Omnibus

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Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel behandelt den Omnibus. Für einen relativ ähnlichen Artikel siehe hier.
Auf der ganzen Welt die gleiche Ungerechtigkeit: Ob Sitzplatz oder Stehplatz; der Fahrpreis ist der selbe.

Ein Omnibus (kurz: Bus, neuhochdt. für "Beförderung unterster Stufe") ist eine fahrbare Ansammlung von aneinandergereihten gleichgesinnten Personenobjekten, die alle kein Auto besitzen und dennoch fahren wollen. Die Stadtverwaltung lässt den Bus für weniger als 2 Euro Reingewinn von einem Ende der Stadt zum anderen Ende fahren.

Ungleichheitsprinzip[Bearbeiten]

Da zu Stoßzeiten in der Regel viel mehr Personen mit dem Omnibus (Mehrzahl: Omniben; folgt aus der Globus-Globen-Regel) fahren möchten, als der Omnibus Sitzplätze hat, müssen die meisten Personen im Omnibus stehen. Es ist aber nicht so, dass die stehenden Personen deswegen weniger für die Busfahrt bezahlen müssten als diejenigen, die sitzen dürfen: wer im Bus steht, muss genau soviel bezahlen wie jemand, der einen der raren Sitzplätze bekommen hat.

Außerhalb der Stoßzeiten fährt der Omnibus leer oder mit nur bis drei Personen besetzt. Das hat den Vorteil, dass nicht nur alle Personen ihre Sitzplätze bekommen, für die sie ja bezahlt haben, sondern dass sie sich ihre Sitzplätze auch aussuchen dürfen. Omnibusleerfahrten leisten zudem einen wertvollen Beitrag zur Mineralölvernichtung.

Für die Busfahrten bezahlt ein Rentner pro Jahr etwa so viel wie ein Schulkind in nur drei Monaten, denn Eltern von Schulkindern gelten als übermäßig reich. Zum Ausgleich für diese Ungerechtigkeit aber müssen im Omnibus Schulkinder Rentnern ihre Sitzplätze überlassen.

Umweltschutz[Bearbeiten]

Um andere Verkehrsteilnehmer zu demütigen, wurden die Bushaltestellen Mitte der 80er Jahre von ihrem naturgegeben Platz am Fahrbahnrand mitten auf die Fahrbahn verlegt. Wenn ein Bus für 3 Minuten anhält, müssen nun auch ca. 80 unbeteiligte Autos drei Minuten lang warten. Dies gewährleistet, dass niemand schneller sein Ziel erreicht, der es wagt, anstatt mit dem Bus mit einem eigenen Fahrzeug zu fahren.

Busse schonen die Umwelt, aber nur auf der rechten Seite, die ja dem Bürgersteig zugewandt ist. Abgase bläst der Bus seinen natürlichen Feinden ins Gesicht, den übrigen Verkehrsteilnehmern hinter ihm und auf der Gegenfahrbahn. Wer einmal links an einem Omnibus vorbeifahren oder gar hinter ihm herfahren musste, der wünscht sich wahrhaftig eine Welt ohne Omnibusse.

Philosophie[Bearbeiten]

Omnibusse sind durch ihr geringes Eigengewicht bauartbedingt darauf ausgelegt, möglichst ruckartig anzufahren und zum Anhalten ebenso heftig zu bremsen. Das oft raue Fahrverhalten des Omnibusses ist also kein böser Wille des Busfahrers, der bei seiner Frau wieder mal nicht durfte, sondern eine rein technische, bei der Konstruktion des Fahrzeugs unvermeidliche Begleiterscheinung.

Sitz-Kunst[Bearbeiten]

Zu den exklusivsten Objekten, die im Bus zu finden sind, zählen die Bussitze. Das Aussehen ist Ausdruck der Gedanken des erschaffenden Designers und reicht von zeitlos-hässlich bis einfarbig-beschmiert. Gerne wird dabei auch eine wilkürlich wirkende Mischung aus ungeordneten, bunten Linien gewählt, das an die ersten Malversuche eines 2-Jährigen erinnert. Das hängt mit dem Alter des Designers zusammen. Ebenso beliebt sind ungeordnete Symbole, wie die Wahrzeichen der Stadt in der der Bus fährt. Diese werden in Farbkombinationen im 80er-Jahre-Stil auf die gelben Sitze gedruckt und vollenden den Eindruck von Geschmacksverirrung.

Anfangs waren sie aus glatten Plastik und sollten einen Lederimitat-Imitat ähneln, aber da der durschnittliche Fahrgast sich nicht aus eigener Kraft festhalten kann und bei den oben beschriebenen Fahrmanövern vom Sitz rutscht und gegen die, vor ihm liegende, Metallstange knallt, wurde auf eine Synthetik-Lösung aus der Weltraumforschung gesetzt. Diese hatte noch den weiteren Nachteil, dass die Sitze auch nach 100 Jahren nicht gereinigt werden müssen und man so in manchen Bussen Staub aus der Kaiser Wilhelm Zeit einatmet.

Arbeitsmoral[Bearbeiten]

Busfahrer haben es nicht eilig an ein Ziel zu kommen, weshalb sie auch immer zu spät kommen. Deswegen gibt es bei den Bushaltestellen auch oft keine Buspläne, damit sich die Leute nicht ärgern, wenn der Bus zu spät kommt. Omniben verringern somit das Herzinfarktrisiko.

Gerüchte und Nachteile[Bearbeiten]

Bei Erwähnung der vorgenannten positiven Eigenschaften dürfen in einer seriösen Enzyklopädie leider die unangenehmen Seiten des Omnibusses nicht verschwiegen werden.

So fährt in den Städten Monheim am Rhein und Langenfeld (Rheinland) die Buslinie 790. Diese Linie hat Richtung Langenfeld, wenn sie aus Monheim kommt, die Endhaltestation "Langenfeld Götsche". Dies ist nicht weiter verwerflich bis auf den Umstand, dass es einen Ort mit dem Namen Götsche eigentlich nie gab bzw. gibt oder geben wird. Die Bushaltestation Langenfeld Götsche ist ein Gerücht.

Wenn der Busfahrer auf Autobahnen einnickt, fällt der Bus mit einiger Wahrscheinlichkeit in den Graben, und ein Teil der jugendlichen Passagiere braucht nie wieder in die Schule zu gehen.

Wirtschaftlichkeit[Bearbeiten]

Um trotz der hohen Dichte der Haltestellen (in manchen Gegenden unter 50m von einer Haltestelle zur nächsten) noch finanziell rentabel zu sein, werden die Fahrpläne entsprechend angepasst. Die gängigste Methode ist hierbei die Fahrpläne nach dem Mondkalender zu richten. So fahren z.B. von 8:23 bis 10:34 die Busse in Abständen von abwechselnd 15 und 25 Minuten, halten dafür aber nicht an jeder Haltestelle (außer an denen die nur 50m voneinander entfernt stehen, dort wird grundsätzlich immer gehalten).
Danach von 10:35 bis 12:50 in Abständen von 20,5 Minuten. Dann von 12:51 bis 16:00 in Abständen von 40 Minuten, aber nur bei Vollmond. Dann von 16:01 bis 18:55 alle 30 Minuten, aber nur an schulfreien Tagen, Sonntagen, Monaten ohne r(R) im Namen und dem Erich-Honecker-Gedenktag.

Nach 18:55 fahren in ländlichen Gegenden (wie z.b. Städten mit ca. 30.000 Einwohnern) grundsätzlich keine Busse mehr (wer sollte um diese Zeit schon noch unterwegs sein wollen?). Um teures Personal zu sparen, werden möglichst große Busse gefahren, mit ca. 50 Sitzplätzen, egal ob diese dann leer durch die Gegend fahren. Dafür spart man ja schließlich an der Häufigkeit der Fahrten.

Im Jahr 1987 bewies der deutsche Mathematiker Gottlieb Zwickel, dass sich bereits ab vier Fahrten im Monat das Bus fahren überhaupt nicht lohnt. Und dass sich die Anschaffung eines preisgünstigen Fahrzeugs (z.b. kleiner Motorroller/Motorrad) bei z.b. täglichem Pendeln zur Arbeit über ein Jahr gerechnet nur einen Bruchteil einer Dauerkarte kostet, und man sich gleichzeitig nicht nach o.g. Fahrplänen richten muss. Diese Erkenntnis wird bis heute aber erfolgreich von der Busunternehmen-Mafia systematisch vertuscht.

vgl. auch Buskuppler