Päpstlicher Rollstuhl
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Der Päpstliche Rollstuhl ist das historische Vorgängermodell des Papamobils. Das Gefährt war ein etwa 30 Meter hohes, hölzernes Pferd, das im Inneren von einer ausgeklügelten Mechanik angetrieben wurde. Diese bestand aus 8 Laufrädern, die von 24 Sklaven in Bewegung gesetzt wurden. An den Seitenwänden des Pferdes befanden sich kleine Öffnungen, aus denen Bolzen abgeschossen werden konnten. Die Öffnungen dienten auch zur Luftversorgung der Sklaven.
Bestiegen werden konnte der päpstliche Rollstuhl durch eine Leiter, die am hinteren Bereich des Pferdes angebracht war. Diese führte zu einem Plateau auf dem Rücken. Innerhalb des mit Metall verkleideten Pferdekopfes befand sich die Steuerkabine, in der ein Steuermann das Gefährt steuern konnte. Von dort aus war ein Rohrsystem mit dem unteren Antriebsbereich verbunden, mit dessen Hilfe den Sklaven Anweisungen über die Geschwindigkeit gegeben werden konnte.
[Bearbeiten] Verwendung
Heute geht man davon aus, dass das Gefährt während der Liturgie eingesetzt wurde, um den Papst feierlich an den Altar heranzufahren und durch die unterschiedlichen Bereiche einer Kirche zu befördern. Die Panzerung und der hohe Aufwand für Verteidigung lassen darauf hindeuten, dass die damaligen Päpste das Fuhrwerk auch für Außenfahrten verwendeten.
[Bearbeiten] Trivia
Inspiriert wurde der Päpstliche Rollstuhl durch das Trojanische Pferd. 1984 fand man bei Ausgrabungen die Überreste des Holzpferdes unter der Sixtinischen Kapelle. Neue Erkenntnisse über die Lebensweise der damaligen Päpste konnten so gewonnen werden.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Papamobil
- Papst Arthrosius (vermuteter Erbauer des Holzpferdes)
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