Privatisierung

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Hier wurde schon vor längerem das Pflaster und die Laternen privatisiert. Außerdem ist die Nutzung beschränkt worden.

Die Privatisierung ist ein Prozess der dafür sorgt, dass öffentliche Dinge in den Besitz eines Einzelnen (homo privatus) geraten. Es hört sich zwar an wie Zauberei, ist aber einfach und logisch erklärbar. Dieser Prozess der Privatisierung kann administrativer, politischer, physischer oder chemischer Natur sein.

Administrativ[Bearbeiten]

Der administrative Vorgang ist die klassische und mit Abstand häufigste Variante der Privatisierung. Er wird in der Regel von einem Finanzbeamten vollstreckt, der öffentliches oder genossenschaftliches Geld für seine privaten Zwecke abzweigt. Böse Kommunisten schimpfen darüber heftig und nennen es "Korruption". Die meisten Politiker hingegen sehen in dieser administrativen Privatisierung nur einen legitimen Leistungsanreiz für die träge Beamtenschaft. "Je mehr Geld ein Steuereintreiber in seine eigene Tasche stopft und auf seine Schwarzgeldkonten in der Schweiz transferiert, desto höher seine Motivation, um auch für den Staat mehr Geld einzukassieren.", argumentieren sie und nennen stets die Römer als Vorbild oder genauer gesagt die Provinzgouverneure der Römer. Außerdem bringen hohe Steuern den Bürgern Respekt vor der Obrigkeit bei, weshalb die Beamten sie ruhig noch etwas härter ausquetschen sollten! Auf diese Weise wurden alleine im Jahr 2008 über 50 Milliarden Euro in Deutschland privatisiert. "Ein kleiner Schritt der Beamten, aber ein großer Schritt für die freie Marktwirtschaft!", lobt Guido Westerwelle.

Neben dieser direkten Form der administrativen Privatisierung existieren auch indirekte Varianten. Hierbei privatisieren die Verwalter nicht direkt das öffentliche Eigentum, sondern kassieren privates Geld, um öffentliche Vorteile wiederum an Private zu verkaufen. Dieses Angebot reicht von harmlosen ärztlichen Rezepten für Heroin bishin zu hervorragenden Abschlusszeugnissen, wobei sich hier in der Regel die Lehrer, Direktoren und Schulkommissare den Erlös teilen und ihn privatisieren, indem sie sich lieber ein schickes wohlverdientes Auto kaufen, anstatt das Geld in alter kommunistischer Sitte für die Sanierung der einsturzgefährdeten Schulgebäude auszugeben. Besonders teuer sind Abschlusszeugnisse, akademische Titel und richterliche Freisprüche. Politiker argumentieren, dass bestochene Richter hochmotiviert sind, um schnelle und rationale Entscheidungen zu treffen und wenn diese Entscheidungen nur vom privaten Nutzen her rational sind, dann umso besser, weil privat ist besser als der Staat. Denn während ein unbestechlicher Richter Wochen, Monate, Jahre verstreichen lässt, so erhöht sich die Produktivität der Rechtssprechung um astronomische Dimensionen, sobald die Interessen des Richters privatisiert worden sind.

Politisch[Bearbeiten]

Eine politische Privatisierung ist ebenfalls eine sehr produktivitätssteigernde Angelegenheit. Doch sie funktioniert etwas anders, als die administrative Art. Hier privatisiert der Politiker seine politischen Entscheidungen, indem er sie anstatt kostenlos den Wählern (welch eine Verschwendung!) lieber völlig zurecht den zahlungskräftigen Unternehmen anbietet. Die Diäten bleiben so oder so in der Tasche. Wo wäre also der Leistungsanreiz, wenn nicht durch die dicken Bündel an Geldscheinen von seiten der Lobby? Lobbyisten leiden völlig zu Unrecht an einem sehr schlechten Ruf. Dabei gibt es niemanden, welcher die Politiker und Beamten so sehr motivieren und deren Arbeitsprozesse so rationalisierend beschleunigen kann, wie sie. Die politische Privatisierung ergibt einen glänzenden Dreieckshandel: Der Politiker kassiert hierbei nicht mehr das Geld direkt vom Staat (wie bei administrativen Privatisierungen; siehe oben), sondern in gewaltigen Mengen von der Industrielobby, welche dafür noch weitaus größere Summen vom Staat erhält. "Ein exzellentes Privatisierungsmodell", schwärmt der Bundeskanzler Angelo Melker.

Physisch[Bearbeiten]

Das ist zweifellos die gröbste Form der Privatisierung. Dafür steht sie allerdings auch jedem offen - schließlich ist die freie Marktwirtschaft für alle da und bietet unbegrenzte Möglichkeiten. So auch bei der Privatisierung der Infrastruktur. Deswegen sind Einbrecher, welche öffentliche Einrichtungen plündern, um sie auf dem Schwarzmarkt gegen Geld zu verscherbeln große Wohltäter für die Privatisierung. Eine klassische Methode ist hierbei das Demontieren öffentlicher Straßenleuchten und das Abschrauben von Kanaldeckeln. Straßen werden mit Spitzhacken bearbeitet, um den Asphalt zu privatisieren. Beim Erwischen durch die Polizei können diese wirtschaftlichen Gewinne verloren gehen, nur durch Bestechung der Beamten kann die Verstaatlichung der privatisierten Infrastrukturelemente verhindert werden. Manche Polizisten privatisieren nicht nur gegen gutes Geld ihren Dienst, sondern auch ihre Waffen. Sobald nur in privaten Händen und schon hat der private Besitzer weitaus mehr Motivation, um von der Waffe Gebrauch zu machen und das ist gut für die Rüstungsindustrie, welche besonders stark hinter der Privatisierung steht. Am 11. September gelang es einer Gruppe von Arabern, gleich vier Flugzeuge und drei Gebäude zum Zweck ihres privaten Vergnügens dem bösen Staat zu entwenden. Auch manchen listreichen Soldaten gelingt es hin und wieder, einen Panzer der Bundeswehr zu privatisieren. Die physische Privatisierung ist geeignet, um Menschen zum Eigentum anderer Menschen zu machen. Sie gehören dann nicht mehr dem Staat, sondern müssen ihre Steuern an den Zuhälter oder Schutzgelderpresser zahlen. In privaten Händen ist das Geld nach Meinung der Politiker viel besser aufgehoben. Die höchste Stufe der Privatisierung ist stets die Privatisierung (=Versklavung) von Menschen, so schwärmen sie.

Chemisch[Bearbeiten]

Diese Variante ist Profis vorbehalten. Im Knast versuchen sie die Gitterstäbe chemisch aufzulösen, erreichen dabei jedoch meist nur eine Teilprivatisierung, welche zum Ausbruch nicht reicht, weil hierfür die Gitterstäbe zu mindestens 51% in privater Hand sein müssen.