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Prager Fenstersturz

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Weder die Stupidedia noch der Autor dieses Artikels wollen Gewalt gegen Leben in irgendeiner Form verherrlichen! Der folgende Text ist lediglich eine skurrile Art von Humor und kein Aufruf zu Tierquälerei, Mord, Totschlag oder zur Zerstörung der abendländischen Zivilisation! Ja, es wird brutal und eklig. Lesen Sie aus diesem Grunde am besten gar nicht erst weiter, wenn Sie in dieser Hinsicht empfindlich sind! Wenn Sie es nicht sind, wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen, Sie Barbar!
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Der Prager Fenstersturz ist ein wiederkehrendes Phänomen der europäischen Geschichte. Im Allgemeinen gilt er als Hauptbezeichnung für drei (nach einigen Quellen gar vier) ähnliche Ereignisse, welche sich über einen Zeitraum von knapp 700 Jahren in Prag zugetragen haben.

Erster Fenstersturz (1419)[Bearbeiten]

Eine Darstellung des Fenstersturzes von 1419: Die wütende Menge will den Hussiten an den Kragen. Einige Bibelopfer liegen auf dem Boden und die ersten Hussiten fliegen auch schon.

Als erster Prager Fenstersturz gilt ein Ereignis aus dem Jahre 1419, als ein Haufen religiöser Fanatiker, die sogenannten Hussiten, das Prager Rathaus stürmten um den katholischen Ratsherren und damit im Endeffekt ganz Prag und Umgebung ihren Glauben aufzuzwängen.

Um diese Ziele durchsetzen zu können, wählten die Hussiten zuerst die Guerilla-Taktik und wollten mit der Erstürmung des Rathauses lediglich ein symbolisches Zeichen setzten - Nach Erstürmung des Gebäudes entwendeten sie den Ratsherren deren stets mitgeführte Bibeln und warfen diese möglichst symbolträchtig aus dem Fenster.

Jedoch hatten die Hussiten das bekannte Phänomen eines riesigen Menschenauflaufs bei (vermeintlich) interessanten Ereignissen (kurz gesagt die erstaunliche Menge an Gaffern) vor dem Rathaus nicht beachtet. Diverse Gaffer wurden versehentlich von aus dem Fenster fliegenden Bibeln erschlagen. Es kam zu Tumulten und einer Massenpanik, durch die zusätzlich noch mehrere Menschen überrannt wurden und einige Hussiten zwangsweise den Bibeln duchs Fenster folgen mussten.
Wie viele Opfer genau an diesem Tag durch tieffliegende heilige Schriften zwangsgesteinigt wurden, ist auch durch die renommiertesten Forscher unserer Zeit nicht genau feststellbar. Es dürften aber einige gewesen sein, denn von diesem Tag an galten die Hussiten als eine der ersten Terrororganisationen der Weltgeschichte.

Der tschechische Kaiser führte, unterstützt durch den Papst, schließlich aus purer Vergeltungslust einen langen, blutigen Krieg gegen die Hussiten, welcher 1439 mit deren Niederlage endete.
Die Hussiten galten seitdem lange als verschollen und tauchten erst Ende der 1970er Jahre im Irak wieder auf, um den Wüstenstaat plötzlich in einer totalitären Diktatur zu regieren - Jahrzehntelang!
Jedoch wiederholte sich die tragische Geschichte aus längst vergangenen Tagen, wenn auch in leicht abgewandelter Form. Diesmal flogen Steine und brannten Ölquellen anstatt Bibeln. Und wieder gab es einen mehrteilig geführten Krieg, welcher Ende 2003 mit der Gefangennahme des Hussitischen Führers endete.

Zweiter Fenstersturz (1618)[Bearbeiten]

Der zweite Prager Fenstersturz (Dramatisierte Nachstellung)

Knapp 200 Jahre nach dem ersten Fenstersturz sollte der zweite erfolgen. Eigentlich war der Sturz zweier Statthalter und eines Sekretärs aus einem Fenster der Prager Burg aber nur ein großes Missverständnis.

Im Jahre 1619 sollte sich der berühmte Prager Fenstersturz des Jahres 1419 als bekannt symbolträchtiges Ereignis (Der große Sieg gegen den Terror) gefeiert werden. Dazu hatten sich kluge Köpfe eine große Show ausgedacht: Zum Jahrestag sollten sich mehrere als Bibeln verkleidete Personen symbolisch aus dem selben Fenster des Rathaus stürzen aus dem einst die echten Bibeln geworfen wurden, um sich dann auf dem Rathausplatz von der jubelnden Masse feiern zu lassen und die großen Feierlichkeiten einzuläuten.

Ein Jahr zuvor waren bereits die Bibel-Kostüme fertiggestellt worden und wurden durch zwei kaiserliche Statthalter und deren Sekretär in der Prager Burg während einer feierlichen Anprobe gründlich inspiziert.

Allerdings ging anschließend alles schief; Einige Höflinge, welche zwar in die Pläne der Feierlichkeiten eingeweiht waren – Nicht aber, dass die Probe sich nur auf die Kostüme bezog - warfen die drei Kostümierten einfach aus dem Fenster. Da die Überlegungen zur Erfindung eines sogenannten Fallschirmes noch in den Kinderschuhen steckten, wurde der Sturz aus 17 Metern Höhe zu einer unschönen Erfahrung für die Kostümtester. Glücklicherweise überlebten sie den Sturz fast unverletzt - denn die dicken Kostüme offenbarten zwar keine sonderlich ausgeprägten Flug- dafür aber Polsterungsfähigkeiten.

Trotzdem nahmen die Veranstalter die Beinahe-Katastrophe sehr ernst auf. Die Folgen für alle Beteiligten waren verheerend: Alle drei Springer wurden entlassen und zusätzlich dazu verdonnert, die verschmutzen Kostüme zuzüglich einer absurd hohen Strafgebühr zu bezahlen. Auf der Flucht vor den Gläubigern mussten sich die drei ihr restliches Leben lang im Ausland verstecken. Die Werfer wurden eine Woche später zum Tode verurteilt und auf dem Marktplatz öffentlich verbrannt.

Die schroffe Verhaltensweise der Tschechen im „Fenstersturzfall“ führte zu Ärger mit dem Ausland, was direkt in den 30jährigen Krieg mündete.

...Und die Feierlichkeiten zur 200-Jahrfeier im Jahr darauf wurden übrigens wegen schlechtem Wetter abgesagt.

Dritter Fenstersturz (1948)[Bearbeiten]

Als dritter Fenstersturz gilt der Fall eines der letzten nicht kommunistischen Politiker Tschechiens: Jan Masaryk.

Masaryk wurde am 10.3.1948 tot vor dem Fenster seines Büros gefunden. Laut damaliger Darstellung sei Masaryk in jener Nacht durch sein Büro, in welchem er aus Mangel an Alternativen auch wohnte, geschlafwandelt und dabei zufällig aus dem Fenster gelaufen.

Die Tschechische Polizei kam jedoch im Jahre 2004 auf die Erkenntnis, der Schlafwandler Masaryk sei absichtlich durch das Fenster gelotst worden. Als Täter wurden die Kommunisten genannt, welche in diesen Tagen die Macht im Ostblock mit allen Mitteln übernahmen. Sprecher der ehemaligen Kommunistischen Partei weisen aber jeden Vorwurf von sich; Ihrer Meinung nach hätten die Kommunisten viel für das Wohl ihrer Gegner getan. Beispielsweise "hätten sie nach dem bedauerlichen Fenstersturz Masaryks alle Fenster seiner Anhänger mit Gitterstäben ausgestattet und dafür gesorgt, dass immer ein geschulter Aufpasser sich in ihrer Nähe befindet."

Vierter Fenstersturz (1968)[Bearbeiten]

Der inoffizielle vierte Fenstersturz von Prag ereignete sich 1968 während des Prager Frühlings. Damals erzitterten die Straßen Prags unter den Ketten sowjetischer Panzer. Stellenweise war das Zittern derart stark, dass buchstäblich die Wände wackelten. Und so fiel an einer der Prager Hauptverkehrsstraßen ein Fenster eines Wohnhauses dank der heftigen Erschütterungen aus den Angeln und landete auf dem Kopf eines Rotarmisten. Die Rote Armee beschlagnahmte das Fenster sogleich als unerlaubte Waffe gegen den brüderlichen Einmarsch und schickte es in den Kreml.

Der Fall des herausgefallenen Fensters, welches den Russen mehr Widerstand leistete als die gesamte tschechische Armee, verbreitete sich schnell. Die Absatzzahlen für Fenster desselben Herstellers verfünffachten sich. Tausende schöpften neue Hoffnungen und leisteten den Sowjets stellvertretend für das gefangengenommene Fenster Widerstand, bis die Rote Armee sich schließlich aus Tschechien zurückzog.

Der Vierte Fenstersturz ist offiziell nicht anerkannt. Der bekannte Geschichtsschreiber Ivan Koschyenko veräußerte dazu: „In den ganzen Kriegen vor und nach dem Prager Frühling sind weltweit doch auch zahlreiche Fenster durch die Gegend geflogen – Und da hat’s doch auch keinen gefreut oder? Nur weil ein Fenster nen Russen erschlägt, ist das noch kein historisches Ereignis.“

Hintergrund: Fensterstürze im Allgemeinen[Bearbeiten]

Und wieder einmal wird irgendwo auf der Welt die Monarchie gestürzt...

Fensterstürze sind historisch gesehen keine Eintagsfliegen. Tatsächlich war es über die Jahre hinweg nie besonders selten, das Personen, Gegenstände oder beides aus irgendwelchen Gründen aus dem Fenster stürzten - Sei es eine unvorsichtige Putzfrau oder Onkel Willi auf der Jagd nach dem herausgewehten Zehner. Fensterstürze gibt es seit es Fenster gibt, welche groß genug sind um rauszuplumpsen (und hoch genug hängen, um dies zu einem interessanten Fall zu machen).

Aber neben Fensterstürzen als Unfallfolge gab und gibt es auch andere Arten von Fensterstürzen; Beispielsweise die Fensterstürze aus Böswilligkeit:
Aus einigen Königreichen des Mittelalters ist bekannt, dass ungeliebte Könige gern mal per Fußtritt aus dem Fenster befördert wurden, während sich ihre Nachfolger zeitgleich auf den Thron setzten. Dies hatte aber nur Sinn, wenn das Fenster wenigstens den höchsten Punkt der Burg bildete. Allerdings wurde diese Art des Regierungswechsels jedoch mit zunehmendem Fortschreiten der Demokratie zum Auslaufmodell.

Einigen Bevölkerungsgruppen liegt ein bestimmtes fenstersturzbezogenes Verhalten scheinbar im Blut. Besonders im Börsencrash von 1929 ließ sich bei New Yorker-Börsenmaklern ein lemmingartiges Verhalten erkennen: Sobald die Börse abschmiert, schmieren auch die Makler aus dem Fenster ab.
Dieses merkwürdige Verhalten ist laut Wissenschaftlern ein angeborener Zwang, der sich sofort einschaltet, sobald der erste Kollege es vormacht. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen komprimiert sich das Gehirn eines Börsenmaklers bei Kursabstürzen auf die Funktionsgröße eines Hühnergehirns. Dadurch kommt dann auch der bei Hühnern sehr ausgeprägte Nachmachzwang zur freien Entfaltung.

Und dann wäre da es noch der Fenstersturz aus Dummheit oder Unüberlegtheit;
Paradebeispiel dafür ist der Liebhaber, welcher sich beim Eintreffen des Ehemanns mit einem Sprung aus dem Fenster verabschiedet – Und dabei nicht bedenkt, dass er sich im vierten Stock befindet.

..und warum dauernd Prag?[Bearbeiten]

Findet ER die Antwort?

Natürlich stellt sich vielen die Frage: „Wenn Fensterstürze etwas gewöhnliches sind und es so viele gab – Warum sind dann nur die Prager Fensterstürze historisch so interessant?“

Dies mag viele Gründe haben – Oder auch keinen. Fakt ist, dass unter den 5 bekanntesten Fensterstürzen aller Zeiten drei Prager die ersten Plätze belegen, obwohl es neben Prag noch ungefähr 500 Millionen andere Städte auf der Welt gibt. Woran mag dies liegen?

Wissenschaftler haben sich mit diesem Thema ausführlich befasst und konnten im Herbst 2006 hinreichende Kenntnisse vorlegen; So bildet die einzigartige Prager Architektur angeblich einfach zu viele Möglichkeiten aus einem Fenster fallen zu können. Außerdem ist die Aussicht aus vielen Fenstern der tschechischen Hauptstadt scheinbar derart berauschend, dass man sie einmal im Freiflug genießen muss. Diese Theorie ist allerdings bisher reine Spekulation und wird in nächster Zeit von führenden Experten auf dem Gebiet paranormaler Phänomene auf ihre Richtigkeit überprüft.

Aktuell wird Prag von zahlreichen Architekten im Dienste der Wissenschaft bevölkert, die allesamt nachmessen, ob die Fenster in Prag eventuell im Vergleich zu anderen Fenstern größer sind oder tiefer liegen, sodass die Sturzgefahr erhöht ist. Mit ersten Ergebnissen ist im Jahr 2011 zu rechnen.

Man sieht also, die Wissenschaft hechelt der Antwort in Sachen Prag noch hinterher. Ebenso der Frage, wieso ausgerechnet die Prager Fensterstürze angeblich so historisch wertvoll sind. An den mangelnden Alternativen der tschechischen Geschichte sollte es nicht zwangsläufig liegen. Genauere Erkenntnisse über das Phänomen der Prager Fensterstürze erhofft man sich, sobald sich Aiman Abdallah auf die Suche nach der Lösung macht. Dies wird jedoch erst der Fall sein, wenn andere Wissenschaftler ihm die Brücke zu den Illuminaten geschlagen haben.

Wie beuge Ich Fensterstürzen vor?[Bearbeiten]

Bloß nicht zu nahe kommen!

Um nicht aus einem Fenster zu fallen, sollten Sie sich auf keinen Fall in die Nähe eines geöffneten Fensters begeben. Am besten sollten Sie ein Fenster niemals öffnen.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Fenstersturz ist gruppenabhängig. Es gibt bestimmte Risikogruppen für einen Fenstersturz, welchen Sie nicht angehören sollten, wenn Sie Angst davor haben, selbst Opfer eines Fenstersturzes zu werden. Besonders gefährdet sind demnach Putzfrauen/Männer, Handwerker (Spezialgebiet Gardinenaufhängen) und Gigolos (siehe oben).

Die gesündesten Menschen im Bezug auf Fenstersturzvorbeugung sind die sogenannten Kellerkinder, weil sie sich zumeist in einem fensterlosen Bereich aufhalten. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt rät Jugendlichen daher dringend, ihre Zeit häufiger im Keller zu verbringen, um nicht aus dem Fenster fallen zu können. Besorgte Eltern sind andernfalls dazu angehalten, die Fenster einfach zu vergittern oder die Kinder vorsorglich den ganzen Tag auf der Straße verbringen zu lassen, sofern ein ausreichender Schutzhelm gegen aus dem Fenster fallende Personen und/oder Gegenstände vorhanden ist, wie er in Prag schon seit 2004 für ALLE Fußgänger Gesetz ist.

Eine weitere Gruppe ohne Risiko sind Fassadenreiniger, Fernfahrer und Obdachlose, da sie ihre Zeit ohnehin immer außerhalb eines Fensters verbringen. Sie sind allerdings anderen, nicht fenstersturzbezogenen Risiken ausgesetzt.

Insgesamt sind Fensterstürze also ein internationales Problem, welches man offenbar speziell in Prag niemals in den Griff kriegen wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Bierboodt: Fensterstürze und ihre Wirkung - Bochum, 2005 ISBN 448126641
  • Kurt Krömer: Als das Pflaster Dellen kriegte - Berlin, 1978 ISBN 127522972237
  • Hartmut Engler: Fenster können fliegen - Oberstdorf, 2001 ISBN 226652298
  • Pavel Masatryk: Fyzches adosz dopol - Prag 1964 ISBN 16259607 (nur in Tschechischer Sprache zu bekommen)
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3. Platz beim 12. Stupid Contest

Prager Fenstersturz ist ein Gewinner des 12. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Die Elektrische Orange den bronzenen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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Gelungen

Der Artikel Prager Fenstersturz ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

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