Bir Tawil

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Da, im Süden von Ägypten, liegt Bir Tawil. Da es aber Niemandsland ist, hebt das Gebiet auch keine Karte deutlich hervor. Vermutlich übersieht man dieses Paradies deshalb so oft.

Bir Tawil ist eine Fläche in Afrika, die zwischen Ägypten und dem Sudan liegt. Ironischerweise hat jedoch keine der beiden Staaten Interesse an diesem Landstrich, weshalb das Gebiet staatenlos ist.

Bearbeiten Der Streit zwischen Ägypten und dem Sudan

Ägypten und Sudan zoffen sich nicht wirklich um Bir Tawil, weil sie kein Interesse daran haben. Beide Staaten beanspruchen auch das Hala’ib-Dreieck für sich, welches zehn Mal größer ist als das mickrige Bir Tawil und sogar einen exklusiven Platz am Roten Meer hat. Das ist natürlich viel besser als Bir Tawil, welches scheiße heiß ist, wo keine Sau wohnt, die man anschließend herumkommandieren als neue Bürger begrüßen kann und überhaupt keine Oase hat, sondern erst mal eine bauen müsste. Aus künstlichen Palmen, versteht sich. Echte Pflanzen würden sofort Feuer fangen oder von besoffenen Truckfahrern umgefahren werden, die wie wild durch die Pampa rasen, weil es keine vernünftigen Straßen gibt.
Dummerweise kann aufgrund eines Vertrages kein Land beide Flächen beanspruchen, da das Land von der UNO eins auf den Deckel bekommen würde.

Bearbeiten Interessante Aspekte der Staatenlosigkeit

Holz fällen lohnt sich nicht wirklich, dafür stehen zu wenig Bäume in Bir Tawil.

Bir Tawil ist eines der beiden staatenlosen Gebiete der Erde. Die andere Fläche ist Marie-Byrd-Land in der Antarktis, dort ist es jedoch so kalt, dass es beinahe schon verständlich ist, warum sich da keine Sau drum schert. Pinguine sind schließlich keine Touristenattraktion; um sie zu sehen, braucht man nur in einen Zoo fahren, wo es auch gleich sehr viel wärmer ist.
Der Vorteil von Bir Tawil ist eben jene Staatenlosigkeit. Da Bir Tawil zu keinem Staat gehört, gibt es auch keine Gesetze, die in diesem Gesetz gelten könnten. So wäre es da theoretisch vollkommen wurscht, ob da jemand fünftausend Uwe Boll-DVDs brennen würde oder ob jemand außerhalb von Neujahr Feuerwerkskörper abfeuert und dabei irgendeinen unliebsamen Nachbarn verletzt. Morde und mafiöse Geschäfte sind ebenfalls legal bzw. nicht ausdrücklich verboten. Da der Spruch "Keine Strafe ohne Gesetz" gilt, ist Bir Tawil das freiste Land auf Erden.

Bearbeiten Ungenutztes Potenzial

Feiern ohne Grenzen!

Bir Tawil ist trotz der lauen Gesetzgebung eines der ärmsten Regionen der Erde. Das mag zum einen daran liegen, dass Bir Tawil so gut wie gar nicht bewohnt ist (es ziehen höchstens mal ein paar Nomaden durch und die dort lebenden Paviane zählen nicht als Bevölkerung), zum anderen aber auch daran, dass Bir Tawil als Touristenmagnet noch gar nicht wahr genommen wurde. Zahlreiche Sangriapartys würden in Bir Tawil ins Uferlose laufen. Zum einen, weil es in dem Gebiet nahe des Äquators und mitten in der Wüste so tierisch heiß ist, dass man sich immer mit einem gekühlten Bier kühlen muss, um nicht einem Hitzschlag zu erliegen, zum anderen, weil man die Musik so laut aufdrehen kann, wie man will, da es keine Polizei gibt, die irgendein Gesetz wegen Lärmbelästigung durchdrücken kann - es gibt nämlich keins.
Auch Jäger und Sammler dürfen sich freuen: Die in Bir Tawil herumstreifenden Tiere unterstehen keinem Tierschutzgesetz und können frei abgeknallt werden. Menschen im Übrigen auch.

Bearbeiten Bir Tawil - die Lösung aller irdischen Probleme?

Sind zwar nur vier AKWs im Bild, es gingen aber bestimmt noch mehr
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Die selbsternannten Experten von Wikipedia haben ebenfalls einen Artikel zu diesem Thema.

Da Bir Tawil, man kann es zurecht noch fünf, sechs weitere Male erwähnen, weil dies einfach ein klasse Aspekt ist, keine Gesetze hat, gibt es auch keine staatlichen Richtlinien zur Lagerung von irgendwelchem Schrott wie Atommüll, verbrauchtem Quecksilber und Gummiadlern. Wie eine riesige, noch unbenutzte Mülldeponie kann, sollte Bir Tawil unerwarteterweise keine Touristenattraktion werden, das Gebiet Unmengen an allen möglichen und unmöglichen Schrott aufnehmen, ohne, dass sich irgendwer darüber beschweren kann.
Gerne kann man da auch noch direkt fünfunddreißig Atomkraftwerke nebeneinander hinpflanzen, die kein einzelnes Sicherheitskriterium erfüllen und beim leisesten Windstoß in die Luft fliegen würden. Aufgrund der unbewohnten Umgebung in und um Bir Tawil ginge es den Betreibern sowieso am Arsch vorbei. Hauptsache, es kommt Strom.

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