diesmal nicht Religion) Tippen abgelegt.

Erlaubte Hilfsmittel:

  • Gesetze (die besten Spicker, wo gibt!) - Wenn man will, kann man ruhig alle Gesetze der Welt mitschleppen, die würden dann aber nicht in die Handtasche passen. In der Regel genügt der "Ziegelstein" oder eine andere Sammlung.
  • Taschenrechner (wow) und
  • Gebührentabellen - ("die Liste" wuaaahh)

Nach der schriftlichen folgt in der Regel die mündliche Prüfung, vorausgesetzt man hat die schriftliche bestanden. Wenn nicht, geht das Ganze wieder von vorne los (siehe nebenstehende Grafik). Zur mündlichen Prüfung wird geladen, wer die schriftliche Prüfung mindestens mit einer 4 bestanden hat (oder, wenn es dazu nicht gereicht hat, die Nachprüfung).

Erlaubte Hilfsmittel:

  • Nix (wie, nix?) gar nix (HILFE!!!)

Tja, dann sitzt man also in der mündlichen Prüfung vor 3 - 4 hochkompetenten Leuten (meistens Lehrer, aber auch Rechtsanwälte oder Rechtspfleger) und wird über Güterstände, Kostenberechnung, Zwangsvollstreckung, Kaufverträge etc. pp. verhört.


Beispiel für den Verlauf einer mündlichen Abschlussprüfung[Bearbeiten]

Die nun folgenden Zeilen stammen aus einer mündlichen Abschlussprüfung im Sommer dieses Jahres und wurden per Band mitgeschnitten:


"So, heute ist der 15.06. d. J. 15:00 Uhr (letzte Prüfung, endlich...). Prüfling ist Frau -mieeeeeep-*. Im Prüfungsausschuss 2 sitzen Frau Rechtsanwältin -mieeeeeep-, Herr Rechtspfleger -mööööp-, Frau Lehrerin -mieeeeeep- und ich, Lehrer für Rechtskunde -mööööp-.

  • So, Frau -mieeeeeep-, sind Sie schon aufgeregt?
  • War das jetzt schon die erste Frage???
  • Nein, die kommt jetzt: Erklären Sie mir den Unterschied zwischen konstitutiv und deklaratorisch.
  • Hä, wat?
  • Na gut, dann sagen Sie uns doch bitte mal, was man für eine Zwangsvollstreckung braucht.
  • Ähm... TKKG!
  • Aha und was heißt das?
  • Äh... KA
  • Also KA ist Ihrer Meinung nach TKKG?
  • Nee, ADAC!
  • ...?!?
  • Ähm, ja... ok (jetzt schaltet sich die Frau Rechtsanwältin ein), dann fange ich mal anderswo an. Was gibt es denn für Güterstände?
  • Also ich glaube die stehen immer nur am Bahnhof... vielleicht auch im Hafen, da stehen auch immer so viele Wagons rum.
  • *hust* ...
  • ...(mindestens 3 Minuten Stille)
  • Ja,... dann fange ich mal mit Rechnungswesen an. Nennen Sie doch mal bitte den Unterschied zwischen Bestandskonten und Erfolgskonten.
  • Also die Bestandskonten sind die Konten, die nur bestehen und die Erfolgskonten sind die, die Erfolg haben
  • ... (die Rechnungswesenlehrerin schlägt die Hände über dem Kopf zusammen)
  • Frau -mieeeeeep- eine letzte Frage: Was haben Sie in 3 Jahren Ausbildung beim Rechtsanwalt gelernt?
  • 'Ähm... Dass man die Dinge immer so auslegen muss, wie sie für einen selbst am günstigsten sind.
  • Ja dann haben Sie ja wenigstens etwas gelernt... Tja, die Prüfung... die haben Sie leider, aber auch nur ganz knapp, nicht bestanden...
  • Sch...
  • Na, Frau -mieeeeeep-, so was sagt man doch nicht. Also gleich bekommen Sie das vorläufige Prüfungsergebnis ausgehändigt, das wird Herr -mööööp- ausfüllen. Ja und dann sehen wir uns in einem halben Jahr in aller Frische wieder, wohl?
  • Versprochen!

Für die Richtigkeit der Übertragung vom Tonträger:


-mööööp-
Rechtspfleger "

(* Die Namen wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen übermieeeeeept bzw. übermööööpt.)

Prüfung geschafft - und jetzt?[Bearbeiten]

Nach der Ausbildung hat man entweder das Glück (oder Pech, je nach dem) von seinem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden. Dann muss man aber damit rechnen, dass man ewig die Auszubildende bleibt. Wenn man - und das ist in den meisten Fällen so - nicht übernommen wird, muss man sich halt was suchen. Die meisten ausgebildeten ReNos fangen aber irgendwo anders an, also in einer ganz anderen Branche.

Die Forscher des Instituts DOST (doofe Statistiker) haben eine Studie aufgestellt und alle ReNos, die in den letzten drei Jahren die Abschlussprüfung bestanden haben, gefragt, was sie nach der Ausbildung machen und hierzu eine Statistik aufgestellt:

  • 6 % sagen, dass sie von dem Ausbildungsbetrieb übernommen werden
  • 60 % sind froh, dass sie nicht übernommen werden, und haben sich eine anderweitige Anstellung gesucht
  • 16 % machen eine weitere Ausbildung in anderen Branchen
  • 10 % suchen sich eine Anstellung als ReNo aber in einer anderen Kanzlei
  • 7 % werden Hartz-IV-Empfänger oder heiraten
  • und 1 % studiert Jura

Tätigkeit als Angestellte[Bearbeiten]

Was man in der Ausbildung nicht gelernt hat, lernt man eben als Angestellte dazu. Zum Beispiel, wie man telefoniert, dem Chef gleichzeitig dabei zuhört, wie er sich wieder über seinen vollen Terminkalender beschwert, nebenbei ein Diktat schreibt und Termine vergibt.