3 x 3 Silberauszeichnungen von Berni, Sarcasticat und Nimbulus

Herrenloser Koffer

Aus Stupidedia, der sinnfreien Enzyklopädie!
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein herrenloser Koffer ist ein schlichter, harmloser Gegenstand, der es sich zur Aufgabe gemacht hat an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Orten für Hysterie und Panik zu sorgen. Seine Vorgehensweise ähnelt stark der vergessenen Reisetasche. Durch das seriöse, dezente Auftreten verströmt der Koffer jedoch weit mehr Angst und Schrecken. Der Koffer wurde in der Bundesrepublik Deutschland bisher in allen Bundesländern gesichtet und die Polizei hat es bisher nicht geschafft, ihn zu fangen.

Der Koffer[Bearbeiten]

Der Koffer kleidet sich meist in ein elegantes, schlichtes schwarzes Leder, welches Straff um das Gestell gespannt ist. Zu seiner eigenen Sicherheit besitzt er im Bereich des Griffes (der ebenfalls meist schwarz ist) ein Zahlenschloss, sodass niemand in ihn hinein blicken kann. In seinem Inneren transportiert der Koffer meist Strümpfe oder Unterwäsche sowie Souvenire aus fernen Ländern.
Außerdem wurde ihm eine Gabe zuteil, die es ihm ermöglicht, in das Erinnerungsvermögen älterer Menschen einzugreifen. So kann sich der Koffer von seinem Transporteur an jeder beliebigen Stelle vergessen lassen.

Die Panik[Bearbeiten]

Immer wieder wurde beobachtet, dass Menschen auf herrenlose Koffer panisch reagieren und schnellstmöglich den Ausgang des betreffenden Gebäudes aufsuchen. Die Bahn und Flughäfen nutzen den Koffer oftmals als Begründung für das verspätete Eintreffen von Transportmitteln. Beim Erscheinen eines herrenlosen Koffers kennt man zwei Reaktionsmöglichkeiten:

Herrenlose Koffer im Wandel der Zeit[Bearbeiten]

Situation: Herrenloser Koffer wurde an einer tragenden Säule des Hauptbahnhofs gesichtet. Rentner entfernt sich langsam von dem Koffer.

vor 1990[Bearbeiten]

  1. Ein spindeldürrer, finster dreinblickender Mann stellt sich unauffällig neben den Koffer.
  2. Er ergreift den Koffer und geht mit zielstrebigen und schneller werdenden Schritten zum Ausgang…

1990 - 2001[Bearbeiten]

  1. Mann oder Frau sieht es, eilt zum Koffer, bittet den Rentner um Entschuldigung und fragt, ob er den Koffer vergessen hätte.
  2. Rentner bedankt sich, nimmt den Koffer an sich und alle Menschen gehen ihres Weges.

nach 2001[Bearbeiten]

  1. Stationiertes Sondereinsatzkommando bemerkt den Koffer noch vor dem Sicherheitsbeamten, der die zweitausend Überwachungskameras im Bahnhof kontrolliert.
  2. Gefährdetes Objekt (Rentner) wird gepackt, vom möglichen Atomsprengkopf weggezogen. Vorsorglich wird ein Krankenwagen gerufen.
  3. Sondereinsatzkommando evakuiert den Bahnhof. Menschen schreien. Mütter rufen nach ihren Kindern. Nach zwanzig Minuten herrscht Totenstille im Bahnhof.
  4. Draußen rollen ABC - Panzer, Seuchenbekämpfungsteams, eine Staffel Feuerwehrautos sowie die Kriminalpolizei an.
  5. Die gesamte Stadt wurde gesperrt. Für die 200.000 Bewohner wurden Zelte auf den Feldern in der Umgebung eingerichtet. Vorsorglich wurden alle Bewohner gegen alles Mögliche geimpft.
  6. Führende Hilfsorganisationen schaffen Lebensmittel für die evakuierten Bewohner herran. Angst vor Cholera wächst.
  7. High-Tech-Roboter fahren in den Bahnhof, scannen mittels Röntgengerät den Koffer. Mit 75%iger Wahrscheinlichkeit besteht der Inhalt aus einem Radiowecker. Es könnte sich jedoch um C4 mit Plutoniumanreicherung handeln.
  8. Diplom-Statiker sowie Sprengmeister werden eingeflogen. Kontrollierte Sprengung des Bahnhofs wird eingeleitet, damit bei Kofferexplosion keine Nachbarhäuser Schaden erleiden.
  9. Bahnhof wird gesprengt. Roboter suchen in Trümmern nach Koffer. Nach zwei Stunden ist das Zahlenschloss entriegelt. Inhalt tatsächlich harmlos.
  10. Koffer wird Besitzer übergeben. Man ist froh, dass es sich um einen Irrtum handelte.
  11. 150.000 Bewohner werden wieder in die Stadt gelassen. Der Rest ist verschollen.