Hartz-IV-Wohnung

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Eine Hartz-IV-Wohnung ist die eine Weiterentwicklung von einer "Underbridge"-Behausung. Im Gegensatz über ein Brückenquartier verfügt sie sogar schon über vier Wände und ein Bett. Von außen sehen solche Wohnungen meist unauffällig aus.

Lage einer klassischen Hartz IV-Wohnung[Bearbeiten]

Hartz IV-Wohnungen sind meist in alten Plattenbauten in den Stadträndern Berlins zu finden, wo sie der Mittelschicht und Oberschicht kaum auffallen. Der Hauptbahnhof mit seinen schönen neuen Brücken ist davon meist nur 5 Minuten entfernt.

Ausstattung, Aussehen und Verwendung[Bearbeiten]

Die Möbel in solchen Wohnungen sind meist vom Sperrmüll oder selbst gebaut. Oft wirkt daher alles nur zusammengewürfelt. Als Bett dient meist eine alte, kaputte Matratze. Das Badezimmer ist noch aus den 50 er Jahren und Siphons sucht man in den Abflüssen vergeblich oder sie sind leer. Daher stinkt es meist in diesen Feuchträumen. Vereinzelt erobern Ratten das Gebiet und sorgen beim Hartz-IV-Empfänger für Aufruhr. Das Wohnzimmer besteht im wesentlichen aus einer alten ausgelutschten Sofagarnitur und einem hippen LCD-Fernseher. Der alte Röhrernfernseher hätte zwar noch 10 Jahre funktioniert, doch die Werbung vom Media-Markt hat dem Hartz-IV-Empfänger gesagt dass man cooler ist mit Flachfernsehern. Die Dicke des Fernseher korreliert positiv mit dem Niveau der Sendungen. Überhaupt, ist der wichtigste Grund einen Röhrenfernseher zu haben, die Würde von diesem hochwertigen Gerät. Dazu muss man aber erst mal selber Würde haben. Für Messis eignen sich Flachbildschirme auch dahingehend, das dahinter mehr halbleere Pizzaschachteln und tote Haustiere passen. Wer will schon noch einen guten alten spießigen Grundig Röhrenbildschirm der nach 30 Jahren noch einwandfrei funktioniert ? Da der Flachbildschirm 3 Tage nach Ablauf der 2 Jährigen Garantie sowieso kaputtgeht, kann man sich ständig einen neuen kaufen, und bleibt immer auf dem hippen Stand der Technik und Hartz-IV-typisch verschuldet. Auf dem Boden vor dem Sofa stapeln sich leere Bierflaschen, Chipstüten und Zigarettenschachteln während im Kühlschrank gähnende Leere herrscht oder die Kinder darin Verstecken spielen. In der Küche steht ein Elektroherd mit 2 Kochplatten von denen eine defekt ist, ein Mikrowellenherd und eine zusätzliche Kochstelle mit Feuer. Diese zweite Kochstelle garantiert ein warmes Mittagessen auch dann, wenn man seine Stromkosten nicht zahlen konnte und der Strom daher abgeklemmt wurde. Wenn doch mal Strom da ist dient der Mikrowellenherd der Nahrungsversorgung mit Tiefkühlpizzen und MC-Donalds Produkten der Vorwoche. Die Tiefkühlpizzen werden samt metallbeschichtetem Karton erwärmt. Wenn das Baby mal wieder schreit, weil friert kann man es im Mikrowellenherd wärmen. Gleiches gilt auch für nasse Katzen oder Feuerwerkskörper. Wenn größere Kinder frieren können sie es sich auch rauchend im Gasherd gemütlich machen. Alerdings frieren die dank Adipositas III. Ordnung eher selten. Falls der Hartz-IV-Empfänger in Amerika wohnt (soll ja vorkommen) kann er sich darin auch ein paar überfahrene Opossums braten. Die Fenster sind undicht und daher werden 20 Grad nur im Sommer erreicht oder wenn Backofen und Herdplatte gleichzeitig geöffnet werden. Wenns richtig kalt wird verbrennt der Hartz-IV-Empfänger auch mal seine Möbel oder den Müll, den Mietnomaden in der Nachbarwohnung zurückgelassen haben, im Wohnzimmer. Das wärmt besonders gut, bei geschlossenen Fenstern.

Tapete[Bearbeiten]

Der Klassiker in einer Hartz-IV-Wohnung ist die Raufasertapete. Sie ist am billigsten und bringt sich selbst an die Wand. Die Farbe wird meist vom Baumarkt geliehen und/oder monatlich abgestottert. Raufasertapeten können aber in einigen Wohnungen auch komplett weiß bleiben, so dass der Eindruck von Hartz IV weiterhin sichtbar bleibt. Um Kosten zu sparen wird im Schlafzimmer keine Tapete angebracht. Die Wand behält ihr rustikales Mauersteinoutfit. Zudem ist dieser Stil in Gangster-Hartz IV-Wohnungen in Berlin sehr beliebt da er die Berliner Mauer repräsentiert. In seltenen Fällen greifen Hartz IV-Empfänger auch mal zu hochwertigeren Vinyltapeten die vorher schon Farbe haben. Doch reicht das Geld dabei oft nur für wenige Bahnen...

Beleuchtung[Bearbeiten]

Erleuchtet wird die Wohnung von hochmodernen Kerzenleuchten, Marke Eigenbau. Sie werden Abends entzündet um weniger elektrisches Licht zu verbrauchen, was den kleinen Geldbeutel etwas entlastet. In jedem Zimmer stehen 5 Kerzen. 4 In den Raumecken und 1 in der Mitte so herrscht im Zimmer eine Lichtstärke von 25 Lux. Im Schlafzimmer kommt eine Kerze zum Einsatz, die eine höhere Brenndauer hat. Der Vorteil von Kerzen besteht darin, dass durch die heiße Flamme der ganzen Raum erwärmt wird und daher die Heizung nicht so hoch aufgedreht werden muss. Auch das spart Geld. Wenn die Kerzen jedoch runter gebrannt sind, ist zappenduster! Meist wird sich aus Angst vor den hohen Strompreisen nicht getraut das Licht einzuschalten. Es wird einfach im Dunkeln getappt.

Bodenbelag[Bearbeiten]

Es kommt meist Laminat oder Spanplatte zum Einsatz. Dabei beträgt die Nutzschicht 2mm.

Heizung[Bearbeiten]

Nicht selten sieht es an Weihnachten so aus!

Eine Hartz-IV-Wohnung verfügt zwar über eine Zentralheizung, doch die wurde meist schon kurz nach dem Einzug staatlich verplompt und das Gas abgeklemmt. Die Alternative besteht aus dem Nutzen der Beleuchtung. Sie produziert genug Wärme um die Wohnung selbst im Winter knapp über 0 Grad halten zu können. Im Winter werden auf das Dach der Wohnung Wassereimer gestellt, die dann am Abend von der Sonne warm sind. Das sehr warme Wasser wird dann in die Heizkörper eingespeist und sie werden zumindest vorübergehend warm. Restliches Wasser wird dann zum Duschen verwendet. Die Herdplatte wird gelegentlich auch als Heizung missbraucht.

Weihnachten in einer Hartz IV-Wohnung[Bearbeiten]

Weihnachten entpuppt sich bei Hartz-Empfängern in der Regel als "Longface-Day". Es wird also ein langes Gesicht gezogen da für Geschenke kein Geld da ist. Gelegentlich kann es vorkommen dass der Betreiber einer Hartz-IV-Wohnung einen Gutschein von 14 Tage bezahlten Unterhaltskosten vom Nachbarn geschenkt bekommt.