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Mitten im Leben

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Bei der arbeitssuchenden Erotikdarstellerin Brigitte und ihrem kettenrauchenden Mann Manfred ist immer wieder der Abwasch und das Geschirr Thema Nummer eins.

Mitten im Leben ist ein sozialkritisches Sendeformat des progressiven Fernsehsenders RTL und gehört zur Sparte Hartz-IV-TV.

Vorbild[Bearbeiten]

Die ab 1911 in deutschen Kinos gezeigten Wochenschauen gelten als Vorbild für das Sendeformat. Beiden Formaten gemein ist der verschobene Blick auf das Leben in Deutschland. In den Wochenschauen der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde der Eindruck erzeugt, Deutschland bestünde aus marschierenden Einheitsmenschen mit Bürstenhaarschnitt. Die Helden bei Mitten im Leben haben sich verändert. Der zackige Stechschritt wurde durch kollektives Herumlungern abgelöst und die einst gleichen Frisuren durch aufgeplatzte Sofakissen ersetzt. Gläubigkeit an den Staat bestimmt immer noch das Handeln der dargestellten Personen, Einst war alles richtig, was staatlich verordnet war, jetzt wird alles vom Staat bezahlt.

Themenwahl[Bearbeiten]

Der Michelinmann und ein Kollege wärend der Mittagspause.

Fast kein Thema ist zu langweilig um von den eingesetzten Drehbuchautoren nicht interessant und spannend aufgearbeitet zu werden. Ausgefeilte Dialoge und an Interviews erinnernde Einstellungen verweben sich zu spannenden Beiträgen. Beliebte Themengebiete sind Kultur, Gesellschaft und der Rückgang der sozialen Bedeutung der Pferdemetzgerei. Genau wie beim Vorbild wird das Mittel der Wiederholung massiv eingesetzt um Fakten aus Behauptungen zu schaffen. Der fortwährende Nachweis asozialen Verhaltens der beobachteten Personen lässt für den Zuschauer jegliche Form sozialer Interaktion ebenfalls als asozial erscheinen.

Top Beiträge[Bearbeiten]

Die lebenslustige Kleintierzüchterin Jutta fand in Herbert ihren Mann fürs Leben. In seinem Heiratsantrag versprach er, sie auf Händen zu tragen und verschenkte sein Auto.

Jessica und ihre 25-jährige Tochter berichten von ihrem Tag in einem Wellness-Hotel in Bielefeld. Als Spätgebärende hat die 75-jährige Jessica Schwierigkeiten die Vorliebe ihrer Tochter für reife Männer zu verstehen und vertraut sich dem blutjungen, thailändischen Masseur an. Sie klagt ihm ihr Leid und er berichtet der Interview-Kamera davon, wie sehr ihm das auf die Nerven geht. Er wolle nur Spass mit Jessica, keine Probleme.

Technische Neuerungen[Bearbeiten]

Für die Produktion der gezeigten Beiträge steht immer ein Budget von mehreren Millionen Euro zur Verfügung. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass im Laufe der Jahre einige technische Neuerungen aus diesem Format für die restliche Fernsehwelt hervorgingen.

SLL[Bearbeiten]

Da die Beiträge in echten Wohnungen gedreht werden, stammen auch die Tonaufnahmen von dort. Um den ohnehin schon professionellen Eindruck der Beiträge zu verstärken greift RTL auf die Technik des SoundsLikeLetterbox zurück. Hierbei wird das aufnehmende Mikrofon in einen Briefkasten gesteckt und die aufgenommenen Stimmen der Schauspieler, bekommen den gewünschten nasalen Nebenton. Sätze wie Meine Mudda ist voll krass der Opfer! klingen dadurch realistischer und für das Publikum vertraut.

FTL[Bearbeiten]

Um die Kosten für das Mästen der Schauspieler zu verringern, wurde auf einen optischen Trick zurückgegriffen, der auch schon im Format Einsatz in 4 Wänden angewandt wurde. Mittels mehrerer Vorsatzlinsen wird das Kamerabild gezielt verzerrt, so dass auch schlanke Personen fett und teigig wirken. Bei Mitten im Leben wurden darüber hinaus erstmals Farbfilter hinzugefügt, die Personen blasser erscheinen lassen und den Eindruck eines Stubenhockers verstärken. Die FatterThanLife genannte Technik verhalf auch Rainer Calmund zu einem Karriereschub.

Karrieresprungbrett[Bearbeiten]

Das Sendeformat genießt in der Fernsehbranche den Ruf eines Karrieresprungbretts für talentierte Schauspieler. Zum größten Teil liegt das an der exzellenten Förderung der beteiligten Schauspieler. Neben Rhetorik und Mimik, wird sehr großes Augenmerk auf eine lebensnahe Körpersprache gelegt. In langen Trainingsstunden wird den Schauspielern beigebracht, den Satz Du bist ja so ein Riesenarsch! körpersprachlich zu untermalen. Nicht wenige Stars der Handy-Video-Szene begannen ihre Karriere bei Mitten im Leben.

Verwandte Formate[Bearbeiten]

Um die behandelten Themenspektren zu erweitern, wurden weitere Formate nach den gleichen Grundprinzipien ins Leben gerufen. Beiträge, die in eines der Spezialformate aufgenommen werden sollen, müssen bestimmte Merkmale aufweisen.

Familien im Brennpunkt[Bearbeiten]

Beiträge werden nur in dieses Format aufgenommen, wenn mindestens zwei der dargestellten Charaktere ein sexuelles Verhältnis miteinander haben. Beliebt sind hierbei generationsübergreifende Beziehungen.

Verdachtsfälle[Bearbeiten]

In diesem Format werden Beiträge gezeigt, die nach dem einfachen Prinzip Herr Lehrer ich weiß was. Im Keller brennt Licht! aufgebaut sind. Der Titel des Formats wurde von Anfang an kritisiert, weil er implizit den Vorgang des Denkens beinhaltet.

Betrugsfälle[Bearbeiten]

Hervorstechendes Merkmal ist hier immer ein gerissener Buhmann und eine Schar von mehr oder weniger hellen Blitzbirnen. Selbstsicher vertritt der Buhmann seine Ansichten vor der fiktiven Interview-Kamera und lügt das ansonsten gut geschulte Team aus Stammtischpsychologen unverschämt an, bis er zum Schluss die Lust und seinen Anspruch auf ALG 2 verliert.

Zitate[Bearbeiten]

  • Ey, schau mal in Flasche. Ist schon voll leer!
  • Wenn ich gewusst hätte, was aus Dir wird, hätte der Briefträger kein Trinkgeld bekommen!
  • Mein Vater und meine Mutter könnten mit mir verwandt sein, so doof wie die sind!
  • Du bist ja ein richtiges Scheiß-Kind!
  • Ihr wollt mich wohl für dumm verkaufen, was? Soviel kann doch keiner bezahlen!
  • Ich bin nicht fett, die anderen sind zu dünn
  • Gewalt ist keine Lösung, ich geh eine rauchen