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Mühlviertler Hasenjagd

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Die Mühlviertler Hasenjagd beschreibt einen einzigartigen Vorfall im nationalsozialistischen Österreich. Es handelte sich hierbei um einen „Ausbruch“ sowjetischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen im oberösterreichischen Mühlviertel.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Ein beschaulicher Ort in einer beschaulichen Region. Nur mit einer etwas dunklen Vergangenheit

Es war im Jahre 1938, als die damals erst 20-jährige Alpenrepublik das unwiderstehliche Angebot erhielt, sich am Dritten Reich anzuschließen. Wenn dort ein Landsmann sogar Kanzler geworden ist, sich so erfolgreich für den Bau von Autobahnen einsetzt und Arbeitsplätze verspricht könnte das nur Gutes bedeuten. Von den „Vorteilen“ des Anschlusses beflügelt, wurde dieser auch von der Mehrheit angenommen. Hochrangige Personen wollten unbedingt Eindruck schinden und führten Befehle aus, bevor diese überhaupt angeordnet wurden. So auch ein gewisser Gauleiter namens August Eigruber, der sich bei ranghöheren Personen beliebt machen wollte. Dieser war von der Idee eines Konzentrationslager so dermaßen begeistert, dass so eine Einrichtung unbedingt in seiner Heimat Oberösterreich erbauen wollte. Auch wenn man bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste was so ein ominöses Konzentrationslager überhaupt darstellen sollte.

Um dem damaligen Völkerbund vorzugaukeln, dass dieses Unterfangen nur wirtschaftlichen und keinen mörderischen Zwecken dienen sollte, wurde das Konzentrationslager als „Unternehmen“ gegründet. Nur bei der Rechtsform war man sich noch nicht so sicher. Der Begriff Aktiengesellschaft hatte, angesichts der vorhergegangenen Wirtschaftskrise, einen sehr spekulativen Charakter. Und eine Genossenschaft klang irgendwie kommunistisch, man wollte schließlich nicht mit den Russen verglichen werden. Doch am Ende einigte man sich auf eine „Gesellschaft mit beschränkter (?) Haftung“. Und diese wiederum wurde übernommen durch die „Deutsche Erd- und Steinwerke, GmbH“ – mit jenem Ziel, das Projekt „Germania“ mit riesigen Steinbauen zu vollenden. Wie praktisch, dass rundherum so viele Steinbrüche in der Nähe sind.

Aufgrund der überaus intelligenten Idee, auf mehreren Fronten gleichzeitig Krieg führen zu müssen, ging es mit der Zeit an Geld, Waffen und an Personal bei der Wehrmacht zur Neige. Deshalb wurde auch bei den Konzentrationslagern der Sparstift angesetzt. Die Häftlinge bekamen weniger zu Essen (was schon zynisch genug war) und die Lagerwärter „durften“ ihren Dienst nun am Kriegsschauplatz verrichten. Alles war Mangelware, von den Patronen für das Erschießungskommando bis hin zum Zyklon B für die Duschen. Damit es aber nicht den Anschein, dass das Dritte Reich mit knappen Ressourcen zu kämpfen hat, konstruierte die Lagerleitung einen „todsicheren Plan“. Man musste nur das Arbeitspensum minimieren, was soviel heißt, dass viele Gefangene kostengünstig verschwinden sollten. Und so veranstaltete man einen „Wettbewerb“ auf Leben und Tod, der als Ausbruch getarnt war.

Ablauf[Bearbeiten]

Vorbereitung[Bearbeiten]

Es war nun der 1. Februar 1945, an dem die Lagerleitung beschloss, in etwa 500 sowjetische Häftlinge „entkommen zu lassen“. Man ging wohl davon aus, dass die Russen die Temperatur um diese Jahreszeit gewohnt waren.
Aufstellung an der Linie um die wirklich letzten Instruktionen zu erhalten
Geschichtsexperten“ behaupten auch etwas anderes. Angeblich hätte die Wehrmacht etliche Wahrsager gebeten in die Zukunft zu blicken. Diese hatten die Vorahnung, dass der 2. Weltkrieg sowieso in drei Monaten vorbei wäre und Österreich für die nächsten zehn Jahre u.a. von den Sowjets besetzt wird. Das sei der Grund, warum auch so viele Offiziere bei den Teilnehmern dabei waren – man wollte diese rote Fraktion ohne großes Aufsehen irgendwie loswerden. Auf dass diese nie wieder mehr zurückkehren und sich irgendwie politisch rächen würden.

Doch zurück zur Instruktion: Die „Auserwählten“ mussten noch einmal zum Appell antreten und bekamen die letzten Anweisungen. Die wichtigste Regel lautete, dass niemand mehr aus unerfindlichen Gründen ins Lager zurückkehren dürfe. Denn schließlich geht es um die Freiheit (sowie um weniger Arbeit für das Personal). Und wer sich nicht daran hält, wird erschossen. Wer Außenstehenden von diesem Plan erzählt, wird erschossen. Und wenn jemand eine Waffe ergattert, darf diese benützen, muss aber damit rechnen, erschossen zu werden. Mit diesen Richtlinien sollte diese „Flucht“ nun reibungslos funktionieren.

Der Ausbruch[Bearbeiten]

In der Nacht zum 2. Februar war es soweit. Die Wärter schalteten die Flutlichtanlagen mehrmals ein und aus um einen Stromausfall zu suggerieren. Dies nutzten die Häftlinge „ganz spontan“ auf deren Weise aus. Manche von ihnen nahmen auch noch Souvenirs wie Decken oder Feuerlöscher mit – man könne ja nicht mit leeren Händen nach Hause kommen. Jedoch endete für viele der Versuch bereits an der ersten Hürde, dem Elektrozaun (der auf einem anderen Stromkreis installiert war). 75 Personen bekamen, aufgrund ihrer Unterernährung, einen Schwächeanfall beim Überwinden. Die nächste Aufgabe für den Rest war das Springen von der Lagermauer. Wobei einige beim Aufprall starben, ein paar im Schnee versanken oder auf „mysteriöser“ Weise verschwanden. Insgesamt gelang über 419 Häftlingen vorerst der Ausbruch aus dem Areal, von denen 300 überlebten und nun auf der Flucht waren. Eine recht passable Anzahl für den Anfang, hätte von den Organisatoren wohl keiner gedacht.

Verfolgung[Bearbeiten]

Noch am selben Morgen waren die Einwohner in den umliegenden Dörfern sehr verwundert, dass auf einmal so viele zerzauste und dürre Gestalten durch die Gegend herumliefen. Die SS fragte mal so ganz diskret bei der Lagerleitung nach, ob da nicht „ein paar Leute“ ausgebrochen wären. Nach einem prompten dreistündigen Morgenappell kam dann Antwort: “Ja, das kann gut möglich sein... aber macht euch nicht so viel Stress bei der Suche, die werden eh bald alle erfrieren...“ Für das Lagerpersonal war es nur wichtig, dass ein paar hundert Insassen nicht mehr da sind. Ist auch egal, sollen sich nun andere Organisationen mit dem Pack herumschlagen.

Doch die SS wäre nicht die SA oder sonst irgendein Verein, wenn man diese Aufgabe nicht ernst nehmen würde. Zum Gaudium der Bevölkerung, welche nicht zum Fronteinsatz musste, wurde nun eine dreiwöchige Hetzjagd ausgerufen. Da Oberösterreich von der Landschaft her flachere Gebiete aufzuweisen hat und Treibjagden eher auf Hasen und andere Niederwildarten noch heute veranstaltet werden, kam man auf den Begriff „Mühlviertler Hasenjagd“.

Die Jagd begann, und jeder durfte einen oder mehrere Russen im Namen des Reiches „erlegen“. Die Mitglieder der Hitlerjugend bekamen ebenfalls die Gelegenheit, sich zu beweisen. Man müsse schließlich den jungen Leuten auch eine Chance geben, auch wenn diese noch so grausam ist. Wer sich vom Volkssturm zu fein war, einen Häftling nicht sofort zu erschlagen und lebend ins KZ zurückzubringen, wurde sogleich als „Bolschewik“ beschimpft. Diese Rüge war aber nicht wirklich schlimm, denn durch diese Maßnahme sollte lediglich das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden.

Doch es gab auch ein paar Dissidenten in der Bevölkerung. Zivile Zwangsarbeiter versorgten in den umliegenden Wäldern die Ausbrecher mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Denn es war ja kalt und Russland ist auch nicht gerade einen Katzensprung entfernt. Außerdem versteckten einige Bauernfamilien die Sowjets in ihren Ställen und vor den Nazis. Hat da nicht früher ein gewisser Jemand tausende Bauern ermorden lassen, nur weil man nicht an seine Visionen geglaubt hat? Nein? Doch? Naja, ist auch egal, denn Nazis sind generell tausend mal böser als alle anderen Verbrecher.

Das Ergebnis nach den drei Wochen kann sich durchaus sehen lassen. Es gab elf überlebende Offiziere. Die Wehrmacht wollte lieber die Zahl 0 haben, aber da war es schon zu spät. Denn man versteckte die Russen noch ein Weilchen, bis der Krieg zu Ende war. Diese Jagd wurde übrigens laut offizieller Seite n u r durch einen A u s b r u c h hervorgerufen. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass die Wärter ein wenig nachgeholfen haben. Die Österreicher haben grundsätzlich eine andere Einstellung, was die Verrichtung von Arbeit anbelangt.

Nachbearbeitung des Geschehens[Bearbeiten]

Im Jahre 1948 gab es aufgrund dieses Vorfalles zwei Verfahren am Volksgericht Wien und Linz. Man setzte sich mit diesem Endphaseverbrechen auseinander und kam zu dem Entschluss, dass Hasenjagden künftig nur noch auf Hasen zugelassen werden. Momentan ist man sich bei den sogenannten „Bunnys“ eines gewissen Herrn Hefner nicht sicher, ob diese „Wesen“ nun zum Großteil menschliche oder tierische Gene haben.
Irgendwie muss man ja auf das Verbrechen hinweisen
Aufgrund dieses Graubereiches im oberösterreichischen Landesjagdgesetz wurde über den Besitzer ein Einreiseverbot in diesem Gebiet verhängt, was ihm aber ziemlich egal sein dürfte.

Die Existenz des Konzentrationslagers veranlasst heute noch so manchen Bürgermeister in Mauthausen und jene in anderen Gemeinden in der Nähe, an willkürlichen Jahrestagen auf dieses Verbrechen hinzuweisen. Wann immer man keine besseren Aufgaben in der Politik zu erledigen hat, wird gerne auf diese Geschichte zurückgegriffen. Dabei wird immer wieder gesagt, dass „so Etwas nie wieder passieren dürfe“. Dieser Anti-Nazi-Schmäh ziemlich gut und die Bevölkerung wird von den wahren Machenschaften ihrer „geistigen Führer“ zumindest für ein paar Tage ein wenig abgelenkt.
Den Vogel „schoss“ aber die Sozialistische Jugend ab. 2001 wurde auf Initiative dieses Vereins ein Denkmal errichtet. Zwar nicht im Ort selbst, wo das Verbrechen stattfand, sondern in der nächstgelegenen Gemeinde Ried in der Riedmark. Nachdem bei der Hetzjagd die Kadaver der Häftlinge auf einem Haufen gestapelt wurden, musste unbedingt dort dieser teuere Gedenkstein aufgestellt werden. Anscheinend hatten die organisierenden Gören auch nichts Besseres zu tun, genauso wie ihre Vorbilder im Gemeinderat. Wobei die heutige Jugend sowieso nicht mehr für ehrliche Arbeit zu begeistern ist.

Triviales[Bearbeiten]

  • Im niedersächsischen Celle gab es (fast zeitgleich) im April 1945 einen ähnlichen Vorfall. Ein Güterzug mit Gefangenen wurde von einem Bombenangriff der Alliierten getroffen. Zwischen 400 bis 1000 Häftlinge kamen dabei ums Leben. Die Überlebenden konnten fliehen, von denen aber durch die Hetzjagd der SS 170 Personen getötet wurden. Der ganze Zwischenfall wurde, außer einem Baum als Gedenkstätte, nicht mehr wirklich thematisiert, da die „Retter“ das größte Verschulden daran hatten. (Auch wenn besagter Güterzug auf dem Weg zum KZ Bergen-Belsen war)
  • Anders war die Sache in Bleiburg (Kärnten). Im Mai des selben Jahres verübte die Jugoslawische Befreiungsarmee einige Attentate auf Truppenverbände des Unabhängigen Staates Kroatien . Die Führung des kroatischen Verbandes kapitulierte vor der „Macht“ der britischen Besatzungslegionen (die sich Süden Österreichs aufhielten) und die Soldaten mussten abziehen. Dies nutzten wiederum die Jugoslawen aus und töteten 10 000 Personen auf dem „Nach-Hause-Weg“. Wieso man überhaupt in Kärnten ein solches Massaker organisierte, bleibt rätselhaft. Über diesen grausamen Vorfall wurde auch nie wirklich berichtet, da es dem restlichen Europa ziemlich egal ist, was die Bewohner vom Balkan alles so treiben. Erst wieder ein paar Jahrzehnte später wurden diese und andere Länder durch die Kosovo-Kriege wieder interessant, aber das ist eine andere Geschichte.
  • Der Film Gesprengte Ketten (Original „The Great Escape“) handelt von einem Ausbruch alliierter Häftlinge aus dem Konzentrationslager in Sagan (heutiges Polen). Hierbei geht es um die Flucht von 250 Häftlingen, von denen drei Personen die darauffolgende Jagd überlebten. Angeblich basiert die Handlung auf einer „wahren Begebenheit“. Doch Verschwörungstheoretiker, die sonst keine besseren Hobbys haben, glauben, dass gerade die Mühlviertler Hasenjagd als Inspiration diente. Man musste lediglich die Russen durch amerikanische Protagonisten austauschen sowie den Handlungsort nach Deutschland verfrachten. Durch diese Maßnahme wirkt der Film in den USA patriotischer, das Gebiet in Polen wiederum „teutonischer“ und somit um das Zehnfache diabolischer.
  • Nachdem Japan ein Verbündeter des Dritten Reiches war, ließ man sich vom Prinzip der Hasenjagd inspirieren. Dort wurde in einer Game-Show namens „Takeshi’s Castle“ , welche vor geraumer Zeit bei DSF lief, die Idee der „Probandenzahlminimierung“ etwas anders interpretiert. Am Anfang gibt es pro Folge eine große Teilnehmerzahl, die im Laufe der Sendung durch viele Aufgaben stets geringer wird. Wer am Ende übrig bleibt darf in einem Plastikpanzer herumfahren und muss versuchen, mit einer montierten Wasserspritze am Gefährt die Kartonscheibe an Takeshi’s Gardepanzer zu durchlöchern. Der Gewinner kann sich sowohl mit dem „Endsieg“, als auch mit einem Gewinn von umgerechnet 100 Euro glücklich schätzen. Nachdem diese Sendung ein großer Erfolg war, wollte eine deutschsprachige Fernsehanstalt etwas Ähnliches produzieren – doch die Behörden erkannten darin eine Möglichkeit zur Wiederbetätigung und ließen die Geschäftsleiter festnehmen. Seit dem laufen auf Pro7 jeden Sommer „innovative“ Eigenformate, die keinen Zuschauer so wirklich interessieren.
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Die selbsternannten Historiker der Wikipedia haben natürlich eine andere Sichtweise zu diesem Thema.