Körperwelten

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Körperwelten ist der Name einer Wanderausstellung, die seit undenkbaren Zeiten von Grundschule zu Grundschule tingelt, um ahnungslosen Kindern ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu vermitteln. Sie ist nicht zu verwechseln mit den umstrittenen Exponaten eines plastinierten Künstlers, der aus verständlichen Gründen lieber ungenannt bleiben will, und dessen eigenwilligen Konstrukte so manchen konservativen Politiker verstört haben sollen.

Die Ausstellung[Bearbeiten]

Wie der Name schon sagt, umfassen die Körperwelten Körper und Welten. Eines der interessantesten Exponate sind die Nebelgalaxien des Hinteren Kosmos, die leider immer wieder von rotznasigen Erstklässlern so beschädigt werden, dass sie allenfalls als gebrauchte Wischlappen der dritten Dimension durchgehen könnten. Aber nun zu erfreulicheren Tatsachen: Die ausgestellten Körper sind tatsächlich die von lebenden Menschen, die leichtsinnigerweise bei ihrem Hausarzt eine Einwilligungserklärung unterzeichneten, von der sie vermutlich nur jedes 307. Wort verstanden, nämlich: "und" ... "bereits" ... "plastinieren" ... "Verzicht". Wer würde da nicht unterschreiben???

Unglücklicherweise willigten diese Individuen ein, ihre Haut abziehen und zu hochwertigem Pergament verarbeiten zu lassen, welches preiswert auf eBay ersteigert werden kann, da sich die Anzahl der Deppen, die die entsprechende Verzichtserklärung unterzeichnen, täglich um geschätzte 236 Millionen erhöht (die Dunkelziffer dürfte noch weiter im Dunkeln liegen).

Während also ihre Haut eine Schattenexistenz auf eBay führt, stehen diese Exponate täglich bis zu 24 Stunden in der Ausstellung, während ihr Plastinator grinsende Werbefotos macht, was zu nicht unerheblichen Muskelkrämpfen bei Fotograf und Betrachtern führt.

Die Exponate[Bearbeiten]

Die Suche nach weiteren Exponaten gestaltet sich zwar oft schwierig aber man findet doch immer wieder neue, und oft nicht ganz gewaltlose Möglichkeiten.

Aufsehenerregend sind sie --- nicht gerade, die hautlosen Fahrradfahrer oder verhüllten Geschlechtsverkehrer, aber wer kann es ihnen verdenken? Wer will schon rund um die Uhr von sensationshungrigen Halbstarken angegafft werden, die auch nach der Ausstellung nicht den blassesten Schimmer von Anatomie haben, sich aber an der Totengrimasse einer zu begattenden Leiche aufgeilen?

Einige der Exponate seien Gerüchten zufolge aus anonymen Massengräbern der Ukraine exhumiert und ohne das Wissen ihrer Angehörigen plastiniert worden. Diese Gerüchte sind jedoch leicht zu widerlegen:

a) wie könnten Angehörige denn überhaupt wissen, in welchem Massengrab ihr Angehöriger lag?

und

b) es gibt doch offiziell gar keine anonymen Massengräber in der Ukraine!

Na also. Wäre das auch geklärt.

Andere Exponate gaben in Interviews an, ihre Haut sei ihnen hinterrücks abgezogen worden, was natürlich Schwachsinn ist, denn Plastinate können ja gar keine Interviews geben. Ausgenommen natürlich ihr Schöpfer.

Die Plastination[Bearbeiten]

Plastination oder Plastinierung ist eine moderne Technik, die amerikanische Gefangenenlager (pssst!) derzeit auf ihre Tauglichkeit als Ersatz für elektronische Fußfesseln überprüfen. Soweit dem Autor bekannt ist, ist das Prüfverfahren noch nicht ganz abgeschlossen, da sich noch einige plastinierte Guantanamo-Häftlinge auf elektronisch ungefesseltem freien Fuß befinden. Es ist nicht auszuschließen, dass diese ihren Fluchtweg über die aktuelle Ausstellung nach Europa genommen haben. Grund zur Panik besteht freilich nicht.

Zurück zum Thema: Plastination besteht im Prinzip aus zwei Schritten:

a) Das zukünftige Plastinat muss von der Notwendigkeit, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben, überzeugt werden.

b) Dann kann man mit dem Objekt anstellen, was man will.

Sollte man in Schritt b) tatsächlich auf dem Resultat eines ausstellungswürdigen Plastinats bestehen, so empfiehlt sich die so genannte Serviettentechnik: Man bestelle sich auf einem Kinderfernsehkanal bunt bedruckte Körperservietten, die man anschließend in ihre einzelnen Lagen auseinanderpfriemelt. Dann kleistert man den Plastinatkörper (tot oder lebendig) mit einer dünnen Schicht Tapetenkleister (erhältlich in jedem Bauhaus) ein und platziert die Serviettenschicht dort, wo es angebracht erscheint.

Eintrittspreise und Gewinnprognose[Bearbeiten]

Für das Jahr 2009 wirkt die Gewinnprognose zwar aufgrund der Bankenpleiten etwas düster, mit einem Eintrittspreis von 17,230 Euro pro Erwachsenem und 23,450 pro Kind dürfte man aber selbst bei nur ein bis zwei selbst erbastelten Plastinaten Gewinne verbuchen.

Alle Angaben wie immer ohne Gewähr.