Herbst

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Herr Herbst von seiner erntegoldenen Seite auf einem propagandisierenden Plakat: Herbst...die tollste Jahreszeit überhaupt, lasst ihn von der globalen Erwärmung nicht zum blöden Sommer werden!!!

Der Herbst ist eine der weniger beliebten Produkte der Jahreszeiten AG. Dieser renommierte Hersteller von Qualitätsprodukten ist auch bekannt für:

Einige Nischenprodukte sind:

  • Sauwetter
  • Hitzewelle
  • Saukälte

Erkennungsmerkmale[Bearbeiten]

Es ist Herbst, wenn:

  • es September, Oktober und November ist
  • die Schwerkraft zunimmt und deswegen die Bäume ihre Blätter verlieren
  • der Regen kalt wird
  • die Blätter umlackiert werden
  • wenn Melancholiker über Friedhöfe flanieren

Gedichte[Bearbeiten]

Viele große Philosophen und Dichter haben sich mit dieser beliebten Zeit im Jahr auseinandergesetzt. Warum auch nicht? Das wetter ist schön, alles tollt gesund herum, ist doch herrlich? Anbei als Beispiel wohl das schönste Gedicht:

Der Herbst[Bearbeiten]

Schau an den Baum
plötzlich ist er bunt
Jedes Blatt ist wie im Traum.
Statt grün heute rot.
Wer kennt den Grund?

Wo kommt denn diese Farbe her
für die Blütenpracht?
Hat plötzlich wer drauf losgemalt
einfach über Nacht?

Der Herbst ist nicht im Winter,
Das wissen alle Kinder.

Analyse (Vom großen Denker Herfutz Klammtal aus Lampukistan)[Bearbeiten]

Äußerer Aufbau[Bearbeiten]

Wenn man den äußeren Aufbau des Gedichtes betrachtet, kommt man auf zwei Strophen, die erste mit fünf, die zweite mit vier Versen. Würde dieses Prinzip weiterlaufen, würden sich die Zeilen mit jeder Strophe verringern. Die Botschaft vermittelt, dass auch der Herbst irgendwann aufhört. Das der Dichter dies nicht weiterführt, schließt darauf, dass er den Herbst in der Blüte seines Daseins beschreibt und es dabei belassen will.

Wenn man zusätzlich noch das Reimschema beachtet, wird klar, dass die schönen einsilbigen Reime zwar immer mehr verschwinden, (Vergänglichkeitseffekt wird verstärkt) aber dafür die kunstvollen mehrsilbigen Reime (Blütenpracht-über Nacht) sich häufen. Der Herbst vergeht also zwar, aber mit seiner Vergänglichkeit werden wir uns immer mehr seiner Schönheit bewusst. Dies wird dadurch verstärkt, dass die zweite Strophe über zwei versübergreifende Fragen geht.

Inhalt[Bearbeiten]

  1. „Schau an den Baum“: Der Leser oder eine Person in der Handlung wird angesprochen, sich an der Schönheit eines Baumes im Herbst zu ergötzen. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Erstens: Ein schlichtes Gedicht (Ein Sachverhalt ohne Handlung wird vermittelt) Zweitens: Eine Handlung, in der eine Person einer anderen versucht, die Natur näher zu bringen. Der Meisterdichter lässt also genug Interpretationsmöglichkeiten, für den Leser offen.
  2. “Plötzlich ist er bunt“: Die Einzigartigkeit der komplexen Abläufe er Natur in der Herbstzeit werden jetzt schon angesprochen.
  3. “Jedes Blatt ist wie im Traum“: Der Künstler wendet nun seinen fantastischen, tiefgründigen Wortschatz an, um den Leser in eine Traumwelt der Schönheit hineinzuversetzen. Das einzige für den Normalmenschen rational zu erfassende Mittel ist hierbei der Vergleich „wie“.
  4. Statt grün heute rot“: Es wird nicht nur tiefer in der Welt der lyrischen Perfektion eingetaucht, NEIN, sondern auffällig ist, dass ausgerechnet die Farbe rot verwendet wird. (Gelb z.B. wäre auch möglich) Der Dichter hat natürlich also auch eine Antikriegsbotschaft eingebaut, da der Terroranschlag des 11.Septembers ebenfalls im Herbst stattfand.(Rot als stilistisches Symbol für Blut)
  5. “Wer kennt den Grund?“: Hier eine meisterhaft eingesetzte rhetorische Frage, die erstens, nach der Faszination der Naturvorgänge fragt und den Leser aufruft, sich dieser bewusst zu werden und zweitens: auf den vorherigen Vers bezogen: nach dem Sinn des sinnlosen Blutvergießens. Hier endet genau die erste Strophe. Der Dichter gibt Zeit, um über diese Frage nachzudenken.
  6. und 7. “Wo kommt denn diese Farbe her, für die Blütenpracht?“: Die vorherige Frage wird anders formuliert erneut gestellt. Dies, und dass sie über zwei Zeilen geht (Umfang des Sinns der Frage wird klar), verdeutlicht die Wichtigkeit dieses geistigen Sachverhalts und stimmt den Leser melancholisch und nachdenklich.#

     8. und 9. “Hat plötzlich wer drauf losgemalt einfach über Nacht?“: Spätestens hier wird einen die Doppeldeutigkeit bewusst, da jetzt
         speziell Leute angesprochen werden. Dies bezieht sich speziell nur auf die Mörder und Attentäter (rot malen - töten). Der Dichter lässt
         uns nun mit unseren Gefühlen allein (Effekt wird verstärkt)

Fazit[Bearbeiten]

Ein unfassbar geniales Gedicht, welches nicht nur in der Lyrik und Gefühlsliteratur Perfektion zeigt, sondern speziell auch Action und Spannung bietet, die sich bis zum Schluss immer mehr steigert und so die guten und schlechten Seiten des Herbstes spektakulär aufzeigt. Jedoch wird von dem Leser viel Interpretationskönnen vorausgesetzt, was das Gedicht in Kennerkreisen zum Vorzeigewerk macht, aber sonst wohl nur als dröges holpriges Schulgedicht wahrgenommen wird. Schade!

Herstellung[Bearbeiten]

Einen ausgeprägten Herbst erhält man, wenn man 2xWinter und 1xSommer mischt. Doch Vorsicht bei der Zubereitung, denn wenn man 2xSommer und 1xWinter mischt, erhält man Frühling.