Logorrhoea Eloquentia

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Ein Infizierter?

Logorrhoea Eloquentia ist eine Krankheit, deren erstmaliges Auftreten bisher noch unbekannt ist. Jedoch wird in historischen Aufzeichnungen von Symptomen in Europa berichtet, die dem Krankheitsbild entsprechen. Kann man den Aufzeichnungen Glauben schenken, so traten sie verstärkt um das Jahr 1789 herum auf. Als einer der Wirte, wird unter anderem Jean-Jacques Rousseau vermutet.

Erste Beispiele lassen sich wohl bereits im Mittelalter finden. Unbekannte Historiker des µ-Stick Instituts, werten derzeit das "Malleus Maleficiarum" aus, eine der ältesten beispielhaften Quellen für diese Auswürfe, die zur Zeit in der Bibliothek des Vatikan lagert.

Symptome[Bearbeiten]

Patienten, die an Logorrhoea Eloquentia erkrankt sind, leiden unter eloquentem Sprechdurchfall in Verbindung mit stark ausgeprägtem Nasenbluten. Das dabei mehr oder weniger ausgehustete braune Sputum vermischt sich mit dem rotfarbenen Blut, so dass die braune Substanz darunter nicht mehr eindeutig zu identifizieren ist. Erst bei mikroskopischer Betrachtung wird deutlich, welch gefährlicher Aggressor sich dahinter verbirgt. Weiterhin verhält es sich so, dass sich das rot-braune Sputum (fortwährend als rostfarben bezeichnet) niederschlägt, wenn es in Kontakt mit papyrusartigem Material kommt. Die Substanz verwandelt sich bei Auftreffen auf das Material, sofort in eine Art Schrift (geschriebener bzw. gedruckter Art).

Durch das 1989 begonnene Projekt "Internationale Ernstfall Enttarnungs Technik" (kurz: "Internet"), wurde eine weitere Form des Niederschlags entdeckt. Es stellte sich heraus, dass die Substanz sich in digitaler Form zu manifestieren began. Diese Art der Ausbreitung, wird von Wissenschaflern der Robert Koch Studios bisher als unaufhaltsam eingestuft. (Schutzstufe 4)

Krankheitsverlauf[Bearbeiten]

Die Krankheit vollzieht sich in mehreren Phasen:

  • In der ersten Phase der Infektion lassen sich keine genauen Symptome erkennen. Infizierte beginnen nach kurzer Zeit sich unfrei zu fühlen und von einem Kampfgeist in Besitz genommen zu werden. In Verbindung mit dem Geist, strömt der Infizierte eine Art "literarische Pheromone" aus, die besonders radikalveranlagte und machthungrige Individuen anlocken. Zum Ende dieser Phase versucht der Infizierte, je nach Art und Schwere der Infektion sowie nach rhetorischer Inkubationszeit, Individuen, von denen er umgeben ist, mit seinem Ausfluss an sich zu binden.
  • Schon durch den ersten Kontakt mit dem Pheromonen kommt es in einer zweiten Phase zu einer epidemischem Ausbreitung. Weitere Infizierte beginnen, sich in eine Art Symbiose mit dem Wirt zu begeben. Hiervon sind vorzüglich Individuen betroffen, die einen in der Krone haben, an Koliken leiden (insbesondere die des Magens), eine Krone in Form eines Hutes vorziehen oder zu groß geratene Testikel besitzen. Eine besondere Gruppe von leicht infizierbaren Individuen bilden die Homoi Advocatici und die Gruppe der der Homoi Principes. Infizierte zeigen zunächst dieselben Symptome wie der Wirt, von welchem die Ansteckung ausging.
  • In einer dritten Phase aber, nachdem die Infizierten von ihren guten Geistern verlassen werden, beginnen sie, revolutionäres Gedankengut zu verbreiten und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Oftmals behaupten sie dann, dass sie von etwas Göttlichem geführt werden bzw. man überhaupt geführt werden müsse (man beachte, ihr Geist hat sie verlassen; s. Führer). Um nun selbst die Infektionen auszuweiten, ist Ihnen jedes Mittel recht. Hierfür sprechen Auswürfe wie:
"Wer den Zweck will, ist auch mit den Mitteln einverstanden, und diese Mittel lassen sich von einigen Gefahren, ja sogar von einigen Verlusten gar nicht trennen."
(Ein Infizierter, Der Gesellschaftsvertrag oder Die Grundsätze des Staatsrechtes II.5, Irrenhaus 1758.)
Verschiedene Aktionismen machen sich bemerkbar. Die Betroffenen stellen an bestimmten Orten Kreuze, kreuzähnliche oder andere religiös erscheinende Symbole auf, um wie bei einer Schnitzeljagd (hist. Bez. Kreuzzug; neuzeitlich Kreuzfahrt), anderen Infizierten den Weg zu leiten. Über diesen Symbolen, wird man des Öfteren Adler kreisen sehen, die ebenfalls als Wegweiser dienen. Sobald ein Adler auf einem dieser Symbole landet, wird dieser auch schon doppelköpfig. Kurz gesagt, die Infektion findet zunächst wieder zu jenen den Weg, die einen in der Krone haben, dann zu jenem mit einem in der Krone, der noch mit dem Geist spricht usw .
  • Im letzen Verlauf der Infektion, kommt es zu Aushustungen wie etwa:
"Gäbe es ein Volk von Göttern, so würde es sich demokratisch regieren. Eine so vollkommene Regierung passt für Menschen nicht."
(Derselbe, Der Gesellschaftsvertrag III. 4, (= Große Vordenker des Totalitarismus, Bd.1), Geschlossene Abteilung 1758)
Je nach Schwere der Erkrankung, wächst den Patienten hin und wieder ein kleiner Bart unterhalb der Nase, der das ausströmende Blut auffängt. Das kann von wilden Gestiken und einstudierten Clownsposen aus dem Zirkus verstärkt werden. Im letzten Stadium der Erkrankung verändert sich auch die Farbe des Sputums vom rötlichen Rost, in ein deutlich tiefbraunes Coleur.

Eine weitere Verlaufsform der Infektion ist das Auftreten der "Pontifäkal-Sprache". Sie ist im Gegensatz zum Hauptverlauf relativ schnell zu diagnostizieren, denn ihre Symptome sind überaus einleuchtend, da die Infektion bei den Patienten zum Auftreten eines Heiligenscheins führt. Der noch gesunderscheinende Patient, hat nur geringe Chancen, sich einer Ansteckung mit der Krankheit wirklich zu entziehen. Sobald er mit dem Glaubensbekenntnis infiziert wurde (Anzeichen hierfür sind z. B. aus verschiedenen Teilen des Körpers fließendes Blut; hier voran das Ohr), wird er nach und nach von einer Art Sucht ergriffen, die zu Zwangshandlungen, wie z.B. sonntäglichen Pilgerschaften, verleitet. Erreicht der Infizierte den Pilgerort, so wird er alsbald mit Rauchschwaden benebelt, die sein Abwehrsystem schwächen und der Krankheit unterstützend wirken sollen. In extremen Fällen, kam es laut der Aufzeichnungen, nach der Einnebelung zur vermehrten Anwendung des "Ponti-Fix-Maximus" (umgangssprachlich auch als Goldener Schuss bezeichnet).

Nachdem sich eine gewisse Anzahl an Infizierten etabliert hat, neigen die Wirte der Infektion dazu, Kneipen und Gaststätten sowie Wirtshäuser ganz in der Näher der Pilgerorte zu errichten. Auffallend hierbei ist, dass sich nach kurzer Zeit, unter den an diesen Orten versammelten Personen Stammtische zusammenfinden, die sich je nach Herkunft des Wirtes ausbilden. Hier kommt es zu einer weiteren Ausprägung der Infektion, der Stammtischphilodoofie. Die Träger der Infektion versuchen mit dieser, ihren Stamm der Infektion weiter zu verbreiten. Sobald hier eine kritische Masse überschritten wird, beginnt sich ein ganzes Wirtschaftssystem zu entwickeln, über das die Philodoofie des Wirtes auf globalerer Ebene verbreitet werden wird. Hierfür lassen sich in den Aufzeichnungen auch Begriffe wie Mundpropaganda finden.

Heilmittel und Heilmethoden[Bearbeiten]

Eisenzeit[Bearbeiten]

Es ist bekannt, dass der erste Schmied, der laut Historikern des Erz Rein – Raus Metall Instituts den Namen "Adam Schmied" trug, in seinem Buch "Esse, bevor es schmilzt", über seine neue Erfindung, dem "Zungen-Schleiffer" berichtet; eine Auftragsarbeit für einen Zimmermann namens Drexel. Datiert wird dieses Buch in die Eisenzeit und das darin enthaltene Wissen blieb lange verborgen.

Mittelalter[Bearbeiten]

Bildet den Durchschnitt aus der Eisenzeit bis zum 18ten Jahundert. Die Schmiedekunst wurde langsam von der Alchemie des Reinhold Alchi verdrängt und die Menschen begannen, sich mit den Stoffen, aus denen die sie umgebende Welt besteht, zu beschäftigen. Reinhold Alchi begann seine Karriere als Stalljunge. Doch als er es leid war, für andere immer den Bockmist aufkehren zu müssen, dachte er darüber nach, wie man den Mist schneller wegbekommen könne. Hierbei versuchte er sich an verschiedenen ätzenden Flüssigkeiten und stieß dabei auf eine, mit der er aus Scheiße Gold machen konnte. Doch dies nur am Rande.

18tes Jahundert[Bearbeiten]

Da bis dato noch niemand Interesse an Krankheiten wie der des gewöhnlichen Sprechdurchfalls zeigte, blieben die Symptome bis ins Jahr 1764 bzw. 1765 weiterhin nahezu unentdeckt. Somit konnte die Infektion sich ungehindert ausbreiten und auch der aus der Eisenzeit stammende Zungen-Schleiffer, blieb weiterhin ein unbekanntes Instrumentarium. (Erfahrungsberichte liegen demnach nicht vor)

Ein Alchemist, zu dieser Zeit bereits als Wissenschaftler bezeichnet, begann sich mit den Symptomen der Krankheit auseinanderzusetzen und unternahm seine Feld-, Wald- und Wiesenversuche, um die ihm bekannten Patienten mit einem neuen Medikament zu behandeln, dem "Voltairen".

Die mit "Voltairen" behandelten Patienten sprachen zwar darauf an und bildeten Antikörper aus, wodurch eine erneute Infektion verhindert wurde, aber die Ausbreitung der Krankheit konnte das Medikament dennoch nicht unterbinden. Schließlich schaffte es die Krankheit über den Kanal und begann sich zuerst über Schottland, dann über ganz Großbritannien auszubreiten, wo es zu ersten Mutationen gekommen sein soll.

19tes Jahundert[Bearbeiten]

Im 19ten Jhd. unternahm ein aus Frankfurt a. M. stammender und nicht ganz dichter Erfinder einen weiteren Versuch, die Krankheit an ihrer Ausbreitung zu hindern. Der Erfinder wurde unteranderem für seine Erfindung des "1-Liter-Rad" bekannt, welches von ihm durch eine gelungene Marketingveranstaltung, der "Literradtours", beworben und vertrieben wurde.
Er unternahm in seinem Versuch, die Krankheit mit einer eher martialisch anmutenden Methode zu bekämpfen. Diese wird heute noch als "Goethes Faust" bezeichnet. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass sie für die Beteiligten eher nachteilig war, da man nur schlecht von der Hand in den Mund leben konnte. Die Methode gestaltete sich somit nicht als des Pudels Kern und die Wissenschaftler verblieben mit der noch bis heute ungelösten Gretchenfrage.

Siehe auch[Bearbeiten]