Mathematiklehrer

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Der Mathematiklehrer gehört zur Gattung der Lehrer, einer der zahlreichen Affenarten des Menschen. In zivilisierten, bevölkerungsreichen Gegenden ist dieses unzivilisierte Säugetier erstaunlich weit verbreitet. Die Alphatiere unter den Mathematiklehrern heißen Mathematikprofessoren, die Betatiere Mathematikdozenten, die Omegatiere schlicht Mathelehrer.

Merkmale[Bearbeiten]

Mathematiklehrer sind die Foltermaschinen jeder Schule. Sie zählen mit einer Schulterhöhe von 120 bis 200 cm zu den Großsäugern. Ihr Fell ist meist undefinierbar gefärbt, seltener brau oder graun. Während die Alphatiere in den oberen Partien ausnahmslos grau, weiß oder kahl sind, geben sich die Omegatiere durch ein unverkennbares Karomuster an Bauch und Rücken zu erkennen. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Lehrergattung wechselt der Mathematiklehrer sein Rumpffell durchschnittlich nur einmal wöchentlich - eine Eigenart, die er mit dem Physiklehrer gemeinsam hat.

Die Hinterläufe des Mathematiklehrers sind meist S- oder X-artig geformt, seine Hufe sind einem steinigen, unebenen Untergrund angepasst. Sie geben sicheren Halt, sind aber weniger zum schnellen Laufen geeignet. Zudem kommen sie mit dem feuchten Klima Mitteleuropas schlecht zurecht und neigen zur Bildung von Rissen und Löchern, die tief in das umliegende Gewebe hineinreichen und dort übel riechende Fäulnisherde bilden können. Trotzdem können Mathelehrer in Gefahrensituationen kurzzeitig Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreichen; schneller sind nur Sportlehrer auf dem Weg zur nächsten Oberstufenparty und Religionslehrer auf der Flucht.

Mathematiklehrer sind im Vergeich zu den anderen Affen erst relativ spät geschlechtsreif, normalerweise mit 370 bis 480 Monaten. Im Prinzip ist eine Paarung ganzjährig möglich, in der Regel findet sie jedoch im Frühjahr statt. Intelligente Oberstufenschülerinnen und paarungwillige Kunstlehrerinnen im Kollegium fördern den Fortpflanzungtrieb. Nach einer Tragzeit von x bis 2x (mit x = 6) Monaten werden gewöhnlich y bis 2y (wobei y = 1) Junge geboren. Die Entwöhnung der Jungen bis zur Eigenständigkeit dauert im Mittel 450 Monate; selten wird sie vor der Geschlechtsreife erreicht. Mathematiklehrer erweisen sich in der Regel als deutlich langlebiger als andere Lehrer; sie können mindestens 200 Jahre alt werden, Alphatiere sogar noch älter.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Neben den rein äußerlichen Unterschieden zu anderen Vertretern der Gattung Lehrer verfügen Mathematiklehrer über einige Besonderheiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind:

  • Sie besitzen sieben statt der für andere affenartige Tiere üblichen fünf und der für Huftiere üblichen sechs Lendenwirbel. Das macht sie den Raubtieren verdächtig ähnlich.
  • Mathematiklehrer verfügen über {\sqrt  (}1024) Chromosomenpaare, alle übrigen Lehrer haben nur 32.
  • Die Körpertemperatur ist bei Mathematiklehrern etwas niedriger, sie beträgt durchschnittlich nur 99 °F bis 310 K statt der für andere Affen üblichen 37 °C. Der Kopf läuft hingegen mit einer Temperatur von bis 562 °Ra oft deutlich heißer als die übrigen Gliedmaßen.

Wilde Mathelehrer und verwilderte Mathelehrer[Bearbeiten]

Wie auch bei Katzen sollte man zwischen echten Wildmathematiklehrern und verwilderten Mathematiklehrern unterscheiden. Die echten Wildmathematiklehrer wurden mit Abschaffung der Prügelstrafe in Deutschland und Österreich ihres natürlichen Lebensraums beraubt und sind demzufolge hierzulande selten geworden. Wenige Unterarten aus Südamerika und dem Orient konnten sich an die veränderten Lebensbedingungen anpassen; diese halten sich aber schön bedeckt und gut versteckt. Eine der wenigen intakten Populationen wilder Mathematiklehrer in Europa findet sich im Norden Zyperns auf der Halbinsel Strapaze.

Verwilderte Mathematiklehrer gibt es dagegen zuhauf. Jede Bildungsanstalt in jeder Gegend der Welt, die über eine derartige Institution verfügt, hat mindestens ein Exemplar vorzuweisen. Ob vorzeigbar oder nicht, sei dahingestellt. Die interessantesten Vetreter ihrer Art lassen sich zweifelsohne an Universitäten und Hauptschulen beobachten; die Mathelehrer an Realschulen und katholischen Einrichtungen für erziehungsresistente Kinder sind hingegen meist so wild wie Sadisten zärtlich.

Ein echtes Problem stellt die Verwilderung der Mathematiklehrer in den Regionen dar, in denen noch echte Wildmathematikprofessoren beheimatet sind. Es besteht berechtigter Anlass zu der Sorge, dass sich beide Bestände vermischen und so die genetische Reinheit der Wildmathematiklehrer untergraben könnten. 1,5 Millionen verwilderte Mathemamatiklehrer durchstreifen das Innere Australiens; im Südwesten der USA leben etwa 6000 verwilderte Mathematikprofessoren in direkter Nachbaschaft zu den reinrassigen Wildbeständen, die hier Burros genannt werden. Der Schutz der Burros aus historischen und sentimentalen Gründen ist jedoch umstritten, da der harte Konkurrenzkampf bei der Wurzelsuche als elementarem Bestandteil der Geistesnahrung einen Rückgang der gleichfalls vom Aussterben bedrohten einheimischen Schüler verursacht haben soll.

Kreuzungen[Bearbeiten]

Durch Kreuzung von Mathematiklehrern mit anderen Vertretern der Lehrerzunft entstehen meist unfruchtbare Mischformen:

Mythologische Bedeutung[Bearbeiten]

In der Fabel und im Volksmund wird der Mathematiklehrer als stures, aber nicht allzu dummes Tier beschrieben. In Nahen Osten gab es eine Gottheit, von den Römern Pales genannt, die gleichzeitig männlich und weiblich war und mit dem Körper eines Esels und dem Kopf eines Mathematiklehrers abgebildet wurde. Im antiken Griechenland schrieb man dem Mathematiklehrer neben Starrsinn Faulheit und eine abnorme Sexualität zu.

Sprache und typisches Verhalten[Bearbeiten]

Mathematiklehrer zeichnen sich durch eine sehr eigene Sprache und einige seltsame Verhaltensmuster aus, wobei sich Tiere unterschiedlicher Rangordnung deutlich in der Art ihrer Lautäußerungen, aber nur wenig in ihrem Verhalten unterschieden. Sowohl Sprache als auch Handlungen sind geprägt von einer gewisse Unver- und Umständlichkeit. Neurophysiologen konnten als Ursache hierfür außergewöhnliche Strukturen in entscheidenden Hirnarealen und merkwürdige Verschaltungen derselben untereinander ausmachen. Diese physische Besonderheit kann weitere - teils lustige, teils tieftraurige - Phänomene nach sich ziehen:

Sprachliche Schwächen, zuweilen begleitet von akuten Wortfindungsstörungen:

  • „Und jetzt... ähm, äh... beginnen wir... äh... mit... äh... der... äh... Vorlesung.“
  • „Äh... m äähm, ach nee n, äh... plus ähm m ... äh, nein, äh, m plus äh nee n, plus äh... n, genau, jetzt hab ich's …“

Ein gewisser Grad an Verwirrtheit:

  • Quatsch. Was wollte ich jetzt nochmal zeigen? Nee, nähnänenenee.“
  • Ein Dreieck ist wie ein Quadrat: Es ist kein Kreis!
  • „P => Q heißt, wenn P wahr, dann Q wahr auch. P <=> Q heißt, wenn P wahr dann Q wahr auch und umgekehrt.“
  • „Was ich noch sagen wollte, war: ... öh... stimmt das überhaupt? - Ich bin bescheuert, oder?“
  • „Ja, und wie viele Ecken hat denn jetzt der Kreis?“

Ein zuweilen unheimlich wirkender Pragmatismus:

  • „Wenn Sie das jetzt stört, dann kann ich Ihnen sagen, dass es eigentlich nicht stört, also ignorieren wir das mal.“
  • „Sie sehen eigentlich sofort, bei dem was ich hier schreibe, dass etwas nicht stimmen kann, aber ist ja auch egal.“
  • „Höhöhö, ich habe einen Stuhl umgeworfen - egal, können wir ignorieren.“

Demotivierende didaktische Defizite (DDD-Syndrom):

  • „Höhöhöhöhö, Ihr Resultat ist falsch!“
  • „So, nächste Woche Schularbeit. Wann wollt ihr den Termin für die Wiederholung?“
  • „Ja, Daniel, ich bin sehr stolz auf dich, du hast dich wirklich gesteigert. (...) Vier minus." (Mathematiklehrer sind stets bemüht, schlechte Schüler zu fördern.)
  • „Das wird nix! Das sehe ich schon im Ansatz.“ (in dem Moment, in dem der Schüler mit der Kreidespitze die Tafel berührt)

Eine kindlich anmutende Begeisterung für einfache Dinge:

  • „Sehen Sie es? Sehen Sie es? Es ist ein Dreieck!“
  • „... und 0 = 0. Wir haben den Beweis!“

Ein feinsinniger Humor (seltener):

  • „Das, was Sie da machen, vereinfacht zwar das Problem, führt aber zur falschen Lösung.“ (zum Versuch eines Oberstufenschülers, aus der Summe zu kürzen)