Kaufkraft

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Wunschzettel für eine Kaufkraft

Kaufkraft ist ein Dienstleistungsberuf vor allem im häuslichen Pflegebereich und im Lehrbetrieb.

Eine Kaufkraft nimmt von der beauftragenden juristischen Person eine Wunschliste und ausreichend Bargeld entgegen, um Einkäufe zu tätigen. Teilweise besteht zwischen Kaufkraft und Küchen- oder Haushaltshilfe eine Personalunion. In besonders schwierigen Fällen kann diese Wunschliste durch die Kaufkraft modifiziert werden, wenn ein Blick in den Kühlschrank oder in die Vorratskammer dies als notwendig erscheinen lässt. Oft ist die Kaufkraft einfach ein Familienmitglied. (Eine Ausstattung mit ausreichend Bargeld erübrigt sich dann.) Teilweise ist auch in Lehrberufen der Bauwirtschaft eine Kaufkraft eingestellt: das ist meist der Azubi im ersten Lehrjahr. Da diese meist nicht gut lesen können, beschränkt sich die Wunschliste ausschließlich auf eine Anzahl und eine einzelne Warenart (Bier).

Auftreten[Bearbeiten]

Als Kaufkraft eingestellte Personen haben unterschiedliche Habitatspezifität. Schon vom Aussehen her ist es möglich, ihren Zielbereich innerhalb des Discounters vorherzubestimmen.

Ergebnis eines Einsatzes der Kaufkraft „Azubi“

Azubi[Bearbeiten]

Ein Azubi ist schwer beschäftigt, er muss eine gewichtige Auftragsliste abarbeiten und dabei seine Finanzreserven im Überblick behalten. Sollte einer der Altgesellen einen Sonderwunsch haben, erfordert das außergewöhnliche kognitive Begabung. Bei einem Alleingang in den Discounter (nach Feierabend) wird dann höchstens eine Flasche Cola oder ein Überraschungsei gekauft.

Familienmitglied (maskulin)[Bearbeiten]

Meist im Hausanzug und Sandalen unterwegs arbeitet diese Kaufkraft einen ausführlichen Wunschzettel ab, der gegebenenfalls auch Kurzbeschreibungen der Verpackung und den Einzelpreis der gewünschten Ware abbildet. Leider stehen die Posten auf diesem Wunschzettel nicht in der gleichen Reihenfolge wie die Warenanordnung des Discounters. Deshalb läuft diese Kaufkraft oft ziellos umher und sucht nach den Produkten. Nur im äußersten Notfall wird die Hilfe des Verkaufspersonals bei der Suche in Anspruch genommen. Dies allerdings nur, um dann zuhause wahrheitsgemäß antworten zu können: „Ja, ich habe gefragt!“

Familienmitglied (feminin)[Bearbeiten]

Hier wird auf die explizite Form des Wunschzettels verzichtet. Dafür wird die letzte Werbung durchgearbeitet, in der einzelne Positionen angekreuzt oder mit Eselsohren markiert sind. Die Warenregale werden systematisch der Reihenfolge nach durchgearbeitet. Erst wenn aus dem aktuellen Werbeangebot einzelne Artikel nicht gefunden werden, wird konsequent beim Verkaufspersonal wiederholt die Bestätigung eingeholt, dass dieser Artikel schon am ersten Tag gleich nach Ladenöffnung ausverkauft war. Besonders penetrante Exemplare erwarten vom Verkaufspersonal, dass dieses die benachbarten Filialen reihenweise anruft um zu erfahren, dass dieser gewünschte Artikel dort ebenfalls schon ausverkauft ist.

Familienmitglied (verrentet)[Bearbeiten]

Diese Kaufkraft ist nur an Mon- und Donnerstagen in der ersten Öffnungsstunde der jeweiligen Discounter anzutreffen. Sie stürzen nach dem Öffnen der Türen sofort und ohne Einkaufswagen hin zu den Wühltischen, bringen dort entweder alles durcheinander oder kaufen gleich in haushaltsuntypischen Mengen ein. Sie kaufen im Auftrag von entweder noch berufstätigen, oder (wenn nicht berufstätig) noch gerecht schlafenden Familienmitgliedern ein. Oft wissen sie jedoch nicht, wie der zum Kauf anstehende Artikel aussieht, was die Gefahr eines Fehlkaufes erhöht.

Einsamer Rentner[Bearbeiten]

Für diese Kaufkraft ist das Ergebnis des Einkaufs zweitrangig. Bevorzugt werden Stoßzeiten, wie kurz nach Feierabend oder kurz vor Wochenende. Ziel des Einkaufs ist, der Einsamkeit zu entfliehen. Bevorzugt werden Zeiten, in denen die Läden durch berufstätige Kaufkräfte übervölkert sind. Genutzt werden dafür längere Kommunikationen mit der Kassiererin unter Anderem über die Anzahl der kleineren Münzen im Portemonaie, eine Diskussion über eine angebliche Differenz zwischen dem am Regal angegebenen Preis und nun dem Kassenbon. Dieses gibt dem einsamen Rentner das erhebene Gefühl eine wichtige Person zu sein an der niemand vorbeikommt und der es gelingt, der gesamten Kassenschlange ein Gefühl der Ohnmacht zu vermitteln.

DRK Personal[Bearbeiten]

Wenn DRK-Personal als Kaufkraft eingesetzt wird, dann ist offensichtlich, dass beim DRK nach Zeit abgerechnet wird und nicht nach Erfolg. Diese Kaufkraft kann sich vor und nach dem Einkaufen umziehen, parkt den DRK-Polo etwas abseits im Schatten und geht dann langsam dem Geschäft nach. An der Kasse dauert es dann länger, da die Waren aus dem Einkaufskorb für eine jeweilige Einzelabrechnung auf dem Transportband der Kasse gruppiert und umsortiert werden müssen.

Junggeselle[Bearbeiten]

Das Erscheinungsbild dieser Kaufkraft ist

Derart ausgestattet bezahlt diese Kaufkraft im Discounter 4 Billigbier überwiegend mit einem Leergutbon. Für die noch ausstehenden 9 Cent übergibt er ein 10-Cent-Stück und ruft großzügig und laut: „Stimmt so!“

Zeitfenster[Bearbeiten]

Die verschiedenen als Kaufkraft eingesetzten Personen kommen in der Einkaufsszene nicht kontinuierlich vor. Sie haben alle verschiedene Zeitfenster in denen sie wirken. Zusätzlich ist ein gewisser Banküberweisungs- und Gehaltsüberweisungsrythmus zu erkennen: Die Tische mit den Sonderangeboten werden zum Beispiel kurz vor Ende des Monats weniger freudig frequentiert als kurz nach dem Monatswechsel. Anfang und genau Mitte des Monats sind mehr junge Kaufkräfte unterwegs, die dann extrem viel einkaufen, so als wenn es für 14 Tage reichen soll. Am vorletzten Arbeitstag des Monats ist plötzlich sehr viel Platz auf dem Parkplatz vor dem Discounter, sogar die beliebtesten Parkplätze gleich neben der Einkaufswagenkette ist in der Haupteinkaufszeit noch frei. Dafür findet in den Discountern eher eine verhaltene Ü60-Fete statt, also alles nur Kaufkräfte, die sehr gezielt kaufen, was momentan noch so im Haushalt fehlt.