Kosten

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Kosten sind ein abstraktes Feindbild unersättlicher Heuschrecken und herzamputierter Armani-Anbeter, vergleichbar mit dem Teufel christlicher oder dem Terroristen neokonservativer Wahnvorstellungen. Kosten haben mit der Hölle gemeinsam, dass man sie sich nach ganz, ganz weit unten wünscht. Mit Terroristen verbindet sie, dass sie gerne mal unerwartet explodieren.

Psychologie[Bearbeiten]

Kostenkurven erinnern gewöhnlich an die Umrisse des Rothaargebirges

Kosten sind BÖSE. Glaubt man im Volke - in Wahrheit sind sie nur das Werkzeug der Bösen. Unter dem Vorwand ihrer Bekämpfung werden im Zeitalter der wissenschaftlich legitimierten Massenplünderung (Kapitalismus) Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr Millionen einst hoffnungsvoller Existenzen vernichtet. Natürlich vergeblich: Wie der Felsen, den der griechische Götter-Sträfling Sisiphus seit Ewigkeiten eine Anhöhe heraufschleppt und der immer wieder herunterrollt, hat dieser imaginäre Ur-Bösewicht die Eigenschaft, von allen dauernd gesenkt zu werden und trotzdem auf mysteriöse Art und Weise zu steigen. Kosten gehören daher zu den großen Phänomenen der modernen Gesellschaft, die ein Heer von Profitforschern, Finanzfrettchen und Krawattenratten in ihren Albträumen heimsuchen.

Entstehung[Bearbeiten]

Kosten entstehen überall, wo Aktien gehandelt werden. Steigt der Börsenwert eines Unternehmens nicht mindestens um 825% pro Stunde, sind die Kosten bereits zu hoch. Um sie zu drosseln, muss man daher die unproduktiven Parasiten der Sklaven-Ebene (Arbeiter & Angestellte) weitgehend abstoßen. Der so kurzfristig sprudelnde Zusatz-Reibach erhöht nicht nur den Börsenwert, sondern hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass die unproduktiven Parasiten der Führungs-Ebene (Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte) sich eine Gehaltserhöhung und später - nach dem sicheren Konkurs des um seine Potenz gebrachten Konzerns - fette Abfindungen gönnen können. Bitter notwendig in Zeiten, in denen der Sprit für Privathubschrauber, Tickets für Formel-1-VIP-Logen und selbst Karibik-Kreuzfahrten immer unerschwinglicher werden.

Die im ungebildeten Volke verbreitete Auffassung, ein Managergehalt von 2 Millionen Euro pro Jahr sei unangemessen, widerspricht selbstredend der Tatsache, dass Unternehmensvorstände sich nie aus Eigennutz oder gar Gier die Bezüge erhöhen, sondern nur, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Schließlich darf es kein Dauerzustand sein, dass die Scheiß-Amis und Russen bei Sotheby's-Auktionen alle Original-Rembrandts wegschnappen und sich Fußballklubs wie ManU, Chelsea und Schalke kaufen können, nur weil die kleinen verpissten Neider der deutschen Spießer-Kultur nicht anerkennen, dass radikaler Raubbau und rudimentäre Rücksichtslosigkeit harte und schweißtreibende Tätigkeiten sind.

Aussehen[Bearbeiten]

Hier werden massenhaft Kosten gespart

Wie Kosten genau aussehen, weiß eigentlich niemand. Meist werden sie als steigende rote Striche auf einer xy-Skala dargestellt. Dieses äußere Erscheinungsbild teilen sie sich mit Gewinnen, Umsätzen und Aktienkurs. Existenz-Philosophen zweifeln allerdings an, dass es Kosten überhaupt gibt.

So hat Deschartes in seinem Restaurant-Schnorrer-Leitfaden Kostenlos kosten auf den Widerspruch hingewiesen, dass man nichts ausgeben kann, was man nicht vorher eingenommen hat, ergo immer Gewinne oder schlimmstenfalls Plusminusnull erzielt. Diese mittelalterliche Überlegung wurde durch das Entstehen des Kreditwesens zwar teilweise außer Kraft gesetzt. Fakt bleibt aber, dass nur diejenigen über Kosten jammern, die gewöhnlich eine dicke Brieftasche haben. Ein Paradoxon, das dazu führt, dass Hilfsbedürftige wie VIPs, Journalisten und Politiker in reichen Industrieländern überall kostenlos verkostet werden.

Bis auf die Farbe rot kann schlussendlich wenig über das konkrete Äußere von Kosten gesagt werden. Umso mehr über die Folgen, wenn sie zu hoch gestiegen sind.

Wirkung[Bearbeiten]

Versenkten Piraten und Freibeuter in früheren Jahrhunderten Schiffe, so haben sich ihre Nachfolger, die Unternehmer, im Angesicht des Bedeutungsverlust maritimer Beutestücke auf die Senkung von Kosten spezialisiert. Diese Aufgabe ist jedoch stets von limiertem Zeitumfang. Nach einigen Jahren Kostensenkung hat der gewiefte Manager fürgewöhnlich folgende Ziele erreicht:

  1. Reduktion des überflüssigen Personalbestandes um 700 Prozent,
  2. Reduktion überflüssiger Anschaffungen auf Firmenkosten wie Kaffee für Mitarbeiter, Kugelschreiber, Notizblöcke, Dienstreisen.
  3. Kurzfristige Steigerung des Aktienkurses ins Unendliche bei gleichzeitiger privater Beschaffung von Firmenaktien durch Mittelsmänner.

Mit den eingesparten Kosten können wichtige Unternehmensziele wie Erhöhung der Vorstandsgehälter, Geschäftsessen auf Karibikkreuzfahrten und Finanzierung von Zweit-Porsches für das höhere Management realisiert werden.

In Phase 2 übernimmt der leistungsfähige Topmanager dann folgende Schritte:

  1. Abstoßung der Aktien mit Riesengewinnen,
  2. Einbindung einer befreundeten Unternehmensberatung zwecks Feststellung der Firmen-Insolvenz,
  3. Abwicklung des Unternehmens, Einsacken der Millionen-Abfindung und Abgang zur nächsten Firma.
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