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Kirchen-Tycoon

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Der nachfolgende Artikel könnte deine religiösen Gefühle verletzen oder du könntest gar vom Glauben abfallen. Wenn du in dieser Hinsicht keinen Spaß verstehst, lies bitte hier weiter.

Falls dein fester Glaube unerschütterlich ist, du gar keinen hast oder sowieso schon den Scheiterhaufen vorgeheizt hast, wünschen wir dir viel Vergnügen beim Lesen dieses Artikels.

Gezeichnet, die Hohepriester und Propheten der Stupidedia

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Kirchen-Tycoon ist ein Simulationsspiel, welches während einer Mittagspause von einem genervten Microsoft-Mitarbeiter programmiert wurde. Es ähnelt in Sinnlosigkeit, Bugs und Irrealität dem Spiel Zoo Tycoon. Ziel ist es, ein Unternehmen in der klerikalen Branche auf- und bis zur Weltreligion auszubauen. Dank der spannungsgeladenen Statistiken und grafisch aufwendigen Flipcharts erhielt das Spiel, als erste Software überhaupt, die Taufe durch den Gegenpapst, der "die volle Action des Glaubens" lobte.

Gameplay[Bearbeiten]

Im Spiel können zahlreiche Reliqiuen ausgegraben werden, die spielinterne Werte steigern. Dieser Heilige Nagel erhöht zum Beispiel die Baugeschwindigkeit von Kirchen, da er wiederverwendbar ist.

Das Standardspiel enthält nur eine Kampagne. Diese erzählt — eingebettet in eine fröhliche Steinigungsszene — wichtige Stationen einer Religion, z.B. die Entwicklung einer Heiligen Schrifttype, der Geburt eines Heilands und dessen Tod (bei Religionen mit respawnendem Heiland endet das Spiel hier in einer Endlosschleife) oder der Inventur aller einzig wahren Grabtücher. Jedes Szenario endet mit der Spielnachricht "Er hat Jehova gesagt".

Statt der Kampagne kann man sich auch an einem Zeitspiel versuchen, das den Namen Bis zum Weltuntergang trägt (Realtime). Viele Spieler beklagten jedoch, sie würden sich unter diesem Zeitdruck ständig in den Statistiktabellen verlesen. Daher hat Microsoft in einem Patch das Endlosspiel bereitgestellt.

Spielstart[Bearbeiten]

Zu Beginn der Kampagne und jedes Endlosspiels kann man unter 15 mitgelieferten Religionen wählen oder sich eine eigene mit dem BelieveBuilder™ im Baukastensystem zusammenstellen. Man wählt dabei die Anzahl der Götter, entscheidet, ob man ein Buch der Gleichnisse schreiben lässt oder viele Bücher zum gleichen Thema anbietet, sucht sich aus den allgemein anerkannten Werten (z.B. Gleichberechtigung; Spaß an Killerspielen) ein paar aus, die man verachtet und denkt sich einen Namen aus, dieser muss auf "-m" oder "-ismus" enden.

Jetzt gelangt man auf die Karte. Bevor man fortfahren kann, muss man eine erste Kirche (bei Sekten Deontologistisches Zentrum genannt) errichten. Ein Bug zwingt den Spieler, das Gebäude auf einem Felsen im Meer zu bauen. Die dort herrschende Brandung macht den Spielbeginn für Anfänger unnötig schwer, Microsoft verspricht einen Patch für Herbst 2003.

Mitarbeiter[Bearbeiten]

Damit das Spiel nicht anfängt, Spaß zu machen (denn das würde dem Realismus der Simulation widersprechen), ist man pausenlos damit beschäftigt, Mitarbeiter einzustellen. In diesem Aspekt überschneidet sich das Gameplay stark mit Zoo Tycoon (ZT). Daher wird hier nur auf die inhaltlichen Aspekte eingegangen.

  • Prediger (ZT: Zoowärter): stellt sicher, dass es den Gläubigen (ZT: Schäfchen) an nichts fehlt, während sie in den Kirchen herumstreunen. Er füttert sie einmal pro Woche mit ein paar Versen oder Psalmen (sog. Predigt) und entsorgt den Glaubensabfall.
  • Papst: der wohl wichtigste Mitarbeiter. Microsoft ist es ausnahmsweise gelungen, ihn unfehlbar zu programmieren. Mit der Einstellung eines Papstes (auch Patriarch, Vorstandsvorsitzender) werden auch andere Länder zur Missionierung freigeschaltet. Als fürsorglicher Mensch warnt er die Gläubigen vor den Umweltschäden durch Plastikhüllen. Auch ist er der einzige Mitarbeiter, der andere heilig sprechen kann (die Religion bekommt dann mehr Aufmerksamkeit durch die Medien). Allerdings ist dieser Vorgang so bürokratisch, dass die Meisten es leider nicht mehr erleben.
  • Messdiener: liefert kontinuierlich Daten über die Kirchen. Von Höhe und Breite bis zum Kerzenbestand erachtet er alles als wichtig und schickt dem Spieler ununterbrochen Statistiken über das Nachrichtensystem ("Anrufung").

Gebäude[Bearbeiten]

  • Kirche: Die Kirche ist als erstes zu bauen, wenn man eine Stadt bekehren möchte. Dabei kann man, je nach Budget, nur eine kleine Ostseekapelle oder eine prachtvolle Kathedrale bauen. Mächtige Religionen erklären gleich einen ganzen Landstrich zum Staat. In der Kirche können die bekehrten Gläubigen bei Laune gehalten werden, um die astromonisch hohe Kirchensteuer zu rechtfertigen.
  • Kloster: Erst im Add-on Wunder & Wissenschaftler. Hier kann der in Kirchen kanalisierte Glauben zu Wundern weiterverarbeitet werden.
  • Betriebskindergarten: Irgendwo müssen die Kinder katholischer Priester ja abgegeben werden.

Spielende[Bearbeiten]

Spielende ist im Endlosspiel, wenn entweder die ganze Welt die Religion des Spielers angenommen hat (Gewonnen) oder kein Schwein mehr dran glaubt (Niederlage). In der Kampagne müssen lediglich Zielbedingungen erfüllt werden, z.B. "Verkaufe 1.000 Ablassbriefe, bevor Martin Luther seine Thesen anschlägt" oder "Lass deine Religion Namensbestandteil einer Partei werden".

Debatte[Bearbeiten]

Aufgrund des Realismus steht das Spiel in der Kritik und wird von führenden Politikern für die große Zahl von Sektengründungen verantwortlich gemacht. Angeblich soll das Spiel bei L. Ron Hubbard auf dem PC gefunden worden seien. Dem widersprechen Anticredisten, schließlich habe Ron Hubbard auch Brot gegessen und das wird ja auch nicht verboten.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Spiels schrieb: "Gnadenlos langweilige Kirchen-Simulation, in der Bildschirmauflösung 1.234 x 1.337 jedoch mit einem gewissen Suchfaktor. Warum verliere ich immer, wenn ich die Griechische Mythologie nehme?"

Add-On[Bearbeiten]

Bisher erschien nur ein Add-On zum Spiel, Wunder & Wissenschaftler. Es bietet viele neue Spielelemente:

  • Katastrophen: Asylsuchende, heiratende Prediger, Kirchenspaltung
  • Wissenschaftler: Eine neue Religion mit dem Heiland "Darwin". Ihnen kann man mit der Erforschung des "Intelligent Design" beikommen.
  • Wunder: Wasser in H2O verwandeln, Geld von Konten verschwinden lassen
  • Online-Modus: Bis zu sieben Spieler können gegeneinander um die Vorherrschaft auf der Welt kämpfen.