Chronischer Gruppenzwang

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Das nächste Opfer wurde schon gesichtet

Gott schuf die Erde, Gott schuf den Menschen und Gott schuf den Gruppenzwang, auch den chronischen. Folglich können wir, die Menschen, nichts dafür, dass wir so sind, dass wir sie alle haben, diese Krankheit.

Die Krankheit[Bearbeiten]

Der chronische Gruppenzwang ist eine erstzunehmende Krankheit. Jeder Mensch ist von seiner Geburt an mit ihr infiziert. Ein Heilmittel gibt es nicht. Der Chronische Gruppenzwang verschwindet erst mit dem Tod, obwohl auch der nur ein Teil des komplizierten Geflechtes ist, das es um sich und seine Opfer spannt.
Sobald sich eine Gruppe bildet, gewollt oder ungewollt, zieht es den Menschen zu ihr. Ohne es zu bemerken, nähert man sich ihr immer weiter, bis es irgendwann nur noch eine große Gruppe gibt. Ein solches Verhalten zu beobachten, macht immer einen Heidenspaß: Als Außenstehender sieht man, wie sich der Kranke langsam an die am nähesten stehende Gruppe "heransaugt". Dabei läuft er so verkrampft und zwanghaft, dass es aussieht, als sei seine Zeit gleich gekommen und er würde sterben. Hierbei ist aber zu beachten: Um nicht von einer Gruppe angezogen zu werden und als Beobachter zu agieren, erfodert es jahrelanges Training. Sich gegen den chronischen Gruppenzwang zu wehren, soll gelehrt sein!

Ein weiteres, bislang unerklärtes Phänomen des chronischen Gruppenzwang betrifft die Entscheidungen der Betroffenen. Ein böser Blick genügt und schon ist die Meinnung eines anderen geändert. Schon hat er die, der Gruppe und ist kein Individuum mehr. Er geht den gleichen weg, wie die Gruppe. Die besagten Blicke sind weitere, schreckliche Folgen der chronischen Gruppenzwangs, der in uns allen herrscht.

Anfälle[Bearbeiten]

Die sog. Anfälle machen das ganze chronisch. Als Anzeichen für typisch chronische Krankheiten darf sie auch beim Gruppenzwang nicht fehlen. Diese Anfälle treten immer mal wieder auf und lassen sich einmal angefangen nicht mehr aufhalten. So gut wie jede erdenkliche Situation kann Ausgangspunkt für einen chronischen Anfall werden, was die ganze Sache so unberechenbar macht.

Gruppierungen[Bearbeiten]

Für beide Geschlechter sind verschiedene Aktionen sehr typisch. Männer und Frauen haben ihre "eigenen" Anfälle.

Frauen[Bearbeiten]

  • Gruppierter Klobesuch:
    Frauen könne nicht alleine auf die Toilette gehen. Das verhindert der chronische Gruppenzwang. Denn kaum steht eine von ihnen auf, werden andere in den Bann des Gruppenzwangs gezogen und müssen mit aus Klo. Unter dem Vorwand, man müsse der Freundin jetzt doch eben noch kurz einmal schnell beim Schminken helfen, verziehen sich beide Damen schnell aufs stille Örtchen. Dort angekommen weiß aber nur noch ein, was sie machen soll: sie muss mal für kleine Gruppenzwangopfer. Die anderen Mitläuferinnen stehen meistens vor den Türen und starren Vorbeilaufende Unbeteiligte extrem doof an, als hätten diese Klopapier unter dem Schuh kleben und niemand hätte es ihnen gesagt.
  • Abwechselndes Taschenkaufen:
    Ein eher ungewöhnlicher Vertreter der Anfälle. Hier wird nicht alles auf einmal von allen gleichzeitig gemacht. In kurz aufeinanderfolgenden Stößen stürmen von Mode besessene Frauen Läden. Dort wollen sie alle die eine haben. Die eine Tasche, die das Mädel an der vorletzten Ecke auf der linken Straßenseite auch hatte. Und ihr Freundin hatte die Tasche bestimmt auch schon. Und jetzt muss man natürlich schneller sein. Schneller als wer auch immer. Wie, das spielt keine Rolle. Hauptsache, man hat diese Tasche. Der Chronische Gruppenzwang hat die Frau in diesen Momenten voll im Griff.
Links breiten die Opfer des chronischen Gruppenzwangs noch ihre Handtücher aus, rechts sind sie schon längst am beten.

Männer[Bearbeiten]

  • Spontanes Massenbeten:
    Wird häufig in engen Straßen oder auf Marktplätzen zwischen zwei konkurierenden Ständen praktiziert. Wenn sich mal wieder ein Gläubiger dazu entschließt, sein stündliches Gebet zu halten und andere fromme Menschen in der näheren Umgebung den spirituellen Beat spühren, kann es schnell einmal zu einem äußerst religiösen Anfall kommen. Instinktiv fühlen sich immer mehr Umherstehende zum Massengebet in der engen Straße gezogen, legen ihre Handtücher, die sie immer dabei haben, auf den Boden und legen dann gleich nochmal los.
  • Allgemeines Saufen:
    Lässt sich auf jedem Schützenfest immer wieder beobachten. Als würden die noch nüchternen Männer zum Getränkestand hingezogen, bewegen sich nach und nach alle männlichen Wesen, die wissen, was Bier ist, dorthin. Zur Not mit der Ausrede, sie hätten noch etwas sehr wichtiges zu erledigen. Dort angekommen, wird dann zugesehen, dass alles Flüssige auch irgendwo reinkommt, damit es später irgendwo wieder rauskommt.
    Solch ein Saufgelage macht den unfreiwilligen Teilnehmern sichtlich keinen Spaß. Doch gegen den chronischen Gruppenzwang kommt man einfach nicht an.