Neoliberalismus

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Der Neoliberalismus ist eine stetig wachsende monotheistische Religion, bei der eine „unsichtbare Hand“ angebetet wird. Diese Hand leitet nach Glauben der Neoliberalen die gesamte Weltwirtschaft und alles was sonst noch so wichtig ist auf der Welt (für die Neoliberalen nicht besonders viel).
Fragt man einen Neo-Liberalen, warum er denn eine unsichtbare Hand anbetet, wird er ungefähr so antworten:

Keine Ahnung. Stell' mir nicht so viele schwierige Fragen. Ich hab mehr Geld als du, also bin ich besser als du. Die unsichtbare Hand wird dich strafen und dich in die Hölle der sozialen Marktwirtschaft werfen! Alfred Müller-Armack

Ideologie[Bearbeiten]

Mit dem allgemeinen, von dem Engländer Abdul ...langer nachname... gegründeten freiheitsstrebenden Liberalismus hat der Neoliberalismus herzlich wenig zu tun. Der Neoliberalismus ist schlicht und einfach die Businessreligion. Die Freiheit des ursprünglichen Liberalismus wurde hier kreativ neuinterpretiert. Wenn die Neoliberalen von Freiheit sprechen, dann meinen sie nur die Freiheit der Reichen und Mächtigen. Die wichtigsten moralischen Grundregeln und Aussagen des Neoliberalismus lauten:

  • Der einzige freiheitsbeschränkende Faktor ist der Staat. Aber er ist ein notwendiges Übel. Wer soll sonst die Massen der aufrührerischen Arbeiter mit der Polizei in Schach halten?
  • Die Polizei ist ein Haufen lahmarschiger Proletarier und viel zu freundlich für den Pöbel. An unseren Bodyguards, Türstehern und Rausschmeißern sollten die sich ein Vorbild nehmen!
  • Wer Geld hat, soll alles damit steuerfrei machen dürfen, was er will.
  • Wer kein Geld hat, muss unbedingt Geld brauchen und dafür arbeiten.
  • Die Arbeitslosigkeit ist gut. Sie macht die Arbeiter williger und billiger.
  • Es wimmelt nur so von offenen Arbeitsstellen, die die Unternehmer so großzügig anbieten. An der Arbeitslosigkeit sind faule Sozialschmarotzer schuld und natürlich der Sozialstaat, aber niemals die fleißigen Unternehmer und Finanziers.
  • Alle Sozialhilfen und alle Spenden sind Geldverschwendung und sabotieren den Arbeitsmarkt. Wer will schon für einen Euro in der Stunde arbeiten, wenn er beim Betteln auch soviel bekommt?
  • Jeder Verdienst für die Wirtschaft und Gesellschaft ist ein Verdienst der privaten Finanziers und der Konzerne.
  • Kommt es zu einer Wirtschaftskrise, dann ist ausschließlich der Staat daran schuld.
  • Investoren sind die besten Wohltäter.
  • Der Staat soll sich nicht einmischen.
  • Wenn ein Unternehmen pleite gehen droht, soll der Staat helfen (ist halt eine wichtige Ausnahme).
  • Gewerkschaften und Streiks sind gemeine Verschwörungen gegen die Menschheit und gehören verboten.
  • Hohe Löhne bewirken eine Inflation und machen Unternehmen unrentabel. Hohe Zinsen nicht (weil sie meistens den Reichen dienen).
  • Der Staat soll sich möglichst stark verschulden, damit der Zinssatz durch mehr Nachfrage in die Höhe getrieben wird.
  • Wer viel Geld hat, dem muss noch viel mehr Geld gegeben werden.
  • Wer wenig Geld hat, soll mit hohen Lebenshaltungskosten am Sparen gehindert werden, damit die Reichen nicht noch mehr Konkurrenz bekommen.
  • Der Mittelstand ist ein Haufen von unseriösen und gesetzlosen Betrügern. Die Selbstständigen und Kleinunternehmen sind eine lästige Konkurrenz für die einzig wahre Wirtschaft der Konzerne. Kleinunternehmen sind sowieso total unproduktiv und halten sich nur mit billigen Tricks am Leben.
  • Die gesamte Steuerlast soll von Arbeitnehmern, Selbstständigen und dem Mittelstand getragen werden.
  • Jeder Politiker, der gegen die Konzerne vorgeht, ist ein gefährlicher Marxist und muss von der CIA gestürzt werden.
  • Die Löhne der leitenden Angestellten müssen immer den höchsten der Welt angepasst werden, sonst bewerben sich nicht die Besten, sondern wandern ins Ausland ab.
  • Die Löhne der untergebenen Angestellten müssen immer den niedrigsten der Welt angepasst werden, sonst ist das Unternehmen auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig.