Kraut

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Hervorragend dressierter Kraut stellt sich für die Kamera tot.

Der Kraut, auch als Boche, Fridolin, Fritz, Schleuh, Frisé, Moffe oder Tuder bekannt, ist eine alte Bezeichnung für Deutscher. Der Begriff ist heute im Alltag nur noch sporadisch gebräuchlich, z.B. für Deutsche die im Ausland unangenehm auffallen.

Der Kraut im Film[Bearbeiten]

Krauts werdet in der Filmfachsprache jene Deutsche genannt, die speziell in billigen Kriegsfilmen als Statisten zum Einsatz kommen und für diese Aufgabe von einem Fachmann, dem Filmtiertrainer, ausgebildet werden. Nur wenige Filmtiertrainer beherrschen die Krautdressur, da Deutsche vergleichsweise schwierig abzurichten sind, jedenfalls schwieriger als beispielsweise Hunde, Pferde oder Vogelspinnen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Nur sehr junge Deutsche eignen sich für eine Karriere als Filmkraut. Der Filmtiertrainer kauft Nachwuchsmaterial nach harten Selektionskriterien ein; Die Exemplare müssen gesund, folgsam und nicht vorgebildet sein.
Die Hauptschwierigkeit für den Einsatz in Kriegsfilmen beteht darin, dass Deutsche von Natur aus eigentlich Waffenscheu sind und beim Knall von Platzpatronen oder Explosionen kopflos scheuen. Der Trainer begegnet diesem Problem dadurch, dass er die Krauts lehrt, Schritt für Schritt das Knallen von Schüssen usw geistig positiv zu besetzen, etwa mit Futter. Um dies zu erreichen füttert der Trainer seine Krauts stets bei gleichzeitigem Abfeuern von allerlei Waffen.

Irgendwann assoziieren die Krauts einen Revolverschuss mit Sauerkraut und eine Tellermine mit einer Pizza. Ist dies erreicht, kann die eigentliche Ausbildung beginnen: Der Kraut muss lernen, beim Knall umzufallen und "tot" liegen zu bleiben. Auch diese Übung ist extrem schwierig. Zwar stellt sich jetzt nicht mehr der Fluchtreflex ein, der Kraut sucht aber unwillkürlich nach Futter. Dies führt zu zahlreichen Pannen beim Dreh, wenn beispielsweise John Wayne aus zwei Meter Entfernung auf einen Deutschen schießt und dieser einfach "cool, ich hätte gerne Salami auf meine Stulle" sagt.

Jeder Trainer hat seine eigene Methode, um die Krauts zu lehren, beim Knall zu Boden zu gehen. Manche versuchen es mit geduldigem Zureden, andere binden einfach einen diskreten Strick um die Stiefel des Tieres und reissen es im geeigneten Moment um. Wieder andere arbeiten mit kleinen Elektroden hinter den Ohren des Krauts, mit Hilfe derer sie diesen für Sekunden betäuben können, so dass er sehr realistisch zusammenbricht. Solche Hilfsmittel sind aber umstritten und werden vom Tierschutz heftig kritisiert. So sind denn auch Krauts, die freiwillig, aufgrund guter Ausbildung umfallen teuer und werden hoch gehandelt.

Einsatz von Krauts heute[Bearbeiten]

Ein gut ausgebildeter Filmkraut hat seinen Preis und diesen sind nicht mehr alle Regisseure bereit zu zahlen. So wird immer öfter auf Statisten aus Billiglohnländern zurückgegriffen, die einfach in Kraut-Uniformen schlüpfen und für einen Euro pro Tag so tun als ob sie Deutsche wären. Auch moderne Computer-Tricks ersetzen den echten Kraut zunehmend.

Berühmte Filmkrauts[Bearbeiten]

Hervorragend dressierte Krauts kann man denn auch vorwiegend in älteren Filmen beobachten. Eine gewisse Berühmtheit erlangte "Fritz" aus "Der längste Tag" der zunächst meisterlich von einer Brücke stürtzte und dann graziös nach einem Gewehrschuss in den Rücken im Fluss versank. Nicht weniger als dreihundert Zuschauerbriefe erreichten die Produzenten, in welchen der Kauf des Tieres angeboten wurde. John Wayne persönlich soll "Jetzt muss ich mich von so einem dämlichen Vieh ausstechen lassen" gebrüllt haben, verärgert darüber, dass "Fritz" offenbar mehr Aufsehen erregte, als der Star.

"Fritz" nahm ein trauriges Ende: Nach dem Ende seiner Filmkarriere wurde er von Zsa Zsa Gabor gekauft und von ihr verhätschelt. Als er eines Tages über eine Eisenbahnbrücke ging, kam ein Junge mit einer Spielzeugpistole und knallte damit herum. Reflexartig liess sich "Fritz" von der Brücke fallen und zerschmetterte zehn Meter weiter unten, auf den Gleisen.

Verwandte Begrifflichkeiten[Bearbeiten]