Prokurist

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Begriffsbestimmung[Bearbeiten]

Prokurist, abgeleitet aus dem angelsächsischen Portikus, ist eine Bezeichnung für einen großen, durchscheinenden Korpus, dem leichtgläubige Vorsteher größerer Ansammlungen von Akten, Mammon, Sachen oder Dienstleistungen - auch genannt Unternehmen - häufig eine Vielzahl an Aufgaben und ein hohes Gehalt zuweisen.

Herkunft[Bearbeiten]

Der Prokurist stammt als Ergebnis einer Fehlkopulation indirekt vom Halbaffen ab. Am häufigsten ist er in Zentral-Europa und den Vereinigten Staaten anzutreffen. Im Jahre 1956 wurde ihm durch die Wissenschaft die noch heute gültige Bezeichnung verliehen.

Rassenmerkmale[Bearbeiten]

Man unterscheidet den

Prokurist in dubio pro reo (Obergattung)

  1. Prokurist delikti
  2. Prokurist intrigantus
  3. Prokurist nixahnuns
  4. Prokurist sesselpupsus
  5. Prokurist fatalus

Grundsätzlich schiebt der Prokurist alle Fehlentscheidungen auf ihm untergeordnete Indianer und Sklaven unterster Rangordnung ab. Darum ist die Bezeichnung "in dubio pro reo" - "der Prokurist hat nie Schuld" für alle Prokuristen zutreffend. Häufig finden sich Kreuzungen in Folge inzestuösen Paarungsverhaltens, sodass beispielsweise ein Prokurist delikti auch Merkmale des nixahnuns aufweisen kann. Zu den Rassen im Einzelnen:

delikti: eine sehr häufig anzutreffende Spezies. Denn kein Tun eines Prokuristen ist je ohne fatale und mitunter auch illegale Folgen geblieben. In diesem Zusammenhang wird auch sogleich das auffälligste Merkmal des Prokuristen fatalus deutlich, der häufig in Personalunion mit dem delikti anzutreffen ist.

Der intrigantus findet sich merkwürdiger Weise fast ausschließlich unter den Prokuristen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen wieder. Seine größten Fähigkeiten bestehen darin, den Ruf und das Ansehen seiner Mitarbeiter und Sklaven durch Lug und Trug, untergeschobenes Beweismaterial und ähnliches zu ruinieren.

Die Spezies nixahnuns scheint sich mit nahezu allen anderen Spezien in der Vorzeit gepaart zu haben. Fast alle haben nämlich keine Ahnung. Er zeichnet sich durch das Wissen auf dem Niveau einer Banane aus, weiß allerdings hervorragend zu bluffen und das Nichtwissen damit zu überspielen.

Der sesselpupsus dagegen scheint die verträglichste und auf Harmonie bedachteste Spezies zu sein. Er verbringt sein Tagwerk überwiegend mit der Delegation von Aufgaben und hält ansonsten seinen Sessel warm und mitunter auch ein wenig feucht.

Umgangsempfehlungen[Bearbeiten]

Wie sich aus den vorstehenden Ausführungen bereits ergibt, kann die unmittelbare Nähe eines Prokuristen schwerwiegende Folgen für die physische und psychische Verfassung der sich in seinem Umfeld bewegenden Personen haben. Eine gewisse Umsicht im Umgang mit dieser Spezies ist daher durchaus angezeigt, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten. Die nachstehend genannten Vorkehrungen sind als Empfehlung gedacht und stützen sich auf die letzte Prokuristenzählung im Jahre 1987 und die Auswertung der zeitgleich durchgeführten Sklavenbefragung:

  1. defensive Maßnahmen
    1. dem Prokuristen niemals den Rücken zudrehen
    2. eigene Telekommunikationshardware regelmäßig auf Abhöranlagen untersuchen
    3. auch bei kurzfristiger Abwesenheit stets einen passwortgeschützten Bildschirmschoner verwenden, die Tür zweimal abschließen und gleichzeitig die Klinke unter Strom (mindestens 450 Volt) setzen
    4. eigene erfolgversprechende Ideen oder Verbesserungsvorschläge sofort mit einem Copyright versehen oder zum Patentamt flitzen bevor der Prokurist sie klaut

  2. offensive Maßnahmen
    1. die vom Prokuristen im eigenen Telefon installierte Wanze unauffällig demontieren, in das Telefon des Prokuristen verbringen, die Frequenz ändern und alle Gespräche mit dem eigenen PC als spätere Beweismittel mitschneiden
    2. unter den anderen Indianern und Sklaven Gerüchte über den Prokuristen verbreiten. Als besonders effektiv in der Entfaltung der für lauten Flurfunk notwendigen Eigendynamik hat sich der geflüsterte Standardspruch: "Der Freund vom Schwippschwager meiner Kusine hat erzählt, unseren Prokuristen gestern mit der Frau des Chefs in der Sauna getroffen zu haben!" erwiesen.
    3. persönlich und/oder vertraulich an den Chef addressierte Post öffnen und für jedermann ersichtlich neben die Brottüte des Prokuristen legen. Es empfiehlt sich, dem Chef anschließend mitzuteilen, der (selbstverständlich nicht ) anwesende Prokurist wolle ihn gerne persönlich in seinem Büro sprechen

Schlussbemerkung[Bearbeiten]

Obwohl der Prokurist zumeist eine ranghohe Position in einem Unternehmen bekleidet, können durch ihn ausgelöste Probleme häufig durch vorkehrende Maßnahmen vermieden oder zumindest abgemildert werden. Wenden Sie sich im Zweifel an eine der vielen Beratungsstellen. Name und Anschriften finden Sie im Telefonbuch unter den Einträgen: Schädlingsbekämpfung.