Konsumproduktivität

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Unter Konsumproduktivität versteht man in der Wirtschaftstheorie das Potential eines Menschen, innerhalb seiner wachen Freizeit Geld auszugeben.

Mathematisch betrachtet ist die Konsumproduktivität der Quotient aus Konsum und Konsumzeit, welche man wiederum dadurch ermittelt, dass man die Arbeitszeit sowie die Schlafenszeit eines Individuums von seiner Gesamtzeit abzieht.

Rechen-Beispiel[Bearbeiten]

Bei einem Netto-Lohn von 2000 € und einer Konsumquote von 80% ergibt sich ein Konsum in Höhe von 1600 €.

Arbeitet die betreffende Person 40 Stunden pro Woche, beträgt die monatliche Arbeitszeit rund 160 Stunden. Geht man von einer Schlafenszeit von acht Stunden am Tag aus, so liegt die Schlafenszeit pro Monat bei 240 Stunden. Daraus resultiert eine Konsumzeit von 320 Stunden im Monat.

Somit beträgt die Konsumproduktivität dieser Person ungefähr 5 € pro Stunde.

Anwendung[Bearbeiten]

Dabei ist es volkswirtschaftlich entscheidend, Arbeit und Konsum stets im Gleichgewicht zu halten, da Arbeit nur dann möglich ist, wenn es auch hemmungslosen Konsum gibt.

So führt eine geringe Konsumproduktivität unweigerlich zu einer rasch steigenden Arbeitslosigkeit, wenn dieser eine hohe Arbeitsproduktivität gegenübersteht. Genau deshalb galt Deutschland damals auch als der kranke Mann Europas.

Ist die Konsumproduktivität höher als die Arbeitsproduktivität, so stolpert man wiederum rasch in die Schuldenfalle, wie es in Griechenland während der Euro-Krise geschehen ist.

Im Ausnahmefall einer Währungsunion kann ein konsumfaules Land wie Deutschland seine eigene Arbeitslosigkeit auch an andere Länder exportieren.

Kommt es dann zur Euro-Krise, kann man den Griechen unterstellen, sie seien zu faul zum Arbeiten. Denn eigentlich hat Griechenland eine höhere Arbeitsproduktivität als die Deutschen.

Forschung[Bearbeiten]

Empirische Untersuchungen weisen darauf hin, dass Menschen mit einer geringen Arbeitsproduktivität über eine besonders hohe Konsumproduktivität verfügen.

So wäre es volkswirtschaftlich gesehen durchaus ratsam, einen Arbeitslosen genauso gut zu bezahlen, wie jemanden, der arbeiten geht. Dadurch vermeidet man einen Kaufkraftverlust der arbeitslosen Haushalte, sodass deren Arbeitslosigkeit nicht zu noch mehr Arbeitslosigkeit führt.

Da arbeitslose Menschen auch über mehr Konsumzeit verfügen, wäre es sogar sinnvoll, Arbeitslose besser zu entlohnen als das übrige, arbeitende Volk, da deren Konsum die Wirtschaft wieder in Schwung bringen würde.