Gott und der Mensch

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Der nachstehende Text erweitert den Zusammenhang des Hauptartikels Judentum.

Gott und der Mensch[Bearbeiten]

Sensationell: In dieser Schriftrolle befindet sich das jüdische Glaubensbekenntnis. Vielerorts wird auch heute nach diesen Texten getanzt.

Juden leben nach dem Grundsatz „Liebe Deinen Nächsten, denn er ist wie du!“ Sie folgen damit einem Text, der noch vor Schaffung des Alten Testaments, vor Tora und Talmut entstanden ist. Man fand die alten Papyrusrollen in sorgsam luftdicht verschlossenen Tongefäßen bei Ausgrabungen in der Nähe des Toten Meeres und man geht davon aus, dass diese Schriftstücke aus Furcht vor Feinden bei der Flucht versteckt wurden. Aus der Übersetzung der Texte leitet sich die überlieferte orthodoxe Haltung heutiger Juden her.

Ich bin wie du.
Wir sind wie Sand und Meer,
und darum brauch ich dich so sehr.

Ich bin wie du.
Wir sind wie Tag und Nacht,
und für einander nur da.
Für einander nur da!

Sand und Meer, Tag und Nacht stehen als Sinnbilder der Gegensätzlichkeit, der korrespondierenden Achsen, die zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Gott, unüberbrückbar konträr und doch aufs Engste miteinander verzahnt und in einer gegenseitigen, ja fast bilateralen Abhängigkeit, existieren. Der Mensch braucht den Mensch, ohne den die humane Evolution zum Stillstand, ohne die der essentielle interverbale Austausch zum Erliegen käme. Der Mensch braucht aber ebenso Gott, ohne die ein Glauben nicht exhaustiv, nicht vollkommen wäre. Man ist für einander da, kann sich auf den anderen verlassen und wähnt sich in einer Geborgenheitshülle, die einem das Leben auf der Erde erleichtert. Diesen Grundgedanken vermitteln die ersten Zeilen des antiken Schriftsatzes.

Und du weißt,
dennoch lass ich dir die Freiheit,
weil man sich dann länger treu bleibt.
Ich, genauso wie du.

Gerade das, das macht unsere Liebe anders.
Das macht unsere Liebe so anders.
Und ich finde das gut.
Ich bin wie du hu.
Ich bin wie du,
genauso wie duhu, hu hu hu.

Der zweite Leitsatz berührt die Kernfrage des spirituellen Seins. Ist die Liebe und Hinwendung zu Gott eine individuell erlebbare Erfahrung oder ist dieses Glück mit anderen Menschen teilbar und besteht nicht sogar die Notwendigkeit des soziokulturellen Austausches? Weiterhin tangiert wird die Quaestio facti, ist Gott unfehlbar und dürfen fatale Fehler den Glauben erschüttern, Zweifel an Gott aufkommen oder ein egozentrisches Hadern an sich selbst wach werden lassen. Vergebe Gott, denn auch er vergibt dir, ist die hier erzeugte Botschaft. Aber auch lasse deinen Mitmenschen leben, denn auch er wird dich vermutlich nicht töten.

Was auch kommt,
wir beide werden uns nicht trennen.
Wir lernen uns nur besser kennen.
Ich genauso wie du.
Na, nana na na na na…

Das Bekenntnis zum jüdischen Glauben ist inkonvertabel. Der einmal geschlossene Bund ist endzeitlich und manifestiert sich beispielsweise im Beschneidungsritus oder in den Ohrenlöckchen, äußerliche Insignien jüdischer Spiritualität. Darüber hinaus glaubt man nicht an ein Leben nach dem Tod, sondern hofft, dass der Erlöser erscheinen wird. Hierzu sollte man Gott besser kennen lernen und ein ihm gefälliges Leben führen, sodass, wenn der Messias erscheint, er die Juden erkennt und ihnen aus Dankbarkeit für das gottgeneigte Leben Geschenke bringt. Umgekehrt sollte Gott auch den Menschen kennen, damit die Geschenke nicht im Regal für unbrauchbaren Nippes abgelegt werden.

Abschließend wird durch das fordernde "Na?" burschikose, tri- bis joviale Vertrautheit angedeutet, Zeichen glückseliger Verbundenheit zwischen seinem Gott und einem selbst.