Gemeinderat

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Der Gemeinderat ist das regelmäßig stattfindende abendliche, ehrenamtliche Affenparlament in jeder deutschen Gemeinde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wird durch die Bürger, überwiegend jedoch von osteuropäischen Erntehelfern gewählt. Von den Kandidaten schaffen es meistens die Großgrundbesitzer von den hinteren Plätzen der Liste in den Gemeinderat, weil diese gerne von den Bürgern gewählt werden, damit man nachher über deren uneigennützige Politik schimpfen kann. Weiter kommen auch Hausfrauen und Rentner hinein, die sich nur deshalb aufstellen lassen haben, weil sie auf das Sitzungsgeld und eine eventuell angebotene Brotzeit angewiesen sind. Eine nicht unbedeutende Gruppe stellen auch Wichtigtuer dar, meistens gestrandete Anwälte, die andauernd die Paragraphen dreschen und Menschen, die durch ein Burnout aus dem Berufsleben ausgeschieden sind und sich über alles aufregen und dabei die Kompetenz des Bürgermeisters anzweifeln.

Verlauf einer Gemeinderatssitzung[Bearbeiten]

Die Sitzung wird vom Bürgermeister durch dreifachen Schlag mit einem ausgedienten Fleischhammer, manchmal auch mit einem aus dem Jugendgericht geklauten Richterhammer eröffnet. Danach haben zuerst die Gemeinderäte, nachher die Bürger die Möglichkeit, den Bürgermeister mit Schimpftiraden fertig zu machen. Es sind auch jedes Mal immer die selben Bürger anwesend. Nur wenn etwas vor jemand seiner Haustüre etwas hingestellt werden soll, kommen auch einmal andere mit Knüppel und Vuvuzelas bewaffnete Bürger, mitunter auch ein ganzer Siedlungsverein. Danach schlagen sich alle bei der Diskussion der Tagesordnung gegenseitig die Köpfe ein, wobei sich meistens zwei Lager nach dem Motto "Wenn der eine dafür ist, bin ich dagegen." bilden. Meist steht dabei die gegenseitige persönliche Diffamierung im Vordergrund. Am Ende einer zermürbenden Diskussion wird dann doch ein meist einstimmiger Beschluss entgegen dem Bürgerwillen gefasst und festgestellt, dass es schon fast Mitternacht ist und man wieder einmal 90% der Tagesordnung auf die nächste Sitzung vertagen muss. Der Bürgermeister beendet die Sitzung und zieht frustriert davon.

Zuständigkeiten des Gemeinderats[Bearbeiten]

Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wählt am Anfang jeder Legislaturperiode die Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters. Von einer geheimen Wahl ist aber keine Rede, denn man spricht sich vorher ab und gestaltet sich seine Mehrheiten. Meistens bekommen dann auch Einmannparteien dadurch einen Stellvertreterposten. Die unterlegene Gruppierung, die es von der Gerechtigkeit und dem Wählerwillen her verdient hätte, zieht dagegen eine Show ab und demonstriert den Bürgern wie undemokratisch es im Gemeinderat zugeht. An den Folgetagen werden noch als Leserbriefe getarnte Morddrohungen von entsetzten Bürgern an die Presse geschickt und in den billigen Käseblättern mitsamt Rechtschreibfehlern abgedruckt.

Überwachung seiner gefassten Beschlüsse[Bearbeiten]

Wenn es doch einmal einen nur mit knapper Mehrheit gefassten Beschluss gibt, tut die unterlegene Seite alles, dass in der nächsten Sitzung nochmals dank Kaltstellung einiger Gegner unter einem günstigeren Mehrheitsverhältnis abgestimmt wird. Für die erneute Abstimmung werden meist fadenscheinige Argumente vorgebracht. Dieses Spiel läuft meist über die ganze Legislaturperiode hin und her, sodass die Bürger sich empören und in der nächsten Legislaturperiode sich die Mehrheitsverhältnisse ändern. Dies wird dann als Gelegenheit genutzt, sämtliche Beschlüsse, auch die einstimmig gefassten, zu hinterfragen.

Stellen von Anträgen[Bearbeiten]

Die Mitglieder des Gemeinderats haben auch die Möglichkeit Anträge zu stellen. Dies wird meist von den Splittergruppen genutzt, um den Bürgermeister, sowie die großen Parteien zu nerven und die Gemeindeverwaltung dauerhaft lahmzulegen. Mit dem ganzen Papier werden die Kindergärten versorgt, sodass die Kinder dort ihre Kreativität ausüben können.